Hasbara – Die  Formen der Antisemitismuskeulen

Links gleich Rechts und mit Islamisten vereint?

Berliner Einheit: NPD und Linke gemeinsam gegen Holocaust und Auschwitz - Am Mittwoch hielt die neonazistische NPD in Berlin-Mitte eine sogenannte “Mahnwache” unter dem Motto “Nein zum israelischen Holocaust im Gaza-Streifen” ab. Holocaust-Relativierung und die Gleichsetzung Israels mit dem NS-Staat gab es aber nicht nur bei den Neonazis, sondern auch bei der zeitgleich stattfindenden Gegenkundgebung. Dort hieß es bei der Sprecherin des Neuköllner Bezirksverbandes der “Linken”, zum Thema Gaza “Nie wieder Auschwitz”…  Israel & Judentum » Berliner Einheit: NPD und Linke gemeinsam gegen Holocaust und Auschwitz Jörg Fischer-Aharon 1.2.2009


 

Es könnte fast mit einer Strichliste belegen wer noch nicht dran war. Neue verschleiernde Nebelkerzen werden gestartet durch das Land getrieben. Die Antisemitismuskeule  bekommt eine neue Beschriftung. Der berechtigte Protest gegen den Überfall auf Gaza soll zeigen: „Links und rechts  vereinen sich, gemeinsam mit den Muslimen gegen Israel, natürlich wieder mit Vernichtungswillen gegen die Juden“

 

Als einer der zur Zeit letzen teilt nun auch Richard Herzinger in der Welt (natürlich in der „Achse des Guten“ verlinkt)  zum Glück nur einem geistigen Keulenhieb aus. Bei ihm kann man sicher auch mit am klarsten die Absichten erkennen. Legitimier, notwendige Kritik begegnet man angesichts der grausamen Bilder und Berichte aus Gaza mit kräftigen Nebelkerzen. Die Verbrechen in Gaza, Palästina sollen nicht so benannt werden wie sie waren und sind. Die Nebelschwaden sollen helfen mit einem „Zaubertrick aus den Opfern, den Warnern Täter zu machen, sie neben die alten Täter zu stellen, damit man die heutigen nicht erkennt. Herzinger schreibt:
 

„Ein spanischer Politiker, der Israel "Völkermörder" nennt. Niederländische Demonstranten, die "Juden ins Gas" skandieren. Im Schatten des Gaza-Krieges blühen in Europa die Relativierung des Holocaust und offener Antisemitismus auf. Das bedroht die moderne europäische Identität im Innersten.

Unverhohlene Wut auf Israel: Eine Kundgebung in Stuttgart

Es genüge nicht mehr, nur einen Waffenstillstand in Gaza zu fordern. „Wir haben die Pflicht, Partei zu ergreifen – gegen Israel und für das Volk von Gaza und des Westjordanlandes.“ So heißt es in einem Manifest von Hunderten renommierter britischer Akademiker um den Völkerrechtler Conor Gearty und den Historiker Eric Hobsbawm, das kurz vor der Waffenruhe in Gaza im britischen „Guardian“ veröffentlicht wurde“.

Solche extremistische Äußerungen in einen „Antisemitismustopf“ mit dem Ruf „Völkermörder“ zu werfen ihn mit den Sprüchen der Neonazis gleichzusetzen,  ihn als Antisemitismus mit der Verdammung der „israelischen Vernichtungstaktiken“ der: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ abzustempeln ist ein mehr als unglaubwürdiger Versuch die neuen Täter sauberzuwaschen, mit stinkenden Nebelkerzen von ihnen abzulenken. Kein und kein Volk, kein Opfer steht über dem anderen und darf verweigern das man Opfer Opfer, Täter Täter nennt.

Da hilft auch seine Relativierung nichts, wenn er es für berechtigt hält zu fragen: „ob“ die Israelis Kriegsverbrechen begangen haben, aber kurz später feststellt:

 

„Doch wer verlangt mit derselben Intensität die Nachprüfung, inwieweit die Hamas Zivilisten als Schutzschilde benutzt hat? Auch dabei handelte es sich um ein Kriegsverbrechen.

 Dieses „auch“ klinkt dabei nicht wie ein Schuldeingeständnis den dies zu verurteilen sieht er ja als Antisemitismus an. Anschließend rührt er in seinem Suppentopf wirklichen Antisemitismus und von ihm unterstellenden kräftig durcheinander und dabei wird auch an eine Gleichsetzung mit den Neonazis mit eingestreut:
 

„Die rechtsradikale NPD hat diesen geschichtsrevisionistischen Slogan als Motto für ihre heute geplante Kundgebung in Berlin übernommen. Auf Demos gängige Parolen wie „Kindermörder Israel“ zielen auf uralte antisemitische Verleumdungen wie die, Juden opferten an ihren Festen Christenkinder.“

 

Hunderte von Bildern und Dokumenten dokumentieren, dass eine große Zahl von Kindern in Gaza getötet wurde. Diese Mörder Kindermörder zu nennen darf aus einer sich nur verbal äußernden Wut und hilflosen Verzweiflung heraus vielleicht verstanden werden. Was hat die gezeigte, verständliche Betroffenheit mit Antisemitismus zu tun?  androhen, praktizieren? Aber das meint Herzinger wohl nicht:
 

„Doch die Enthemmung bei der Verwendung falscher historischer Vergleiche beschränkt sich längst nicht mehr auf islamistische, links- und rechtsradikale Kreise.“

  


Das Leid der über tausend getöteten Palästinenser im Gazastreifen, viele davon waren Kinder, kommentiert der Weißwäscher Klaus Bittermann in der „Achse des Guten“ (die so etwas so gut kann) pervers und zynisch:
 

„Bilder, die nichts beweisen, sondern mit denen ausschließlich auf der emotionalen Klaviatur des Mitleids geklimpert wird, um »die Weltöffentlichkeit aufzurütteln«, d.h. sie für die Ziele der Hamas einzuspannen.“

 

Die Betroffenheit der Palästinenser, der Moslems, der Gerechten in Deutschland kommentiert er mit:
 

Mit den Opferbildern als Aufmacher das Leid der Zivilbevölkerung zu mißbrauchen, um Propaganda gegen Israel zu treiben, damit erreicht man keine Aufklärung, sondern schürt nur den Haß auf Israel und die Juden.“

 Die Achse des Guten: Klaus Bittermann: Koalition der Versager

 Die Opfer eines gewaltsamen Überfalls sind also die eigentlichen Täter? Wer verschleiert was mit diesen Nebelkerzen?

Mehr als unanständig und damit auch das Bestreben der Neonazis unterstützend ist es, diesen berechtigten, notwendigen Protest auch noch mit dem Gedankengut der Neonazis gleichzusetzen und so von dem grausamen Anlass abzulenken.


Rechts + Links zu vermischen neutralisiert nicht die Verbrechen Israels den Protest dagegen.

 

Honestly Concerned  (Bernd Dahlenburg) kommentiert anscheinend aufatmend am 17.1.2008 einen Artikel von J. P. Hein:
 

 „Dieser Text war schon lange fällig! (bd)“

welt.de - Gemeinsam gegen Israel: Rechte, Linke, Islamisten - Jan-Philipp Hein
Wer die wichtigste deutschsprachige Internetseite der Neonaziszene, "Altermedia", anklickt, kann ins Staunen kommen. Denn die "nationalen Dissidenten", wie sich die Macher der Seite selbst nennen, veröffentlichen Texte des "Muslim-Markts".…) Und mit ihren Angriffen auf den "Pseudostaat Israel" treffen sie den Ton der deutschen Neonazis, die wiederum vom "Terrorstaat Israel" schwadronieren.“

 

Merkwürdigerweise benutzt man dabei zur Unterstützung dieser Unterstellung rechtsradikale Quellen, betont auch noch ihre Bedeutung und ist wie auch vorher, Broder es mehrfach zeigte gar nicht nicht so zimperlich im Umgang mit angebräunten Kontakten.

 Hein schreibt, jetzt mal alles in einen anderen großen Topf zu werfen (man schreibe mal in dieser Form „die Juden“) den Muslim Markt betreffend weiter:

„Aber auch sonst haben die Islamisten wenig Berührungsängste mit extrem Rechten, interviewten sie doch 2006 für ihr Webangebot Andreas Molau, der den NPD-Chef Udo Voigt im Vorsitz der rechtsextremen Partei beerben will.“

 Liest man das Interview im Muslimmarkt (ich hätte es nicht geführt) ist eigentlich keine „Berührung“ nachzuvollziehen, eher eine durchaus distanzierte Betrachtung, Befragung, Hinterfragung, eine Standortbestimmung des Herrn Molau. Das ist kein Ausdruck einer Kumpanei…
Wer sich aber nur ein wenig bemüht, die Motive der Betreiber zu erfahren kann darin auch das lobenswerte Bemühen erkennen diese „ungeistige Strömungen“ gerecht zu Beurteilen. Aber, etwas zu Unterstellen ist ja eine Spezialität dieses Netzwerkes.

 Jan-Phillip Hein schreibt weiter:

„Ob extrem rechts oder links – auf deutschen Internetseiten wird gegen Israel gehetzt. Experten fürchten, der Hass auf Israel werde zunehmend zum Schmelztiegel extremistischer Gruppierungen. Zum ersten Mal gibt es auch Überschneidungen der extremen Ränder des deutschen Politikspektrums mit radikalen Muslimen.“

Wer sind die „Experten“ die fürchten?
Gibt es nicht viele gute Gründe Israel zu kritisieren?
Warum wird demagogisch verallgemeinernd eine notwendig, berechtigte eindeutige, scharfe Kritik mit Hass gleichgesetzt?
 

Das der extrem rechte Rand, die Neonazis gerne die berechtigte, verständliche Empörung, die entstandene Wut über die Verbrechen in Gaza für ihr eigenes Süppchen benutzen wollen entspricht sicher deren Taktik und Wunsch. Warum geht das Netzwerk rund um Broder und Honestly Concerned von diesen Wünschen aus?

Keiner der vielen mir bekannten Demonstranten, Organisatoren wünscht diese nicht existierende „Nähe“, sieht sie, fördert, fordert sie. Die, die sich mit diesem rechten extremen Rand angeblich solidarisieren gehören nicht dazu. Sie sind mir nicht bekannt.

Der Stempel „Terrorist“ wird so recht  beliebig zweckbedingt, gezielt wie der Stempel „Antisemit“ eingesetzt. Es ist ein schon seit langem beliebtes Spiel der falschen „Freunde Israels“ den Nahostkonflikt auf  eine falsche Schiene zu locken.  Gerne holte, holt man dabei auch die Keule „die Araber waren schon immer Judenfeinde, sie haben mit Hitler an der Vernichtung der Juden zusammengearbeitet“ hervor. Der Missbrauch des Holocaust ist in gewissen Kreisen noch immer ein „erfolgsversprechendes“ hilfreiches Instrument unliebsame Meinungen, die Wahrheit zu unterdrücken.

 

Eindeutig habe ich dies anlässlich einer Demo in Dortmund recherchiert. Hier wird bewusst manipulativ etwas unterstellt, was es in Wirklichkeit (ein paar Idioten mögen die Ausnahme sein) nicht gibt. Eindeutig sieht man hier bei den unterstellenden das sie selber die Nähe zu Neonazis nicht scheuen und sei es nur, dass sie mehr als fragwürdig rechtsradikale Quellen  als glaubwürdige Informanten zitieren oder sogar, wie bei Hagalil zu finden bei ihnen schlicht und einfach abschreiben. Der recht(e?)  anonyme Schreiber beruft sich auf Angaben rechtsextremistischer Kreise, schreibt einfach von einer Neonaziseite ab, übernimmt unkritisch und unwahr Informationen:

„Auch aus den Reihen der NPD war in den letzten Tagen zur Unterstützung islamistischer Demonstrationen aufgerufen worden, so etwa im " Nationalen Netztagebuch" der NPD Barnim oder vom Pressesprecher der bayerischen NPD Roland Wuttke“

Das „National Netztagebuch“ ist für mich ganz und gar keine glaubwürdigen Quelle.

 
Was macht  ein Henryk M. Broder aus alledem?
  Dortmund. Immer wieder Dortmund So zitiert Broder ohne selbst vor Ort gewesen zu sein andere Medien:

„Was als Lichterkette zum Gedenken der palästinensischen Opfer im Nahost-Konflikt beginnen sollte, artete in eine hasserfüllte Anti-Israel-Demo aus. „Kindermörder, Israel“ und „Tod, Tod, Israel“

 Waren die Stimmen "hasserfüllt" waren sie nicht eher verständlich erregt, wütend, empört? Hatten die Opfer kein Recht dazu, wenn sie um ihre Angehörigen in Gaza bangen, von den getöteten berichteten? Riefen die Demonstranten „Tod den Juden“ oder „Tod Israel“? Warum wird der Anlass dieser Demonstrationen verschwiegen?

Haben die Palästinenser Millionen von Juden vergast oder die Deutschen? Wurden ihre Freunde und Verwandte getötet oder töteten Sie?

 

Alex Feuerherdt, wen wundert es, nimmt die neue Parole: „Palästinenser und Neonazis verbünden sich“ auf. In der dem antideutschen Milieu entstammenden „Jungle World“ schreibt er:

 „In Deutschland wird gegen den Krieg in Gaza protestiert. Der Unterschied zwischen Friedensdemonstrationen und antisemitischen Aufmärschen ist dabei kaum auszumachen.“

 

Feuerherdt  schlägt kräftig mit der Antisemitismuskeule zu (an anderer Stelle wird sie später zum Baseballschläger).

„Der Übergang von Friedensdemonstrationen zu antisemitischen Aufmärschen ist fließend geworden, befindet Alex Feuerherdt mit Blick auf die Proteste gegen Israels Vorgehen im Gaza: "“

 

Das gleiche Handwerk betreibt auch ein Spezi von Henryk M. Broder, ein alt bekannter „Achsen“ Schreiber, Tobias Kaufmann. So schreibt er im Kölner Stadtanzeiger (Die „“Achse des Guten“ verlinkt es natürlich):

Drei Tage vorher erschien ein anderer Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den Palästinensern“ sei nicht zufällig gewählt, heißt es darin. Israelische Politiker, die bei den Umfragen weit zurück gelegen hätten, erreichten durch „das blutige Gemetzel unter der palästinensischen Bevölkerung einen enormen Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist eine Mitteilung der NPD.

In der „Israel-Kritik“ kommen sehr große Koalitionen zustande im antifaschistischen Deutschland, 76 Jahre „danach“http://www.ksta.de/html/artikel/1231945303164.shtml

Auch Herrn Kaufmann müsste bekannt sein: „wenn zwei ähnliches sagen, ist es immer noch nicht das gleiche“. Die Palästinenser haben (auch wenn ich es ablehne) eine völlig andere „Motivation“ „Tod Israel“ zu schreien als Neonazis.

Im Übrigen ist Israel nicht nur der „Staat der Juden“ es leben dort moslemisch Araber, es leben dort unter anderem auch Christen. Wo beginnt eine Rassistische Unterstellung, wo hört sie auf?

 Damit er und andere „beruhigt wegsehen und vergessen können drückt auch Tobias Kaufmann dann endgültig und nicht sehr koscher  den unberechtigten „Antisemitismus“ Stempel darauf:

„Deutschland erlebt derzeit die vermutlich größten antisemitischen Manifestationen seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie werden nicht von Neonazis angemeldet, sondern von islamischen und arabischen Organisationen, unterstützt von einem breiten Bündnis meist linker - nach eigener Definition antifaschistischer - „Freunde des Friedens“. Sie beanspruchen, Empörung und Trauer über das Elend in Gaza zu artikulieren.“


„Geschickt“ verlagert Kaufmann die „Erkenntnis“ von Gaza nach Deutschland und versucht so aus den Opfern Täter zu machen.  Nicht die Verbrechen in Gaza sollen das Problem sein. Nein, Problemverlagerungen, man konstruiert eine Gleichsetzung von dem was Nazis taten und aus rassistischen Motiven tun, wollen mit dem was die Palästinenser erdulden müssen, gegen das sie friedlich demonstrieren.Kaufmann aber schreibt scheinheilig in seiner Argumentationskette gefangen:

„Die deutsche Gesellschaft müsste zumindest die analytische Kraft aufbringen wollen, das eine vom anderen zu unterscheiden, statt sich in Debatten über „Spiralen der Gewalt“ zu verlieren.“

Ich denke Tobias Kaufmann sollte eine „analytische Kraft“ in der Wahrnehmung der Realität, der Unterschiede zeigen und keine Zusammenhänge konstruieren wo es sie nicht gibt. Wenigstens dass sollte man den neuen Opfern schuldig sein. Dass Muslime viele Gesichter haben liest man übrigens als Beispiel hier.


Jetzt kommt die beliebte Sandwichtechnik, nimm einen oder mehrere ‚Antisemiten und pack einen ehrenwerten Kritiker dazwischen und mach ihn damit zum Antisemiten. Kaufmann versucht noch so nebenbei einen Kritiker zu diskreteren, er schreibt:

„Ein letztes Schlaglicht auf die merkwürdige Schieflage der „Israel-Kritik“ 2009: Norman Paech, Politiker der „Linkspartei“, Mitglied von „Attac“ und des „Auschwitz-Komitees“, sprach am 2. Januar auf einer Demonstration in Hamburg von einem „Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens“ und einem „furchtbaren Gemetzel“. Der Zeitpunkt sei genau kalkuliert: „Es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern soll - und in Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor.““

„Drei Tage vorher erschien ein anderer Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den Palästinensern“ sei nicht zufällig gewählt, heißt es darin. Israelische Politiker, die bei den Umfragen weit zurück gelegen hätten, erreichten durch „das blutige Gemetzel unter der palästinensischen Bevölkerung einen enormen Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist eine Mitteilung der NPD.“

Kaufmann  konstruiert einen nicht existierenden Zusammenhang und  schließt suggerierend und unterstellend daraus:

„In der „Israel-Kritik“ kommen sehr große Koalitionen zustande im antifaschistischen Deutschland, 76 Jahre „danach“. tobias.kaufmann@mds.de - Vom Wegsehen und Vergessen - Kölner Stadt-Anzeiger

 

Da ist doch sein Kollege Henryk M. Broder viel  offener und direkter. Aus Erfahrung weiß er ja auch, es kann noch so falsch und verräterisch sein was er schreibt, der Beifall der Scheuklappenträger, der Uninformierten, der Gutgläubigen, der mit Vorurteilen beladenen ist gewiss. So schreibt er unterstellend im antideutschen Jargon:

“ Was aber ist es, das ganz normale Deutsche antreibt, in den antisemitischen Furor zu flüchten? Nicht jeder hat einen Opa bei der Waffen-SS gehabt, dessen unvollendetes Werk er bzw. sie fortsetzen muss. Dabei lieben sie tote Juden über alles. Nur mit den lebenden tun sie sich schwer.“

Das ist für einem Henryk M. Broder ein normaler Deutscher!

So ganz nebenbei verrät uns Henryk M. Broder was hinter dem angeblichen Friedensprozess steht, weswegen sich eigentlich auch kein Palästinenser aufregen oder demonstrieren sollte und dürfte:

„. Verständlich ist auch, dass sie umso wütender werden, je länger sie einer Fata Morgana nachjagen: einem Palästina, das nur in ihrer blühenden Phantasie existiert. Sie denken, dass man die Zeit zurückdrehen kannn, und niemand traut sich, ihnen zu sagen, dass die Zeitmaschine noch nicht erfunden wurde. Aber sie ahnen es, und deswegen benehmen sie sich wie Kinder im Sandkasten: Weil sie keine eigene Sandburg bauen können, wollen sie die Sandburg der Nachbarkinder zerdeppern. „ Henryk M. Broder   03.01.2009   - Deutschland schämt sich in Blut und Boden



Die „Erfolge“ dieser Gleichsetzung und Unterstellung des Netzwerkes "rechts und links gemeinsam zeigen sich auch schon in der Politik:

„Nils Kassube, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, beobachtete die Demo: "Das war so unappetitlich wie die alljährliche Nazi-Demo. Transparente, die sich dort die Teilnehmer nicht getraut hätten, zu zeigen, wurden hier offen durch die Stadt getragen." Das reiche von der Unterstellung einer jüdischen Weltherrschaft ("Wer regiert die Welt? Wacht auf") bis hin zum üblichen Aufgreifen der schon aus dem Mittelalter stammenden These vom angeblichen jüdischen Durst nach Kinderblut. Die Demonstranten würden auf Solidarität der Deutschen mit dem vermeintlich gemeinsamen Gegner setzen: "Heute die Palästinenser - morgen Ihr".

Markus Fraederich, Kreisvorsitzender der Jungen Union: "Diese Veranstaltung wurde ihrem Ziel nicht gerecht, für den Frieden in der bertroffenen Region zu demonstrieren. Sie war eher ein Aufruf zu Hass und Gegengewalt".

Junge Union und Junge Liberale hoffen für die Zukunft, "dass sich alle Demokraten engagiert gegen Antisemitismus einsetzen - ob dieser nun von Islamisten oder von Nazis verbreitet wird."

  

 

Da ist was   Thomas M. Eppinger: Alte Kameraden am 22.1.2009 natürlich auch in der „Achse des Guten“ als Kommentar zum Auftreten von Blüm, Kienzle und Steinbach bei „Hart aber diesmal nicht sehr fair“ schreibt noch fast harmlos:

„Wirklich großes Kino hat aber das Dreigestirn Blüm / Kienzle / Steinbach geboten. Es lässt einen frösteln, live zu sehen, welche Ressentiments aus Kienzle und Blüm hervorbrechen, wenn sie meinen, endlich einmal Israel kritisieren zu dürfen und dann doch nur auf die Juden losgehen.“

 Da fällt mir doch immer wieder der 3-D Test ein:

"Der Rassismus  war immer an der D-ämonisierung von Menschen zu erkennen, dem D-oppelstandard, mit dem Menschen gemessen wurden, und der D-elegitimierung von Menschen, "Rassen" und Glaubensrichtungen.

 

 

 

Lizas Welt (Axel Feuerherdt) treibt das alles auf eine fast nicht mehr zu übertreffenden Spitze. Der Übergang vom rhetorischen Keulenschwingen zum körperlichen Angriff:

 

 

 

 

„Man könnte detaillierte Studien anfertigen über einen Udo Steinbach, dessen ganzer Habitus bereits unweigerlich an jene deutschen Schergen früherer Jahre erinnert, die schon damals genau wussten, dass die Juden den Antisemitismus selbst hervorrufen und ihre Vernichtung ein Akt der Notwehr ist.“

Feuerherdt unterschlägt, dass Udo Steinberg auf der Seite der Opfer steht und er Axel Feuerherdt sich auf die Seite der neuen Täter stellt.

 

Mit nachfolgendem Zitat  hat in dieser Runde sicher das „Siegespodest“ erreicht.

So schreibt Axel Feuerherdt:

 „Man kann aber auch einfach Woody Allen (Foto) zitieren, der auf die Mitteilung eines Intellektuellen, einen Essay gegen den Antisemitismus geschrieben zu haben, antwortete: „So? Wie schön! Ich bevorzuge Baseballschläger.“ Und das wäre dann: hart, aber fair.“

 

Nun muss man wohl abwarten, wann wen zum ersten Mal ein Baseballschläger trifft? 

 

Wird „Lizas Welt“ ihn publizistisch von Henryk M. Broder und Samuel Laster unterstützt schwingen?

Bei der Verbreitung dieses Gedankengutes darf der aus dem antideutschen Milieu stammende Samuel Laster (juedische.at) nicht fehlen.

 

 

 

Erkennt man in Zukunft Kritiker der israelischen Regierung daran, dass sie einen Schutzhelm und eine Schutzweste tragen müssen?

 

 

Hertzinger kommt da eher schonender mit einer unpassenden moralischen Keule:

„Das ist heikel, denn die Europäische Union gründet sich seit Jahren ethisch auf das Gedenken an den Holocaust als eine Art ultimatives Geschichtszeichen für äußerste Unmenschlichkeit, die sich niemals wiederholen dürfe. Die Verwischung dieser Norm, an der sich die europäischen Demokratien orientieren, würde tief an das Selbstverständnis des modernen Europa rühren.“

Er verkennt, es geht nicht darum Normen zu verwischen, den Vorwurf muss ich eher diesem Netzwerk machen. Es geht darum endlich diese Normen  in der Gegenwart, auf die derzeitigen Opfer bezogen zu leben. Dies sollte auch er ohne solche Nebelaktionen. Nur so ist eine glaubwürdige Distanz zu den Tätern der Vergangenheit zu erkennen.

 

 

Am Anfang sprach ich doch von  einer Strichliste auf der man Festhalten könnte wer diese Nebelkerzentyp (Links und Moslem gleich rechts) weiterverbreiten würde.

Am 28.1.2009  kam die Meldung der Tageschau:

„Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein Wiederaufleben des Antisemitismus beklagt. Es gebe einen "Ersatz-Antisemitismus, der Israel sagt und Juden meint", sagte der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann im ZDF-"Morgenmagazin".

"Heute sehen wir, dass oft die Israel-Feindschaft vorgeschoben wird." Die Rehabilitierung eines katholischen Bischofs, der den Holocaust geleugnet hat, zeigt laut Graumann, dass "der Antisemitismus in der Kirche reanimiert wird". Er werde wieder "salonfähig" gemacht.“

 

 

 

 

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