Vorsicht beim Gebrauch
dieser Seiten: Kritik an den USA ist nicht gleich Antiamerikanismus
- Diese Gleichsetzung ist die Waffe derer, die fühlen im Unrecht
zu sein.
Wir [die USA] haben unsere Truppen
in in über 200 Fällen in andere Länder
entsendet, um ihnen unseren Willen aufzuzwingen.
- J. Stockwell, ehem. CIA
Das
Imperium
light
U
S A
Was soll man von einem Land halten, in dem die Bomben intelligenter
sind als die Regierenden« -
Jürgen Weber
60
Jahre - Hiroshima 6.8.1945
Der Kalte Krieg ist zwar vorüber, aber 60 Jahre
nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und
Nagasaki gibt es ca. 30.000 Atomwaffen auf der Erde,
knapp 7.000 werden in ständiger Alarmbereitschaft
gehalten und die USA sowie
andere Atommächte planen die Entwicklung und den
Einsatz neuer Atombomben. Auch Deutschland ist nicht
außen vor: In Rheinland-Pfalz lagern nach wie vor
mindestens 65, vermutlich aber bis zu 150
US-Atombomben.
Quelle
2010
Grußwort anläßlich des 65. Jahrestages
von Hiroshima und Nagasaki - Fritz
Edlinger - Als Generalsekretär der
„Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ möchte
ich diesen Gedenktag zum Anlass nehmen, auf die höchst
gefährliche und für den Weltfrieden äußerst bedrohliche
Situation im Nahen und Fernen Osten hinzuweisen. Die zahlreichen
mehr oder minder heißen Konflikte in dieser Region könnten
leicht einen Flächenbrand auslösen, der kaum mehr eingedämmt
werden kann. Ich meine hier nicht alleine und in erster Linie
die Frage des Iran. Selbstverständlich kann kein
friedensliebender Europäer unwidersprochen die theoretische
Möglichkeit der Herstellung von Atomwaffen durch Persien
hinnehmen. Wir treten vehement gegen die Horrorvision, den Iran
in absehbarer Zeit im Besitz von Atombomben zu sehen, auf. Wir
verwehren uns aber ebenso vehement dagegen, dass mithilfe einer
mächtigen weltweiten Desinformationskampagne von anderen,
zumindest ebenso gefährlichen Bedrohungsszenarien in der Region
abgelenkt wird. Wer die iranische Atombombe stoppen möchte, der
muss ebenso gegen die bereits bestehenden israelischen,
indischen, pakistanischen und natürlich auch nord-koreanischen
auftreten und deren Vernichtung verlangen! Und noch etwas soll
nicht unter den Teppich gekehrt werden: Im Nahen und Fernen
Osten sind auch hunderte US-amerikanische und russische
Atomwaffen stationiert. Auch deren Existenz muss an einem Tage
wie den heutigen ernsthaft infrage gestellt werden. Bei dieser
Gelegenheit darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass eine
„sanfte“ Art von atomaren Waffen gerade im Nahen Osten bereits
wiederholt eingesetzt worden ist und zwar erwiesener Weise durch
die USA, wahrscheinlich auch durch Israel. Die schrecklichen
Folgen sind bereits bekannt, leider werden sie aufgrund der
herrschenden Machtverhältnisse in den internationalen Medien
kaum zur Kenntnis genommen. Weite Teile des Irak sind aufgrund
des massiven Einsatzes von sogenannten „Depleted Uranium
Geschoßen“ nuklear verseucht und die Zahl der Toten geht bereits
in die Zehntausende. Waren die Auswirkungen des Einsatzes dieser
„sanften Nuklearwaffen“ bislang nur im Süd-Irak bekannt, so sind
erst vor wenigen Tagen erschreckende Berichte über die
explosionsartige Entwicklung von verschiedenen Krebsarten,
genetischen und anderen Erkrankungen aus der Region um die
mittelirakische Stadt Faluja bekannt geworden. Die direkten
Zusammenhänge liegen auf der Hand, wie dies ja auch in weitaus
geringerem Maße aus Jugoslawien bekannt ist, ebenso die klaren
Verantwortungen. Ein weiterer Einsatz in Afghanistan könnte
unmittelbar bevorstehen. Ich halte es im höchsten Ausmaß für
unglaubwürdig und doppelmoralisch seitens der US-Regierung, für
eine atomwaffenfreie Welt einzutreten – was natürlich unbedingt
zu unterstützen ist – ,auf der anderen Seite aber selbst
derartige Massenvernichtungswaffen einsetzt und auch – wie
leider auch andere Großmächte – keine wirkungsvollen Maßnahmen
gegen deren weitere Verbreitung setzt. Man kann daher den 65.
Jahrestag der schrecklichen und verbrecherischen Ereignisse von
Hiroshima und Nagasaki nur mit dem eindringlichen Appell
beenden: Stoppt jeglichen Einsatz von Nuklearwaffen, wenn diese
auch noch so mini sein mögen, und macht endlich ernst mit den
Ankündigungen zu einer wirklichen nuklearen Abrüstung! Wien,
3.8.2010
Bildcollage E. Arendt >>>
Zehntausende Menschenleben wurden auf einen Schlag
ausgelöscht, als der US-Bomber "Enola Gay" am 6. August 1945 um 8.15 Uhr
"Little Boy" ausklinkte - die verheerendste Massenvernichtungswaffe, die
je eingesetzt wurde. In einer Woche jährt sich der Abwurf der Atombombe
auf Hiroschima zum 60. Mal.
Von Roman Heflik
mehr...
Mit dem
ersten Abwurf einer Atombombe durch die US-Luftwaffe wurde der Name
einer Stadt zum Synonym für die nukleare Gefahr und die Bedrohung der
Menschheit durch sich selbst: Hiroshima. Was der Mensch anzurichten
imstande ist, erreichte an diesem 6. August 1945, 8.15 Uhr, eine neue
Dimension.
Quelle
"Durch einen grellen Lichtblitz, der den Himmel zerteilte,
und einen Donnerschlag, der die Grundfesten der Erde erschütterte,
wurde Hiroshima in einem einzigen Augenblick
dem Erdboden gleichgemacht.
Wo einst eine ganze Stadt gestanden hatte,
stieg eine riesige Feuersäule gradlinig zum Himmel auf.
Darunter versank die Erde in tiefe Finsternis.
(…) bald herrschte eine einzige riesige Feuersbrunst,
die von Augenblick zu Augenblick heftiger wurde.
Da starker Sturm herrschte,
begannen sich halbnackte und splitternackte Körper zu bewegen,
dunkel gefleckt und blutüberströmt.
Zu Gruppen zusammengeschlossen wankten sie,
wie die Geister der Verstorbenen, davon … "
(Aus: Hiroshima and Nagasaki - The Physical, Medical
and Social Effects of the Atomic Bombings, Tokio 1981)
Quelle
Paul Takashi Nagai
"Die Glocken von Nagasaki"
Rex 1955
John Hersey
"Hiroshima. 6.8.1945 8 Uhr 15"
Athenäum 1982
Günther Anders "Off Limits für das Gewissen. Der Briefwechsel zwischen dem
Hiroshima-Piloten Claude Eatherly und Günter Anders" in: ders. "Hiroshima ist überall"
C.H. Beck 1982
Hara Tamiki - "Sommerblumen"
in: "Seit jenem Tag Hiroshima und Nagasaki in der Literatur"
Fischer 1984
Fumio Shobayashi "Das verzerrte Menschenbild. Ein Atombombenopfer berichtet"
in: "Laßt uns die Kraniche suchen" Hrsg. Petra Kelly
Werkhaus 1983
Sadako Kurihara - "Wenn wir Hiroshima sagen"
in: "Seit jenem Tag Hiroshima und Nagasaki in der Literatur"
Fischer 1984