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Es könnte fast mit einer Strichliste
belegen wer noch nicht dran war. Neue verschleiernde Nebelkerzen
werden gestartet durch das Land getrieben. Die Antisemitismuskeule
bekommt eine neue Beschriftung. Der berechtigte Protest gegen den
Überfall auf Gaza soll zeigen:
„Links und rechts vereinen sich,
gemeinsam mit den Muslimen gegen Israel, natürlich wieder mit
Vernichtungswillen gegen die Juden“
Als einer der zur Zeit letzen teilt nun auch
Richard Herzinger in der Welt (natürlich in der „Achse des Guten“
verlinkt) zum Glück nur einem geistigen Keulenhieb aus.
Bei ihm
kann man sicher auch mit am klarsten die Absichten erkennen.
Legitimier, notwendige Kritik begegnet man angesichts der grausamen
Bilder und Berichte aus Gaza mit kräftigen Nebelkerzen. Die
Verbrechen in Gaza, Palästina sollen nicht so benannt werden wie sie
waren und sind. Die Nebelschwaden sollen helfen mit einem
„Zaubertrick aus den Opfern, den Warnern Täter zu machen, sie neben
die alten Täter zu stellen, damit man die heutigen nicht erkennt.
Herzinger
schreibt:
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„Ein spanischer Politiker, der Israel
"Völkermörder" nennt. Niederländische Demonstranten, die "Juden ins
Gas" skandieren. Im Schatten des Gaza-Krieges blühen in Europa die
Relativierung des Holocaust und offener Antisemitismus auf. Das
bedroht die moderne europäische Identität im Innersten.
Unverhohlene Wut auf Israel: Eine
Kundgebung in Stuttgart
Es genüge nicht mehr, nur einen
Waffenstillstand in Gaza zu fordern. „Wir haben die Pflicht, Partei
zu ergreifen – gegen Israel und für das Volk von Gaza und des
Westjordanlandes.“ So heißt es in einem Manifest von Hunderten
renommierter britischer Akademiker um den Völkerrechtler Conor
Gearty und den Historiker Eric Hobsbawm, das kurz vor der Waffenruhe
in Gaza im britischen „Guardian“ veröffentlicht wurde“.
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Solche extremistische Äußerungen in
einen „Antisemitismustopf“ mit dem Ruf „Völkermörder“ zu werfen ihn
mit den Sprüchen der Neonazis gleichzusetzen, ihn als
Antisemitismus mit der Verdammung der „israelischen
Vernichtungstaktiken“ der: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“
abzustempeln ist ein mehr als unglaubwürdiger Versuch die neuen
Täter sauberzuwaschen, mit stinkenden Nebelkerzen von ihnen
abzulenken. Kein und kein Volk, kein Opfer steht über dem anderen
und darf verweigern das man Opfer Opfer, Täter Täter nennt.
Da hilft auch seine Relativierung
nichts, wenn er es für berechtigt hält zu fragen: „ob“ die
Israelis Kriegsverbrechen begangen haben, aber kurz später
feststellt:
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„Doch wer verlangt mit derselben
Intensität die Nachprüfung, inwieweit die Hamas
Zivilisten als Schutzschilde benutzt hat? Auch dabei
handelte es sich um ein Kriegsverbrechen. |
Dieses „auch“ klinkt dabei nicht wie
ein Schuldeingeständnis den dies zu verurteilen sieht er ja als
Antisemitismus an. Anschließend rührt er in seinem Suppentopf
wirklichen Antisemitismus und von ihm unterstellenden kräftig
durcheinander und dabei wird auch an eine Gleichsetzung mit den
Neonazis mit eingestreut:
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„Die rechtsradikale NPD hat diesen
geschichtsrevisionistischen Slogan als Motto für ihre heute geplante
Kundgebung in Berlin übernommen. Auf Demos gängige Parolen wie
„Kindermörder Israel“ zielen auf uralte antisemitische Verleumdungen
wie die, Juden opferten an ihren Festen Christenkinder.“ |
Hunderte von Bildern und Dokumenten
dokumentieren, dass eine große Zahl von Kindern in Gaza getötet
wurde. Diese Mörder Kindermörder zu nennen darf aus einer sich nur
verbal äußernden Wut und hilflosen Verzweiflung heraus vielleicht
verstanden werden. Was hat die gezeigte, verständliche Betroffenheit
mit Antisemitismus zu tun? androhen, praktizieren? Aber das
meint Herzinger wohl nicht:
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„Doch die Enthemmung bei der Verwendung
falscher historischer Vergleiche beschränkt sich längst nicht mehr
auf islamistische, links- und rechtsradikale Kreise.“
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Das Leid der über tausend getöteten Palästinenser im Gazastreifen,
viele davon waren Kinder, kommentiert der Weißwäscher Klaus
Bittermann in der „Achse des Guten“ (die so etwas so gut kann)
pervers und zynisch:
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„Bilder, die nichts beweisen, sondern
mit denen ausschließlich auf der emotionalen Klaviatur des Mitleids
geklimpert wird, um »die Weltöffentlichkeit aufzurütteln«, d.h. sie
für die Ziele der Hamas einzuspannen.“ |
Die Betroffenheit der Palästinenser,
der Moslems, der Gerechten in Deutschland kommentiert er mit:
Die
Opfer eines gewaltsamen Überfalls sind also die eigentlichen Täter?
Wer verschleiert was mit diesen Nebelkerzen?
Mehr als unanständig und damit auch das
Bestreben der Neonazis unterstützend ist es, diesen berechtigten,
notwendigen Protest auch noch mit dem Gedankengut der Neonazis
gleichzusetzen und so von dem grausamen Anlass abzulenken.
Rechts + Links zu vermischen neutralisiert nicht die Verbrechen
Israels den Protest dagegen.
Honestly Concerned (Bernd
Dahlenburg) kommentiert anscheinend aufatmend am 17.1.2008 einen
Artikel von J. P. Hein:
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„Dieser Text war schon lange fällig!
(bd)“
welt.de -
Gemeinsam gegen Israel: Rechte, Linke,
Islamisten - Jan-Philipp Hein
Wer die wichtigste deutschsprachige Internetseite der Neonaziszene,
"Altermedia", anklickt, kann ins Staunen kommen. Denn die
"nationalen Dissidenten", wie sich die Macher der Seite selbst
nennen, veröffentlichen Texte des "Muslim-Markts".…) Und mit ihren
Angriffen auf den "Pseudostaat Israel" treffen sie den Ton der
deutschen Neonazis, die wiederum vom "Terrorstaat Israel"
schwadronieren.“ |
Merkwürdigerweise benutzt man dabei zur
Unterstützung dieser Unterstellung rechtsradikale Quellen,
betont auch noch ihre Bedeutung und ist wie auch vorher,
Broder es mehrfach zeigte gar
nicht nicht so zimperlich im Umgang mit angebräunten Kontakten.
Hein schreibt, jetzt mal alles in
einen anderen großen Topf zu werfen (man schreibe mal in dieser Form
„die Juden“) den Muslim Markt betreffend weiter:
|
„Aber auch sonst haben die Islamisten
wenig Berührungsängste mit extrem Rechten, interviewten sie doch
2006 für ihr Webangebot Andreas Molau, der den NPD-Chef Udo Voigt im
Vorsitz der rechtsextremen Partei beerben will.“
|
Liest
man das Interview im
Muslimmarkt (ich hätte es nicht geführt) ist eigentlich keine
„Berührung“ nachzuvollziehen, eher eine durchaus distanzierte
Betrachtung, Befragung, Hinterfragung, eine Standortbestimmung des
Herrn Molau. Das ist kein Ausdruck einer Kumpanei…
Wer sich aber nur ein wenig bemüht, die Motive der Betreiber zu
erfahren kann darin auch das lobenswerte Bemühen erkennen diese
„ungeistige Strömungen“ gerecht zu Beurteilen. Aber, etwas zu
Unterstellen ist ja eine Spezialität dieses Netzwerkes.
Jan-Phillip
Hein schreibt weiter:
|
„Ob extrem rechts oder links – auf
deutschen Internetseiten wird gegen Israel gehetzt. Experten
fürchten, der Hass auf Israel werde zunehmend zum Schmelztiegel
extremistischer Gruppierungen. Zum ersten Mal gibt es auch
Überschneidungen der extremen Ränder des deutschen Politikspektrums
mit radikalen Muslimen.“ |
Wer sind die „Experten“ die fürchten?
Gibt es nicht viele gute Gründe Israel zu kritisieren?
Warum wird demagogisch verallgemeinernd eine notwendig, berechtigte
eindeutige, scharfe Kritik mit Hass gleichgesetzt?
Das der extrem rechte Rand, die
Neonazis gerne die berechtigte, verständliche Empörung, die
entstandene Wut über die Verbrechen in Gaza für ihr eigenes Süppchen
benutzen wollen entspricht sicher deren Taktik und Wunsch. Warum
geht das Netzwerk rund um Broder und Honestly Concerned von diesen
Wünschen aus?
Keiner der vielen mir bekannten
Demonstranten, Organisatoren wünscht diese nicht existierende
„Nähe“, sieht sie, fördert, fordert sie. Die, die sich mit diesem
rechten extremen Rand angeblich solidarisieren gehören nicht dazu.
Sie sind mir nicht bekannt.
Der Stempel „Terrorist“ wird so recht
beliebig zweckbedingt, gezielt wie der Stempel „Antisemit“
eingesetzt. Es ist ein schon seit langem beliebtes Spiel der
falschen „Freunde Israels“ den Nahostkonflikt auf eine falsche
Schiene zu locken.
Gerne holte, holt man dabei auch die Keule „die Araber waren schon
immer Judenfeinde, sie haben mit Hitler an der Vernichtung der Juden
zusammengearbeitet“ hervor. Der Missbrauch des Holocaust ist in
gewissen Kreisen noch immer ein „erfolgsversprechendes“ hilfreiches
Instrument unliebsame Meinungen, die Wahrheit zu unterdrücken.
Eindeutig habe ich dies anlässlich
einer Demo in Dortmund recherchiert.
Hier wird bewusst manipulativ etwas unterstellt, was es in
Wirklichkeit (ein paar Idioten mögen die Ausnahme sein) nicht gibt.
Eindeutig sieht man hier bei den unterstellenden das sie selber die
Nähe zu Neonazis nicht scheuen und sei es nur, dass sie mehr als
fragwürdig rechtsradikale Quellen als glaubwürdige Informanten
zitieren oder sogar, wie bei Hagalil zu finden
bei ihnen schlicht und einfach
abschreiben. Der recht(e?) anonyme Schreiber beruft sich
auf Angaben rechtsextremistischer Kreise, schreibt
einfach von einer Neonaziseite ab,
übernimmt unkritisch und
unwahr Informationen:
|
„Auch aus den Reihen der NPD war in den
letzten Tagen zur Unterstützung islamistischer Demonstrationen
aufgerufen worden, so etwa im " Nationalen Netztagebuch" der NPD
Barnim oder vom Pressesprecher der bayerischen NPD Roland Wuttke“ |
Das „National Netztagebuch“ ist für
mich ganz und gar keine glaubwürdigen Quelle.
Was macht ein Henryk M. Broder aus alledem?
„Dortmund.
Immer wieder Dortmund“
So zitiert Broder ohne selbst vor Ort
gewesen zu sein andere Medien:
|
„Was als Lichterkette zum Gedenken der
palästinensischen Opfer im Nahost-Konflikt beginnen sollte, artete
in eine hasserfüllte Anti-Israel-Demo aus. „Kindermörder, Israel“
und „Tod, Tod, Israel“ |
Waren die Stimmen
"hasserfüllt" waren sie nicht
eher verständlich erregt, wütend, empört? Hatten die Opfer kein
Recht dazu, wenn sie um ihre Angehörigen in Gaza bangen, von den
getöteten berichteten? Riefen die Demonstranten „Tod den Juden“ oder
„Tod Israel“? Warum wird der Anlass dieser Demonstrationen
verschwiegen?
Haben die Palästinenser Millionen von Juden vergast oder die
Deutschen? Wurden ihre Freunde und Verwandte getötet oder töteten
Sie?
Alex Feuerherdt, wen wundert es, nimmt
die neue Parole: „Palästinenser und Neonazis verbünden sich“ auf.
In der dem antideutschen Milieu entstammenden „Jungle World“
schreibt er:
|
„In Deutschland wird gegen den Krieg
in Gaza protestiert. Der Unterschied zwischen
Friedensdemonstrationen und antisemitischen Aufmärschen ist
dabei kaum auszumachen.“ |
Feuerherdt schlägt kräftig mit der
Antisemitismuskeule zu (an anderer Stelle wird sie später zum
Baseballschläger).
|
„Der Übergang von
Friedensdemonstrationen zu antisemitischen Aufmärschen ist
fließend geworden,
befindet Alex Feuerherdt
mit Blick auf die Proteste gegen Israels Vorgehen im Gaza: "“ |
Das gleiche Handwerk betreibt auch ein
Spezi von Henryk M. Broder, ein alt bekannter „Achsen“ Schreiber,
Tobias Kaufmann.
So schreibt er im Kölner Stadtanzeiger (Die „“Achse des Guten“
verlinkt es natürlich):
|
Drei Tage vorher erschien
ein anderer Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den
Palästinensern“ sei nicht zufällig gewählt, heißt es darin.
Israelische Politiker, die bei den Umfragen weit zurück gelegen
hätten, erreichten durch „das blutige Gemetzel unter der palästinensischen
Bevölkerung einen enormen Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist
eine Mitteilung der NPD.
In der „Israel-Kritik“ kommen sehr
große Koalitionen zustande im antifaschistischen Deutschland, 76
Jahre „danach“http://www.ksta.de/html/artikel/1231945303164.shtml
„ |
Auch Herrn Kaufmann müsste bekannt
sein: „wenn zwei ähnliches sagen, ist es immer noch nicht das
gleiche“. Die Palästinenser haben (auch wenn ich es ablehne) eine
völlig andere „Motivation“ „Tod Israel“ zu schreien als Neonazis.
Im Übrigen ist Israel nicht nur der
„Staat der Juden“ es leben dort moslemisch Araber, es leben dort
unter anderem auch Christen. Wo beginnt eine Rassistische
Unterstellung, wo hört sie auf?
Damit
er und andere „beruhigt wegsehen und vergessen können drückt auch
Tobias Kaufmann dann endgültig und nicht sehr koscher den
unberechtigten „Antisemitismus“ Stempel darauf:
|
„Deutschland erlebt derzeit die
vermutlich größten antisemitischen Manifestationen seit dem Zweiten
Weltkrieg. Sie werden nicht von Neonazis angemeldet, sondern von
islamischen und arabischen Organisationen, unterstützt von einem
breiten Bündnis meist linker - nach eigener Definition
antifaschistischer - „Freunde des Friedens“. Sie beanspruchen,
Empörung und Trauer über das Elend in Gaza zu artikulieren.“ |
„Geschickt“ verlagert Kaufmann die
„Erkenntnis“ von Gaza nach Deutschland und versucht so aus den
Opfern Täter zu machen. Nicht die Verbrechen in Gaza sollen das
Problem sein. Nein, Problemverlagerungen, man konstruiert eine
Gleichsetzung von dem was Nazis taten und aus rassistischen Motiven
tun, wollen mit dem was die Palästinenser erdulden müssen, gegen das
sie
friedlich
demonstrieren.Kaufmann aber schreibt
scheinheilig in seiner Argumentationskette gefangen:
|
„Die deutsche Gesellschaft müsste
zumindest die analytische Kraft aufbringen wollen, das eine vom
anderen zu unterscheiden, statt sich in Debatten über „Spiralen der
Gewalt“ zu verlieren.“ |
Ich denke Tobias Kaufmann sollte eine
„analytische Kraft“ in der Wahrnehmung der Realität, der
Unterschiede zeigen und keine Zusammenhänge konstruieren wo es sie
nicht gibt.
Wenigstens dass sollte man den neuen
Opfern schuldig sein. Dass Muslime viele Gesichter haben liest man
übrigens als Beispiel
hier.
Jetzt kommt die beliebte
Sandwichtechnik, nimm einen oder mehrere ‚Antisemiten und pack einen
ehrenwerten Kritiker dazwischen und mach ihn damit zum Antisemiten.
Kaufmann versucht noch so nebenbei einen Kritiker zu diskreteren, er
schreibt:
|
„Ein letztes Schlaglicht auf die
merkwürdige Schieflage der „Israel-Kritik“ 2009: Norman Paech,
Politiker der „Linkspartei“, Mitglied von „Attac“ und des
„Auschwitz-Komitees“, sprach am 2. Januar auf einer Demonstration in
Hamburg von einem „Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens“
und einem „furchtbaren Gemetzel“. Der Zeitpunkt sei genau
kalkuliert: „Es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die
Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern soll - und in
Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor.““
„Drei Tage vorher erschien ein anderer
Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den Palästinensern“ sei nicht
zufällig gewählt, heißt es darin. Israelische Politiker, die bei den
Umfragen weit zurück gelegen hätten, erreichten durch „das blutige
Gemetzel unter der palästinensischen Bevölkerung einen enormen
Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist eine Mitteilung der NPD.“ |
Kaufmann konstruiert einen nicht
existierenden Zusammenhang und schließt suggerierend
und unterstellend daraus:
Da ist doch sein Kollege Henryk M. Broder viel offener und
direkter.
Aus Erfahrung weiß er ja auch, es kann noch so falsch und
verräterisch sein was er schreibt, der Beifall der
Scheuklappenträger, der Uninformierten, der Gutgläubigen, der mit
Vorurteilen beladenen ist gewiss.
So schreibt er unterstellend im
antideutschen Jargon:
|
“ Was aber ist es, das ganz
normale Deutsche antreibt, in den antisemitischen Furor zu
flüchten? Nicht jeder hat einen Opa bei der Waffen-SS
gehabt, dessen unvollendetes Werk er bzw. sie fortsetzen
muss. Dabei lieben sie tote Juden über alles. Nur mit den
lebenden tun sie sich schwer.“ |
Das ist für einem Henryk M. Broder ein normaler
Deutscher!
So ganz nebenbei verrät uns Henryk M.
Broder was hinter dem angeblichen Friedensprozess steht, weswegen
sich eigentlich auch kein Palästinenser aufregen oder demonstrieren
sollte und dürfte:
|
„. Verständlich ist auch, dass sie umso
wütender werden, je länger sie einer Fata Morgana nachjagen:
einem Palästina, das nur in ihrer blühenden Phantasie existiert.
Sie denken, dass man die Zeit zurückdrehen kannn, und niemand traut
sich, ihnen zu sagen, dass die Zeitmaschine noch nicht erfunden
wurde. Aber sie ahnen es, und deswegen benehmen sie sich wie Kinder
im Sandkasten: Weil sie keine eigene Sandburg bauen können, wollen
sie die Sandburg der Nachbarkinder zerdeppern. „
Henryk M. Broder
03.01.2009 -
Deutschland
schämt sich in Blut und Boden |
Die „Erfolge“ dieser Gleichsetzung und
Unterstellung des Netzwerkes "rechts und links gemeinsam
zeigen sich auch schon in der Politik:
|
„Nils Kassube, Kreisvorsitzender der
Jungen Liberalen, beobachtete die Demo: "Das war so unappetitlich
wie die alljährliche Nazi-Demo. Transparente, die sich dort die
Teilnehmer nicht getraut hätten, zu zeigen, wurden hier offen durch
die Stadt getragen." Das reiche von der Unterstellung einer
jüdischen Weltherrschaft ("Wer regiert die Welt? Wacht auf") bis hin
zum üblichen Aufgreifen der schon aus dem Mittelalter stammenden
These vom angeblichen jüdischen Durst nach Kinderblut. Die
Demonstranten würden auf Solidarität der Deutschen mit dem
vermeintlich gemeinsamen Gegner setzen: "Heute die Palästinenser -
morgen Ihr".
Markus Fraederich, Kreisvorsitzender der Jungen Union: "Diese
Veranstaltung wurde ihrem Ziel nicht gerecht, für den Frieden in der
bertroffenen Region zu demonstrieren. Sie war eher ein Aufruf zu
Hass und Gegengewalt".
Junge Union und Junge Liberale hoffen für die Zukunft, "dass sich
alle Demokraten engagiert gegen Antisemitismus einsetzen - ob dieser
nun von Islamisten oder von Nazis verbreitet wird." |
Da ist was
Thomas M. Eppinger: Alte Kameraden
am 22.1.2009 natürlich auch in der „Achse des Guten“ als
Kommentar zum Auftreten von Blüm, Kienzle und Steinbach bei „Hart
aber diesmal nicht sehr fair“ schreibt noch fast harmlos:
|
„Wirklich großes Kino hat aber das
Dreigestirn Blüm / Kienzle / Steinbach geboten. Es lässt einen
frösteln, live zu sehen, welche Ressentiments aus Kienzle und Blüm
hervorbrechen, wenn sie meinen, endlich einmal Israel kritisieren zu
dürfen und dann doch nur auf die Juden losgehen.“ |
Da fällt mir doch immer wieder der 3-D
Test ein:
"Der Rassismus war immer an der
D-ämonisierung von Menschen zu erkennen, dem D-oppelstandard, mit
dem Menschen gemessen wurden, und der D-elegitimierung von Menschen,
"Rassen" und Glaubensrichtungen.
Lizas
Welt
(Axel Feuerherdt)
treibt das alles auf eine fast nicht mehr zu übertreffenden Spitze.
Der Übergang vom rhetorischen Keulenschwingen zum körperlichen
Angriff:
|
„Man könnte detaillierte Studien
anfertigen über einen Udo Steinbach, dessen ganzer Habitus bereits
unweigerlich an jene deutschen Schergen früherer Jahre erinnert, die
schon damals genau wussten, dass die Juden den Antisemitismus selbst
hervorrufen und ihre Vernichtung ein Akt der Notwehr ist.“ |
Feuerherdt unterschlägt, dass Udo
Steinberg auf der Seite der Opfer steht und er Axel Feuerherdt sich
auf die Seite der neuen Täter stellt.
Mit nachfolgendem Zitat hat in dieser Runde sicher das
„Siegespodest“ erreicht.
So
schreibt Axel Feuerherdt:
|
„Man kann aber auch einfach Woody Allen (Foto)
zitieren, der auf die Mitteilung eines Intellektuellen, einen Essay
gegen den Antisemitismus geschrieben zu haben, antwortete: „So? Wie
schön! Ich bevorzuge Baseballschläger.“ Und das wäre dann: hart,
aber fair.“ |
Nun muss man wohl abwarten, wann wen
zum ersten Mal ein Baseballschläger trifft?
Wird „Lizas Welt“ ihn publizistisch von
Henryk M. Broder und Samuel Laster unterstützt schwingen?

Bei der Verbreitung dieses
Gedankengutes darf der aus dem antideutschen Milieu stammende
Samuel Laster (juedische.at) nicht fehlen.
Erkennt man in Zukunft Kritiker der
israelischen Regierung daran, dass sie einen Schutzhelm und eine
Schutzweste tragen müssen?
Hertzinger kommt da
eher schonender mit einer unpassenden moralischen Keule:
|
„Das ist heikel, denn die Europäische
Union gründet sich seit Jahren ethisch auf das Gedenken an den
Holocaust als eine Art ultimatives Geschichtszeichen für äußerste
Unmenschlichkeit, die sich niemals wiederholen dürfe. Die
Verwischung dieser Norm, an der sich die europäischen Demokratien
orientieren, würde tief an das Selbstverständnis des modernen Europa
rühren.“ |
Er verkennt, es geht nicht darum Normen
zu verwischen, den Vorwurf muss ich eher diesem Netzwerk machen. Es
geht darum endlich diese Normen in der Gegenwart, auf die
derzeitigen Opfer bezogen zu leben. Dies sollte auch er ohne solche
Nebelaktionen. Nur so ist eine glaubwürdige Distanz zu den Tätern
der Vergangenheit zu erkennen.
Am Anfang sprach ich doch von
einer Strichliste auf der man Festhalten könnte wer diese
Nebelkerzentyp (Links und Moslem gleich rechts) weiterverbreiten
würde.
Am 28.1.2009 kam die
Meldung der Tageschau:
„Der Zentralrat der Juden in
Deutschland hat ein Wiederaufleben des Antisemitismus beklagt. Es
gebe einen "Ersatz-Antisemitismus, der Israel sagt und Juden meint",
sagte der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann im
ZDF-"Morgenmagazin".
"Heute sehen wir, dass oft die Israel-Feindschaft vorgeschoben
wird." Die Rehabilitierung eines katholischen Bischofs, der den
Holocaust geleugnet hat, zeigt laut Graumann, dass "der
Antisemitismus in der Kirche reanimiert wird". Er werde wieder
"salonfähig" gemacht.“ |
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