Das Palästina Portal

Texte von Shraga Elam

Nach oben
Israeli involvement -  conflict  Georgia Russia
Jetzt müssen wir Tachles reden
Umstrittene Kläger gegen UBS
60 Jahre Israel – ein Grund zum Feiern?
Response to defamations following e-mail to David Irving
Geschichtsfälschung im Dienst der Islamophobie
Israel kauft Erdöl aus Iran
Oscar für Geschichtsfälschung
Matan Vilnai - Shoa
Kleine Freiheit vor der Grossoffensive
Gelber Davidstern gegen ethnische Säuberung in Palästina
Saly Mayer: Half er – schickte er  Juden in den Tod?
Max Waibels Sonnenfinsternis
The story of the Nazi assets in Switzerland
Wirtschaftliche Entwicklung statt politische Parolen
Judeophobie in Deutschland - Möllemann + Karsli
Referat - Nato Gipfel Prag 2002
Antisemitismus als Omnibus
Judenhass-Vorwurf
Judenvernichtung + Vertreibung  Kosovoalbaner
Auschwitz-Leugner - Attacke Ungläubiger
Welche Fakten, welche Geschichte?
Aufruf Kriegsverbrechen stoppen
Israel belieferte Erzfeind
Kein jüdischer Antisemit
Maulkorb aus Korrektheit
Antizionismus gleich Judephobie?
Hohmann,  Möllemann + Antisemitismus?
Solidarität? Ja, bitte!
Operation "Dornenfeld"
Eine Exekution, die mich quält
Ausverkauf von Palästina
Holocaust Religion + Holocaust Industry
The first Holocaust Deniers
Israels Interesse am Irakkrieg
Drei Jahre Golfkrieg
Die Interhandel-Affäre
Wiedergutmachungsgeld  Druckmittel
Die van Harten-Affäre
"Joint" Jüdisches Hilfswerk unter Beschuss
Brücke von Sankt Margrethen
Palestinian Economic Independence
Human rights - economic rights

 

 

 

 

Sonntag / MLZ; 30.03.2008; Seite 20

 

Israel kauft Erdöl aus Iran

 

Trotz eigener Boykottaufrufe profitieren Israeli vom schwarzen Gold des Erzfeindes – geliefert wird es aus Europa

 

Israel protestiert gegen den Erdgas-Deal zwischen Iran und der schweizerischen Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg. Doch Recherchen zeigen: Israel bezieht selbst Erdöl von seinem Widersacher.

 

Von Shraga Elam

 

Israel importiert via Europa im grösseren Stil iranisches Erdöl. Und das, obwohl die Kontakte mit Iran sowie der Kauf von dessen Produkten von Israel offiziell boykottiert werden. Dies berichtete der zuverlässige israelische Energie-Newsletter «EnergiaNews» letzte Woche. Der Newsletter wird von erfahrenen Wirtschaftsjournalisten produziert, und in seinem Redaktionsrat sitzen renommierte Politiker und Wirtschaftsleute.

«EnergiaNews» erhielt die Information über den Iran-Handel aus Kreisen um das Management der israelischen Raffineriegesellschaft Oil Refineries Ltd. Und diese weiss bestimmt, woher das schwarze Gold stammt – schliesslich verarbeitet sie es. Gemäss «EnergiaNews» ist das iranische Erdöl in Israel beliebt, denn es sei qualitativ besser als andere Rohöle.

Der «EnergiaNews»-Chefredaktor Moshe Shalev schreibt in seinem Bericht weiter, dass das iranische Öl verschiedene europäische Häfen erreiche. Hauptsächlich wird es in Rotterdam von Israeli eingekauft und mit entsprechenden Reise- und Versicherungspapieren versehen. Danach wird es nach Haifa in Israel transportiert. Importeurin ist die Eilat-Ashkelon Pipeline Co. (EAPC), welche die Quelle ihres Öls jedoch verschweigt.

Die EAPC gehört eigentlich zur Hälfte dem Iran, denn sie wurde 1968 vom Schah zusammen mit Israel gegründet. Um Iran nicht in Verlegenheit zu bringen, wurde das Geschäft über eine gemeinsame Gesellschaft in Genf, die Trans Asiatic Oil, abgewickelt. Seit dem Schah-Sturz läuft in der Schweiz ein Verfahren gegen diese Firma. Grund: Israel weigert sich, die iranischen Ansprüche in Milliarden-Höhe anzuerkennen.

Nicht klar ist, ob die iranischen Exporteure über den Erdöl-Import von Israel informiert sind. Den israelischen Käufern und Regierungsstellen hingegen ist – in krasser Umgehung des Boykotts, welcher Israel öffentlich fordert – die Herkunft des kostbaren Rohstoffs absolut bewusst. Der Artikel schaffte es sogar durch die israelische Zensur, die zwar noch einige Änderungen durchsetzte. Das steigert die Glaubwürdigkeit der Information aber zusätzlich. In den Neunzigerjahren wurden solche Berichte noch verboten.

Auf Anfrage des «Sonntags» bestätigte der Energie-experte einer führenden israelischen Zeitung die Meldung: Israel importiere seit Jahren Erdöl aus Iran, wobei es sich um Käufe auf dem freien Markt und nicht direkt aus dem Land handle. Dass es um boykottierte Waren geht und Israel als treibende Kraft hinter dieser Ächtung Irans steht, reichte jedoch nicht für eine Behandlung des Themas in den israelischen Medien.

Der Sprecher der Oil Refineries Ltd., Moshe Debby, dementiert jedoch, dass seine Gesellschaft iranisches Öl importiere oder verarbeite. Seine Aussage steht aber im Widerspruch zu Artikeln vom Oktober 2006 in israelischen Zeitungen. Damals gab es eine Ausnahme in der Zensurpolitik, und es war zum Beispiel in der «Ha’aretz» zu lesen, dass die israelische Gesellschaft Paz iranisches Erdöl importieren wolle, welches in Israel raffiniert, zum Teil an die palästinensischen Behörden geliefert und auch auf dem israelischen Markt verkauft werde.

Im selben Artikel sagte der israelische Energieminister Benjamin Ben Elieser pragmatisch: «Jeder Kontaktversuch mit einem Feindesstaat, der den geschäftlichen und ökonomischen Interessen Israels dient, festigt die Stabilität in der Region.» Und aus dem israelischen Finanzministerium war zu vernehmen, es sei nicht Sache dieses Amtes, woher das Öl komme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wieder lieferbar >>

Solange vorrätig wird das Buch gegen eine Spende  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.
Weitere Infos hier >>>

Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>
 


Eine kostenlose CD -  Die Geschichte Palästinas in Bilder - (PowerPoint) >>>

Die CD ist einschließlich der Portokosten gratis. Sie ist ein Teamwork der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Gruppe Tessin. >>>

 



 

Start | oben

Mail           Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder            Erhard  arendt art