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 Montag, 20. Mai 2013 - 11:11

Rede von Prof. Dr. Norman Paech anlässlich der Gedenkveranstaltung zum - 65. Jahrestag der Nakba  - Berlin, 15. Mai 2013 (im Maritim-Hotel) - Sehr geehrter Herr Botschafter, lieber Herr Abdel Shafi, Exzellenzen, meine Damen und Herren, wenn an diesem Tag ein Deutscher gebeten wird, zu Ihnen zu sprechen, so hat das nicht nur mit dem Ort Berlin, an dem sie derzeit leben und arbeiten, zu tun. Sondern dies ist auch ein Ort der notwendigen Erinnerung. Von ihm ging ein Aggressionskrieg aus, der die Völker der Nachbarstaaten in die Katastrophe stürzte, und ein Völkermord, der Sinti und Roma sowie die Juden nicht nur in Deutschland selbst, sondern in der ganzen Welt vernichten sollte – eine Katastrophe, die weder von den Opfern noch von den Tätern bis jetzt überwunden werden konnte. Erinnern und Gedenken ist uns zur Pflicht geworden. Nicht nur am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und des Sieges über den Faschismus, sondern an vielen Tagen im Jahr. Sie zwingen uns, die Augen vor der Wahrheit zu öffnen, so schmerzhaft das sein kann. Sie zwingen uns täglich, die Lehren aus diesen Katastrophen zu ziehen, nicht nur, dass sie sich nicht wiederholen, sondern dass wir Wege öffnen zu einem friedlichen, produktiven und solidarischen Zusammenleben. Wir wissen um die Schwierigkeiten des Erinnerns, wir müssen besonders sorgfältig damit umgehen.

Israel hat zahlreiche Tage des Gedenkens und Erinnerns. Gestern, der 14. Mai, galt der Proklamation Israels durch Ben Gurion im Jahr 1948. Staatsgründungen sind in den vergangenen Jahrhundert vor allem Ereignisse der Befreiung, der Erfüllung nationaler Identität und der Beendigung gewaltsamer Kämpfe um die Unabhängigkeit und Selbständigkeit gewesen – Anlass großer Feiern, so auch alljährlich in Israel. Allerdings entsprach dieses Datum nicht dem Fahrplan und dem Konzept der UNO, wie sie es in der Teilungsresolution von 1947 vorgesehen hatte. Die einseitige Entscheidung stürzte den neugegründeten Staat sofort in einen Krieg mit seinen Nachbarn, den beide Seiten nur in einen zeitweiligen Waffenstillstand, nicht aber in einen dauerhaften Frieden vertrauensvoller Nachbarschaft umwandeln konnten. Der andere Staat wurde nie gegründet, seine Bevölkerung kolonisiert, enteignet und unterdrückt.

Vor kurzem erinnerte sich Israels Präsident Shimon Peres anlässlich des in Israel gefeierten „Unabhängigkeitstages“ „wie alles begann. Der ganze Staat Israel ist ein Millimeter des ganzen Mittleren Ostens. Ein statistischer Irrtum, unfruchtbares und enttäuschendes Land, Sümpfe im Norden, Wüste im Süden, zwei Seen, einer tot und ein überschätzter Fluss. Keine natürlichen Ressourcen außer Malaria. Es war nichts hier. Und nun haben wir die beste Landwirtschaft in der Welt? Das ist ein Wunder: ein Land geschaffen durch Menschen.“ (Maariv, 14. April 2013)

Das ist der alte zionistische Mythos vom Land ohne Volk, welches erst die jüdischen Siedler zum Leben erweckt haben. Wenn der erste Mann im Staat Israel, Simon Peres, dieser Lüge –„Es war nichts hier“- auch noch im Jahr 2013 anhängt, so können wir das nur als die offizielle Bestätigung und Rechtfertigung der Vertreibung und ethnischen Säuberung verstehen. Sie begann bereits vor 1948, setzte sich nach 1948 und 1967 fort und dauert bis heute an. Die Leugnung eines autochthonen palästinensischen Volkes zieht sich wie ein roter Faden durch die über hundertjährige Geschichte zionistischer Kolonisierung. Sie wird immer wieder offen ausgesprochen, ob von Golda Meir oder Benjamin Netanjahu und Avigdor  Liebermann, und findet hier ihr hässliches Echo in Stellungnahmen der Deutsch-Israelischen  Gesellschaft. (Brief der Vorsitzenden Bärbel Ill der DIG Stuttgart an den Deutschen Evangelischen Kirchentag v. 12. April 2013).  >>>

 

Am Nakba Tag auf der Strasse 60 von Al Masara nach Bethlehem


 

Wir verlangen Anerkennung und Gerechtigkeit - Joharah Baker - In dieser/letzter Woche  gedenken die Palästinenser der Nakba, der Katastrophe, die über das palästinensische Volk kam, als Israel gegründet wurde.  Jedes Jahr hängen Palästinenser Transparente auf, die auf das Recht der Rückkehr hinweisen; sie tragen die alten Schlüssel, die ihre Heimat symbolisieren, die sie verlassen mussten und zu der sie nicht zurückkehren können. Die Schlüssel erinnern an das Palästina, das sie vor 65 Jahren verloren haben.

Dieses Jahr wird es nicht anders sein. An jedem 15. Mai erinnern Palästinenser an ihre Katastrophe und verlangen Gerechtigkeit. Sie verlangen, dass denen das Recht der Rückkehr gewährt wird, die tatsächlich über Nacht zu Flüchtlingen gemacht und zu einem Leben verurteilt wurden, das sie nicht gewählt haben. Aber mehr als alles andere  verlangen sie die Anerkennung der Tragödie, der sie ausgesetzt sind, die aber von Israel geleugnet wird, dass sie je geschah oder noch schlimmer, dass sie sie selbst verschuldet hätten.

Es sind 65 Jahre her, dass Israel 1948 gegründet wurde, was bedeutet, dass diejenigen, die ins Exil geworfen wurden und jetzt entweder sehr alt sind oder schon längst verstorben sind. Es sind nur noch wenige, die die Nakba durchmachten, und nur noch wenige, die sich an die wenigen kostbaren Erinnerungen z.B. eines kleinen Gartens vor ihrem Haus in Jaffa klammern oder an den salzigen Geruch des Meeres in ihrem Stadtteil in Haifa. Wir übrigen sind entweder die Nachkommen dieser Flüchtlinge oder gewöhnliche Palästinenser, die das Gefühl haben, dass  die Sache der Flüchtlinge auch ihre  eigene Sache ist, weil sie sich als ein Volk empfinden.

Die Palästinenser haben eine Sache klar gemacht: Das Flüchtlingsproblem wird auch nicht mit dem letzten Flüchtling sterben. Der Verlust, die Ungerechtigkeit und die Tatsache, dass die meisten, die gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen, nicht mehr leben, wird trotzdem von der ganzen Nation empfunden.

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Was verloren wurde, ist verändert  oder zerstört  worden oder wurde von Israels Neu-Ankömmlingen übernommen. Was wir tun können, ist, am Recht der Anerkennung fest zu halten, denn die Ungerechtigkeit muss in Wort und Tat  korrigiert werden; denn Palästina wird weder von unserm Gedächtnis noch von unserm Herzen vergessen werden. Übersetzung und Zusammenfassung Martina Lauer

Joharah Baker schreibt für Media and Information Department  at the Palestinian Initiative for the Promotion of Global Dialogue and Democracy (Miftah)                  http://www.miftah.org  , Mifta, 13. Mai 2013 - (dt. Ellen Rohlfs)

 

Das Recht auf Rückkehr ist der Schlüssel zur Freiheit - Am 15. Mai wurde der 65ste Jahrestag der Vertreibung von 750 000 Palästinensern aus ihren Häusern und die Zerstörung von mehr als 500 palästinensischen Dörfern – in manchen Fällen mit Massakern- durch zionistische Streitkräfte im Jahr 1948 begangen, berichtet die Internationale Solidaritätsbewegung aus Ramallah in der von Israel besetzten Westbank. Hausdemolierungen, Landkonfiszierungen, Siedlungsausbau, militärische Besatzung, Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und das systematische Bombardieren des Gazastreifens zielen auf die ethnische Säuberung Palästinas, um den zionistischen Traum eines Grossisrael zu verwirklichen.

Palästinenser in zahlreichen Dörfern und Städten in der Westbank in Jerusalem und Gaza und in den Flüchtlingslagern in den benachbarten arabischen Ländern haben wieder ihre Recht auf Rückkehr in ihr Land und ihre historische Heimat eingefordert.

In Ramallah marschierten etwa 400 Demonstranten für das Recht auf Rückkehr der fünf Millionen Palästinenser, die als Flüchtlinge in der ganzen Welt leben.

Gegen Mittag liefen Demonstranten zum militärischen Gefängnis Ofer. Die israelische Armee verschoss die üblichen enormen Mengen an Tränengas und Gummimantelgeschosse, was bei vielen Leuten zu Erstickungsanfällen und Atemnot führte; einige Teilnehmer wurden verletzt und ein Demonstrant erhielt eine Kugel ins Bein.

In Beit Ummar blockierten Palästinenser und Internationale die Autobahn Nr. 60 kurzzeitig, die Hauptverkehrsader zwischen israelischen Siedlungskolonien im Norden und Süden der besetzten Westbank. Israelische Soldaten warfen Schockgranaten auf die Demonstranten und feuerten Gummimantelgeschosse und Tränengas. Ein Demonstrant wurde am Kopf getroffen ein anderer am Bein, und palästinensische Sanitäter behandelten beide an der Szene.

65 Jahre nach der Nakba ist das Recht auf Rückkehr absolut der Schlüssel im Kampf für palästinensische Rechte und die Freiheit der Palästinenser. Übersetzung und Zusammenfassung Martina Lauer

Right of Return still key – Nakba Day demonstrations violently suppressed by Israeli forces, Team Ramallah 15. Mai 2013, International Solidarity Movement; http://palsolidarity.org/2013/05/right-of-return-still-key-nakba-day-demonstrations-violently-suppressed-by-israeli-forces/

 

Duheisha: Widerstand im Zeichen der Nakba -  Einen Tag vor dem Jahrestag der Nakba wurde im Aussenbezirk von Bethlehem ein Erinnerungsmarsch vom Flüchtlingslager Duheisha zum Dorf Al-Khader abgehalten. Hunderte von Palästinensern aus Duheisha und der Umgebung, jung und alt, protestierten im Gedenken an die Nakba und gegen die Schliessung einer ihrer landwirtschaftlichen Strassen, die von der israelischen Armee erst vor kurzem vorgenommen wurde.

Einige der Kinder sprachen von ihren Vätern, die im Widerstand gegen die Besatzung von der israelischen Armee getötet wurden.

Als während der Demonstration einige Schulmädchen auf ihrem Heimweg an den Demonstranten vorbeiliefen, wurden sie ebenfalls mit Tränengaskanistern beschossen. Eine Schülerin wurde ohnmächtig und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die nächste Gruppe im Zielfeuer der israelischen Soldaten war die örtliche Feuerwehr, die auch mit einem Hagel von Tränengaskanistern eingedeckt wurde, als sie zur Löschung eines von Tränengaskanistern verursachten Brandes auf einem Feld ankam.

 Das Flüchtlingslager Duheisha wurde ursprünglich nur als temporäre Lösung für Nakbaflüchtlinge aus 45 Dörfern westlich von Jerusalem und Hebron errichtet.

A Steadfast Prelude to the Nakba: Duheisha resists Team Khalil, 15. Mai 2013,International Solidarity Movement Hebron; http://palsolidarity.org/2013/05/a-steadfast-prelude-to-the-nakba-duheisha-resists/

 

Vertriebene Palästinenser hoffen: "Wir werden zurückkehren"

 

Israeli archive file shows that Israel's founder tried to erase Palestinian Nakba - A new report published in the Israeli newspaper Ha'aretz describes the information found in a newly-uncovered document in the government archives, which reveals that the first Israeli government, including the first Prime Minister David Ben Gurion, worked to re-write the history of Israel's founding in 1948 to deny the fact that over 750,000 Palestinians were forcibly expelled. >>>
 

Palestinians mark 65th anniversary of Nakba

Prof. Dr. Rolf Verleger, Dipl.-Psych. - Text des nicht gehaltenen Vortrags: "Weltkrieg um Palästina - Von Lord Balfour bis John Kerry" - Spiegelsaal der deutschsprachigen Gyula-Andrássy Universität, Pollack-Mihály tér 3, Budapest, 15. Mai 2013, 18 Uhr (...)

Es gibt einen „Midrasch“, eine Erzählung, dass Gott seine Gebote unter den Völkern der Welt anbot. „Was steht denn drin?“ fragte Edom, die Nachkommenschaft Esaus. „Zum Beispiel ‚Morde nicht!‘“. „Nein, tut uns leid, können wir nicht befolgen, unserem Stammvater Esau wurde ja prophezeit, er müsse mit Hilfe seines Schwerts leben.“ Und so ging es bei anderen Völkern, jedem passte etwas nicht, mal „Du sollst nicht ehebrechen“, mal „Du sollst nicht stehlen“. Nur das Volk Israel sagte: „Wir werden hören und es befolgen“.

Das heißt, Israel wählte sich Gottes Gesetz und Moral, und dadurch wurde es zum „auserwählten Volk“ – eine Wahl auf Gegenseitigkeit. Das jüdische Volk war über Jahrtausende stolz darauf, Träger von Gottesfurcht und Moral zu sein: Auserwählt von Gott, weil es sich seinerseits Gottes universell gültige Moral auserwählt hatte.
Übrigens ist es kein Zufall, dass das christliche Fest Pfingsten um die gleiche Zeit ist wie Schawuot. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zum anderen ist heute abend der Tag, an dem die Palästinenser des 65. Jahrestags der "Naqba" gedenken, ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat, ihrer Enteignung, eben der Geschehnisse der Jahre 1947-1948, die in der Gründung des Staates Israels endeten.

Wie lassen sich diese zwei Fest- und Gedenktage miteinander vereinbaren? Was ist das für ein Judentum, das solches Unrecht an anderen zulässt, rechtfertigt, schönredet und sogar feiert? Das ist eine Frage, die im Judentum – und darüber hinaus - für heftige Kontroversen sorgt.

Ich möchte hier, an der Andrássy-Universität mit ihrer europäischen Geschichte aber auch über einen anderen Aspekt reden, nämlich über die Verantwortung Europas für dieses Problem: Israel ist ein Kind Europas, Europa hat sein Problem mit seiner großen jüdischen Minderheit in eine andere Weltgegend exportiert: Der dortige Konflikt ist unsere europäische Verantwortung. >>>

Die Einladung zu diesem Vortrag >>>


 

Vortrag ausgefallen: Erfolg für einen "Privatmann" oder sein Eigentor? - Prof. Dr. Rolf Verleger - Für den 15. Mai 2013 war ich zu einem Vortrag an der deutschsprachigen Andrássy-Universität in Budapest eingeladen. Der Titel: "Weltkrieg um Palästina: Von Lord Balfour bis John Kerry". Dabei ging es um die Entstehung der Balfour-Deklaration aus britischen Weltmachtinteressen und um die Diskussionslinien im Judentum zur damaligen Zeit. Dies geschah im Rahmen einer Kolloquiumsreihe der Fakultät für Internationale Beziehungen.

Am 10. Mai 2013 meldete sich ein Herr Ilan Mor telefonisch beim Rektor der Universität. Er sprach sich scharf gegen meine Person aus: Ich wolle die Vernichtung Israels, mit mir könne man nicht diskutieren etc. Daher möge der Rektor bitte diesen Vortrag absagen. Ansonsten könnte er, der Herr Ilan Mor, ernsthaft verstimmt sein. Aber er rufe hier nur als Privatmann an.

In seinem Berufsleben ist Herr Ilan Mor der Botschafter Israels in Ungarn. (In dieser Eigenschaft hatte ihn übrigens die Universität vor einigen Wochen zu einem Vortrag im Rahmen der Kolloquiumsreihe eingeladen.)

Die Andrássy-Univesität wird unter anderem mit Geldern aus Deutschland finanziert. Der Rektor liest deutsche Zeitungen und weiß, wie sie über Ungarn berichten. Er wollte nicht eine weitere Vorlage für den Vorwurf liefern, in Ungarn herrsche der Antisemitismus. Daher hielt er es für opportun, den Vortrag abzusagen.

 

Was ist der Effekt dieser Intervention des Privatmanns Herrn Ilan Mor?

A) Mein Vortragstext wurde an die interessierten Lehrenden und die studentischen Teilnehmer verschickt. Sie haben ihn jetzt und können sich ein eigenes Bild machen.

B) Der Rektor verbrachte die ausgefallene Vortragszeit mit mir, dem Dekan der Fakultät und einigen Kollegen beim Abendessen. Wir hatten angeregte Gespräche. Ich schenkte ihm mein Buch "Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht."

C) Alle Beteiligten haben einen nachhaltigen Eindruck davon erhalten, wie es manche israelischen Privatmänner mit der Meinungsfreiheit halten.

 

Ich möchte noch an zwei gleichartige Ereignisse erinnern:

1) Anfang Februar 2012 sollte am Brooklyn College (New York City) eine Diskussionsveranstaltung zu BDS (Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen) gegen Israel stattfinden, mit Omar Barghouti und Judith Butler.

Es meldeten sich "Israelfreunde" und forderten, die Veranstaltung solle abgesagt werden oder zumindest "ausgewogen" sein. Die Collegepräsidentin hielt dem Druck stand und verteidigte das Recht auf freie Rede und Debatte. Unterstützt wurde sie durch den New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Er sagte den Kritikern "If you want to go to a university where the government decides what kind of subjects are fit for discussion, I suggest you apply to a school in North Korea."
http://www.nytimes.com/2013/02/07/nyregion/bloomberg-defends-brooklyn-colleges-right-to-bds-talk.html?_r=0

 

2) Zwei Tage vor meinem Vortrag erklärte es das Verwaltungsgericht Freiburg für rechtswidrig, dass die Universität Freiburg im Dezember 2012 ihre Räume einer Veranstaltung über die medizinische Versorgung der Einwohner Gasas nicht zur Verfügung gestellt hatte. Laut Urteil stelle eine Universität schon nach ihrem Selbstverständnis eine Stätte der geistigen Auseinandersetzung und somit auch ein Forum für kritische und parteiliche Stellungnahmen dar.
http://vgfreiburg.de/servlet/PB/menu/1284217/index.html?ROOT=1192792

 

Übrigens schrieb mir am 10. Mai – als der "Privatmann" den Rektor anrief - aus heiterem Himmel jemand:
"I can only pity you for your bullshit opinions and beliefs. ... Get lost, asshole"
und dann nochmal (da ich Wiederworte gab) am 11. Mai:
"you are nothing but a self-hating Jew who cannot understand that Jews are just like every other people who have a state. … Lick the every Germans' assholes, but it won't help you."
Als ich diese Person dann auf die Widersprüche Ihrer Argumentation hinwies, da konnte sie am 12. Mai plötzlich deutsch ("Deine Meinungen sind zum kotzen" etc.)

Die e-mail – Adresse dieses anonymus ist dapper98@hotmail.com. Für Hinweise auf seine Identität wäre ich dankbar. Er kommt vermutlich aus dem Umfeld des Vereins "honestly concerned e.V.", dessen Vorsitzender in einem Brief an den Rektor der Andrássy-Universität über mich herumpöbelte, am 10. Mai, im Gleichklang mit dem Anruf des Privatmanns Mor. Mit besten Grüßen Rolf Verleger


Dokumentation - Jagdaktionen der falschen Freunde Israels >>>



Destroying Libya and World Order - This book tells the story of what happened, why it happened and what went wrong between the United States and Libya from a perspective of a professor of international law. Among the U.S. Empire’s serving international law professors, Francis A. Boyle is an exception among American international law professors, because he offers his legal advice for government of states that are the victims of Western aggression. He has been opposing unlawful policies of states with his only available “weapon”: international law. He could be described as a defender of the downtrodden of the current international system such as the Palestinian people, Libya under Muammar al Gaddafi and others. Beyond that, >>>

Bürgermeister in Nürnberg boykottiert den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein – den Nahostkonflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern“ und verhindert seinen Einsatz an städtischen Schulen. Mitteilung von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, den Autoren des Films - pdf -  >>>

Weitere Informationen über den Boykott in Nürnberg auf unserer Website http://www.terramedia-online.de/filmboykott “

 

Premiere - Die Filmemacher Stefanie Landgraf und Johannes Gulde haben sich entschlossen, den gesamten Film kostenlos ins Netz zu stellen.

„Wir weigern uns Feinde zu sein – den Nahostkonflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern“

Stefanie Landgraf & Johannes Gulde im Gespräch mit KenFM

Dokumentation - Jagdaktionen der falschen Freunde Israels >>>

Die Frauen der Klagemauer - Uri Avnery - ES GAB einmal einen israelischen Mann, der von Zeit zu Zeit ein Blatt Papier nahm und dieses in die Spalten zwischen die Steine an der Klagemauer (Westmauer) legte und Gott so um Vergünstigungen bat – wie es Juden seit Jahrhunderten taten. Sie glauben, dass die Himmelstore direkt über der Mauer sind und so die Nachricht bzw. Bitte schnell ihr Ziel erreicht.      

Der Mann fragte sich immer, was all die anderen Bittsteller sich wohl vom Allmächtigen erbaten. Eines Tages machte ihm seine Neugierde so zu schaffen, dass er sich in den frühen Morgenstunden an die Klagemauer schlich, alle Papierstücke herausholte und  sie sich näher ansah. Alle waren abgestempelt mit: „Bitte abgelehnt“.       

Dieser Witz ist typisch für die Haltung sehr vieler Israelis gegenüber dem Bauwerk, das alle paar Monate  einen politischen und religiösen Krawall verursacht.         

NUN GESCHIEHT es wieder. Eine Gruppe feministischer jüdischer Frauen (natürlich meist amerikanischen Ursprungs) bestehen darauf, an der Klagemauer zu beten und zwar mit Gebetsschal (Talith) und den Gebetsriemen (Tefellin). Sie werden physisch von den Orthodoxen angegriffen, die Polizei musste sie in Schranken halten, die Knesset und der Gerichtshof intervenieren.     

Warum? Nach dem jüdisch religiösen Gesetz ist es Frauen nicht erlaubt, einen Gebetsschal zu tragen und sicher keine Gebetsriemen, die orthodoxe Männer an ihrer Stirn und am Vorderarm tragen. Es ist ihnen auch nicht erlaubt, am heiligsten Platz des Judentums sich unter Männer zu mischen.       

Der Teil der Klagemauer, der fürs Beten bestimmt ist, ist 60 Meter lang. 12 Meter sind - durch einen niedrigen Zaun getrennt – für Frauen reserviert.     

Es scheint, dass die meisten Religionen von Sex besessen sind. Sie setzen voraus, dass wenn ein religiöser Mann eine Frau sieht - egal wie alt sie ist und wie sie aussieht - er abgelenkt wird und sich nicht auf anderes konzentrieren kann. Logischer Weise müssen Frauen also versteckt werden >>>

Die Welt der Oliven (5/5) - Video - ARTE -
weitere Ausstrahlungstermine: Mittwoch, 22. Mai 2013, 11:20


In den heiligen Schriften der drei großen monotheistischen Religionen - in der Bibel, dem Koran und der Thora - finden sich Belege für die große Bedeutung des Olivenbaums. An keinem Ort wird die Begegnung dieser drei Religionen so manifest wie in Jerusalem und seiner Umgebung. Aus diesem Grund führt die fünfteilige Dokumentationsreihe "Die Welt der Oliven" zum Abschluss ins Heilige Land. Dort treffen die Filmemacher Menschen, die den drei genannten Glaubensrichtungen angehören. Sie zeigen dem Zuschauer, welchen Platz der Olivenbaum in ihrem Leben, in ihrer Religion und in ihrer Kultur hat.

Die Reise beginnt an der Klagemauer, führt zum Felsendom und dem Garten Gethsemane. Weiter geht es ins nur acht Kilometer entfernte al-Walaja. Dort hat sich Salah, ein palästinensischer Muslim und Olivenbauer, zum Hüter eines ganz besonderen Olivenbaums erklärt. Dieser bereits 5.000 Jahre alte Olivenbaum ist in ernster Gefahr, denn er soll der "separation wall", der Trennmauer zwischen israelischen und palästinensischen Wohngebieten, weichen.

In Bethlehem lebt der christliche Araber und Zimmermann Johnny Handel, der für Touristen Andenken aus Olivenholz herstellt. Doch zurzeit bekommt er zunehmend die Konkurrenz billiger Waren aus Fernost zu spüren.

Im Norden von Jerusalem öffnet Chezky Betzalel, ein israelischer Siedler in Talmon, die Tür zu seinem Haus und seinem Olivenhain. Und schließlich besuchen die Filmemacher den Olivenhain des christlichen Palästinensers Daoud und dessen Projekt "Tent of Nations". Bei allen Unterschieden ist den Menschen, die die Filmemacher in der krisengeschüttelten Region besucht haben, die Liebe zum Olivenbaum gemeinsam. Im Heiligen Land kommt dem Olivenzweig als Symbol des Friedens eine besonders eindringliche Bedeutung zu. (Deutschland, Frankreich, 2012, 43mn) - ZDF >>>

Siedler zünden palästinensisches Land und Olivenbäume an - Saed Bannoura - Am 13. Mai 2013, einem Montag zündet eine Gruppe extremer israelischer Siedler  einen palästinensischen Olivenhain und landwirtschaftlich genutztes Land des Dorfes Qaryout  südlich von Nablus in Brand.

Lokale Quellen berichten, dass bewaffnete Siedler die Felder anzündeten und die Dorfbewohner daran hinderten, ihr Land zu erreichen, um das Feuer zu löschen.

Bashar Qaryouty, Dorf-Koordinator des Volkskomitees gegen die Mauer und die Siedlungen berichtet, dass auf den verbrannten Feldern  Weizen angebaut war und Olivenbäumen standen.

Qaryouty fügte noch hinzu, dass die Größe der verbrannten Ländereien nahezu 25 Dunum war.

Die israelische Armee rief schließlich ein Feuerwehrauto, da das Feuer sich der israelischen  illegalen Shilo-Siedlung  näherte, die auf dem Land des Dorfes erbaut wurde.

Nach Wafa zündeten isr. Siedler am Dienstag  auch östlich von Nablus in Beit Furik ein Weizenfeld an und behinderten die Bewohner, das Feuer zu löschen. http://www.imemc.org/article/65471?print_page=true 

(dt. Ellen Rohlfs -----  kann man darüber etwas in unsern Zeitungen lesen ? --- es ist nämlich längst nicht das erste Mal, dass Felder und Olivenbäume zerstört werden. Über 1 Million  pal. Olivenbäume wurden  schon von Israelis zerstört. Und die palästinensische Behörde kann anscheinend nichts dagegen tun ????)

Island of exile: Egypt's forgotten Palestinian community - Sixty-five years on from the Nakba, the Nile Delta's Fadel Island, housing the largest community of 1948 refugees, struggles to survive and keep Palestine alive in Egypt - When Bedouin farmer Salman Salem and his community fled Palestine by camel after war broke out in 1948, he thought he would be in Egypt's Nile Delta for just a few months. Sixty-five years later, he is still there. What began as a temporary asylum in an uninhabited piece of desert in Sharqiya is now known as "Gezirat Fadel" or Fadel Island: a forgotten village housing the largest community of 1948 Palestinian refugees in Egypt. >>>

Uprising in Jerusalem on the occasion of AlNakba 2013


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