Hinter jeder Aktion steht eine Absicht. Jetzt müssen
Sie nur noch heraus finden: welche? -
Wolfgang J. Reus
Dr. Ludwig Watzal - Dokumentation Reaktionen
Jagdaktion 2004 - 2007
20.3.2006 - Endlich stellt sich wohl auch
Thomas Krüger
(selber ein Jagdziel des Netzwerkes) hinter Ludwig Watzal und gibt dem Netzwerk die nötige Absage
|
"...Dr. Ludwig Watzal bleibt Dienstnehmer der
Institution, die für politische Bildung an deutschen Schulen zuständig
ist."
Eine Anfrage der Internetzeitung "die jüdische" wurde von Thomas Krüger
beantwortet. Thomas Krüger ist demnach am 20.3.2006 Präsident der
Bundeszentrale für politische Bildung. Die Leitung der Behörde ist nicht
befristet, so Krüger.
Ludwig Watzal ist nach Angaben Krügers Mitarbeiter der Bundeszentrale
für politische Bildung. Sein Arbeitsvertrag ist nicht befristet..."
Gefunden in der juedische.at
Warum gibt Krüger zum wiederholten Male einem mehr als
fragwürdigen Typen wie Laster Auskunft, der dann alle seine Beiträge
wieder verschwinden lässt? Ist Krüger nur naiv oder einfach nur
dumm? Es scheint als sei er noch nicht einmal professionell, sonst
hätte er wohl einem fragwürdigen "Journalisten" wie Laster nie eine
Antwort gegeben. Hat er nur geantwortet, weil Laster unter "die juedische" auftritt? Ist Krüger schon wegen des jüdischen
eingeschüchtert und er denkt, es könne keinen jüdischen Täter geben?
|
Die Angriffe auf Dr. Watzal zielen
darauf, dass er hier nicht äußern darf, was in den USA die New York Times
druckt. Sie zielen auf den Kern der Meinungsfreiheit. Der Vorwurf des
Antisemitismus ist absurd und wird durch die Veröffentlichungen von Dr. Watzal
widerlegt. Hier geht es unter dem Vorwand des Kampfes gegen Antisemitismus um
den Kampf gegen missliebige Meinungen, und zwar mit gesinnungspolizeilichen
Mitteln. Der ständige Hinweis auf die Beschäftigungsstelle des Delinquenten
nimmt nicht nur in Kauf, sondern intendiert geradewegs seine existenzielle
Bedrohung.
Allein diese Methode sollte Warnung
genug sein, auf solche Anwürfe überhaupt zu reagieren, geschweige denn, sie
durch vorsichtig-distanzierendes Entgegenkommen besänftigen zu wollen. Dass
solches Bemühen vergeblich ist und nur der Eskalation der Unverschämtheit
Vorschub leistet, beweisen die Urheber der Kampagne: Nachdem die Bundeszentrale
als „Stätte zur Verbreitung von Hass“ entlarvt
wurde, steigert man sich: „Sind Juden ein Teil dieses Deutschland? Thomas
Krüger weiss vermutlich die Antwort“ oder „Empfohlen ist auch die Einladung von
Al Kaeda nahestehenden Judenhassern“.
Für die Distanzierung „dankt“ man
mit Texten wie „Biographie-SPD-Ossi Thomas Krüger leitet die Bundeszentrale für
pol. Bildung und duldet Antisemitismus in der Freizeit“. (...)
Es handelt sich um eine organisierte
Kampagnentätigkeit, die über das Internet gelenkt wird, von einem relativ
kleinen Personenkreis, der als pressure group auf die Beeinflussung von
„Multiplikatoren“ abzielt, und hierbei auf das Ausschalten missliebiger
Meinungen aus der öffentlichen Diskussion. Die Methoden der Kampagnen
illustrieren sie selbst mit Aufforderungen wie „Die Sendung wurde leider bereits am …
ausgestrahlt...!!!!!!! Trotzdem UNBEDINGT Briefe an den NDR schicken!!!!!“, und
Selbstkritik (nach versehentlicher Enttarnung einer Kampagne) klingt: „Was
wir daraus lernen müssen, ist vor allem eines: So lange es
eine Protestmail ist, kann man es krachen lassen. In dem
Augenblick, wo mehrere mails losgehen, muß das Vorgehen koordiniert werden,
sonst geht der Schuß nach hinten los und alle Verschwörungstheoretiker wittern
eine konzertierte Aktion........."
Hier sind Verschwörungspraktiker am
Werk, deren Demokratie- und Kulturverständnis auch an ihrer aktuellen Kampagne
gegen die Arabische Welt als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse
offenbar wird: Unter dem Motto „Regimechange statt kritischer Dialog“ wird offen
für neue völkerrechtswidrige Angriffskriege mobil gemacht.
Die Methoden dieser Kräfte sind
jenen der Nazipresse in der Weimarer Republik nicht unähnlich. Hoffnungen auf
Dialog oder Besänftigung gehen fehl. Um der Demokratie und der Kultur willen
darf es keinen Fußbreit des Zurückweichens vor solchen Provokationen geben.
Quelle
Herr Dr. Watzal wurde, das kann auch
Herrn Krüger nicht entgangen sein, von Menschen, denen Demokratie und
Menschenrechte offensichtlich weniger wichtig sind als Machtinteressen oder von
"tribalen" Interessen, die weder in einer "Offenen Gesellschaft" noch in einer
Demokratie etwas zu suchen haben, zum "Abschuss" frei gegeben wurde, erwarte ich
von einer Bundesinstitution Ihrer herausragenden Bedeutung, absolute und
uneingeschränkte Loyalität gegenüber den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Wo
soll das sonst hinführen?
Herr Dr. Watzal, den ich aus zahlreichen Veröffentlichungen, aber auch aus
seinem unerschöpflichen Engagement für die Suche nach Ausgleich und Frieden,
unter Respektierung des Menschen- und Völkerrechts kenne, hat Anderes verdient
als "schizophrene" Zweiteilung seiner Ansichten in "dienstlich" und "privat" (Es
ist ein Jammer, dass Kurt Tucholsky, der große jüdische Deutsche nicht mehr
unter uns weilt, er hätte diesem Vorgang eine seiner schönsten Glossen widmen
können! Siehe "Goethe als solcher")
Quelle
"..-der Vorgang ist nicht unerheblich:
es handelt
sich um
einen
Maulkorb für
eine
angesehenen
Wissenschaftler
in der
Bundeszentrale
für
politische
Bildung. Der
in der WELT
von gestern wiedergegebene
Vorgang ist
zwar nicht
ganz neu, es
gibt eine
bedauerliche
Vorgeschichte,
sie scheint
nun aber,
aufgrund von
obskuren
Verleumdungen,
auf einen
Höhepunkt
zuzutreiben.
Ein
angesehener
Politwissenschafter,
Herr Dr.
Watzal, seit
vielen
Jahren in
Zeitungsbeitägen
und in
Veröffentlichungen
auch der BpB
als unbestechlicher Analytiker wie auch als Förderer
gegenseitigen
Verständnisses
in der
festgefahrenen
Israel-Palästina-Frage
bekannt (vor
wenigen
Tagen erst
veröffentlichte
die
angesehene
NZZ eine
umfangreiche
Analyse
aus der
Feder Dr.
Watzals
http://www.watzal.com/NZZ0624.pdf
wird,
anstelle der
selbstverständlichen
Fürsorgepflicht
seines
Arbeitgebers
und
Vorgesetzten,
Herrn Krüger
folgend, von
diesem
selbst
desavouiert.
Das ist für
die
politische
Meinungsbildung
so wichtige
Einrichtung
wie die
Bundeszentrale
für
politische
Bildung ein
unerträglicher
Vorgang. Quelle
und mehr
>>>>
17.3.2008 -
Kapitulationserklärung -
Wie
Erhard Arendt berichtet, versucht das Schmierkampagnen-Netzwerk
(...)weiterhin mit aller Macht dafür zu sorgen, dass die
Bundeszentrale für politische Bildung von Personen gesäubert wird,
die in der Lage sind, die verbreitete
Lügenpropaganda im Sinne des israelischen Likud-Blocks kritisch
zu hinterfragen.>>>
|
|
2.9.2006 -
Inflationäre
Instrumentalisierung-
Antismitismus-Vorwurf als Wahn und
Waffe
" Und auch in
dieser Diskursvariante scheint die
Politik Israels und die der USA im
Vorderen Orient den
Referenzrahmen der bundesdeutschen
Querelen abzugeben. Denn die
Angriffe der selbsternannten
„Anti-Antisemiten“ konzentrieren
sich seit Ende 2005 mehr und mehr
auf den Nahost-Experten Ludwig
Watzal. Der ist Mitarbeiter der
Bundeszentrale für politische
Bildung und kommentiert so
kontinuierlich wie kritisch in des
Rechtsradikalismus unverdächtigen
Organen wie der Wochenzeitung
Freitag oder dem Deutschland-Radio
Israels Besatzungs- und
Siedlungspolitik in Palästina,
sorgte sich aber auch um den Einfluß
der „Israel-Lobby“ in Europa, etwa
wenn er vor Einschränkungen der
Meinungsfreiheit warnte, die mit der
Geschäftsstrategie des US-jüdischen
Medienmoguls Chaim Saban einhergehen
könnten und die in den USA bereits
zum Alltag von Journalisten und
Wissenschaftlern gehören (JF 17/06).
US-Gelder für die Verfolgung von Antisemiten
Watzals unbequeme Einlassungen mußten den Schlag mit
der „Antisemitismus“-Keule deswegen geradezu herausfordern. Eine
führende Rolle bei dieser Hetzjagd spielt der in Frankfurt am Main
agierende jüdische Immobilienhändler Sacha Stawski, der im Internet eine
„Mailingliste“ („Honestly Concerned“) betreibt, deren erklärtes Ziel
eine „wahrhaftige Nahost-Berichterstattung“ ist. Freimütig bekennt
Stawski, dafür und für die bevorstehende Eröffnung eines Berliner Büros
„US-Gelder“ zu erhalten.
Watzal-Verteidiger meinen daher, Stawskis
Nachrichtendienst, der nach eigenen Angaben 1.200 Multiplikatoren
bedient, betreibe nichts anderes als „schmuddelige Lobbyarbeit für die
israelische Regierung“. Die Denunziation von deutschen Israel-Kritikern
als „Antisemiten“ gehört zum Geschäft. In einem Land, das, wie der
Zeit-Leitartikler Josef Joffe auf dem Höhepunkt der „Hohmann-Affäre“
konstatierte, nur noch zwei wirkliche Tabus kenne, „Kinderschändung und
Antisemitismus“, verspricht Stawskis Strategie der impliziten
Instrumentalisierung des „Holocaust“ jedenfalls maximalen Erfolg. Watzal
darf sich mittlerweile denn auch in seiner bürgerlichen Existenz bedroht
fühlen. Quelle: "Junge Freiheit" Ausgabe 36/06 01. September 2006
Inflationäre Instrumentalisierung-
Antismitismus-Vorwurf als Wahn und Waffe |
|
|
2. Februar 2006 - Ein Schreiben aus dem
Innenministerium gibt der Jagdaktion gegen Dr. Watzal ein eindeutige Absage.
| "...Die Bundeszentrale ist in
der Vergangenheit wiederholt (...) zum Gegenstand auch heftiger und
polemischer Kritik gemacht worden. Sie prüft daher Schritte, durch
die sie sich künftig gegen derartige Kritik besser als bisher
schützen kann. Eine Kündigung von Herrn Dr. Watzal ist nicht
Gegenstand dieser Prüfung..." |
|
|
Ein Artikel, gefunden bei Anis Hamadeh -
Man sollte das Schlusszitat
von CDU-Politikerin Köhler genau lesen
und sich fragen, ob Ludwig Watzal nicht mehr als
irgendjemand anderes diesen Auftrag erfüllt: "Die Bundeszentrale für politische
Bildung hat als Leitbild aufgetragen bekommen, das demokratische Bewußtsein in
der Bevölkerung zu fördern. Es ist nicht der Ort, um falsche Ideologien zu
verbreiten", sagte sie der WELT. - Eine Medienkritik von Anis Hamadeh |
|
Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung
|
Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung
In den vergangenen Wochen ist die Bundeszentrale für politische Bildung von verschiedenen Seiten und mit entgegen gesetzten Argumenten in ihrer Haltung zum Nahost-Konflikt der Parteilichkeit bezichtigt worden.
Der Wissenschaftliche Beirat hat sich in seiner Sitzung am 26. Januar eingehend mit den Vorwürfen beschäftigt und hält die in der Sitzung erörterten Schritte für angemessen. Er nimmt mit Befremden die Versuche verschiedener Gruppierungen zur Kenntnis, die Bundeszentrale für politische Bildung für ihre Interessen zu instrumentalisieren oder sie durch öffentliche Kampagnen unter Druck zu setzen. Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass es die Aufgabe der Bundeszentrale ist, kontroverse Themen aufzugreifen und verschiedene Positionen darzustellen, um dem Bildungsauftrag einer pluralistischen Demokratie gerecht zu werden. Diesem Ziel hat die Bundeszentrale für politische Bildung stets entsprochen. Der Beirat zweifelt nicht daran, dass sie auch in Zukunft dieser Aufgabe mit der gebotenen Sorgfalt nachkommen wird und unterstützt sie in diesem Bestreben.
Im Namen der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats
Prof. Dr. Beate Neuss,
Vorsitzende |
So kennt man die bpb, so sollte sie sein und
so
sollte
sie
trotz
der
undemokratischen
Verleumdungskampagnen
von HC
und
seines
Netzwerkes
auch
bleiben....
Damit
unterstützt
der
Beirat
auch
eindeutig
die
Position
von Dr.
L.
Watzal.
Dazu
kommentiert
man
entlarvend
(
eventuell
Sacha
Stawski,
"Chefredakteur"
von
Honestly
Concerned?) in der Mailingliste von HC:
Quelle |
|
"...Leider ist
aber wohl auch
klar, daß wir
diesem
"Entwurf" aber
in jedem Fall
die eindeutige
tendenzielle
Einstellung von
Frau Neuss und
dem
Wissenschaftlichen
Beirat der BpB
entnehmen
müssen..... "
Quelle |
Damit kann man
zur Recht HC unterstellen, das
sie folgende Aussagen des
Beirates ablehnen:
| "...Wir halten in diesem
Zusammenhang fest, dass es die Aufgabe der Bundeszentrale ist,
kontroverse Themen aufzugreifen und verschiedene Positionen
darzustellen, um dem Bildungsauftrag einer pluralistischen
Demokratie gerecht zu werden. ..." |
Ich denke, hier hat Honestly Concerned sich wieder einmal
selber demaskiert....
|
|
Lese auch:
Thomas Krüger - Verletzungen der
Fürsorgepflicht. |
|
|
|
Leserbriefe von Dr. Watzal, Moshe Langer, Sophia Deeg -
erschienen in "Die Welt" (pdf)
|
|

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 |

|
|
|
Deutscher Freidenker-Verband e.V.
Sitz Dortmund
×
Mitglied der Weltunion der Freidenker, Sitz Paris
Verbandsvorstand
|
Herrn
Thomas Krüger
Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
|
Datum:
07.10.2004
|
Hass und Kampagnen
Sehr geehrter Herr Krüger!
Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, Sie hinsichtlich Ihrer
eigenen öffentlichen Reaktionen belehren zu wollen. Trotzdem bitten wir Sie, uns
einige Anmerkungen zur jüngsten Auseinandersetzung um Herrn Dr. Ludwig Watzal zu
gestatten.
Der Deutsche Freidenker-Verband als
atheistische Weltanschauungsgemeinschaft ist der Aufklärung, der Toleranz und
tätiger Humanität verpflichtet. Wir fühlen uns zu diesen Äußerungen legitimiert,
da unser Verband 1933 noch vor den Gewerkschaften verboten und aufgelöst und von
den deutschen Faschisten verfolgt wurde. Unser Vorsitzender, der Sozialdemokrat
und Widerstandskämpfer Max Sievers wurde im Januar 1944 nach einem
Hochverratsurteil des Freislerschen „Volksgerichtshofs“ im Zuchthaus
Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil ermordet. Schon vor diesem Hintergrund
fühlen wir uns antifaschistischem Engagement verpflichtet und treten für strikte
Nichtdiskriminierung, für gleiche Rechte für alle Menschen ein.
Die Angriffe auf Dr. Watzal zielen
darauf, dass er hier nicht äußern darf, was in den USA die New York Times
druckt. Sie zielen auf den Kern der Meinungsfreiheit. Der Vorwurf des
Antisemitismus ist absurd und wird durch die Veröffentlichungen von Dr. Watzal
widerlegt. Hier geht es unter dem Vorwand des Kampfes gegen Antisemitismus um
den Kampf gegen missliebige Meinungen, und zwar mit gesinnungspolizeilichen
Mitteln. Der ständige Hinweis auf die Beschäftigungsstelle des Delinquenten
nimmt nicht nur in Kauf, sondern intendiert geradewegs seine existenzielle
Bedrohung.
Allein diese Methode sollte Warnung
genug sein, auf solche Anwürfe überhaupt zu reagieren, geschweige denn, sie
durch vorsichtig-distanzierendes Entgegenkommen besänftigen zu wollen. Dass
solches Bemühen vergeblich ist und nur der Eskalation der Unverschämtheit
Vorschub leistet, beweisen die Urheber der Kampagne: Nachdem die Bundeszentrale
als „Stätte zur Verbreitung von Hass“ entlarvt
wurde, steigert man sich: „Sind Juden ein Teil dieses Deutschland? Thomas
Krüger weiss vermutlich die Antwort“ oder „Empfohlen ist auch die Einladung von
Al Kaeda nahestehenden Judenhassern“.
Für die Distanzierung „dankt“ man
mit Texten wie „Biographie-SPD-Ossi Thomas Krüger leitet die Bundeszentrale für
pol. Bildung und duldet Antisemitismus in der Freizeit“. Erkennbar sollen also
Sie als Leiter der Institution als nächster an den Pranger gestellt und
abgeschossen werden, das steckbriefmäßige Foto liefern die Jäger mit.
Es handelt sich um eine organisierte
Kampagnentätigkeit, die über das Internet gelenkt wird, von einem relativ
kleinen Personenkreis, der als pressure group auf die Beeinflussung von
„Multiplikatoren“ abzielt, und hierbei auf das Ausschalten missliebiger
Meinungen aus der öffentlichen Diskussion. Die Methoden der Kampagnen
illustrieren sie selbst mit Aufforderungen wie „Die Sendung wurde leider bereits am …
ausgestrahlt...!!!!!!! Trotzdem UNBEDINGT Briefe an den NDR schicken!!!!!“, und
Selbstkritik (nach versehentlicher Enttarnung einer Kampagne) klingt: „Was
wir daraus lernen müssen, ist vor allem eines: So lange es
eine Protestmail ist, kann man es krachen lassen. In dem
Augenblick, wo mehrere mails losgehen, muß das Vorgehen koordiniert werden,
sonst geht der Schuß nach hinten los und alle Verschwörungstheoretiker wittern
eine konzertierte Aktion........."
Hier sind Verschwörungspraktiker am
Werk, deren Demokratie- und Kulturverständnis auch an ihrer aktuellen Kampagne
gegen die Arabische Welt als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse
offenbar wird: Unter dem Motto „Regimechange statt kritischer Dialog“ wird offen
für neue völkerrechtswidrige Angriffskriege mobil gemacht.
Die Methoden dieser Kräfte sind
jenen der Nazipresse in der Weimarer Republik nicht unähnlich. Hoffnungen auf
Dialog oder Besänftigung gehen fehl. Um der Demokratie und der Kultur willen
darf es keinen Fußbreit des Zurückweichens vor solchen Provokationen geben.
Das Tragischste an diesen Umtrieben
ist, dass sie dem dringend notwendigen Kampf gegen Neofaschismus und Rassismus,
ja selbst ihrem vorgeblichen Ziel des Kampfes gegen Antisemitismus einen
Bärendienst leisten, indem sie die bedingungslose Unterstützung der israelischen
Politik zu ihrem einzigen Anliegen machen. Dies ist kein antifaschistisches
Engagement. Die Wirkung ist objektiv profaschistisch.
In
der Hoffnung auf Ihr Verständnis und
mit freundlichen Grüßen
Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender
URL: www.freidenker.de
|
|
Lieber Herr Watzal!
Mit Bedauern höre ich
hier von den unglaublichen Auswüchsen der deutschen Verklemmtheit, was
Israelkritik anbelangt. Ich möchte Ihnen hiermit meine Unterstützung ausdrücken
gegen die hässlichen Attacken vermeintlicher “Besorgter”. In meiner
israelischen Identitätskarte steht, dass ich Jude bin. Wenn schon, müsste
ich
der Besorgte sein. Aber diese „Besorgten“ verstehen nicht, dass ich – als
Israeli - von Anderem besorgt bin. Sie schreiben in ihrem Buch „Frieden
ohne Gerechtigkeit?“:
Die Schere im Kopf schneidet
schon während des Schreibens die kritischen Stellen aus dem Text.
Vor
ein paar Tagen schlugen ein paar Sicherheitsbeamte in Tel Aviv zwei Journalisten
brutal zusammen, die eine Demonstration filmten. Ein ohne Zweifel
antisemitischer Vorfall, der deswegen aufs Schärfste zu verurteilen ist. Die
Frage ist nur: Wer war da der Antisemit? Der, der von der (antisemitischen?)
Demonstration berichtete, oder der,
der zwei Juden spitalreif schlug? Schwer zu beurteilen, es waren zu viele Juden
dabei.
Zum
Glück gibt es noch ein paar Menschen auf dieser Welt, wie Sie, Herr Watzal, die
was Anderes als eine Schere im Kopf haben, und vor allem kein Herz aus Stein.
Ich
möchte Sie in diesen traurigen Tagen auf eine Kleinigkeit aufmerksam machen, die
ich geschrieben habe:
Kultur und Opposition
Alles Gute!
Uri
shani
|
|
|
|
Mit
der freundlichen Bitte um Vorlage bei Herrn Dr. Thomas Krüger. Herzlichen
Dank.
Sehr geehrte(r) Frau (Herr) Schütz,
erschüttert, nein, besorgt lese ich Ihre Antwort, die Antwort der Bundeszentrale
an Herrn Laster von "Die Jüdische", traurig bin ich aber insbesonders über, wie
mir erscheint, etwas hilflose Antworten von Herrn Dr. Krüger. Ich bin mir
darüber im Klaren, wie schwierig es ist, gegenüber derart machtvoll auftretenden
Kritikern, eindeutig und unmissverständlich zu antworten.
Da ich aber, sozusagen als "alter Hase" sehr langjährige Erfahrung habe über den
loyalen Umgang mit Mitarbeitern (ich selbst bin Mitarbeiter eines führenden
Wissenschaftsverlages und weiß, wovon ich spreche) hätte ich mir weniger
Hilflosigkeit gewünscht.
Herr Dr. Watzal wurde, das kann auch Herrn Krüger nicht entgangen sein, von
Menschen, denen Demokratie und Menschenrechte offensichtlich weniger wichtig
sind als Machtinteressen oder von "tribalen" Interessen, die weder in einer
"Offenen Gesellschaft" noch in einer Demokratie etwas zu suchen haben, zum
"Abschuss" frei gegeben wurde, erwarte ich von einer Bundesinstitution Ihrer
herausragenden Bedeutung, absolute und uneingeschränkte Loyalität gegenüber den
wissenschaftlichen Mitarbeitern. Wo soll das sonst hinführen?
Herr Dr. Watzal, den ich aus zahlreichen Veröffentlichungen, aber auch aus
seinem unerschöpflichen Engagement für die Suche nach Ausgleich und Frieden,
unter Respektierung des Menschen- und Völkerrechts kenne, hat Anderes verdient
als "schizophrene" Zweiteilung seiner Ansichten in "dienstlich" und "privat" (Es
ist ein Jammer, dass Kurt Tucholsky, der große jüdische Deutsche nicht mehr
unter uns weilt, er hätte diesem Vorgang eine seiner schönsten Glossen widmen
können! Siehe "Goethe als solcher")
Wusste Herr Dr. Krüger, wussten Sie, Frau/Herr Schütz, nicht, mit wem Sie beim
Interviewer Laster zu tun hatten? Sie hätten es wissen müssen. Herr Dr. Watzal
muss öffentlich Genugtuung erteilt werden. Er ist ein Ehrenmann und das muss
klar gesagt werden. Seine Friedensarbeit, seine Arbeit in Ihrem Hause darf nicht
durch unsachgemäßes und deloyales Verhalten Ihrer Institution gefährdet werden,
woher der Druck auch komme.
Sonst hat die Bundeszentrale, sonst hat die deutsche Öffentlichkeit, Schulen
usw. verloren.
Ich erlaube mir, Ihnen, als weitere Erläuterung, meinen "Leserbrief", gestern an
DIE WELT gesandt, zuzusenden. Wie kann sich eine Bundesinstitution und deren
Leitung "distanzieren" vor einem verdienstvollen Mitarbeiter? Es gab und gibt
keinen Grund, der Beitrag im DLR Berlin und, als Textbeitrag in "Freitag" gibt
keinerlei Anlass
für eine Distanzierung, es sei, der Leser sei böswillig und wolle etwas ganz
anderes erreichen.
Größte Besorgnis um die Freiheit des Geistes, um kritischen Journalismus und
kritische Wissenschaft veranlasst
mich, diesen Brief zu schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
Membre du Collectif Judeo-arab et citoyen pour la Paix, Strasbourg
(es folgt mein Leserbrief an "DIE WELT", abgesandt gestern):
|
Leserbrief zu
„Rassismus-Vorwurf gegen
Deutschlandradio Berlin - Kommentar löst Proteste auch in Israel aus“
von Benedict Maria Mülder vom
30.09.2004 in DIE WELT
mit der Bitte um
Veröffentlichung
sehr geehrte damen und herren,
da Ludwig Watzal als seriöser nahost-experte und
erstklassiger referent zu nahost-themen bekannt ist, habe ich die textversion
des dradio-beitrags nochmals akribisch durchgelesen und wundere mich über den
rassismusvorwurf. Entweder hat Mülder den beitrag nicht richtig gelesen, oder er
hat die aussagen verfälscht.
anscheinend darf man, was in der New York Times über Haim
Saban zu lesen ist, in deutschland nicht sagen, ohne des antisemitismus
bezichtigt zu werden! „Ich bin ein Mensch mit einem Anliegen, und dieses ist
Israel“ bedeutet schlicht und einfach, dass Saban als besitzer des mediums
pro 7 mit sicherheit keine israel-kritischen berichte durchlassen wird. dafür
hat er den sender schließlich gekauft. dies geschah mit unterstützung der
bundesregierung, die ja auch verzweifelt versucht, der besatzungsmacht israel
das demokratie-mäntelchen umzuhängen, um die menschenrechtsverletzungen in
palästina zu verdecken. „Dieses Maß an Besitz würde in den Vereinigten
Staaten niemals gestattet“ freut sich da Saban über das entgegenkommen
der bundesregierung zu dieser machtkonzentration.
„hollywood-reif“ ist allerdings, dass die handy-nachricht
im KZ laut aussage von saban „... sehr interessant (ist), dass der Zeitpunkt
und die Geographie in dieser Weise zusammenkamen“.
brauchen Sie einen weiteren beleg dafür, „wie
symbiotisch das Verhältnis von Macht und Geld ist“ ?
Deshalb ist dies keine „Spekulation Watzals“, wie uns
Mülder suggerieren will, sondern die angestrebte kontrolle über die medien ist
eine tatsache. Watzals kritischer dradio-beitrag hat also mitnichten etwas mit
rassismus zu tun und schon gar nicht mit antisemitismus, wie juliane wetzel in
ihrer krankhaften an den haaren herbeigezogenen interpretation des interviews
darlegt. nicht watzal „bedient die typischen Klischees vom jüdischen Kapital
und jüdischer Macht“, sondern wetzel selber, wenn man das dradio-interview
liest !
im übrigen finde ich Mülders
verweis auf watzals arbeitgeber erbärmlich und ein weiterer versuch der
friedensfeinde, einen kritiker zum schweigen zu bringen.
Hochachtungsvoll
Claudia Karas
|
|
Sehr geehrter Herr Dr.
Schäuble,
der Vorgang ist nicht unerheblich: es handelt sich um
einen
Maulkorb für
eine
angesehenen
Wissenschaftler
in der
Bundeszentrale
für
politische
Bildung. Der
in der WELT
von gestern wiedergegebene
Vorgang ist
zwar nicht
ganz neu, es
gibt eine
bedauerliche
Vorgeschichte,
sie scheint
nun aber,
aufgrund von
obskuren
Verleumdungen,
auf einen
Höhepunkt
zuzutreiben.
Ein
angesehener
Politwissenschafter,
Herr Dr.
Watzal, seit
vielen
Jahren in
Zeitungsbeitägen
und in
Veröffentlichungen
auch der BpB
als unbestechlicher Analytiker wie auch
als Förderer
gegenseitigen
Verständnisses
in der
festgefahrenen
Israel-Palästina-Frage
bekannt (vor
wenigen
Tagen erst
veröffentlichte
die
angesehene
NZZ eine
umfangreiche
Analyse
aus der
Feder Dr.
Watzals
(http://buecher.nzz.ch/books/nzzbooks/0/list/$D954P$T.html) wird, anstelle der
selbstverständlichen
Fürsorgepflicht
seines
Arbeitgebers
und
Vorgesetzten,
Herrn Krüger
folgend, von
diesem
selbst
desavouiert.
Das ist für
die
politische
Meinungsbildung
so wichtige
Einrichtung
wie die
Bundeszentrale
für
politische
Bildung ein
unerträglicher
Vorgang.
Offensichtlich ist Herr
Krüger
seiner
hervorragenden
Aufgabe
nicht
gewachsen.
Es wäre
angesichts
haltloser
Anschuldigungen
von
irgenwelchen
sehr
obskuren
Grüppchen
und
Gruppierungen,
sekundiert
offensichtlich
(falls dies
denn stimmen
sollte, was
ich so nicht
glauben mag)
vom Zentrum
für
Antisemitsmusforschung
der TU
Berlin
(siehe
Artikel DIE
WELT) die
vornehmste
Aufgabe
eines
Dienstvorgesetzten,
seinen
wissenschaftlichen
Mitarbeiter
von der
durch seine
Veröffentlichungen
vielfach
nachgewiesenen
Integrität
des Herrn
Dr. Watzal,
dessen
Veröffentlichungen
ich seit
Jahren mit
Interesse
verfolge, zu
schützen,
sich vor
diesen zu
stellen.
Ich weiß nicht, welche
Rolle in
Fragen der
Statuten der
Bundeszentrale
deren
Wissenschaftlichen
Beirat
zukommt,
aber sicher
scheint
dieser,
soweit ich
dies
erkennen
kann,
entweder
seiner Rolle
nicht
gerecht zu
werden, bzw.
sie zu
verkennen. Darum bitte
ich um
sorgfältiger
Prüfung der
zutage
getretenen
möglichen
Unregelmäßigkeiten,
sofern es
sich um
solche
handelt, in
der Frage
des Herrn
Dr. Krüger.
Ich bitte Sie dringend,
Herrn Dr.
Thomas
Krüger
aufgrund
seines offen
zutage
getretenen
Fehlverhaltens
- in Form
der
Verletzung
seiner
Fürsorgepflicht
- zu
entlassen.
Einen
anderen Weg
kann ich
nicht
erkennen,
die zu
Unrecht
verletzte
wissenschaftliche
wie
politische
Integrität
des Herrn
Dr. Ludwig
Watzals
wiederherzustellen.
Ich bin mir
der
Tragweite
dieser Bitte
bewusst, aber,
sie ist
wesentlich
weniger
schwerwiegend
als die
Pflichtverletzung
des
Präsidenten,
Herrn Dr.
Krüger.
Herr Dr. Watzal hat
sich
nachweislich
in seinen
Schriften um
eine
friedliche
Lösung des
Nahost-Konfliktes,
einem Gebiet
auf dem er
großen
Respekt
erworben
hat,
verdient
gemacht.
Seine
Veröffentlichungen
geniessen
bei
zahlreichen
meiner
Freundinnen
und Freunde,
gerade auch
in Israel,
aber auch
jüdischen
und
arabischen
Freunden bei
uns, großes
Ansehen.
Dies kann
auch Ihnen,
sehr
geehrter
Herr Dr.
Schäuble, so
lange mit
Fragen der
Außenpolitik
betraut,
nicht
unbekannt
geblieben
sein.
Hochachtungsvoll
Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
Tel. +33-388 862 665
- Sprecher des Aktionsbündnis für einen gerechten
Frieden für
Palästina
- membre du "collectif judéo-arabe et citoyen pour la
Paix",
Strasbourg
- coordination de l'Appel de Strasbourg pour une Paix
Juste au
Proche
Orient"
- membre fondateur de l'Association FARRAH-France
- membre fondateur de l'AIPPP, Association
Internationale
pour la
Préservation
du
Patrimoine
Palestinien
|
|
Leserbrief zum
Artikel in "DIE WELT" von Benedict Maria Mülder vom 30. September 2004:
Rassismus-Vorwurf gegen Deutschlandradio Berlin - Kommentar löst Proteste auch
in Israel aus. Mit der Bitte um Veröffentlichung.
Sehr geehrte Redaktion,
ich hatte Ludwig Watzals Beitrag im DLR Berlin gehört, konnte aber dabei an
keiner Stelle einen antisemitischen Unterton feststellen.
Nachdem ich nun Mülders Bericht in Ihrer Zeitung gelesen habe, hab ich mich der
Mühe unterzogen, die Textversion von Ludwig Watzals DLR-Beitrag genau
durchzulesen. Ergebnis: auch da wurde ich, obwohl naturgemäß besonders
aufmerksam, nicht fündig.
Ganz anders nun stellt sich die Frage für Ihren Autor Benedict M. Mülder dar:
nicht, dass er eine grundlegende und seriöse Textkritik vorlegt - möglicherweise
wäre auch er nicht fündig geworden bei der Suche nach Antisemitismus - nein,
Herr Mülder bezieht sich auf Zweite, Dritte, kurz: auf Hörensagen. Warum? Muss
man einen tendenziellen (? das ist ja nichts Verbotenes), einen verstellenden
(doch eher zu kritisieren!) Bericht in Yedioth Aharonoth eines Korrespondenten,
der wohl den Beitrag tüchtig missverstanden hat, wiedergeben um Watzals
Rundfunkbeitrag zu verstehen?
Muss man, unkritisch, Frau Juliane Wetzel vom Berliner Zentrum für
Antisemitsmusforschung zitieren, der natürlich nicht das Recht auf ihre eigene
Interpretation anzukreiden ist, selbst nicht das Recht auf irrtümliche
Interpretation? Hat das AJC die Rolle mittelalterlicher römischer Päpste
übernommen? Muss man argumentieren nach dem Muster, er hat gesagt, der andere
habe gesagt, ein dritter habe vielleicht gemeint...., oder habe es so verstanden
?
Es ist sicherlich bei der Beurteilung von Herrn Saban viel sinnvoller, sich auf
das zu beziehen, was er selbst sagt, was seine eigentliche
Motivation beim Mega-Deal des Kaufes von ProSiebenSat.1 war: In einem in
Deutschland publizierten Interview antwortete er auf die Frage, ob er jemals
deutsches Fernsehen gesehen habe, frank und frei: "nein", das sei
bisher nicht der Fall.
In einem der nächsten Sätze nach seinen politischen Zielen beim Kauf der
Privatsender aber: er habe den Eindruck gewonnen, in den
deutschen FS-Medien werde ein schiefes Bild über Israel vermittelt...
Wie, das? Haim Saban hat noch nie FS in Deutschland geschaut, aber, er hat den
Eindruck gewonnen, dass.... ? Hat man ihm dies vielleicht nur gesagt? Wer hat es
ihm dann gesagt?
Liest man nun die führenden US-Tageszeitungen, so wird klar, und gerade dies
sagt Saban ja auch ganz unmissverständlich, dass er, Saban dem israelischen
Ministerpräsidenten Sharon und seiner Politik nahe steht und er alles tun werde,
dessen Politik medial zu unterstützen.
Was sagt nun Watzal, was "insinuiert" Ludwig Watzal? Doch nichts anderes, als
darauf hinzuweisen, wie nah im Falle Haim Saban Macht und Geld zueinander stehe.
Frage: wo ist hier Antisemitismus? Keiner der mir persönlich bekannten Juden hat
auch nur die geringste Tendenz zu dergleichem, vielmehr würden sie dies für sich
ablehnen, sie sind Wissenschaftler, Ärzte, Techniker, Anwälte, Kaufleute. Einige
sind wohlhabend. Die Motivation Haim Sabans ist ihnen fremd.
Herr Mülder sagt aber noch etwas Anderes! Indem er darauf hinweist, Herr Watzals
Aussage "ähnelt" einem zuvor im Internet veröffentlichten Schmähtext eines "Abu
Spinoza", gleichzeitig aber auf den Arbeitgeber Herrn Watzals verweist, liegt
zumindest die Vermutung nahe, der Autor des DLR-Beitrages solle nicht nur zum
Schweigen gebracht, er solle vielleicht auch in seiner beruflichen und
bürgerlichen Existenz behindert werden. Dieser Versuch, entspreche er der
Intention, wäre höchst verachtenswert.
Wenn Herr Saban Politik und Macht in allernächste Nähe bringt so ist dies
üblich. Wenn er dies am Beispiel Israels tut, so muss er
mit Kritik, mindestens aber mit Aufmerksamkeit rechnen. Auch dies ist kein
Antisemitismus. Aber, auch dies ist kaum von der Hand zu weisen: Haim Saban
jongliert nicht nur mit (seinem) Geld, er jongliert auch mit Macht und Meinung.
Beides ist nicht gesetzeswidrig, Beides aber muss in einer kritischen
Öffentlichkeit beim Namen genannt werden können. Ohne Antisemitismus-Vorwurf.
Darüber hinaus habe ich mich der Mühe unterzogen, was nun sei, an "der
deutlichen Distanzierung von Redaktion, Chefredakteur, Programmdirektors...des
DLR Berlin". Heraus gekommen ist dabei eine Banalität: alle mir bekannten
Medien unterscheiden zwischen namentlich gezeichneten Fremdbeiträgen und denen
der Redaktion. Und dies sagen sie auch: dass "der Beitrag X die Meinung des
Autors, nicht aber der Redaktion widerspiegele". Ist dies Herrn Mülder,
Ihrem Autor von "DIE WELT" unbekannt?
Hochachtungsvoll
Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
-
Membre du Collectif Judeo-arab et citoyen pour la Paix, Strasbourg
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Sophia Deeg hat es in einem
Kommentar zur ersten "Anhörung
zum Antisemitismus" im Deutschen
Bundestag vom
22.
November
2004
auf den Punkt gebracht:
"Warum
eigentlich muss man – nicht nur
im Fall von Ludwig Watzal –
Antisemitismus erst herbeireden?
Der zunehmend zu beobachtende
Antisemitismus auf deutschen
Straßen und an deutschen
Stammtischen bereitet offenbar
nicht die Sorge, die dazu
motivieren würde, sich mit aller
Kraft dagegen zu stellen,
anstatt Menschen zu
diskreditieren, die schlicht die
israelische Politik anders
beurteilen als man selber. Der
real existierende Antisemitismus
ist solchen „Experten“ offenbar
gleichgültig genug, um den
schwerwiegenden Vorwurf durch
inflationären Gebrauch zum
leeren Allgemeinplatz zu machen,
der alles und nichts beinhaltet.
Der
eigentliche Skandal jedoch ist
das Verhalten von „höchsten
Stellen“ der Bundesrepublik, von
Parlamentariern wie in diesem
Fall Professor Weisskirchen.
Skandalös ist die sträfliche
Leichtfertigkeit, mit der das
Thema Antisemitismus verhandelt
wird, wenn man diesen „Experten“
in Gremien, die sich vorgeblich
dem Kampf gegen den
Antisemitismus verschrieben
haben, ein Forum bietet. Wie
kann es sein, dass in einem
solchen Gremium ein Jörg
Rensmann unwidersprochen haltlos
und verhetzend
herumschwadroniert: „Wir haben
es wie z.B. in Frankreich mit
dem Phänomen zu tun, dass sowohl
islamischer als auch arabischer
Antisemitismus in gewisser Weise
nach Europa zurücktransportiert
wird...und hier vor allem von
linken Basisbewegungen
aufgegriffen wird.“ –
Tendenziöse, suggestive
Äußerungen, die keiner
Überprüfung allein schon der
darin verwendeten
Begrifflichkeiten und
postulierten Zusammenhänge
standhalten. Ein Phänomen, das
genuin europäischer Provenienz
und Prägung ist, soll
„islamisch“ oder „arabisch“ sein
und nach Europa
„zurücktransportiert“ werden?
Falls es, selten belegt, in
Frankreich, Deutschland oder
anderswo Übergriffe auf jüdische
Einrichtungen oder Menschen und
anti-jüdische Äußerungen durch
arabischstämmige Europäer oder –
was wiederum deutlich
abzugrenzen wäre - aufgrund
religiöser (muslimischer) Motive
gegeben hat, wäre dies,
wissenschaftliche Redlichkeit
vorausgesetzt, nicht unbesehen
mit dem Begriff des
Antisemitismus
(christlich-europäischer
Tradition) zu belegen. Dass
irgendwelche „linken
Basisbewegungen“ diesen von
Rensmann behaupteten
„arabischen“ oder „islamischen
Antisemitismus“ „aufgreifen“
würden, wird auch durch
wiederholte Behauptung nicht
wahr.
Die
Ausführungen zweier der
geladenen Experten, beide nicht
in Deutschland lebend, atmeten
allerdings einen anderen Geist –
die von Alfred Grosser
(Frankreich) und von Brian Klug
(U.S.A. bzw. GB). Während
Experten und Diskutanten immer
wieder für klare Definitionen
und Kriterien als Grundlage
einer Bekämpfung des
Antisemitismus plädierten,
jedoch mit ungeklärten Begriffen
und unbelegten Behauptungen
hantierten, war es vor allem
Brian Klug, der tatsächlich
einen konstruktiven Beitrag zur
Klärung leistete, indem er den
häufig diffus verwendeten
Begriff vom „Existenzrecht
Israels“ auf seine verschiedenen
möglichen Bedeutungen hin
abklopfte und auf dieser
Grundlage der Frage nachging, ob
es antisemitisch sei, das Recht
Israels auf Existenz zu
verneinen. Jörg Rensmann
antworte, Professor Klug
verkenne den Vernichtungswillen
der Hamas. Mit dieser Antwort
offenbarte er sein schlichtes
Unvermögen, eine Begriffsklärung
von einer Aussage über real
existierende politische Akteure
zu unterscheiden.
Alfred
Grosser sprach als erster
Experte und wurde in
erschreckender Weise von fast
allen, die sich im Laufe der
Diskussion zu Wort meldeten, ins
Abseits gestellt und vom
Vorsitzenden nicht in Schutz
genommen. Vielmehr distanzierte
sich dieser sofort, nachdem
Grosser gesprochen hatte. Ralf
Schröder (ebenso wie Jörg
Rensmann von „die Jüdische“,
Berlin) zeigte sich „befremdet“,
dass eine Position wie die
Grossers „tatsächlich ernsthaft
und relevant in diesem Hause
diskutiert wird“.
Was hatte
Herr Grosser Ungeheuerliches
geäußert, das derart
inkompatibel mit den
Einstellungen der anderen
TeilnehmerInnen der Runde war,
dass sie nicht einmal darüber
reden wollten?
Er hatte aus
seiner Sicht die Frage
beantwortet, was es heiße,
Israel zu kritisieren, da die
Abgrenzung von Israelkritik und
Antisemitismus eine der Aufgaben
der Gesprächsrunde war. Es gehe,
so Grosser, nicht nur um die
Politik Israels, es gehe um
Verbrechen. Damit sprach er
etwas aus, was auch viele
Israelis, selbst führende
Vertreter des israelischen
Establishments inzwischen
glauben aussprechen zu müssen,
gerade weil ihnen ihr Land, ihre
Gesellschaft am Herzen liegt und
sie deren Absturz nicht ruhig
mit ansehen können. Alfred
Grosser begründete sein
kritisches Engagement im
Zusammenhang mit Israel mit
seiner jüdischen Identität, so
wie er sein kritisches
Engagement in Bezug auf den
Algerienkrieg mit seiner
französischen Identität
begründete und sein kritisches
Engagement in Bezug auf das
Nachkriegsdeutschland mit seiner
deutschen Herkunft und seinen
republikanischen Überzeugungen,
die ihm geboten sich
einzumischen, wenn ihm die
Bundesrepublik von grundlegenden
demokratischen Prinzipien
abzuweichen drohte (so
seinerzeit im Zusammenhang mit
den Berufsverboten).
Des weiteren
warf Grosser die Frage auf, was
Juden gegen Antisemitismus tun
könnten und kam zu dem Schluss:
„Es ist Antisemitismus fördernd,
wenn man nicht zugleich (mit dem
Kampf gegen Antisemitismus)
andere Rassismen bekämpft.“ Dies
sei Aufgabe von Juden und
jüdischen Organisationen. Mit
dieser Auffassung steht er unter
französischen Juden durchaus
nicht allein. Die Union Juive
Francaise pour la Paix
beispielsweise arbeitet eng mit
der Association des Travailleurs
Maghrebin de France zusammen und
ist wie diese selbstverständlich
Teil verschiedener
antirassistischer Bündnisse,
weil sie den Kampf gegen
Antisemitismus und andere Formen
von Rassismus und
Diskriminierung als ein
gemeinsames Anliegen von Juden,
Arabern/Muslimen und anderen
BürgerInnen der Republik
verstehen.
Grossers
Argumentation, die man als
humanistisch und republikanisch
beschreiben könnte, ein
politisches Selbstverständnis
jenseits partikularer Interessen
oder Ambitionen war für die
Teilnehmer einer Gesprächsrunde
bundesrepublikanischer
Parlamentarier und Experten in
Sachen „Antisemitismus“
unerträglich - sie sprechen eine
g r u n d s ä t z l i c h andere
Sprache. Eine wahrlich
gespenstische Situation, vor
allem für den mit wenigen
dämonisierenden Worten als
Gesprächpartner
Ausgeschlossenen. Immerhin
durchbrachen zwei Abgeordnete
das menschlich vollkommen
inakzeptable Verhalten der Runde
einschließlich ihres
Vorsitzenden; Frau Pfeiffer und
Frau Philipp, beide CDU/CSU,
gestanden Grosser das Recht zu,
eine abweichende Auffassung zu
äußern und bedauerten, dass sich
niemand argumentativ mit ihm
auseinandergesetzt hatte. Auch
die Grünen-Abgeordnete Claudia
Roth wies die unflätigen
Einlassungen von Ralf Schröder
(„Die Jüdische“) zurück.
Es bleibt die
Frage: Wie kommt es in der
Bundesrepublik und in einem
solchen für ihre politische
Kultur einigermaßen
repräsentativen Gremium zu einer
derart monolithischen, geradezu
totalitär verfestigten Ideologie
zum Thema Antisemitismus und
Israel (denn es handelt sich um
Ideologie - im Marx’schen Sinne:
falsches Bewusstsein - und nicht
um rational begründbare
Einschätzungen oder
Standpunkte)?"
mehr >>>
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Links
und Bücher zu und von Dr. Ludwig Watzal
Homepage von Dr. Ludwig
Watzal:
Eine Ludwig Watzal Seite - Palästina Portal
Bücher
von Dr. Ludwig Watzal zum Downloaden
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Dr.
Ludwig Watzal
Friedensfeinde.
Der Konflikt zwischen Israel und Palästina in Geschichte und Gegenwart
(Buchbesprechung)
Aufbau Taschenbuch , 1998, Berlin
Mit der Unterzeichnung des Autonomieabkommens für den Gaza-Streifen und die
Stadt Jericho durch Israel und die PLO gibt es erstmals einen Hoffnungsschimmer
auf Frieden im Nahen Osten. Die Lage der Menschenrechte der Palästinenser in
Israel, in den besetzten und in den teilautonomen Gebieten ist nach wie vor
prekär. Folterungen, Landenteignungen, Siedlungsausbau sowie Diskriminierungen
im politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen oder medizinischen
Bereich sind nicht einfach von der Tagesordnung verschwunden.
Ludwig Watzal bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle und
zeitgeschichtliche Situation und stützt sich dabei neben eigenen Recherchen auf
Zeugnisse israelischer, palästinensischer und internationaler
Menschenrechtsorganisationen. Er macht deutlich, dass noch viel beiderseitiges
Entgegenkommen notwendig ist und es einen dauerhaften Frieden erst geben wird,
wenn Israel den palästinensischen Volk Gerechtigkeit auf allen Ebenen
wiederfahren lässt
Quelle
Das Buch im PDF-Format
Inhaltsverzeichnis
Vorspann
(Download PDF: 2 MB)
1.
Zur Geschichte Palästinas und Israels
(Download PDF: 17 MB)
2.
Der Friedensprozeß in Israel und Palästina
(Download PDF: 30 MB)
3.
Die Menschenrechte der Palästinenser unter israelischer Besatzung und
palästinensischer Autonomie
(Download PDF: 14 MB)
4.
Die Rolle Israels im internationalen System und im Nahen Osten
(Download PDF: 10 MB)
5.
Israel zwischen westlicher Demokratie und religiösem Fundamentalismus
(Download PDF: 14 MB)
6.
Ausblick: Friede in Nahost ist möglich
(Download PDF: 5 MB)
Quelle
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Dr. Ludwig Watzal
Frieden ohne Gerechtigkeit
An einer Vielzahl
von aktuellen Beispielen macht Ludwig Watzal deutlich, dass es einen dauerhaften
Frieden erst geben wird, wenn Israel dem palästinensischen Volk Gerechtigkeit
auf allen Ebenen widerfahren lässt und seine Menschenrechte achtet.
Quelle
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