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From:
"Angelika Schneider" <anka.sch(at)gmx.net
To: <Brief-aus-Israel(at)yahoogroups.de
Subject: [Brief-aus-Israel] Aktuelles aus
den besetzten Gebieten
Brief aus
Israel - 27.6.2005
Hallo, ihr alle,
Dorothy schreibt "WE DID IT" - wir, oder irgendjemand hat es geschafft, das
Wasser fließt wieder in Qira. Vielleicht haben viele Mails, Faxe, Anrufe doch
mal geholfen! Die Dorfgemeinschaft bedankt sich aufs herzlichste bei allen, die
protestiert haben.
Dagegen haben die Bauern in Mas'ha - das erste Dorf im Salfit Bezirk das anfing,
gegen den Landraub von 92 Prozent seines Bodens und Baumzerstörung für den Zaun
zu protestieren. Als ich vor über 2 Jahren dort war, gab es schon ein
Protestcamp, das ich leider nicht die Zeit fand zu besuchen - erfahren, das ihr
einziger Zugang zu ihren Ländereien für die nächsten 6 Monate geschlossen
bleiben wird. Warum? Auf Dorothys Frage hat der Distriktkommandant geantwortet,
das dieses Tor nur zu bestimmten Jahreszeiten geöffnet wird, wenn die Bauern auf
ihre Felder müssen. Und wenn sie zwischendurch etwas machen wollen? Und die
Hirten, die dort ihre Schafe weiden wollen?
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Eine weitere Kirche in USA, die New England Conference der Methodistenkirche,
hat sich der Divestmentkampagne gegen Israel
angeschlossen.
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Für die - zur Zeit etwa 50 000 - Palästinenser, die in Israel arbeiten und
gegenwärtig bis zu 4 Stunden brauchen um täglich 2x durch die Kontrollpunkte zu
gehen, sollen bis Ende 2006 34 high-tech Übergänge geschaffen werden, durch die
man mit einer (von den Palästinensern erstmal zu kaufenden) Magnetkarte gelangen
kann, während sein Hab und Gut wie im Flughafen durchleuchtet wird. Zunächst
müssen die Karten allerdings täglich gekauft werden - nach Begutachtung des
Ausweises, also wird die angeblich große Erleichterung noch auf sich warten
lassen. Im Ha'arez Artikel zu diesem Vorhaben wird vom
Verteidigungsministerium die Hoffnung ausgesprochen, dass die internationale
Gemeinschaft ein Teil der Kosten für diese Übergänge übernehmen wird, da sie ja
den Palästinensern nutzen.
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Von den Frauen in Schwarz kommt ein Artikel über die -entsetzliche - Zunahme
vonh "Ehrenmorde" unter Palästinenser - Mord, häufig durch die Eltern, an
Töchtern die die Familie "entehrt" haben. Sogar ein christlicher Familienvater
hat seine Tochter erschlagen, weil sie einen Muslim heiraten wollte. Und eine
Mutter hat ihre Tochter umgebracht, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht
hatte, dass aus der Vergewaltigung durch zwei ihrer Brüder empfangen hatte. Eine
mögliche Erklärung ist, dass Männer, die durch Arbeitslosigkeit in ihrem
Ehrgefühl geschwächt sind, vor allem wenn die Frau dann den Familienunterhalt
verdient, versuchen es auf diese Weise zu behaupten.
Das Palästinensische Parlament hat sich bisher geweigert, das Gesetz,
das Morde zur Rettung der FAmilienehre mit 6 Monate Gefängnis bestraft, zu
ändern.
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Soviel für heute, Gruß, Anka
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