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Hinter jeder Aktion steht eine Absicht. Jetzt müssen Sie nur noch heraus finden: welche? -
  Wolfgang J. Reus

Dr. Ludwig Watzal - Dokumentation Reaktionen Jagdaktion 2004 - 2007
 

 

20.3.2006 - Endlich stellt sich wohl auch Thomas Krüger (selber ein Jagdziel des Netzwerkes) hinter Ludwig Watzal und gibt dem Netzwerk die nötige Absage
 

"...Dr. Ludwig Watzal bleibt Dienstnehmer der Institution, die für politische Bildung an deutschen Schulen zuständig ist." 

Eine Anfrage der Internetzeitung "die jüdische" wurde von Thomas Krüger beantwortet. Thomas Krüger ist demnach am 20.3.2006 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Leitung der Behörde ist nicht befristet, so Krüger.

Ludwig Watzal ist nach Angaben Krügers Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung. Sein Arbeitsvertrag ist nicht befristet..."
Gefunden in der juedische.at


Warum gibt Krüger zum wiederholten Male einem mehr als fragwürdigen Typen wie Laster Auskunft, der dann alle seine Beiträge wieder verschwinden lässt? Ist Krüger nur naiv oder einfach nur dumm? Es scheint als sei er noch nicht einmal professionell, sonst hätte er wohl einem fragwürdigen "Journalisten" wie Laster nie eine Antwort gegeben. Hat er nur geantwortet, weil Laster unter "die juedische" auftritt? Ist Krüger schon wegen des jüdischen eingeschüchtert und er denkt, es könne keinen jüdischen Täter geben?

 


Die Angriffe auf Dr. Watzal zielen darauf, dass er hier nicht äußern darf, was in den USA die New York Times druckt. Sie zielen auf den Kern der Meinungsfreiheit. Der Vorwurf des Antisemitismus ist absurd und wird durch die Veröffentlichungen von Dr. Watzal widerlegt. Hier geht es unter dem Vorwand des Kampfes gegen Antisemitismus um den Kampf gegen missliebige Meinungen, und zwar mit gesinnungspolizeilichen Mitteln. Der ständige Hinweis auf die Beschäftigungsstelle des Delinquenten nimmt nicht nur in Kauf, sondern intendiert geradewegs seine existenzielle Bedrohung.

Allein diese Methode sollte Warnung genug sein, auf solche Anwürfe überhaupt zu reagieren, geschweige denn, sie durch vorsichtig-distanzierendes Entgegenkommen besänftigen zu wollen. Dass solches Bemühen vergeblich ist und nur der Eskalation der Unverschämtheit Vorschub leistet, beweisen die Urheber der Kampagne: Nachdem die Bundeszentrale als „Stätte zur Verbreitung von Hass“ entlarvt wurde, steigert man sich: „Sind Juden ein Teil dieses Deutschland? Thomas Krüger weiss vermutlich die Antwort“ oder „Empfohlen ist auch die Einladung von Al Kaeda nahestehenden Judenhassern“.

Für die Distanzierung „dankt“ man mit Texten wie „Biographie-SPD-Ossi Thomas Krüger leitet die Bundeszentrale für pol. Bildung und duldet Antisemitismus in der Freizeit“.  (...)

Es handelt sich um eine organisierte Kampagnentätigkeit, die über das Internet gelenkt wird, von einem relativ kleinen Personenkreis, der als pressure group auf die Beeinflussung von „Multiplikatoren“ abzielt, und hierbei auf das Ausschalten missliebiger Meinungen aus der öffentlichen Diskussion. Die Methoden der Kampagnen illustrieren sie selbst mit Aufforderungen wie „Die Sendung wurde leider bereits am … ausgestrahlt...!!!!!!!  Trotzdem UNBEDINGT Briefe an den NDR schicken!!!!!“, und Selbstkritik (nach versehentlicher Enttarnung einer Kampagne) klingt: „Was wir daraus lernen müssen, ist vor allem eines: So lange es eine Protestmail ist, kann man es krachen lassen. In dem Augenblick, wo mehrere mails losgehen, muß das Vorgehen koordiniert werden, sonst geht der Schuß nach hinten los und alle Verschwörungstheoretiker wittern eine konzertierte Aktion........."

Hier sind Verschwörungspraktiker am Werk, deren Demokratie- und Kulturverständnis auch an ihrer aktuellen Kampagne gegen die Arabische Welt als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse offenbar wird: Unter dem Motto „Regimechange statt kritischer Dialog“ wird offen für neue völkerrechtswidrige Angriffskriege mobil gemacht.

Die Methoden dieser Kräfte sind jenen der Nazipresse in der Weimarer Republik nicht unähnlich. Hoffnungen auf Dialog oder Besänftigung gehen fehl. Um der Demokratie und der Kultur willen darf es keinen Fußbreit des Zurückweichens vor solchen Provokationen geben. Quelle


Herr Dr. Watzal wurde, das kann auch Herrn Krüger nicht entgangen sein, von Menschen, denen Demokratie und Menschenrechte offensichtlich weniger wichtig sind als Machtinteressen oder von "tribalen" Interessen, die weder in einer "Offenen Gesellschaft" noch in einer Demokratie etwas zu suchen haben, zum "Abschuss" frei gegeben wurde, erwarte ich von einer Bundesinstitution Ihrer herausragenden Bedeutung, absolute und uneingeschränkte Loyalität gegenüber den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Wo soll das sonst hinführen?

Herr Dr. Watzal, den ich aus zahlreichen Veröffentlichungen, aber auch aus seinem unerschöpflichen Engagement für die Suche nach Ausgleich und Frieden, unter Respektierung des Menschen- und Völkerrechts kenne, hat Anderes verdient als "schizophrene" Zweiteilung seiner Ansichten in "dienstlich" und "privat" (Es ist ein Jammer, dass Kurt Tucholsky, der große jüdische Deutsche nicht mehr unter uns weilt, er hätte diesem Vorgang eine seiner schönsten Glossen widmen können! Siehe "Goethe als solcher") Quelle


"..-der Vorgang ist nicht unerheblich: es handelt sich um einen Maulkorb für eine angesehenen Wissenschaftler in der Bundeszentrale für politische Bildung. Der in der WELT von gestern wiedergegebene Vorgang ist zwar nicht ganz neu, es gibt eine bedauerliche Vorgeschichte, sie scheint nun aber, aufgrund von obskuren Verleumdungen, auf einen Höhepunkt zuzutreiben. Ein angesehener Politwissenschafter, Herr Dr. Watzal, seit vielen Jahren in Zeitungsbeitägen und in Veröffentlichungen auch der BpB als unbestechlicher Analytiker wie auch als Förderer gegenseitigen Verständnisses in der festgefahrenen Israel-Palästina-Frage bekannt (vor wenigen Tagen erst veröffentlichte die angesehene NZZ eine umfangreiche Analyse  aus der Feder Dr. Watzals  http://www.watzal.com/NZZ0624.pdf  wird, anstelle der selbstverständlichen Fürsorgepflicht seines Arbeitgebers und Vorgesetzten, Herrn Krüger folgend, von diesem selbst desavouiert. Das ist für die politische Meinungsbildung so wichtige Einrichtung wie die Bundeszentrale für politische Bildung ein unerträglicher Vorgang. Quelle und mehr >>>>

 

 

 

 

17.3.2008 - Kapitulationserklärung  - Wie Erhard Arendt berichtet, versucht das Schmierkampagnen-Netzwerk (...)weiterhin mit aller Macht dafür zu sorgen, dass die Bundeszentrale für politische Bildung von Personen gesäubert wird, die in der Lage sind, die verbreitete Lügenpropaganda im Sinne des israelischen Likud-Blocks kritisch zu hinterfragen.>>>

 

2.9.2006 - Inflationäre Instrumentalisierung- Antismitismus-Vorwurf als Wahn und Waffe
" Und auch in dieser Diskursvariante scheint die Politik Israels und die der USA im Vorderen Orient den Referenzrahmen der bundesdeutschen Querelen abzugeben. Denn die Angriffe der selbsternannten „Anti-Antisemiten“ konzentrieren sich seit Ende 2005 mehr und mehr auf den Nahost-Experten Ludwig Watzal. Der ist Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung und kommentiert so kontinuierlich wie kritisch in des Rechtsradikalismus unverdächtigen Organen wie der Wochenzeitung Freitag oder dem Deutschland-Radio Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik in Palästina, sorgte sich aber auch um den Einfluß der „Israel-Lobby“ in Europa, etwa wenn er vor Einschränkungen der Meinungsfreiheit warnte, die mit der Geschäftsstrategie des US-jüdischen Medienmoguls Chaim Saban einhergehen könnten und die in den USA bereits zum Alltag von Journalisten und Wissenschaftlern gehören (JF 17/06).

 

US-Gelder für die Verfolgung von Antisemiten

Watzals unbequeme Einlassungen mußten den Schlag mit der „Antisemitismus“-Keule deswegen geradezu herausfordern. Eine führende Rolle bei dieser Hetzjagd spielt der in Frankfurt am Main agierende jüdische Immobilienhändler Sacha Stawski, der im Internet eine „Mailingliste“ („Honestly Concerned“) betreibt, deren erklärtes Ziel eine „wahrhaftige Nahost-Berichterstattung“ ist. Freimütig bekennt Stawski, dafür und für die bevorstehende Eröffnung eines Berliner Büros „US-Gelder“ zu erhalten.

Watzal-Verteidiger meinen daher, Stawskis Nachrichtendienst, der nach eigenen Angaben 1.200 Multiplikatoren bedient, betreibe nichts anderes als „schmuddelige Lobbyarbeit für die israelische Regierung“. Die Denunziation von deutschen Israel-Kritikern als „Antisemiten“ gehört zum Geschäft. In einem Land, das, wie der Zeit-Leitartikler Josef Joffe auf dem Höhepunkt der „Hohmann-Affäre“ konstatierte, nur noch zwei wirkliche Tabus kenne, „Kinderschändung und Antisemitismus“, verspricht Stawskis Strategie der impliziten Instrumentalisierung des „Holocaust“ jedenfalls maximalen Erfolg. Watzal darf sich mittlerweile denn auch in seiner bürgerlichen Existenz bedroht fühlen. Quelle: "Junge Freiheit" Ausgabe 36/06 01. September 2006 Inflationäre Instrumentalisierung- Antismitismus-Vorwurf als Wahn und Waffe

2. Februar 2006 - Ein Schreiben aus dem Innenministerium gibt der Jagdaktion gegen Dr. Watzal ein eindeutige Absage.

"...Die Bundeszentrale ist in der Vergangenheit wiederholt (...) zum Gegenstand auch heftiger und polemischer Kritik gemacht worden. Sie prüft daher Schritte, durch die sie sich künftig gegen derartige Kritik besser als bisher schützen kann. Eine Kündigung von Herrn Dr. Watzal ist nicht Gegenstand dieser Prüfung..."

 

Ein Artikel, gefunden bei Anis Hamadeh -

Man sollte das Schlusszitat von CDU-Politikerin Köhler genau lesen und sich fragen, ob Ludwig Watzal nicht mehr als irgendjemand anderes diesen Auftrag erfüllt: "Die Bundeszentrale für politische Bildung hat als Leitbild aufgetragen bekommen, das demokratische Bewußtsein in der Bevölkerung zu fördern. Es ist nicht der Ort, um falsche Ideologien zu verbreiten", sagte sie der WELT. - Eine Medienkritik von Anis Hamadeh

Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung
 

Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung

 In den vergangenen Wochen ist die Bundeszentrale für politische Bildung von verschiedenen Seiten und mit entgegen gesetzten Argumenten in ihrer Haltung zum Nahost-Konflikt der Parteilichkeit bezichtigt worden.

Der Wissenschaftliche Beirat hat sich in seiner Sitzung am 26. Januar eingehend mit den Vorwürfen beschäftigt und hält die in der Sitzung erörterten Schritte für angemessen. Er nimmt mit Befremden die Versuche verschiedener Gruppierungen zur Kenntnis, die Bundeszentrale für politische Bildung für ihre Interessen zu instrumentalisieren oder sie durch öffentliche Kampagnen unter Druck zu setzen. Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass es die Aufgabe der Bundeszentrale ist, kontroverse Themen aufzugreifen und verschiedene Positionen darzustellen, um dem Bildungsauftrag einer pluralistischen Demokratie gerecht zu werden. Diesem Ziel hat die Bundeszentrale für politische Bildung stets entsprochen. Der Beirat zweifelt nicht daran, dass sie auch in Zukunft dieser Aufgabe mit der gebotenen Sorgfalt nachkommen wird und unterstützt sie in diesem Bestreben.

 Im Namen der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats

 Prof. Dr. Beate Neuss,
Vorsitzende

So kennt man die bpb, so sollte sie sein und so sollte sie trotz der undemokratischen Verleumdungskampagnen von HC und seines Netzwerkes auch bleiben.... Damit unterstützt der Beirat auch eindeutig die Position von Dr. L. Watzal.
Dazu kommentiert man entlarvend  (
eventuell Sacha Stawski, "Chefredakteur"  von Honestly Concerned?) in der Mailingliste von HC: Quelle


 

"...Leider ist aber wohl auch klar, daß wir diesem "Entwurf" aber in jedem Fall die eindeutige tendenzielle Einstellung von Frau Neuss und dem Wissenschaftlichen Beirat der BpB entnehmen müssen..... " Quelle

Damit kann man zur Recht HC unterstellen, das sie folgende Aussagen des Beirates ablehnen:

"...Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass es die Aufgabe der Bundeszentrale ist, kontroverse Themen aufzugreifen und verschiedene Positionen darzustellen, um dem Bildungsauftrag einer pluralistischen Demokratie gerecht zu werden. ..."

Ich denke, hier hat Honestly Concerned sich wieder einmal selber demaskiert....

Lese auch: Thomas Krüger - Verletzungen der Fürsorgepflicht.


Leserbriefe von Dr. Watzal, Moshe Langer, Sophia Deeg - erschienen in "Die Welt"  (pdf)

 

 

Deutscher Freidenker-Verband e.V.

Sitz Dortmund × Mitglied der Weltunion der Freidenker, Sitz Paris

 Verbandsvorstand

Herrn
Thomas Krüger
Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn

 

 

 Datum: 07.10.2004

 

Hass und Kampagnen

 Sehr geehrter Herr Krüger!

 

Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, Sie hinsichtlich Ihrer eigenen öffentlichen Reaktionen belehren zu wollen. Trotzdem bitten wir Sie, uns einige Anmerkungen zur jüngsten Auseinandersetzung um Herrn Dr. Ludwig Watzal zu gestatten.

Der Deutsche Freidenker-Verband als atheistische Weltanschauungsgemeinschaft ist der Aufklärung, der Toleranz und tätiger Humanität verpflichtet. Wir fühlen uns zu diesen Äußerungen legitimiert, da unser Verband 1933 noch vor den Gewerkschaften verboten und aufgelöst und von den deutschen Faschisten verfolgt wurde. Unser Vorsitzender, der Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer Max Sievers wurde im Januar 1944 nach einem Hochverratsurteil des Freislerschen „Volksgerichtshofs“ im Zuchthaus Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil ermordet. Schon vor diesem Hintergrund fühlen wir uns antifaschistischem Engagement verpflichtet und treten für strikte Nichtdiskriminierung, für gleiche Rechte für alle Menschen ein.

Die Angriffe auf Dr. Watzal zielen darauf, dass er hier nicht äußern darf, was in den USA die New York Times druckt. Sie zielen auf den Kern der Meinungsfreiheit. Der Vorwurf des Antisemitismus ist absurd und wird durch die Veröffentlichungen von Dr. Watzal widerlegt. Hier geht es unter dem Vorwand des Kampfes gegen Antisemitismus um den Kampf gegen missliebige Meinungen, und zwar mit gesinnungspolizeilichen Mitteln. Der ständige Hinweis auf die Beschäftigungsstelle des Delinquenten nimmt nicht nur in Kauf, sondern intendiert geradewegs seine existenzielle Bedrohung.

Allein diese Methode sollte Warnung genug sein, auf solche Anwürfe überhaupt zu reagieren, geschweige denn, sie durch vorsichtig-distanzierendes Entgegenkommen besänftigen zu wollen. Dass solches Bemühen vergeblich ist und nur der Eskalation der Unverschämtheit Vorschub leistet, beweisen die Urheber der Kampagne: Nachdem die Bundeszentrale als „Stätte zur Verbreitung von Hass“ entlarvt wurde, steigert man sich: „Sind Juden ein Teil dieses Deutschland? Thomas Krüger weiss vermutlich die Antwort“ oder „Empfohlen ist auch die Einladung von Al Kaeda nahestehenden Judenhassern“.

Für die Distanzierung „dankt“ man mit Texten wie „Biographie-SPD-Ossi Thomas Krüger leitet die Bundeszentrale für pol. Bildung und duldet Antisemitismus in der Freizeit“. Erkennbar sollen also Sie als Leiter der Institution als nächster an den Pranger gestellt und abgeschossen werden, das steckbriefmäßige Foto liefern die Jäger mit.

Es handelt sich um eine organisierte Kampagnentätigkeit, die über das Internet gelenkt wird, von einem relativ kleinen Personenkreis, der als pressure group auf die Beeinflussung von „Multiplikatoren“ abzielt, und hierbei auf das Ausschalten missliebiger Meinungen aus der öffentlichen Diskussion. Die Methoden der Kampagnen illustrieren sie selbst mit Aufforderungen wie „Die Sendung wurde leider bereits am … ausgestrahlt...!!!!!!!  Trotzdem UNBEDINGT Briefe an den NDR schicken!!!!!“, und Selbstkritik (nach versehentlicher Enttarnung einer Kampagne) klingt: „Was wir daraus lernen müssen, ist vor allem eines: So lange es eine Protestmail ist, kann man es krachen lassen. In dem Augenblick, wo mehrere mails losgehen, muß das Vorgehen koordiniert werden, sonst geht der Schuß nach hinten los und alle Verschwörungstheoretiker wittern eine konzertierte Aktion........."

Hier sind Verschwörungspraktiker am Werk, deren Demokratie- und Kulturverständnis auch an ihrer aktuellen Kampagne gegen die Arabische Welt als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse offenbar wird: Unter dem Motto „Regimechange statt kritischer Dialog“ wird offen für neue völkerrechtswidrige Angriffskriege mobil gemacht.

Die Methoden dieser Kräfte sind jenen der Nazipresse in der Weimarer Republik nicht unähnlich. Hoffnungen auf Dialog oder Besänftigung gehen fehl. Um der Demokratie und der Kultur willen darf es keinen Fußbreit des Zurückweichens vor solchen Provokationen geben.

Das Tragischste an diesen Umtrieben ist, dass sie dem dringend notwendigen Kampf gegen Neofaschismus und Rassismus, ja selbst ihrem vorgeblichen Ziel des Kampfes gegen Antisemitismus einen Bärendienst leisten, indem sie die bedingungslose Unterstützung der israelischen Politik zu ihrem einzigen Anliegen machen. Dies ist kein antifaschistisches Engagement. Die Wirkung ist objektiv profaschistisch.

 

In der Hoffnung auf Ihr Verständnis und

mit freundlichen Grüßen
Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender

 URL: www.freidenker.de

Lieber Herr Watzal!

Mit Bedauern höre ich hier von den unglaublichen Auswüchsen der deutschen Verklemmtheit, was Israelkritik anbelangt. Ich möchte Ihnen hiermit meine Unterstützung ausdrücken gegen die hässlichen Attacken vermeintlicher “Besorgter”.  In meiner israelischen Identitätskarte steht, dass ich Jude bin. Wenn schon, müsste ich der Besorgte sein. Aber diese „Besorgten“ verstehen nicht, dass ich – als Israeli - von Anderem besorgt bin.  Sie schreiben in ihrem Buch „Frieden ohne Gerechtigkeit?“:

 Die Schere im Kopf schneidet schon während des Schreibens die kritischen Stellen aus dem Text.

 Vor ein paar Tagen schlugen ein paar Sicherheitsbeamte in Tel Aviv zwei Journalisten brutal zusammen, die eine Demonstration filmten. Ein ohne Zweifel antisemitischer Vorfall, der deswegen aufs Schärfste zu verurteilen ist. Die Frage ist nur: Wer war da der Antisemit? Der, der von der (antisemitischen?) Demonstration berichtete, oder der, der zwei Juden spitalreif schlug? Schwer zu beurteilen, es waren zu viele Juden dabei.

 Zum Glück gibt es noch ein paar Menschen auf dieser Welt, wie Sie, Herr Watzal, die was Anderes als eine Schere im Kopf haben, und vor allem kein Herz aus Stein.

 Ich möchte Sie in diesen traurigen Tagen auf eine Kleinigkeit aufmerksam machen, die ich geschrieben habe:

Kultur und Opposition

 Alles Gute!  Uri shani

 

 

Mit der freundlichen Bitte um Vorlage bei Herrn Dr. Thomas Krüger. Herzlichen Dank.


Sehr geehrte(r) Frau (Herr) Schütz,

erschüttert, nein, besorgt lese ich Ihre Antwort, die Antwort der Bundeszentrale an Herrn Laster von "Die Jüdische", traurig bin ich aber insbesonders über, wie mir erscheint, etwas hilflose Antworten von Herrn Dr. Krüger. Ich bin mir darüber im Klaren, wie schwierig es ist, gegenüber derart machtvoll auftretenden Kritikern, eindeutig und unmissverständlich zu antworten.

Da ich aber, sozusagen als "alter Hase" sehr langjährige Erfahrung habe über den loyalen Umgang mit Mitarbeitern (ich selbst bin Mitarbeiter eines führenden Wissenschaftsverlages und weiß, wovon ich spreche) hätte ich mir weniger Hilflosigkeit gewünscht.

Herr Dr. Watzal wurde, das kann auch Herrn Krüger nicht entgangen sein, von Menschen, denen Demokratie und Menschenrechte offensichtlich weniger wichtig sind als Machtinteressen oder von "tribalen" Interessen, die weder in einer "Offenen Gesellschaft" noch in einer Demokratie etwas zu suchen haben, zum "Abschuss" frei gegeben wurde, erwarte ich von einer Bundesinstitution Ihrer herausragenden Bedeutung, absolute und uneingeschränkte Loyalität gegenüber den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Wo soll das sonst hinführen?

Herr Dr. Watzal, den ich aus zahlreichen Veröffentlichungen, aber auch aus seinem unerschöpflichen Engagement für die Suche nach Ausgleich und Frieden, unter Respektierung des Menschen- und Völkerrechts kenne, hat Anderes verdient als "schizophrene" Zweiteilung seiner Ansichten in "dienstlich" und "privat" (Es ist ein Jammer, dass Kurt Tucholsky, der große jüdische Deutsche nicht mehr unter uns weilt, er hätte diesem Vorgang eine seiner schönsten Glossen widmen können! Siehe "Goethe als solcher")

Wusste Herr Dr. Krüger, wussten Sie, Frau/Herr Schütz, nicht, mit wem Sie beim Interviewer Laster zu tun hatten? Sie hätten es wissen müssen. Herr Dr. Watzal muss öffentlich Genugtuung erteilt werden. Er ist ein Ehrenmann und das muss klar gesagt werden. Seine Friedensarbeit, seine Arbeit in Ihrem Hause darf nicht durch unsachgemäßes und deloyales Verhalten Ihrer Institution gefährdet werden, woher der Druck auch komme.

Sonst hat die Bundeszentrale, sonst hat die deutsche Öffentlichkeit, Schulen usw. verloren.

Ich erlaube mir, Ihnen, als weitere Erläuterung, meinen "Leserbrief", gestern an DIE WELT gesandt, zuzusenden. Wie kann sich eine Bundesinstitution und deren Leitung "distanzieren" vor einem verdienstvollen Mitarbeiter? Es gab und gibt keinen Grund, der Beitrag im DLR Berlin und, als Textbeitrag in "Freitag" gibt keinerlei Anlass
für eine Distanzierung, es sei, der Leser sei böswillig und wolle etwas ganz anderes erreichen.

Größte Besorgnis um die Freiheit des Geistes, um kritischen Journalismus und kritische Wissenschaft veranlasst
mich, diesen Brief zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
Membre du Collectif Judeo-arab et citoyen pour la Paix, Strasbourg

(es folgt mein Leserbrief an "DIE WELT", abgesandt gestern):

 

Leserbrief zu

„Rassismus-Vorwurf gegen Deutschlandradio Berlin - Kommentar löst Proteste auch in Israel aus“

von Benedict Maria Mülder vom 30.09.2004 in DIE WELT

mit der Bitte um Veröffentlichung

 

sehr geehrte damen und herren,

 

da Ludwig Watzal als seriöser nahost-experte und erstklassiger referent zu nahost-themen bekannt ist, habe ich die textversion des dradio-beitrags nochmals akribisch durchgelesen und wundere mich über den rassismusvorwurf. Entweder hat Mülder den beitrag nicht richtig gelesen, oder er hat die aussagen verfälscht.

 

anscheinend darf man, was in der New York Times über Haim Saban zu lesen ist, in deutschland nicht sagen, ohne des antisemitismus bezichtigt zu werden! „Ich bin ein Mensch mit einem Anliegen, und dieses ist Israel“ bedeutet schlicht und einfach, dass Saban als besitzer des mediums pro 7 mit sicherheit keine israel-kritischen berichte durchlassen wird. dafür hat er den sender schließlich gekauft. dies geschah mit unterstützung der bundesregierung, die ja auch verzweifelt versucht, der besatzungsmacht israel das demokratie-mäntelchen umzuhängen, um die menschenrechtsverletzungen in palästina zu verdecken. „Dieses Maß an Besitz würde in den Vereinigten Staaten niemals gestattet“  freut sich da Saban über das entgegenkommen der bundesregierung zu dieser machtkonzentration.

 

„hollywood-reif“ ist allerdings, dass die handy-nachricht im KZ laut aussage von saban „... sehr interessant (ist), dass der Zeitpunkt und die Geographie in dieser Weise zusammenkamen“.

brauchen Sie einen weiteren beleg dafür, „wie symbiotisch das Verhältnis von Macht und Geld ist“ ?

 

Deshalb ist dies keine „Spekulation Watzals“, wie uns Mülder suggerieren will, sondern die angestrebte kontrolle über die medien ist eine tatsache. Watzals kritischer dradio-beitrag hat also mitnichten etwas mit rassismus zu tun und schon gar nicht mit antisemitismus, wie juliane wetzel in ihrer krankhaften an den haaren herbeigezogenen interpretation des interviews darlegt. nicht watzal „bedient die typischen Klischees vom jüdischen Kapital und jüdischer Macht“, sondern wetzel selber, wenn man das dradio-interview liest !

 

im übrigen finde ich Mülders verweis auf watzals arbeitgeber erbärmlich und ein weiterer versuch der friedensfeinde, einen kritiker zum schweigen zu bringen.

 

Hochachtungsvoll

Claudia Karas

 


 

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble, 


 

der Vorgang ist nicht unerheblich: es handelt sich um einen Maulkorb für eine angesehenen Wissenschaftler in der Bundeszentrale für politische Bildung. Der in der WELT von gestern wiedergegebene Vorgang ist zwar nicht ganz neu, es gibt eine bedauerliche Vorgeschichte, sie scheint nun aber, aufgrund von obskuren Verleumdungen, auf einen Höhepunkt zuzutreiben. Ein angesehener Politwissenschafter, Herr Dr. Watzal, seit vielen Jahren in Zeitungsbeitägen und in Veröffentlichungen auch der BpB als unbestechlicher Analytiker wie auch als Förderer gegenseitigen Verständnisses in der festgefahrenen Israel-Palästina-Frage bekannt (vor wenigen Tagen erst veröffentlichte die angesehene NZZ eine umfangreiche Analyse  aus der Feder Dr. Watzals  (http://buecher.nzz.ch/books/nzzbooks/0/list/$D954P$T.html) wird, anstelle der selbstverständlichen Fürsorgepflicht seines Arbeitgebers und Vorgesetzten, Herrn Krüger folgend, von diesem selbst desavouiert. Das ist für die politische Meinungsbildung so wichtige Einrichtung wie die Bundeszentrale für politische Bildung ein unerträglicher Vorgang. 


 

Offensichtlich ist Herr Krüger seiner hervorragenden Aufgabe nicht gewachsen. Es wäre angesichts haltloser Anschuldigungen von irgenwelchen sehr obskuren Grüppchen und Gruppierungen, sekundiert offensichtlich (falls dies denn stimmen sollte, was ich so nicht glauben mag) vom Zentrum für Antisemitsmusforschung der TU Berlin (siehe Artikel DIE WELT) die vornehmste Aufgabe eines Dienstvorgesetzten, seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter von der durch seine Veröffentlichungen vielfach nachgewiesenen Integrität des Herrn Dr. Watzal, dessen Veröffentlichungen ich seit Jahren mit Interesse verfolge, zu schützen, sich vor diesen zu stellen. 


 

Ich weiß nicht, welche Rolle in Fragen der Statuten der Bundeszentrale deren Wissenschaftlichen Beirat zukommt, aber sicher scheint dieser, soweit ich dies erkennen kann, entweder seiner Rolle nicht gerecht zu werden, bzw. sie zu 

verkennen. Darum bitte ich um sorgfältiger Prüfung der zutage getretenen möglichen Unregelmäßigkeiten, sofern es sich um solche handelt, in der Frage des Herrn Dr. Krüger. 


 

Ich bitte Sie dringend, Herrn Dr. Thomas Krüger aufgrund seines offen zutage getretenen Fehlverhaltens - in Form der Verletzung seiner Fürsorgepflicht - zu entlassen. Einen anderen Weg kann ich nicht erkennen, die zu Unrecht verletzte wissenschaftliche wie politische Integrität des Herrn Dr. Ludwig Watzals wiederherzustellen. Ich bin mir der Tragweite dieser Bitte bewusst, aber, sie ist wesentlich weniger schwerwiegend als die Pflichtverletzung des Präsidenten, Herrn Dr. Krüger. 


 

Herr Dr. Watzal hat sich nachweislich in seinen Schriften um eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes, einem Gebiet auf dem er großen Respekt erworben hat, verdient gemacht. Seine Veröffentlichungen geniessen bei zahlreichen meiner Freundinnen und Freunde, gerade auch in Israel, aber auch jüdischen und arabischen Freunden bei uns, großes Ansehen. Dies kann auch Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Schäuble, so lange mit Fragen der Außenpolitik betraut,  nicht unbekannt geblieben sein.


 

Hochachtungsvoll 


 

Günter Schenk 

5, rue des cigognes 

F-67930 Beinheim

Tel. +33-388 862 665 


 

- Sprecher des Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden für Palästina 

- membre du "collectif judéo-arabe et citoyen pour la Paix", Strasbourg 

- coordination de l'Appel de Strasbourg pour une Paix Juste au Proche Orient" 

- membre fondateur de l'Association FARRAH-France 

- membre fondateur de l'AIPPP, Association Internationale pour la Préservation du Patrimoine Palestinien 


 

Leserbrief zum Artikel in "DIE WELT" von Benedict Maria Mülder vom 30. September 2004: Rassismus-Vorwurf gegen Deutschlandradio Berlin - Kommentar löst Proteste auch in Israel aus. Mit der Bitte um Veröffentlichung.


Sehr geehrte Redaktion,

ich hatte Ludwig Watzals Beitrag im DLR Berlin gehört, konnte aber dabei an keiner Stelle einen antisemitischen Unterton feststellen.
Nachdem ich nun Mülders Bericht in Ihrer Zeitung gelesen habe, hab ich mich der Mühe unterzogen, die Textversion von Ludwig Watzals DLR-Beitrag genau durchzulesen. Ergebnis: auch da wurde ich, obwohl naturgemäß besonders aufmerksam, nicht fündig.

Ganz anders nun stellt sich die Frage für Ihren Autor Benedict M. Mülder dar: nicht, dass er eine grundlegende und seriöse Textkritik vorlegt - möglicherweise wäre auch er nicht fündig geworden bei der Suche nach Antisemitismus - nein, Herr Mülder bezieht sich auf Zweite, Dritte, kurz: auf Hörensagen. Warum? Muss man einen tendenziellen (? das ist ja nichts Verbotenes), einen verstellenden (doch eher zu kritisieren!) Bericht in Yedioth Aharonoth eines Korrespondenten, der wohl den Beitrag tüchtig missverstanden hat, wiedergeben um Watzals Rundfunkbeitrag zu verstehen?

Muss man, unkritisch, Frau Juliane Wetzel vom Berliner Zentrum für Antisemitsmusforschung zitieren, der natürlich nicht das Recht auf ihre eigene Interpretation anzukreiden ist, selbst nicht das Recht auf irrtümliche Interpretation? Hat das AJC die Rolle mittelalterlicher römischer Päpste übernommen? Muss man argumentieren nach dem Muster, er hat gesagt, der andere habe gesagt, ein dritter habe vielleicht gemeint...., oder habe es so verstanden ?

Es ist sicherlich bei der Beurteilung von Herrn Saban viel sinnvoller, sich auf das zu beziehen, was er selbst sagt, was seine eigentliche
Motivation beim Mega-Deal des Kaufes von ProSiebenSat.1 war: In einem in Deutschland publizierten Interview antwortete er auf die Frage, ob er jemals deutsches Fernsehen gesehen habe, frank und frei: "nein", das sei bisher nicht der Fall.
In einem der nächsten Sätze nach seinen politischen Zielen beim Kauf der Privatsender aber: er habe den Eindruck gewonnen, in den
deutschen FS-Medien werde ein schiefes Bild über Israel vermittelt...

Wie, das? Haim Saban hat noch nie FS in Deutschland geschaut, aber, er hat den Eindruck gewonnen, dass.... ? Hat man ihm dies vielleicht nur gesagt? Wer hat es ihm dann gesagt?
Liest man nun die führenden US-Tageszeitungen, so wird klar, und gerade dies sagt Saban ja auch ganz unmissverständlich, dass er, Saban dem israelischen Ministerpräsidenten Sharon und seiner Politik nahe steht und er alles tun werde, dessen Politik medial zu unterstützen.
Was sagt nun Watzal, was "insinuiert" Ludwig Watzal? Doch nichts anderes, als darauf hinzuweisen, wie nah im Falle Haim Saban Macht und Geld zueinander stehe.

Frage: wo ist hier Antisemitismus? Keiner der mir persönlich bekannten Juden hat auch nur die geringste Tendenz zu dergleichem, vielmehr würden sie dies für sich ablehnen, sie sind Wissenschaftler, Ärzte, Techniker, Anwälte, Kaufleute. Einige sind wohlhabend. Die Motivation Haim Sabans ist ihnen fremd.

Herr Mülder sagt aber noch etwas Anderes! Indem er darauf hinweist, Herr Watzals Aussage "ähnelt" einem zuvor im Internet veröffentlichten Schmähtext eines "Abu Spinoza", gleichzeitig aber auf den Arbeitgeber Herrn Watzals verweist, liegt zumindest die Vermutung nahe, der Autor des DLR-Beitrages solle nicht nur zum Schweigen gebracht, er solle vielleicht auch in seiner  beruflichen und bürgerlichen Existenz behindert werden. Dieser Versuch, entspreche er der Intention, wäre höchst verachtenswert.

Wenn Herr Saban Politik und Macht in allernächste Nähe bringt so ist dies üblich. Wenn er dies am Beispiel Israels tut, so muss er
mit Kritik, mindestens aber mit Aufmerksamkeit rechnen. Auch dies ist kein Antisemitismus. Aber, auch dies ist kaum von der Hand zu weisen: Haim Saban jongliert nicht nur mit (seinem) Geld, er jongliert auch mit Macht und Meinung. Beides ist nicht gesetzeswidrig, Beides aber muss in einer kritischen Öffentlichkeit beim Namen genannt werden können. Ohne Antisemitismus-Vorwurf.

Darüber hinaus habe ich mich der Mühe unterzogen, was nun sei, an "der deutlichen Distanzierung von Redaktion, Chefredakteur, Programmdirektors...des DLR Berlin". Heraus gekommen ist dabei eine Banalität: alle mir bekannten Medien unterscheiden zwischen namentlich gezeichneten Fremdbeiträgen und denen der Redaktion. Und dies sagen sie auch: dass "der Beitrag X die Meinung des Autors, nicht aber der Redaktion widerspiegele". Ist dies Herrn Mülder, Ihrem Autor von "DIE WELT" unbekannt?

Hochachtungsvoll

Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
-
Membre du Collectif Judeo-arab et citoyen pour la Paix, Strasbourg

Sophia Deeg hat es in einem Kommentar zur ersten "Anhörung zum Antisemitismus" im Deutschen Bundestag vom 22. November 2004  auf den Punkt gebracht: "Warum eigentlich muss man – nicht nur im Fall von Ludwig Watzal – Antisemitismus erst herbeireden? Der zunehmend zu beobachtende Antisemitismus auf deutschen Straßen und an deutschen Stammtischen bereitet offenbar nicht die Sorge, die dazu motivieren würde, sich mit aller Kraft dagegen zu stellen, anstatt Menschen zu diskreditieren, die schlicht die israelische Politik anders beurteilen als man selber. Der real existierende Antisemitismus ist solchen „Experten“ offenbar gleichgültig genug, um den schwerwiegenden Vorwurf durch inflationären Gebrauch zum leeren Allgemeinplatz zu machen, der alles und nichts beinhaltet.

Der eigentliche Skandal jedoch ist das Verhalten von „höchsten Stellen“ der Bundesrepublik, von Parlamentariern wie in diesem Fall Professor Weisskirchen. Skandalös ist die sträfliche Leichtfertigkeit, mit der das Thema Antisemitismus verhandelt wird, wenn man diesen „Experten“ in Gremien, die sich vorgeblich dem Kampf gegen den Antisemitismus verschrieben haben, ein Forum bietet. Wie kann es sein, dass in einem solchen Gremium ein Jörg Rensmann unwidersprochen haltlos und verhetzend herumschwadroniert: „Wir haben es wie z.B. in Frankreich mit dem Phänomen zu tun, dass sowohl islamischer als auch arabischer Antisemitismus in gewisser Weise nach Europa zurücktransportiert wird...und hier vor allem von linken Basisbewegungen aufgegriffen wird.“ – Tendenziöse, suggestive Äußerungen, die keiner Überprüfung allein schon der darin verwendeten Begrifflichkeiten und postulierten Zusammenhänge standhalten. Ein Phänomen, das genuin europäischer Provenienz und Prägung ist, soll „islamisch“ oder „arabisch“ sein und nach Europa „zurücktransportiert“ werden? Falls es, selten belegt, in Frankreich, Deutschland oder anderswo Übergriffe auf jüdische Einrichtungen oder Menschen und anti-jüdische Äußerungen durch arabischstämmige Europäer oder – was wiederum deutlich abzugrenzen wäre - aufgrund religiöser (muslimischer) Motive gegeben hat, wäre dies, wissenschaftliche Redlichkeit vorausgesetzt, nicht unbesehen mit dem Begriff des Antisemitismus (christlich-europäischer Tradition) zu belegen. Dass irgendwelche „linken Basisbewegungen“ diesen von Rensmann behaupteten „arabischen“ oder „islamischen Antisemitismus“ „aufgreifen“ würden, wird auch durch wiederholte Behauptung nicht wahr. 

Die Ausführungen zweier der geladenen Experten, beide nicht in Deutschland lebend, atmeten allerdings einen anderen Geist – die von Alfred Grosser (Frankreich) und von Brian Klug (U.S.A. bzw. GB). Während Experten und Diskutanten immer wieder für klare Definitionen und Kriterien als Grundlage einer Bekämpfung des Antisemitismus plädierten, jedoch mit ungeklärten Begriffen und unbelegten Behauptungen hantierten, war es vor allem Brian Klug, der tatsächlich einen konstruktiven Beitrag zur Klärung leistete, indem er den häufig diffus verwendeten Begriff vom „Existenzrecht Israels“ auf seine verschiedenen möglichen Bedeutungen hin abklopfte und auf dieser Grundlage der Frage nachging, ob es antisemitisch sei, das Recht Israels auf Existenz zu verneinen. Jörg Rensmann antworte, Professor Klug verkenne den Vernichtungswillen der Hamas. Mit dieser Antwort offenbarte er sein schlichtes Unvermögen, eine Begriffsklärung von einer Aussage über real existierende politische Akteure zu unterscheiden.

Alfred Grosser sprach als erster Experte und wurde in erschreckender Weise von fast allen, die sich im Laufe der Diskussion zu Wort meldeten, ins Abseits gestellt und vom Vorsitzenden nicht in Schutz genommen. Vielmehr distanzierte sich dieser sofort, nachdem Grosser gesprochen hatte. Ralf Schröder (ebenso wie Jörg Rensmann von „die Jüdische“, Berlin) zeigte sich „befremdet“, dass eine Position wie die Grossers „tatsächlich ernsthaft und relevant in diesem Hause diskutiert wird“.

Was hatte Herr Grosser Ungeheuerliches geäußert, das derart inkompatibel mit den Einstellungen der anderen TeilnehmerInnen der Runde war, dass sie nicht einmal darüber reden wollten?

Er hatte aus seiner Sicht die Frage beantwortet, was es heiße, Israel zu kritisieren, da die Abgrenzung von Israelkritik und Antisemitismus eine der Aufgaben der Gesprächsrunde war. Es gehe, so Grosser, nicht nur um die Politik Israels, es gehe um Verbrechen. Damit sprach er etwas aus, was auch viele Israelis, selbst führende Vertreter des israelischen Establishments inzwischen glauben aussprechen zu müssen, gerade weil ihnen ihr Land, ihre Gesellschaft am Herzen liegt und sie deren Absturz nicht ruhig mit ansehen können. Alfred Grosser begründete sein kritisches Engagement im Zusammenhang mit Israel mit seiner jüdischen Identität, so wie er sein kritisches Engagement in Bezug auf den Algerienkrieg mit seiner französischen Identität begründete und sein kritisches Engagement in Bezug auf das Nachkriegsdeutschland mit seiner deutschen Herkunft und seinen republikanischen Überzeugungen, die ihm geboten sich einzumischen, wenn ihm die Bundesrepublik von grundlegenden demokratischen Prinzipien abzuweichen drohte (so seinerzeit im Zusammenhang mit den Berufsverboten).

Des weiteren warf Grosser die Frage auf, was Juden gegen Antisemitismus tun könnten und kam zu dem Schluss: „Es ist Antisemitismus fördernd, wenn man nicht zugleich (mit dem Kampf gegen Antisemitismus) andere Rassismen bekämpft.“ Dies sei Aufgabe von Juden und jüdischen Organisationen. Mit dieser Auffassung steht er unter französischen Juden durchaus nicht allein. Die Union Juive Francaise pour la Paix beispielsweise arbeitet eng mit der Association des Travailleurs Maghrebin de France zusammen und ist wie diese selbstverständlich Teil verschiedener antirassistischer Bündnisse, weil sie den Kampf gegen Antisemitismus und andere Formen von Rassismus und Diskriminierung als ein gemeinsames Anliegen von Juden, Arabern/Muslimen und anderen BürgerInnen der Republik verstehen.  

Grossers Argumentation, die man als humanistisch und republikanisch beschreiben könnte, ein politisches Selbstverständnis jenseits partikularer Interessen oder Ambitionen war für die Teilnehmer einer Gesprächsrunde bundesrepublikanischer Parlamentarier und Experten in Sachen „Antisemitismus“ unerträglich - sie sprechen eine g r u n d s ä t z l i c h andere Sprache. Eine wahrlich gespenstische Situation, vor allem für den mit wenigen dämonisierenden Worten als Gesprächpartner Ausgeschlossenen. Immerhin durchbrachen zwei Abgeordnete das menschlich vollkommen inakzeptable Verhalten der Runde einschließlich ihres Vorsitzenden; Frau Pfeiffer und Frau Philipp, beide CDU/CSU, gestanden Grosser das Recht zu, eine abweichende Auffassung zu äußern und bedauerten, dass sich niemand argumentativ mit ihm auseinandergesetzt hatte. Auch die Grünen-Abgeordnete Claudia Roth wies die unflätigen Einlassungen von Ralf Schröder („Die Jüdische“) zurück.

Es bleibt die Frage: Wie kommt es in der Bundesrepublik und in einem solchen für ihre politische Kultur einigermaßen repräsentativen Gremium zu einer derart monolithischen, geradezu totalitär verfestigten Ideologie zum Thema Antisemitismus und Israel (denn es handelt sich um Ideologie - im Marx’schen Sinne: falsches Bewusstsein - und nicht um  rational begründbare Einschätzungen oder Standpunkte)?" mehr >>>

 

Links und Bücher zu und von Dr. Ludwig Watzal


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Bücher von Dr. Ludwig Watzal zum Downloaden

Dr. Ludwig Watzal

Friedensfeinde.
Der Konflikt zwischen Israel und Palästina in Geschichte und Gegenwart
 
(Buchbesprechung)


Aufbau Taschenbuch , 1998, Berlin

Mit der Unterzeichnung des Autonomieabkommens für den Gaza-Streifen und die Stadt Jericho durch Israel und die PLO gibt es erstmals einen Hoffnungsschimmer auf Frieden im Nahen Osten. Die Lage der Menschenrechte der Palästinenser in Israel, in den besetzten und in den teilautonomen Gebieten ist nach wie vor prekär. Folterungen, Landenteignungen, Siedlungsausbau sowie Diskriminierungen im politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen oder medizinischen Bereich sind nicht einfach von der Tagesordnung verschwunden.
Ludwig Watzal bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle und zeitgeschichtliche Situation und stützt sich dabei neben eigenen Recherchen auf Zeugnisse israelischer, palästinensischer und internationaler Menschenrechtsorganisationen. Er macht deutlich, dass noch viel beiderseitiges Entgegenkommen notwendig ist und es einen dauerhaften Frieden erst geben wird, wenn Israel den palästinensischen Volk Gerechtigkeit auf allen Ebenen wiederfahren lässt  
  Quelle

Das Buch im PDF-Format
Inhaltsverzeichnis

Vorspann (Download PDF: 2 MB)

1. Zur Geschichte Palästinas und Israels (Download PDF: 17 MB)

2. Der Friedensprozeß in Israel und Palästina (Download PDF: 30 MB)

3. Die Menschenrechte der Palästinenser unter israelischer Besatzung und palästinensischer Autonomie (Download PDF: 14 MB)

4. Die Rolle Israels im internationalen System und im Nahen Osten (Download PDF: 10 MB)

5. Israel zwischen westlicher Demokratie und religiösem Fundamentalismus (Download PDF: 14 MB)

6. Ausblick: Friede in Nahost ist möglich (Download PDF: 5 MB)         Quelle

Dr. Ludwig Watzal

Frieden ohne Gerechtigkeit

An einer Vielzahl von aktuellen Beispielen macht Ludwig Watzal deutlich, dass es einen dauerhaften Frieden erst geben wird, wenn Israel dem palästinensischen Volk Gerechtigkeit auf allen Ebenen widerfahren lässt und seine Menschenrechte achtet.

Das Buch als PDF-Datei komplett oder Kapitelweise.

PDF-Version (komplett, 1.4 MB)


 

Inhaltsverzeichnis

0.

Danksagung, Inhaltsangabe, und Vorwort
Download Kapitel (PDF, 23 KB)

I.

Frieden in Israel und Palästina? Eine Einführung
Download Kapitel (PDF, 47 KB)

II.

Vom Zionismus zur palästinensischen Teilautonomie
Download Kapitel (PDF, 135 KB)

III.

Völkerrecht und besetzte Gebiete
Download Kapitel (PDF, 124 KB)

IV.

Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen
Download Kapitel (PDF, 854 KB)

V.

Menschenrechtsorganisationen in Israel und den besetzten Gebieten
Download Kapitel (PDF, 75 KB)

VI.

Menschenrechte - Gerechtigkeit - Frieden: Ein Ausblick
Download Kapitel (PDF, 20 KB)

VII.

Glossar, Anhang, Literturverzeichnis, Namensregister
Download Kapitel (PDF, 144 KB)


 

Quelle

 

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