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Aktuelle Literatur zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel


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"Frieden mit den Arabern wäre ein Albtraum" - Der israelische Historiker Moshe Zimmermann zeichnet in seinem neuen Buch ein düsteres Bild von Israel und seiner Zukunft - Arn Strohmeyer - (Moshe Zimmermann: Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma, Aufbau Verlag Berlin 2010) - Der israelische Historiker Moshe Zimmermann hat ein erschreckendes Buch über den politischen Zustand seines Landes geschrieben - erschreckend vor allem für diejenigen, die über Israel wenig wissen und immer noch an dem Bild vom kleinen bedrohten Staat mitten im "arabischen Meer" festhalten. Freunde Israels haben es da leichter, sie können gleich die Klischees vom "antisemitischen" oder "selbsthassenden Juden" hervorholen und die vorgebrachte kritische Analyse auf diese Weise abtun. Aber Argumente dieser Art sind gar keine, weil sie einfach zu einfältig und platt sind, um ernst genommen zu werden. Moshe Zimmermann ist ein zu renommierter und anerkannter Historiker mit bedeutenden Veröffentlichungen über den Holocaust und auch zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, als dass man sein  neues Buch so abtun könnte. Es ist harter Tobak, den er vor allem dem deutschen Leser zumutet, der zumeist eine ganz andere Vorstellung von Israel hat. (...) Dafür, dass es nicht zu einer Tendenzwende in Richtung Frieden kommt, macht Zimmermann militante Minderheiten in der israelischen Gesellschaft verantwortlich: die Araber-Hasser, die Orthodoxen, die Siedler und das Militär. Diese Gruppen - so der Historiker - haben die israelische Gesellschaft in Geiselhaft vor dem Frieden genommen, schüren die Angst und diktieren das politische Tun. Die Mehrheitsgesellschaft fügt sich, weil sie sich vor dem Widerstand dieser kleinen Gruppen gegen einen Frieden mehr fürchtet als vor der Fortsetzung des Status quo oder sogar einem neuen Krieg mit den Nachbarn. Bestes Beispiel: Nicht wenige israelische Analytiker sehen einen Bürgerkrieg zwischen Armee und Siedlern voraus, wenn sich die Regierung doch entschließen sollte, für die Entstehung eines Palästinenserstaates die besetzten Gebiete zu räumen. Begünstigt wurde das Erstarken kleiner mächtiger Gruppen in der israelischen Gesellschaft durch eine "ideologische Revolution". Die Staatsideologie des Zionismus wird heute nicht mehr wie in den Anfangsjahren des Staates nach 1948 von den säkularen sozialistischen Elementen (vor allem der sozialdemokratischen Arbeiterpartei) getragen, sondern von den Nationalisten, Nationalreligiösen und Ultraorthodoxen. Für diesen neuen Zionismus - den Zimmermann den "wahren Postzionismus" nennt - ist das "Jüdische" im religiös-orthodoxen Sinne vorrangig, es ist der primäre Wert, dem auch die Demokratie untergeordnet wird. Priorität hat bei diesen Kräften ein "jüdischer Staat", der dann automatisch ethnozentrisch orientiert ist und kein demokratischer mehr sein kann, weil er die anderen Minderheiten im Land diskriminiert. Diese Gruppen, die auch in Netanjahus Koalition stark vertreten sind, haben Israel religiöser gemacht und politisch deutlich nach rechts gerückt. Diese tragenden neuen Säulen des Zionismus sind äußerst friedensfeindlich. Zu den "Araber- Hassern" zählt Zimmermann den derzeitigen Außenminister Avigdor Lieberman und seinen Anhang - zumeist Einwanderer aus der früheren Sowjetunion. Jeder Kompromiss mit Arabern gilt Liebermann als "Kriecherei". Er sagt: "Wenn wir zaudern, stottern, kriechen, werden sie uns an die Wand drücken."  >>>

Moshe Zimmermann: "Die Angst vor dem Frieden" - Arne Hoffmann - Durch eine Rezension in der Frankfurter Rundschau war ich auf das Buch Die Angst vor dem Frieden des israelischen Historikers Moshe Zimmermann (Leiter des Richard-Koebner-Zentrums für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem) aufmerksam geworden – ein Buch, das sich als eine wirklich aufrüttelnde Analyse herausstellte. Während man aus unseren Medien nur bruchstückhafte und sehr zurückhaltende Informationen über bedenkliche Entwicklungen innerhalb Israels erhält, zeichnet Zimmermann auf 150 Seiten ein so deutliches und unverblümtes Bild der Zustände in diesem Land, dass man sich schon fast wundert, wie dieses Buch hierzulande überhaupt veröffentlicht werden konnte. >>>

Gaza Dezember 2008 - Juli 2009
Restiamo umani - Mensch bleiben

Vittorio Arrigoni

Der junge Italiener Vittorio Arrigoni hat als Mitglied der Hilfsorganisation "International Solidarity Movement ISM" in Gaza gearbeitet und die Bombardierung der hilflos eingeschlossen Bevölkerung zum Jahreswechsel hautnah miterlebt.

Aus seinen Berichten hat er ein Buch gemacht. Es ist eines der wenigen Augenzeugenberichte, die es in deutscher Sprache gibt.

mit einem Vorwort von Ilan Pappe

Übersetzung aus dem Italienischen von Felix Ballhaus
Zambon Verlag - Frankfurt Am Main

Erhältlich über den Verlag oder Buchhandel.de -  Quelle und mehr

DENK ICH AN PALÄSTINA
Palestine on my Mind
 Rezension von Dr. Ludwig Watzal - pdf  >>>

26 Zeugnisse aus unserer Zeit

Das Buch: 232 Seiten, 16 Seiten s/w Fotos aus Dokumenten: 100 Jahre Palästina, kartoniert, für 18 Euros, über jede gute Buchhandlung zu beziehen wie auch über den Semit Verlag info@dersemit.de
 

Hitler besiegen"Hitler besiegen" - Sich vom Holocaust lösen - Arno Widmann - Avraham Burg wurde 1955 als Sohn eines deutschen Holocaustüberlebenden in Jerusalem geboren. Sein gerade im Campus-Verlag erschienenes Buch "Hitler besiegen" ist eine auch ihn selbst nicht schonende Reflexion über die fatale Fixierung des Staates Israel auf den Holocaust. Als das Buch vor zwei Jahren in Israel erschien, wurde Burg als Feind des Landes kritisiert. Das ist nicht verwunderlich. Avraham Burgs Buch ist tatsächlich eine tieftraurige, dabei aber bitter-scharfe "Attacke auf das israelische Experiment". Hier spricht ein Produkt der israelischen Elite, einer der in ihr aufwuchs und zu einem ihrer beredsten Sprecher wurde. Sein Vater war Josef Burg, prominentes Mitglied der Nationalreligiösen Partei (NRP) und mehrmals Israels Innenminister. Avraham Burg war Berater von Schimon Peres, Vorsitzender der Jewish Agency und Sprecher der Knesset. Seit 2003 hat er sich aus allen Ämtern zurückgezogen und kommentiert die jüngsten Entwicklungen seines Heimatlandes nur noch vom Rande der Verzweiflung aus. - Die Militarisierung Israels - Er hält die zunehmende Militarisierung Israels, die Fixierung der Eliten darauf, den Feind zu besiegen, für eine Entwicklung, die Israel in den Untergang führen muss. >>>

Hitler besiegen - Dr.  Ludwig Watzal - „Oft frage ich mich, ob es ohne die Deutschen und ihre Barbarei überhaupt einen Staat Israel geben würde“, so eine der vielen provokanten Fragen und Thesen von Avraham Burg >>>

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de



Die Erde habt ihr uns genommen


100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz -  (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

Buchvorstellung: "Feindbild Moslem" von Kay Sokolowsky - Arne Hoffmann - (…)  "Konnte der SPIEGEL, der ja von Hunderten Journalisten hergestellt wird, schnell wieder zur Besinnung kommen, nachdem die Chefredaktion ausgewechselt worden war, so tun sich einzelne Autoren mit der Rückkehr zur Vernunft erheblich schwerer. Zumal bei ihnen, auch materiell, die Polemik gegen den Islam und seine Anhänger ebenso wie gegen 'Multikultis' und 'Gutmenschen' eine Aufgabe geworden ist, von der sie nicht lassen können." Womit wir bei Henryk M. Broder wären. "Die Muslimhasser, die auf Politically Incorrect (PI) zu Hause sind, wissen, was sie an ihm haben", erklärt Sokolowsyk und zitiert schwärmerische, geradezu hingerissene Würdigungen, die die Rechtsradikalen an den SPIEGEL-Journalisten gerichtet haben. (…) Broder fühlt sich, scheint's, wohl im Dunst der Rechten. So hatte er nichts dagegen, der Online-Schülerzeitung Blaue Narzisse ein langes Interview zu gewähren, 'einer als rechtskonservativ bis rechtsradikal eingeschätzten Publikation', die zwar mit der NPD nichts zu tun haben will, deren Autoren aber nicht müde werden, Gerechtigkeit für die Partei der Neonazis einzufordern. (Und) als ihn im Mai 2008 die Schweizerzeit einlud, einen Vortrag zu halten, war er gleichfalls gern dabei, obwohl das Blatt eng verbunden ist mit der erzreaktionären, migrantenfeindlichen Schweizerischen Volkspartei und sich nicht scheut, den Juden nachzusagen, sie seien selbst schuld am Antisemitismus und eine Bande von Beutezüglern und Beutelschneidern." Früher oder später muss Sokolowskys Broder-Analyse natürlich bei der Frage landen, wie einer, der noch im Jahr 1993 klarsichtige und integre Texte verfasst hat, eine derartig beängstigende Entwicklung nehmen konnte. Sokolowskys Mutmaßung: "Wahrscheinlich hat er mit den 'Gutmenschen' ein Problem, weil sie so viel Zeit mehr als er damit zubringen, gute statt boshafte Menschen zu sein, und weil sie es für sinnvoller halten, sich für die Rechte einer Minderheit starkzumachen als für den Chauvinismus einer 'Mehrheitsgesellschaft'. Deren Stärke hat Henryk M. Broder irgendwann so beeindruckt, dass er beschloss, die faktisch Schwachen im Stich zu lassen, vor den Angsthabern und den Angstmachern zu kapitulieren und ihrer Paranoia mit großem Geschrei beizupflichten. >>>

 

Arne Hoffmann -  Buchvorstellung: "Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen" - - Schneiders weist zunächst darauf hin, dass von den bekanntesten "Islamkritkern" (also etwa Ralph Giordano, Alice Schwarzer, Henryk Broder, Leon de Winter usw.) niemand eine theologische oder islamwissenschaftliche Ausbildung besitzt oder auch nur durch die Beherrschung der arabischen Sprache aufgefallen wäre. "Bei ihnen allen gibt es außer ihrem mehr oder weniger plötzlich aufgekeimten persönlichen Interesse keine weitere ersichtliche Querverbindung zu der Thematik. Trotzdem äußert sich aber jeder einzelne von ihnen immer wieder zu dezidiert theologischen oder historischen Fragen der islamischen Geistesgeschichte." Untersuche man ihre Äußerungen zum Thema Islam genauer, stelle sich als zentrales Ergebnis heraus, dass darin "immer wieder die gleichen unsachlichen Argumente und fehlerhaften Beweisführungen auftauchen. (...)  - - Alarmismus, Dramatisierung und das Entwerfen fiktiver Bedrohungsszenarien, die den Einschätzungen seriöser Historiker und Kulturwissenschaftler entgegenstehen (immer wieder stehen "Eurabien" und der Untergang des Abendlandes vor der Tür, etwa wenn Broder davon schwadroniert, dass wir "derzeit die letzten Tage Europas, das wir kennen" erlebten, wenn sich Alice Schwarzer "Parallelen zu 1933" aufdrängen oder Leon de Winter davon schreibt, dass sich "das Böse (…) über den gesamten Westen ausgebreitet hat"); - der Verzicht auf Belege und Beweise, damit einhergehend die Simplifizierung von Sachverhalten (So verbreitet Broder in "Hurra, wir kapitulieren" die Behauptung, es häuften sich Abmeldungen muslimischer Schüler vom Schwimm- und Sportunterricht. Belege liefert er nicht. >>>

 

Rezension: „Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss“ - „Hitler besiegen“ - Dr. Ludwig Watzal - Breit lobte Israels Außenminister Lieberman seinen Premier Netanjahu am 23. September dafür, beim gemeinsamen Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Wunsch des US-Präsidenten nach einem Siedlungsstopp ignoriert zu haben. Für ihre immer weiter fortschreitende Kolonisierung Palästinas berufen sich israelische Politiker gelegentlich auch auf den Holocaust, der 1948 zur Gründung des „jüdischen Staates“ geführt habe. Dazu die folgende Buchrezension >>>

BETWEEN THE LINES - Blog von Dr. Ludwig Watzal >>>
Homepage - Dr. Ludwig Watzal >>>
Jagdaktion gegen  Dr. Ludwig Watzal - Opfer von Honestly Concerned + seinem Netzwerk >>>

Flores, Alexander
Der Palästinakonflikt
Wissen was stimmt

Konfliktherd Palästina. Alexander Flores benennt die historischen Wurzeln des Streits zwischen Israel und seinen Nachbarn, stellt die unterschiedlichen Parteien vor und analysiert kritisch die Rolle des Staates Israel. Bestes Basiswissen. - "Alexander Flores ist einer der besten Kenner des Palästina-Israel-Konflikts. Leise und fundiert klärt er auf ohne Trommel und Trompete und nimmt stets Partei, für die Menschen auf beiden Seiten des Stacheldrahts. Das macht ihn groß. Die Lektüre seiner Schriften öffnet neue Perspektive und ist ein großer Gewinn." Rafik Schami

1. Aufl. 2009 - 128 Seiten, HERDER spektrum, Band 6082
ISBN 978-3-451-06082-3  - 8,95€  Quelle

Shlomo Sand "Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden" >>>

Abraham Melzer wird die englische Ausgabe   importieren.
Auslieferung: Oktober 2009 - 400 Seiten, 29.95€,  bei ihm zu  bestellen.

Kenneth M. Lewan
Ist Israel Südafrika?

Nun lieferbar

Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist: rassistisch und antidemokratisch. (…) Der Autor zeigt frappierende Parallelen zwischen Südafrika und Israel auf, die er durch die Verletzung der Menschenrechte belegt. >>>


Das tragisch noch aktuelle Buch ist 1993 erschien.


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Neve Gordon, Israel´s Occupation - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Der israelisch-palästinensische Konflikt ist publizistisch bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet. „Neues“ - in Form wirklicher Kompromisse - ist seitens Israels nicht zu erwarten. Die Antwort wurde im letzten Gazakrieg in Form der schrecklichen Völkerrechts- und Menschenrechtsverstößen gegeben, welche das moralische Gewissen der Weltöffentlichkeit zwar empört haben, aber durch machtpolitischen Druck auf die Vereinten Nationen im Keim erstickt worden sind. Umso wichtiger ist das Buch von Neve Gordon, Professor für Politik und Regierungslehre an der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva, der die über 40-jährige Besatzungspolitik seines Landes detailliert beschreibt und analysiert. Obgleich akademisch ausgerichtet, wendet sich das Buch an alle, die sich noch ein Mindestmaß an Gerechtigkeitsempfinden und Menschenwürde bewahrt haben. >>>

Warum das Heilige Land auch den Palästinensern gehört
Elmar Oosterholt

 

Jonathan Cook, Israel and the Clash of Civilisations. Iraq, Iran and the Plan to Remake the Middle East - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf) In diesem Buch wird die Rolle Israels im Verbund mit den neokonservativen Kreisen in den USA bei ihrem Unterfangen unter dem Vorwand des “war on terror” untersucht, um die Macht- und Herrschaftsverhältnisse im Nahen und Mittleren Osten zu ihren Gunsten zu verändern. Sprechen nicht die folgenden Aussagen für die These von einer „Israelisierung des amerikanischen Krieges“, die Marwan Bishara aufgestellt hat? „It is no coincidence that, today, many features of the US occupation of Iraq echo features of Israel´s occupation of Palestinians. It is also not entirely accidental that in dragging the US into a direct occupation of Iraq that mirrors Israel´s own much longer occupation of the Palestinian territories, Israel has ensured that the legitimacy of both stands or falls together.”>>>

Jonathan Cook's News Archive - Clash of Civilisations >>>

Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich
von Sabine Schiffer und Constantin Wagner

Erinnern alleine reicht nicht… Auch so könnte man die Auseinandersetzung überschreiben, die die Autoren in ihrem Buch austragen. Denn offensichtlich verhindert die Erinnerungskultur um den Holocaust nicht, dass der Antisemitismus weiterlebt und neue Formen von Rassismus am Horizont aufscheinen. Etwa das Feindbild Islam. Aber gerade das Thema Islamfeindlich­keit scheint jene aufzuschrecken, die sich eingerichtet haben im Wohnzimmer der rückwärtsgewandten Betrachtung der Geschichte – ohne etwaige Erkenntnisse auf die Gegenwart zu beziehen. Dieser Prozess ist mit diesem Buch nicht mehr aufzuhalten. In fast regelmäßigen Abständen ergibt sich die Diskussion, ob die heute feststellbare Islamfeindlichkeit mit dem Antisemitismus früherer Zeiten vergleichbar sei. Meist aufgeregt und schnell unsachlich kochen die Polemiken hoch. Unvergleichlichkeitsdogmen werden formuliert, Tabus beschworen sowie vermeintliche Tabus gebrochen und mit viel Verve und vergleichsweise wenig Sachverstand an Moral und Political Correctness appelliert. All dies dient nicht der Klärung.  >>>


Buchankündigung: "Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich" von Sabine Schiffer und Constantin Wagner >>>

Buchvorstellung: "Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich" - Arne Hoffmann - In der Debatte um die Vergleichbarkeit des Judenhasses mit der Feindseligkeit gegenüber Muslimen legen Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, sowie der Soziologe und Religionswissenschaftler Constantin Wagner mit ihrem Buch Antisemitismus und Islamophobie (HWK-Verlag) eine tiefschürfende Analyse vor >>>

Ein sorgfältiger Vergleich - Sabine Schiffer und Constantin Wagner stellen Muslim- und Judenfeindschaft methodisch einander gegenüber - Thomas Immanuel Steinberg

Sensibel und Furchterregend zum Zerbersten - Rupert Neudeck zu einem Buch von Bettina Marx - "Gaza - Aus einem Land ohne Hoffnung" das alle unsere deutschen Gemein-Vorstellung von Israel-Palästina vom Kopf auf die Füße der Tatsachen stellt - - Das ist ein gewaltiges Buch, das nur beschreibt, das aus der Fülle eines engagierten Reporterlebens nur erzählt, was den Personen geschehen ist, die sie im Gaza Streifen erlebt hat. Sie hat einen Partner, den auch viele andere Journalisten hatten, den Taxifahrer Raed.
Als die israelische Armee im November 2007 einmarschiert und Beit Hanoun fast dem Erdboden gleichmacht, ist auch Raed am Ende. Er sagt der Autorin: „Das, was ich gesehen habe, hat mich wirklich verändert. Vorher war ich dagegen, dass Zivilisten getötet werden. Egal, ob Juden oder Muslime, ich war dagegen“. Inzwischen sähe er das anders:  „Wenn ich sehe, dass ein vierjähriges Kind getötet wird, dass Frauen getötet werden, dann hasse ich sie und dann wünsche ich mir, dass auch Zivilisten leiden.“ Voller Entsetzen fügt er der Reporterin der ARD hinzu: „Mein zehnjähriger  >>>

Gaza - war da was? - André Marty berichtet - Auch wenn der Gaza - Streifen keine Headlines mehr macht, die israelische de-facto-Besatzung mit all' ihren Verantwortlichkeiten aus dem internationalen humanitären Völkerrecht geht weiter. 1.5 Millionen Menschen, die zumindest Sie, die Sie diesen Blog lesen, ebenso wenig ausblenden können wie die Politiker in Jerusalem, Berlin, Bern oder etwa Washington - von Ramallah ganz zu schweigen. Soll keiner kommen und sagen: huch, davon hab' ich ja schon lange nichts mehr gelesen. (…) Marx, während fünf Jahren in Tel Aviv stationierte Korrespondentin, nennt die Dinge beim Namen, beschreibt, was es heisst, wenn die westliche Politik die israelische Besatzungspolitik stillschweigend begleitet: Oekonomisch und moralisch die Palästinenser in die Knie zwingen und die im Gaza-Streifen amtierende Hamas-Regierung zum Teufel jagen, ist ebenso zu lesen wie von israelischen Todesschwadronen die Rede ist. (…)  Gaza - Berichte aus einem Land ohne Hoffnung; Marx, Bettina; Zweitausendeins; 2009 >>>
 

Bettina Marx am 19. Mai 2009 in Berlin - Der Verlag Zweitausendeins und das Zentrum Moderner Orient (ZMO) stellen das neue Buch der Journalistin Bettina Marx (Deutsche Welle) vor: Gaza. Land ohne Hoffnung. Moderation: Katja Hermann.

2 Videos - Bettina Marx am 19. Mai 2009 in Berlin - Vortrag und Diskussion >>>

Auch: Windows Media   (186 MB) |  512Kb MPEG4  (413 MB)  |  Ogg Video - (486 MB)

Audio: Vortrag (mp3)  (57MB|  Diskussion (mp3 (36MB))

Sensibel und Furchterregend zum Zerbersten - Rupert Neudeck zu einem Buch von Bettina Marx - "Gaza - Aus einem Land ohne Hoffnung" >>>

Gaza - war da was? - André Marty berichtet >>>

Israelischer Historiker: Israels Forderung gefährlich - Der israelische Historiker Shlomo Sand hält die Forderung Israels an die Palästinenser, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, für gefährlich. Der «Frankfurter Rundschau» (Samstagausgabe) sagte Sand: «Ein Viertel der Israelis sind nicht Juden.» «Jüdisch sein» sei ein Begriff, der ausgrenzt, im Gegensatz zu «israelisch». >>>

Interview mit Shlomo Sand - "Es gibt kein jüdisches Volk" - Der israelische Historiker Shlomo Sand hält die Forderung nach einem jüdischen Staat für gefährlich. Moralisch hätten die Palästinenser ein Recht auf die Rückkehr nach Israel. - Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verlangt von den Palästinensern, dass sie Israel als jüdischen Staat anerkennen. Ist die Forderung sinnvoll? Shlomo Sand: Nein. Sie ist gefährlich und führt zu einer "Ethnokratie". Ein Viertel der Israelis sind nicht Juden. "Jüdisch" sein, ist ein Begriff, der ausgrenzt, im Gegensatz zu "israelisch". Jeder Araber in Israel ist Palästinenser und Israeli. Kommt dazu: Ein jüdisches Volk gibt es nicht. Das Judentum ist eine Religion aber keine Nation. >>>

Heiko Flottau - Die Eiserne Mauer - Palästinenser und Israelis in einem zerrissenen Land  - Heiko Flottau informiert über die geschichtlichen Hintergründe des Mauerbaus in Israel: von der bereits 1923 erhobenen Forderung des zionistischen Aktivisten Wladimir Jabotinsky, eine »eiserne Mauer« zwischen Arabern und Juden zu errichten, über den palästinensischen Widerstand gegen die jüdische Einwanderung und die 1967 entstandene neue Siedlerbewegung bis hin zu den aktuellen Konflikten um eine Zweistaatenlösung. Heiko Flottau verfolgt die Mauer zurück, bis hinter die Staatsgründung 1948, sucht nach Ursachen, Fehlern und Konsequenzen der israelischen Politik und lässt die zu Wort kommen, die betroffen sind: Israelis und Palästinenser. Eine Pflichtlektüre in Zeiten, in denen der Nahostkonflikt die Deutschen polarisiert wie selten zuvor. Hessischer Rundfunk, 24.3.09 >>>

Das Buch erschien am 12.3.2009  

Moshe Zuckermann: Sechzig Jahre IsraelMoshe Zuckermann, Sechzig Jahre Israel.  - Rezension - Dr. Ludwig Watzal - Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus - Die Frage muss erlaubt sein: War noch ein Buch zum 60. Geburtstag Israels nötig, das dann auch noch mit fast einjähriger Verspätung auf den Markt gekommen ist? Die Antwort muss Ja lauten, weil über dieses Land nicht oft genug wirklichkeitsnah geschrieben werden kann. In diesem Sinne hebt sich das Buch von Moshe Zuckermann, Professor am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU) in Tel Aviv, positiv von der zahlreich erschienen Erbauungsliteratur zum Staatsgründungsjubiläum ab. Die Lage, in der sich Israel >>>

Moshe Zuckermann: Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus. - Massada und Samson - Susann Witt-Stahl - Der Anblick des Meeres und blau-weißer Winkelemente, von dem die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstags des jüdischen Staates getragen wurden, löste nicht bei allen Israelis ozeanische Gefühle aus. Während TUI-Slogans wie »Israel ist sexy« (die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin) aufgesagt wurden, verfasste der Historiker Moshe Zuckermann eine Analyse der umfangreichen Strukturprobleme seines Landes. Was dabei herauskam, ist eine messerscharfe Ideologiekritik des Zionismus. - Zuckermann widmet sich dessen »religiös eingefärbter Identitätsgrundlage«, der Fetischisierung der Sicherheitsfrage und des Militärs, seiner Klassenhierarchie, dem »systemgewachsenen Rassismus«, der Selbstviktimisierung seiner Träger als »schießende Gewissensgequälte« und ihrer »ideologischen Unverfrorenheit«, mit der die Möglichkeit des Friedens geleugnet wird: Zionisten stellen das unterdrückerische Verhältnis der israelischen Besatzer zu den palästinensischen Besetzten als symmetrisches zu einem »Partner« dar, der angeblich zu keinem »Kompromiss« bereit sei. Deutliche Worte findet der Autor für die »heteronome Instrumentalisierung« der Shoah, die von der wachsenden Siedlerbewegung auf die Spitze getrieben wird >>>

»Israel steckt in einer Sackgasse« - Räumung besetzter Gebiete würde zu großen innenpolitischen Problemen führen. Ohne sie kein Frieden mit Palästinensern möglich. Ein Gespräch mit Moshe Zuckermann - Interview: Rolf-Henning Hintze

Reise nach Palästina

Eric Hazan


 Notizen aus Nablus, Kalkilia und Hebron - Im Sommer 2006 hat Eric Hazan die Städte Nablus, Kalkilia und Hebron im Westjordanland besucht. Aus dem Französischen übersetzt von Sophia Deeg und mit einem Vorwort von Michael Warschawski ist sein Reisebericht bei der Hamburger Edition Nautilus erschienen. Auf knapp hundert Seiten gewährt der Autor unter Verzicht auf Pathos und Polemik gerade durch seine nüchterne und dennoch zugewandte Schilderung einen erschütternden Einblick in die Lebensbedingungen der Palästinenser. >>>



Shehadeh, Raja
STREIFZÜGE DURCH PALÄSTINA

Notizen zu einer verschwindenden Landschaft

Raja Shehadeh hat im April 2008 für dieses Buch den renommierten britischen "Orwell-Preis" erhalten. (Die Jury, die ihm diesen Preis zugesprochen hat, bestand aus: Annalena McAfee, Guardian Weekly/Albert Scardino, Pulitzer-Preisträger/John Tusa, BBC-World Service). Seit 25 Jahren durchwandert der bekannte Schriftsteller und Menschenrechtsanwalt Raja Shehadeh seine Heimat Palästina. >>>

Audio - Raja Shehadeh: "Streifzüge durch Palästina."

Felicia Langer
Um Hoffnung kämpfen

Kein Frieden in Nahost: Sie möchte jedoch dem Hass eine Kraft entgegensetzen, die Liebe, die sie selbst erfahren hat. Sie ist erfüllt von Hoffnung. Einer Hoffnung, für die gestritten werden muss, gegen das Unrecht. In diesem sehr persönlichen Buch schildert Felicia Langer, was sie bestärkt, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen. >>>


Larnuv Taschenbuch 345 Originalausgabe mit Abbildungen ca. 144 Seiten
ca. 9,90 € [D], 1
ISBN 978-3-88977-688-4

Um Hoffnung kämpfen - Dr. Ludwig Watzal - „Der Weg der Gewalt, den Israel mit der Unterstützung der westlichen Regierungen geht und für den einzig richtigen hält, führt in den Abgrund.“ Dieses Resümee zieht Felicia Langer am Ende ihres Buches, das eine sehr persönliche Bestandsaufnahme ihres politischen Engagements in Deutschland darstellt >>>

Unteilbarer Humanismus - Felicia Langer hat ein eindringliches Buch zum israelisch-palästinensischen Konflikt geschrieben - Werner Ruf - Um Hoffnung kämpfen« ist wohl das persönlichste Buch, das die in Tübingen lebende israelische Rechtsanwältin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Felicia Langer geschrieben hat. >>>

Interview - Kein Platz unter der Sonne - Im Gespräch - Die israelische Autorin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer über einen Krieg, der die Palästinenser zur völligen Kapitulation zwingen soll - FREITAG: Ist die Lage in Gaza vergleichbar mit der im Libanon nach der israelischen Intervention im Sommer 1982, als die PLO in Beirut genauso eingekesselt war wie jetzt Hamas in Gaza? FELICIA LANGER: Die Situation ist deshalb anders, weil die Kontrahenten auf Seiten der Palästinenser viel schwächer sind, als das damals für die PLO in Beirut zutraf. Außerdem gibt es im Gaza-Streifen eine Zivilbevölkerung von anderthalb Millionen Menschen, die seit Monaten unter einer Blockade leben und fast nichts mehr haben: keine Nahrung, kein sauberes Wasser, keine Medikamente. Die Lage für Gaza ist derzeit viel schlimmer als 1982 in Beirut.

Um Hoffnung kämpfen, so lautet der Titel von Felicia Langers jüngstem Buch. - Helgard Barakat - Es leuchtet in flammendem Rot, und genauso flammend ist ihr ungebrochenes Engagement für ihre selbst gewählte Lebensaufgabe: einen gerechten Frieden im Nahen Osten. Ungebrochen trotz zeitweilig widriger Umstände, weil es auf einem unerschütterlichen Fundament steht: einem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn, einer ausgeprägten Mitleidensfähigkeit, ihrer persönlichen Lehre aus den Erfahrungen des Holocaust: nicht wegschauen, nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht, - und einer großen Portion Zivilcourage. Deswegen stritt sie 23 Jahre als Rechtsanwältin vor israelischen Gerichten für die Rechte ihrer palästinensischen Mandanten und dokumentierte als erste die systematischen  Menschenrechtsverletzungen, denen sie begegnete, und machte sie publik. Seit mehr als 18 Jahren setzt sie sich in Deutschland unermüdlich für die Rechte des palästinensischen Volkes auf einen gerechten Frieden ein, durch Reden, Vorträge, Interviews, Diskussionsbeiträge und durch Bücher >>>

Rezension „Um Hoffnung kämpfen“ – Felicia Langer – 18.12.2008 – Schwäbisches Tagblatt - Ulrike Pfeil - Felicia Langer braucht man in Tübingen nicht mehr vorzustellen: Sei fast zwei Jahrzehnten lebt die frühere israelische Menschenrechts-Anwältin, die couragierte Verteidigerin zahlreicher Palästinenser vor israelischen Gerichten, in Tübingen. Sie erhielt dafür den Alternativen Nobelpreis und andere Auszeichnungen; sie erhob als moralische Autorität immer wieder die Stimme, wenn es um Bedingungen eines Friedens im Nahen Osten ging; sie hat in mittlerweile fünf Büchern als Gründübel der Friedlosigkeit der Beginn  die israelische Besetzungs- und Landnahme-Politik angeprangert. Und man konnte sich fragen, woraus sie, inzwischen selbst hoch in den Siebzigern, ihre Energie schöpfte.

Ihr jüngstes Buch gibt darauf eine Antwort. Es ist wohl ihr persönlichstes, denn es beginnt mit einer privaten Feier, ihrer Goldenen Hochzeit mit ihrem Mann Miecin Langer. Er fasst eine Liebe in Worte, die in Polen noch unter dem Eindruck des Holocaust begann, in beide viele ihrer Angehörigen verloren hatten und sie selbst bittere Erfahrungen im Exil und im KZ machten.

Das Buch resümiert Reden, Auftritte, Interviews, Protestaktionen der letzten Jahre, auch Anfeindungen und Hetzkampagnen, denen Felicia Langer sich aussetzte. Die Geschichte der politischen Ereignisse in Israel und Palästina, der Krieg im Libanon und im Irak sind eingebettet in anrührende Zeugnisse der Zuneigung und Wärme innerhalb der Familie, im Freundeskreis. Die unbedingte Solidarität mit Leidenden erwächst aus dieser gelebten Empathie. Sie ist emotional – mit Absicht und aus guten Gründen. -- Ulrike Pfeil

 

Muslim-Markt interviewt Felicia Langer, Menschenrechtsanwältin, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Ehrenbürgerin Nazareths - MM: Frau Langer, seit über 40 Jahren engagieren Sie sich dafür, Brücken zu bauen zwischen Israelis und Palästinensern für ein friedliches Miteinander basieren auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Was empfinden Sie angesichts der Ereignisse der letzten Tage? Langer: Ich empfinde Empörung, sehr viel Mitleid, so viel Mitleid, dass ich an die Grenzen meiner Kräfte komme. Am meisten empfinde ich Empörung gegen die israelische Aggression, eine mörderische Aggression, die bedauerlicherweise derart extrem geduldet wird, dass selbst ich das Ausmaß der Duldung dieser Aggression nicht erwartet habe. >>>

Hajo G. Meyer

Tragisches Schicksal
Das deutsche Judentum und die Wirkung historischer Kräfte.

Eine Übung in angewandter Geschichtsphilosophie
248 S., 29,80 €, kart., ISBN 978-3-86596-174-7

Zum Inhalt - Welche historischen Kräfte gibt es und wie wirken sie? Wird durch ihr Wirken die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert verständlich? Waren die deutschen Juden nur ein Spielball der Geschichte oder haben sie diese auch aktiv beeinflusst? Hajo G. Meyer nähert sich diesen Fragen mit naturwissenschaftlicher Logik. Auf der Grundlage einer geschichtsphilosophischen Theorie der historischen Kräfte zeigt er, dass diese sowohl psychologischer als auch materieller Art sein können und veranschaulicht ihre Wirkungsweise. Er erläutert so die historischen Zusammenhänge, die zunächst zur Emanzipation der deutschen Juden, letztlich aber auch zum Holocaust geführt haben.

Fachgebiet  Judaistik, Geschichte   - 248 S., 29,80 €, kart., ISBN 978-3-86596-174-7

Hajo G. Meyer, Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus. Versuch einer Begriffsbestimmung, Frank & Timme, Berlin 2009, 79 Seiten, € 12.80. - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf) In den USA und Teilen Westeuropas findet seit Jahren eine „Hexenjagd“auf Kritiker(innen) der israelischen Regierungspolitik statt. Sollte in den USA der „Hate Crimes Prevention Act“ durch den US-Kongress verabschiedet werden, würde jede Kritik am israelischen Regierungshandeln kriminalisiert. Die freie Meinung wäre dann im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ perdu. Das jüngste Beispiel öffentlichen Mobbings ist Charles Freeman, ein ehemaliger USBotschafter in Saudi-Arabien und China, der für den Job des Geheimdienstkoordinators vorgesehen war. Als dies öffentlich wurde, begann eine beispiellose Verleumdungskampagne, sodass Freeman auf die Ernennung verzichtete. In einer öffentlichen Erklärung schrieb er über die Methoden dieser „Hexenjagd“: „Die Taktiken der Israel-Lobby stellen Höhepunkte der Schande und Unanständigkeit dar, sie schließen Rufmord ebenso mit ein wie selektive falsche Zitate, vorsätzliche Verfälschung der Fakten, Fabrikation von Unwahrheiten und vollkommene Missachtung der Wahrheit.“ Prominentestes Opfer aus dem akademischen Bereich ist Norman G. Finkelstein >>>

Neu - Checkpoint Huwara

Israelische Elitesoldaten und palästinensische Widerstandskämpfer brechen das Schwei
gen


Karin Wenger, Kai Wiedenhöfer

Die Gewaltspirale im Nahen Osten dreht sich seit Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 immer schneller. Der Konflikt polarisiert wie kein anderer. Wahrgenommen werden jedoch vor allem jene Ereignisse, die Schlagzeilen machen: palästinensische Selbstmordanschläge, israelische Militärinvasionen und gescheiterte Friedensverhandlungen. In Checkpoint Huwara lässt Karin Wenger israelische und palästinensische «Helden» von ihrem Alltag erzählen. >>>


buchcoverViola Raheb - Nächstes Jahr in Bethlehem - Notizen aus der Diaspora - Mit einem Vorwort von Rafiq Khoury, Jerusalem - Die Stationen dieses Buches spiegeln die verschiedenen Facetten des neuen Lebens der Autorin in der Diaspora wider. Dazu gehört zum einen das Reisen zwischen den Welten, durch die Diaspora ist das Unterwegssein noch stärker zu einem integralen Teil ihrer Existenz geworden. Eine andere Facette liegt in ihrem neuen Blick auf die Heimat, durch die Erfahrungen der Diaspora und durch den Abstand. Blicke von innen wie außen auf die alte Heimat und die neue Heimat machen das Buch zu einer spannenden Lektüre. Viola Raheb wuchs in Betlehem auf. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studierte sie Pädagogik und Theologie. Im deutschsprachigen Raum ist Viola Raheb seit Ende der achtziger Jahre durch zahlreiche Workshops und Vorträge über die soziale, politische und ökonomische Situation der Palästinenser(innen) sowie durch Medienauftritte und Publikationen bekannt. Bis September 2002 war sie die Schulrätin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und Palästina (ELCJ). Viola Raheb arbeitet heute als Beraterin im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und Erwachsenenbildung.Sie lebt mit ihrem Mann, dem Musiker Marwan Abado und ihrem vierjährigem Sohn Ranad in Wien. Im AphorismA Verlag erschien auch ihr erstes Buch: Geboren zu Bethlehem. Notizen aus einer belagerten Stadt >>>>

Was hat Ingeborg Bachmann mit Palästina zu tun? - Zu einem wunderbaren Buch von Viola Raheb -  Rupert Neudeck - Über Palästina, so scheint sich die Autorin Viola Raheb gesagt zu haben, ist eigentlich alles gesagt. Alles ist nur noch Wiederholung. Wenn der Prozeß des Endes der Besatzung und des sich Hin-Quälens zu dem eigenen Staat der Palästinenser noch mal so lange Zeit beansprucht, werden die Autoren immer kleinere Texte schreiben. Am Ende werden sie mit Gedichten enden. Das Büchlein der Viola Raheb hat 116 prall gesättigte Seiten und ist eines der ehrlichsten, das wir uns in Deutschland wünschen können. Dass ihn eine palästinensische Österreicherin geschrieben hat, wird uns nicht stören >>>

Der Historiker Tom Segev rechnet mit dem zionistischen Gründungsmythos ab - Gespalten seit Anbeginn - Ludwig Watzal - pdf  (...)  Israel ist für Segev eine „Erfolgsgeschichte“, aber mit einer brutalen Kehrseite: der Tragödie der Palästinenser. Die Existenz dieses Landes beruhe auf einer bestimmen Geschichtsauslegung, und zwar der zionistischen. Bis zur Freigabe der Archive „besaß Israel eine nationale Mythologie“. Erst seit diesem Zeitpunkt konnte eine wirkliche Geschichtsschreibung stattfinden. So gehört der Autor zu den „ersten“ Historikern, nicht zu den „neuen“, sofern darunter ein „revisionistischer“ verstanden wird. Der absurde Vorwurf des „postzionistischen Selbsthasses“ trug Segev folgende historische Selbstverständlichkeit ein: „Israel trägt durchaus eine Mitschuld an der Tragödie der palästinensischen Flüchtlinge; es hat nicht alle Chancen genutzt, mit den arabischen Nachbarn Frieden zu schließen, und die Regierung hat bisweilen tatsächlich Neueinwanderer aus den arabischen Ländern diskriminiert.“ >>>>

Historiker Segev- Erfolgsgeschichte Israels ein "Mythos" - Der israelische Journalist, Historiker und Buchautor Tom Segev hat am Montag im Jüdischen Museum in Wien die erste deutschsprachige Auflage seines Buches "Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates" präsentiert. Die sechzigjährige israelische Erfolgsgeschichte bezeichnete er darin als "Mythos" und verwies auf die Schwierigkeiten der Kulturenvielfalt.

Der fatale Verlust von Visionen - Tom Segev in einem Interview über einen anormalen Normalzustand, israelische Identität, die Hamas und Korruptionsaffären - Mit seinem Buch »1949. The First Israelis« löste der israelische Historiker Tom Segev 1986 eine Entmythologisierung der Gründungsgeschichte Israels aus. Der regierungsoffiziellen, ideologisch motivierten Geschichtsdarstellung widersprechend, entfesselte er in Israel einen Historikerstreit, der bis heute anhält.
Nach 22 Jahren und rechtzeitig zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels ist sein Werk nun auf Deutsch unter dem Titel »Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates« (Siedler, 416 S., geb., 24,95 EUR) erschienen.
  (...) Prominente Juden wie der Dramatiker Harold Pinter oder Bella Freud, die Urenkelin von Sigmund Freud, lehnen es ab, das Jubiläum eines Staates zu feiern, der »ethnische Säuberungen« betreibe und den Palästinensern ihre Menschenrechte und nationalen Hoffnungen verweigere >>>

Brücken zu Palästina - Eine innerjüdische Kritik an der Politik Israels - Rolf Verleger, Psychologieprofessor in Lübeck und Mitglied im Direktorium des Zentralrates der Juden in Deutschland ist ein profilierter Kritiker der israelischen Politik. Im Sommer 2006 forderte er den Zentralrat zu einer kritischen Distanz gegenüber Israels Kriegsführung im Libanon auf. Danach initiierte er mit 70 anderen jüdischen Erstunterzeichnern die Erklärung "Schalom 5767" (benannt nach dem Jahr 2006/2007 im jüdischen Kalender). Es ist ein Appell an die Bundesregierung, sich für einen dauerhaften Frieden in Israel/Palästina einzusetzen und den Boykott der Hamas-Regierung zu beenden.

ISRAELS IRRWEG  - Eine jüdische Sicht
Rolf Verleger

„Das Judentum, meine Heimat, ist in die Hände von Leuten gefallen, denen Volk und Nation höhere Werte sind als Gerechtigkeit und Nächstenliebe.“ Mit seinem Buch möchte Rolf Verleger einen Beitrag dazu leisten, dass sich dies ändert. Er beschreibt seine jüdischen Wurzeln als persönlichen Hintergrund und umreißt die Geschichte des Zionismus. Sodann diskutiert er die Frage, was es heute angesichts der schwindenden Bedeutung von Religiosität heißt, Jude zu sein. Problematische Ersatzidentitäten sieht er im Nationalismus und im bloßen Anti-Antisemitismus. Als Alternative stellt er die von ihm initiierte Aktion »Schalom 5767« vor, mit der die Bundesregierung zum Umdenken in der Palästinafrage aufgefordert wurde. Er setzt sich mit dem Vorwurf auseinander, Kritik an Israel habe von vornherein und unbesehen als »antisemitisch« zu gelten, und dokumentiert abschließend einige Auseinandersetzungen, die er über diese Fragen zu führen hatte."

Dies Buch ist bereits bestellbar und ab 16. April lieferbar, passend zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels am 8.Mai 2008.        ISBN 978-3-89438-394-7.  Preis 12,90 €.           

Inhalt >>>

Israels Irrweg - Eine jüdische Sicht - Rolf Verleger - Eine Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Rolf Verleger wurde durch die Veröffentlichung seines Briefes an den Vorstand des Zentralrates der Juden in Deutschland (ZJD) über Nacht landesweit bekannt. Darin kritisierte er die bedingungslose Unterstützung der „israelischen Gewaltpolitik“ im letzten „Libanonkrieg“ 2006 durch den ZJD. Eine weitere These lautet: „Das Judentum, meine Heimat, ist in die Hände von Leuten gefallen, denen Volk und Nation höhere Werte sind als Gerechtigkeit und Nächstenliebe.“ Mit „Israels Irrweg“ möchte Verleger, Professor für Psychologie am Universitätsklinikum in Lübeck und Mitglied im Direktorium des ZJD, einen Beitrag dazu leisten, dass sich dies ändert. Das Buch gliedert sich in drei Teile: „Wisse, woher Du kommst…“, „… und wisse, wohin Du gehst …“, „… und vor wem Du zukünftig Rechenschaft ablegen musst“. Diese Fragen beantwortet der Autor vor dem Hintergrund der jüdischen Ethik wesentlich überzeugender als viele andere. Der Autor weist auf den grundsätzlichen Widerspruch zwischen Judentum und Zionismus hin. In ihm sieht er auch die unbeantwortete Frage nach der jüdischen Identität, die er für das Wesentlichste hält. Die Politik Israels raube dem Judentum seine Seele und Identität. Ähnlich argumentierte kürzlich Avraham Burg. >>>

Frieden mit den arabischen Nachbarn machen - Rezension von "Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht." von Rolf Verleger - Anis Hamadeh - Das Beziehungsgeflecht zwischen Deutschland, Juden, Israel, Palästinensern, Muslimen und Arabern ist komplex und birgt ein Konfliktfeld auf mehreren Ebenen. Wer eine fundierte und dabei gut lesbare Einführung in dieses Thema sucht, dem sei die Neuerscheinung von Professor Verleger aus Lübeck empfohlen. "Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht" fasst die Problematik auf 160 Seiten kompakt zusammen.  >>>

Ein Buch wie eine Konterbande. - Rupert Neudeck - Reiner Explosivstoff, aber ein Zündstoff der Menschlichkeit. Der Autor legt in einem ersten Teil die Wurzeln seiner jüdischen Identität frei, die zugleich die Tradition seines Glaubens sind. Die Grundsätze, nach denen „Juden, so gut es ging, seit Hillel und Rabbi Akiwa, jahrtausendelang gelebt und gehandelt“ hatten. >>>

Buchcover: 'Es war einmal ein Land' von Sari Nusseibeh
Es war einmal ein Land
ein Leben in Palästina

Sari Nusseibeh

Buchrezension Sari Nusseibehs Erinnerungen an sein Leben in Palästina bietet eine weit über die Beschreibung des eigenen Lebens hinausgehende Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts, das sich als facettenreiches Zeitbild liest. Andreas Pflitsch hat das Buch gelesen. >>>

Bettina Marx über: "Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina" >>>


Hauptstadt der Verrückten >>>

Islam für Kids  - Anis Hamadeh

Entdecke die islamische Kultur und Religion in all ihren Facetten!

Viel hört man in der letzten Zeit von „dem Islam“ und jeder meint, darüber Bescheid zu wissen. Doch gibt es überhaupt „den“ Islam? Welche Kulturen verbergen sich dahinter und was für Menschen glauben an den Gott der Muslime? Ist der Koran mit der Bibel zu vergleichen und was macht man in einer Moschee? Du willst es genauer wissen? Dann folge Anis Hamadeh, denn er nimmt dich mit auf eine aufregende Reise und zeigt dir die Welt des Islam. mehr >>> (pdf)

2007, Paperback - 345 Seiten, Format 17,0 x 24,0 cm - ISBN 978-3-8266-8638-2 - € 17,95

Anis Hamadeh -  Islam für Kids - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - NZZ - Angesichts der wachsenden Islam-Phobie erscheint das Buch "Islam für Kids" gerade zur rechten Zeit >>>


Rezension - Anis Hamadeh -  Islam für Kids - Dr. Ludwig Watzal - (pdf) - Der Islam ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ins Gerede gekommen. Besorgniserregend sind die zunehmenden Spannungen zwischen der islamischen Welt und der im Westen grassierenden Islam-Phobie. „Islam für Kids“ erscheint somit gerade zur rechten Zeit. Eigentlich für Kinder ab Zwölf Jahren geschrieben, eignet es sich auch für Erwachsene als verständliche Einführung. Insbesondere ihnen mangelt es an verständlichem Basiswissen über den Islam. Der Westen kann sich Unkenntnis, Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber der muslimischen Welt nicht länger leisten, wie Udo Steinbach, ehemaliger Direktor des Orient-Instituts in Hamburg, in seinem Vorwort schreibt. Was wissen die aufgeklärten westlichen Gesellschaften eigentlich über die zweitgrößte Religionsgemeinschaft - „den Islam“? Gibt es überhaupt „den“ Islam, oder ereifern sich Politik, Medien und Öffentlichkeit an einem „Feindbild Islam“? Die Dämonisierung dieser Religionsgemeinschaft und ihrer Gläubigen nimmt zum Teil groteske, ja bisweilen obsessive Züge an. >>>

Qantara.de - Buchtipp "Islam für Kids" - Jugendbuch gegen Klischees und Vorurteile



Israel, die Palästinenser und der Westen - Unkonventionelles zum Nahostkonflikt
- Ludwig Watzal -  Publikationen, die sich kritisch mit der Politik Israels und des Westens im Nahostkonflikt auseinandersetzen, haben im Augenblick keine Konjunktur. Insbesondere seit dem «Friedens»-Gipfel im amerikanischen Annapolis ist Harmonie angesagt. Dazu tragen die zwei hier anzuzeigenden Bücher wenig bei. Israel-Kritik unter ... >>>    
Auch >>> pdf


 
Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?


Vorwort von Hajo Meyer.

"Diese unsere verantwortlichen Politiker hoffentlich aufrüttelnde Dokumentation von Ellen Rohlfs ist allein mit der Absicht schlimmeres zu verhindern und mit dem großen Wunsch geschrieben worden, einen Weg zum Frieden zwischen beide Völkern zu finden"

Selbstverlag - Preis 10€ mit Versand                Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de

Ilan Pappe's Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" - Rezensionen >>
 

Ilan Pappe - Die ethnische Säuberung Palästinas - Ludwig Watzal - »In vielerlei Hinsicht tragen israelische Wissenschaftler zur Enthumanisierung der Palästinenser bei«, so Pappe in einem Interview vom 19. Juni 2002. Nach Großbritannien ins Exil sind bereits einige Kritiker der israelischen Besatzungspolitik gegangen, und ihre Bücher können nur dort erscheinen. Großbritannien scheint immer noch ein Hort der Freiheit und Liberalität zu sein, im Gegensatz zu den USA, die sich auf dem Weg in einen Polizeistaat befinden. Die Kampagne, die gegen Pappe seit Jahren läuft, wird u. a. von seinen eigenen Kollegen geführt. Ihnen sind Pappes historische Forschungen und seine politischen Überzeugungen ein Dorn im Auge. Mit dem vorliegenden Buch stellt sich der Autor quer zur herrschenden Meinung in Israel >>>.

 

Respekt . Die Achse der Gerechten sagt der Achse des Guten was Antisemitismus ist -  Geister der Gegenwart- Till Tolkemitt von 2oo1

Rede von Ilan Pape >>>

Bestelladresse: service@zweitausendeins.de

Checkpoint WatchYehudit Kirstein Keshet
Checkpoint Watch

Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästin
Mit einem Vorwort von Amira Hass
Aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Vestring

Checkpoint Watch ist eine Organisation israelischer Frauen, die die Vorgänge an den Kontrollposten innerhalb der Palästinensergebiete und nach Israel beobachtet, in kritischen Fällen vermittelt und Rechtsverletzungen publik macht. Checkpoint Watch ist praktizierte Zivilcourage und Anwendung universeller Menschenrechte. Das Buch kombiniert Augenzeugenberichte mit der Analyse einer absurden Bürokratie, die den Palästinensern unter der Militärbesatzung ein menschenwürdiges Leben unmöglich macht. Daraus entsteht ein kritisches Bild der israelischen Gesellschaft >>>


Rezension: Ludwig Watzal - Ohne die mutigen Frauen von „MachsomWatch“ würden die Menschenrechtsverstöße aus dieser Krisenregion untergehen in einer Flut von grausamen Meldungen.
Die Protokolle der Frauen sind detaillierte und erschütternde Zeugnisse eines Besatzungsregimes, das seinesgleichen unter der Sonne des 21. Jahrhunderts sucht.
MachsomWatch wurde 2001 von Ronnie Jäger, Adi Kunstmann und Yehudit Keshet als Reaktion auf die zahlreichen willkürlichen Menschrechtsverletzungen durch das israelische Militär an den Kontrollpunkten gegründet. mehr >>>

Genau hinsehen Wissen, was passiert: Israelische Frauen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen -  Gerda Kruss - Machsom Watch« heißt »Kontrollposten-Beobachtung« und ist der Name einer Nichtregierungsorganisation israelischer Frauen. Die Aktivistinnen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen des Militärs an den Kontrollposten in den besetzten palästinensischen Gebieten. >>>


Idith Zertal,Akiva  Eldar - Die Herren des LandesDie Herren des Landes. - Israel und die Siedlerbewegung seit 1967 - Idith Zertal, Akiva Eldar -

Wie sich Israel zur Geisel extremistischer Siedler gemacht hat - Claudia Kühner  Eine Historikerin und ein Journalist legen eine grosse Studie über die israelische Siedlerbewegung vor. Sie beschreiben einen Rechtsstaat, der seine Prinzipien verrät.Eine «aufgeklärte Besetzung» stellte sich Israel vor, nachdem es 1967 Westjordanien, die Golanhöhen, den Gazastreifen und den Sinai erobert hatte. Vierzig Jahre und Abertausende von Toten später verbieten sich solche Worte. Was die Palästinenser in diesen Gebieten erleiden, ist eine endlose Abfolge von Landnahme, Willkür, Enteignung, Vertreibung, Zerstörung, Kollektivstrafen und willkürlichem Tod.

Sabine Schiffer - Die Darstellung des Islams in der Presse

"Sabine Schiffers breit angelegte Untersuchung über die Darstellung des Islams in der deutschen Presse zeigt, „wie Fakten lügen können und dass auch renommierte Medien den antiislamischen Rassismus salonfähig machen“ (S. 226). Damit reiht sie sich nicht nur in die wenigen medienkritischen Arbeiten zu eben diesem Thema [1] ein, nein sie stellt vielmehr ein wichtiges Zwischenergebnis bisheriger Forschungen dar, geht über diese aber noch hinaus, weil die ermittelten Resultate sowohl in Bezug auf die Islamdarstellung relevant sind als auch allgemeine pressemediale Strategien und deren potentielle Wirkung auf die Rezipienten aufzeigen. Gleichzeitig präsentiert Sabine Schiffer zahlreiche Ansatzpunkte für weiterführende Analysen, um nicht selbst zu voreiligen Pauschalisierungen zu gelangen (z.B. S. 75, 102, 137f., 223). Ihr erklärtes Ziel ist „die Begründung einer linguistisch und erkenntnistheoretisch fundierten Theorie, die es ermöglicht, Fehldarstellungen und ihre potentielle Wirkung zu ermitteln“ (S. 32)." mehr >>>

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?

Vorwort von Hajo Meyer.

"Diese unsere verantwortlichen Politiker hoffentlich aufrüttelnde Dokumentation von Ellen Rohlfs ist allein mit der Absicht schlimmeres zu verhindern und mit dem großen Wunsch geschrieben worden, einen Weg zum Frieden zwischen beide Völkern zu finden"

Selbstverlag - Preis 10€ mit Versand  - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
Sonderseite: Ellen Rohlfs >>>

Politische Symbiose - Von Knut Mellenthin - Die Pro-Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten versteht sich US-patriotisch. Der US-Senat verwahrt sich gegen jeden Druck auf Israel

Rezension von Dr. Ludwig Watzal - John J. Mearsheimer/Stephen M. Walt, Die Israel Lobby. Wie die Amerikanische Aussenpolitik beeinflusst wird. Schon die Vorgeschichte und die Reaktionen auf die Veröffentlichung des Essays „The Israel Lobby“ können als Bestätigung für die Thesen der Autoren gelten.  >>>

Video - Israel Lobby - Amerika wird von Israel regiert >>>

»Die Israel-Lobby« - Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird

Historiker Judt - "Es gibt es eine Israel-Lobby in USA" - Robert Misik - Die Autoren Mearsheimer und Walt haben eine nötige Debatte in Gang gesetzt, meint Historiker Judt. Nun werde diskutiert, ob sie Antisemiten sind - und nicht, ob sie Recht haben.

Weitere Besprechungen >>>

Diskussion um John Mearsheimer und Stephen Walt >>>

Yakov M. Rabkin, A Threat From Within.

A Century of Jewish Opposition to Zionism. Translation

from French by Fred A. Reed with Yakov M. Rabkin, Fernwood Publishing/Zed Books, Winnipeg-  London 2006, 261 Pages, L 17.95.



A Threat From Within. A Century of Jewish Opposition to Zionism - Rezension von Dr. Ludwig Watzal

War Texts
Herausgeber
 Haimo L. Handl

 

Rezensionen:

Zwischen allen Stühlen

War Texts

Buchinformationen (pdf)

 

 

Stimmen israelischer Dissidenten
Sophia Deeg/Michèle Sibony/Michael Warschawski (Hrsg) -
Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf) Der israelisch-palästinensische Konflikt hat sich in den letzten Jahren zugespitzt und erschreckende Dimensionen erreicht. Kritische Stimmen in Israel, den USA oder in Europa, die diesen völker- und menschenrechtlichen Skandal anprangern, werden mit dem Vorwurf des „jüdischen Selbsthasses“ oder des „Antisemitismus“ überzogen und versucht, dadurch mundtot zu machen. Trotz dieser grotesken Vorwürfe gibt es noch einige Israelis, die ihre Regierung heftig kritisieren. Davon legt der vorliegende Band ein beeindruckendes Zeugnis ab. Die „abweichenden Meinungen“ beschäftigen sich mit der Politik und Kultur der israelischen Gesellschaft und der Regierung >>

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