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11.8.2010
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Obama bereitet die Bombardierung des Iran vor
- Webster G. Tarpley - Nachdem die Gefahr eines Krieges
zwischen den USA und dem Iran in den letzten zweieinhalb
Jahren relativ gering war, nimmt sie jetzt rapide zu.
Eine Mischung aus politischen und diplomatischen
Ereignissen, militärischen Entwicklungen und Medienhetze
deutet darauf hin, dass die anglo-amerikanischen
herrschenden Kreise gegenwärtig mit Hilfe der in
Schwierigkeiten geratenen Obama-Administration verstärkt
auf eine Bombardierung des Irans hinarbeiten, ergänzt
durch gezielte Einsätze von Spezialkräften, die unter
den nichtpersischen Minderheiten der Islamischen
Republik Aufruhr erzeugen sollen. Natürlich wächst damit
auch die Wahrscheinlichkeit eines neuen erfundenen
Tonkin-Zwischenfalls oder eines durch die
anglo-amerikanischen Kriegstreiber inszenierten
„Terrorangriffs“ >>>
Israel im Alleingang gegen Iran? - Ein
US-Magazin kommt zum Ergebnis, Israel werde
binnen zwölf Monaten Iran im Alleingang
angreifen.
Die strategischen und politischen Realitäten
sprechen dagegen. Ein Kommentar - Wie einst das
Loch-Ness-Ungeheuer taucht nun regelmäßig der
israelische Angriff auf die iranische
Atom-Manufaktur aus dem Sommerloch auf. Die
Versatzstücke bleiben gleich: Orakelhafte
Sprüche aus Washington ("alle Optionen auf dem
Tisch"), Drohungen aus Jerusalem, gut
publizierte Übungen der israelischen Luftwaffe
und Marine, Signale aus Saudi-Arabien, wonach
Riad den Luftraum öffnen würde (sofort
dementiert). Morgen erscheint in der
amerikanischen Zeitschrift The Atlantic eine
überlange Reportage von Jeffrey Goldberg "The
Point of No Return", der die Apokalypse
vorzeichnet: "Wenn die Dinge so bleiben, wie sie
sind, kommt ein israelischer Luftangriff." >>>
Apropos
israelischer Einfluss auf die US-Außenpolitik
-
Fritz Edlinger - Fakten, Halbwahrheiten
und Verschwörungstheorien über den israelischen
Einfluss auf die Politik der USA füllen Bibliotheken.
Vieles sind unbestreitbare Tatsachen, manches schwer
nachweisbare Gerüchte und manches schließlich unhaltbare
Verschwörungstheorien. Zudem ist es mitunter nicht
unproblematisch, auf derartige Zusammenhänge hinzuweisen,
da man von pro-israelischer Seite auch in diesem
Zusammenhang sehr schnell mit der Antisemitismus-Keule
bei der Hand ist. Auch auf die Gefahr hin, neuerlich
derartige Diskussionen auszulösen, verbreiten wir
mit dem heutigen Newsletter drei Meldungen, welche
unbestreitbare Tatsachen hinsichtlich eines tatsächlichen
Sonderstatus Israels in der US-amerikanischen Außen-
und Sicherheitspolitik beinhalten. Wie der Artikel
des bekannten britischen Journalisten Robert Fisk
nachweist, ist leider auch die EU auf bestem Wege,
Israel einen ähnlichen Privilegiertenstatus einzuräumen.
Dass diese Politik absolut nicht geeignet ist, eine
langfristige, faire und völkerrechtskonforme Lösung
des Nahostkonfliktes zu fördern, ist eine Tatsache,
über die sich die überwiegende Mehrheit aller internationaler
Nahostexperten eigentlich einig ist. Es bleibt zu
hoffen, dass die Verantwortlichen in Washington,
Brüssel, Berlin, London, Paris etc. auch einmal
vorurteilsfrei und pragmatisch mit den möglichen
Lösungsszenarien dieses blutigen Dauerkonfliktes
befassen.
Collage E. Arendt
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USA
drehen Libanon den Geldhahn zu - Militärhilfen auf
Eis gelegt. - Die USA
haben die Spendierhosen, zumindest vorläufig, ausgezogen.
Nachdem sie im Vorjahr der libanesischen Armee eine
Finanzspritze von über 370 Millionen Dollar überwiesen
haben, soll die Militärhilfe, die sich dieses Jahr
auf noch immerhin rund 100 Millionen Dollar belaufen
hätte, auf Eis gelegt werden. Der Demokrat Howard
Berman, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses
im US-Repräsentantenhaus, stellte Anfang August
Beihilfen dieser Größenordnung zurück. Auch die
Bereitstellung von Waffen und die Ausbildung der
libanesischen Truppen soll noch einmal überdacht
werden. Neben Berman fordern dies auch mehrere Abgeordnete
von der US-Regierung. Anlass ist der Grenzzwischenfall
von voriger Woche >>>
Geschäft
mit den Saudis - Waffen-Deal bringt US-Regierung
in Bredouille - Washington
plant laut "Wall Street Journal" ein heikles Waffengeschäft.
Weil Saudi-Arabien das iranische Atomprogramm fürchtet,
will Obamas Regierung dem arabischen Land Kampfjets
verkaufen - für 30 Milliarden Dollar. Doch ein anderer
Verbündeter der USA torpediert den Deal: Israel.
Hamburg - Die USA planen einem Bericht des "Wall
Street Journal" zufolge einen milliardenschweren
Waffendeal mit Saudi-Arabien. Das Geschäft umfasst
demnach auch die Lieferung von F-15-Kampfjets. >>>
Israel
kroch in die EU – und keiner hat es bemerkt -
Robert
Fisk - Der Tod von fünf israelischen Militärangehörigen
bei einem Helikopterabsturz in Rumänien in der letzten
Woche hat kaum Schlagzeilen gemacht. Es war eine
Nato-Israel-Übung im Gange. Nun das ist OK.
Man stelle sich den Tod von fünf Hamaskämpfern bei
einem Helikopterabsturz in Rumänien in dieser Woche
vor . Wir würden dieses außerordentliche Phänomen
noch genauer untersucht haben. Ich vergleiche nicht
Israel mit der Hamas. Israel ist das Land,
das vor 19 Monaten … mehr als 1300 Palästinenser
um- brachte – unter ihnen mehr als 300 Kinder –
während die gemeine, blutsaugende und terroristische
Hamas 13 Israelis tötete ( drei von ihnen Soldaten,
die tatsächlich von den eigenen Leute versehentlich
erschossen wurden). Aber es gibt eine Parallele
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Nuklearwaffen
sollen abschrecken - Experte: Irans Bombe bedroht Israel
nicht -
Sanktionen gegen den Iran werden nach Ansicht des Sicherheitsexperten
Bertram keine Wirkung haben. "Beim Iran handelt es sich
um ein durch Sanktionen gehärtetes Regime, das sich auf
diese Weise nicht zu etwas zwingen lassen wird", sagt Bertram
im Interview mit n-tv.de. Der Westen sollte sich im Konflikt
mit dem Regime zudem nicht nur auf die Nuklearfrage beschränken
und eine Entspannungspolitik wie zu Zeiten des Kalten Krieges
betreiben. Denn selbst wenn Teheran eines Tages Atomwaffen
besitzen sollte: "Die iranische Bombe wird die Sicherheit
Israels nicht entscheidend beeinträchtigen", sagt Bertram.
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