Hilfe für Gaza

WERDEN SIE SPONSOR

Antisemitismus
Atomwaffen in Israel
Aufrufe
Apartheid
Archiv
Berichte Untersuchungen
Besatzung
Betlehem
BDS Boykott
Bücher Literatur
Checkpoint
Christen in Palästina
Collagen
Dokumente zum Nahostkonflikt
Einstaaten - Zweistaatenlösung
Frauen in Palästina
Friedlicher Widerstand
Friedensverhandlungen
Gaza
Gefangen in Israel
Hebron + die Siedler
Helfen
Hilfe für Gaza
Israellobby
Israellobby - Verleumdungsaktionen
Jerusalem
Karten
Kinder
Kunst + Kultur
Kölner Klagemauer
Kriegsdienstverweigerer
Leiden + Leben
Leserbriefe
Links -  Palästinaseiten
Mauer
Medien - Videos, Fotos, Bücher
Meinungsfreiheit + Zensur
Nakba  Landraub Vertreibung
Palästina im Überblick
Personen
Rassismus
Referenten Moderatoren
Recht - Internationales Recht
Selbstdarstellung oder Solidarität?
Soldaten - IDF - Besatzungsarmee
Stimmen Palästinenser
Stimmen Israelische - jüdische
Stimmen U. Avnery
Stimmen Deutsche
Stimmen Internationale
Stimmen Gemischt
Schule Lernen
Siedler + Siedlungen
Sponsoren
Tötungen - Massaker
Wasser
Waffen - Israel
Wirtschaft
Zionismus - Antizionismus
Zerstörung -  Krieg - Terror
Weitere Themen
 


EXTERNE SEITEN

BDS Kampagne
KOPI
publicsolidarity - Videos
Termine  "Palästina heute"
Termine  Friedenskooperative
Linksammlung zu Palästina

United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - occupied Palestinian territory

United Nations -  The Monthly Humanitarian Bulletin

Weekly Reports 2009-2013
Palestinian Centre for Human Rights

Visualizing Palestine
 

Literatur von Aktivisten


#########

DIE KRISE DES ZIONISMUS UND DIE EIN-STAAT-LÖSUNG
Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas
Petra Wild

ISBN 978-3-85371-386-0, br., ca. 224 Seiten, ca. 17,90 Euro, mit Landkarten

mehr zum Buch >>>
 


#########

Abraham Melzer
Merkel erwache! Israel vor Gericht.

Essays eines antizionistischen Juden
Ab 15.3.2015 im Handel

mehr zum Buch >>>
 


#########

Der Semit | Unabhängige jüdische Online Zeitschrift
 


#########

Wieder erschienen
Ilan Pappe

Die ethnische Säuberung Palästinas

Mehr über das Buch >>>
 


#########

Das unheilvolle Dreieck.
Deutschland, Israel und die Palästinenser

Plädoyer für eine andere Nahostpolitik
Arn Strohmeyer

Mehr über das Buch >>>

 


#########

Viktoria Waltz
Von Basel nach Jerusalem. Ein Crash-Kurs


Mehr über das Buch >>>
 


#########

Dar al Janub Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative

Remapping Palestine
Entwicklung und Absicherung imperialer und neokolonialer Herrschaft am Beispiel Palästinas Teil 1

Mehr über das Buch >>>
 


#########

Belz, Winfried /Bingel, Peter

Israel kontrovers
Eine theologisch-politische Standortbestimmung

Mehr zum Buch >>>
 


#########

Mehr zum Buch >>>
 


#########

Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelische Militärjustiz

Mehr zur Studie >>>
 


#########


Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "Die Nakba
 Flucht + Vertreibung der Palästinenser 1948


Mehr zur Ausstellung >>>
 


#########

Wer rettet Israel?
Ein Staat am Scheideweg
Arn Strohmeyer

Mehr zum Buch >>>
 


#########

FELICIA LANGER
MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen


Mehr zum Buch >>>
 


#########

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs

Mehr zum Buch >>>
 


Mehr Bücher >>>
 


Bessere Welt Links
 ... ist ein Internet Verzeichnis und Mitmachportal mit
über 170.000 handverlesenen und gutsortierten Hinweisen
auf Deutsch und Englisch zu globalen Zukunftsthemen:...
Frieden, Umwelt, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit, Eine Welt, Bildung, Demokratie und Nachhaltigkeit >>>.


Deutsche Links
Israel & Palästina - deutsch >>>

Englisch
Israel & Palestine englisch >>>

Wir sind Kooperationspartner des Alternativen Nobelpreises und z.B. des Internationalen Friedensbüros in Genf.
Gute Links sind uns immer willkommen!

 

 

Schätzen Sie diese Seiten? Als kritisches Onlinemagazin  (kostenlos + ohne Werbung) sind wir auf Unterstützung durch unsere LeserInnen angewiesen.

UNABHÄNGIGKEIT MUSS MAN SICH LEISTEN KÖNNEN
Kostenlos ist nicht Kostenfrei
"Das Palästina Portal" braucht SIE ALS Sponsor >>>

Montag, 02. März 2015 - 08:10

Hilfsagenturen läuten Alarm wegen Gaza inmitten von Furcht, der Wiederaufbau könnte ein Jahrhundert in Anspruch nehmen

Die Wohltätigkeitsinstitute zeigen alle mit dem Finger auf die internationale Gemeinschaft hinsichtlich gebrochener Versprechen und fordern die Aufhebung der israelischen Blockade, so dass der Wiederaufbau beginnen kann.

Sechs Monate nach dem Waffenstillstand schlagen sich Gazas Bewohner mit einer gefahrvollen Existenz im Schatten der zerstörten Wohnungen so durch. Traumatisierte Kinder kämpfen mit dem Horror, den sie gesehen haben und Teenager verlören ihren Glauben an die Zukunft, sagten die Hilfsagenturen, die die internationalen Geldgeber kritisierten, die ihr Versprechen zu helfen, nicht eingehalten haben.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten 30 Hilfsagenturen, darunter die UN-Gremien und internationalen NGOs, sie seien alarmiert durch den geringen Fortschritt, der gemacht worden war, um das zerstörte Leben wieder aufzubauen und die Wurzel, die den Konflikt verursacht, beseitigen.

Collage zum vergrößern anklicken

In einer separaten Erklärung sagte Oxfam, es nähme mehr als 100 Jahre in Anspruch, die zerstörten Häuser wiederaufzubauen bei dem derzeitigen Grad an Fortschritt.

„Wir dürfen in Gaza nicht versagen“, sagte die Agentur. „Wir müssen die Vision realisieren, Gaza zu einem lebensfähigen Ort zu machen und zu einem Eckpfeiler für Frieden und Sicherheit für alle in der Region.“ Die Erklärung wies auf eine dramatische Verschlechterung der Situation seit Juli hin und hob hervor, dass die 100.000 Menschen, die aus ihren zerrütteten Häusern vertrieben wurden, immer noch obdachlos sind. Die Agenturen sagten: “Terminierte Stromabsperrungen dauern bis zu 18 Stunden pro Tag. Die permanente Nicht-Bezahlung der Gehälter der Angestellten im öffentlichen Sektor und das Ausbleiben von Fortschritten bezüglich der nationalen Einheitsregierung vergrößert die Spannungen weiter. Aufgrund der schweren Bewegungseinschränkungen sind die meisten der 1,8 Millionen Bewohner in der Küstenenklave gefangen, ohne Hoffnung für die Zukunft.”

Israel aufzufordern, die Blockade aufzuheben, das findet seit über sieben Jahren statt, die Erklärung besagte, der fragile Waffenstillstand müsse wieder gefestigt werden und drängte alle Parteien, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Sie richtete einen dringenden Appell an Ägypten, die Rafah-Grenz-Kreuzung für humunitäre Fälle zu öffnen.

Oxfam sagte, es könne länger als ein Jahrhundert dauern, den wesentlichen Wiederaufbau der Häuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen in Gaza fertigzustellen, weil die Blockade die Ankunft der Basis-Baumaterialien behindere. >>>

 

Not in Gaza - „Das Leben der Menschen liegt in Trümmern“ - Christian Böhme - Ein halbes Jahr nach dem Krieg zwischen der Hamas und Israel fehlt es in Gaza an allem: Ein Gespräch mit Samy Ajjour von SOS-Kinderdörfer über den schleppenden Wiederaufbau, zögernde Geldgeber und um sich greifende Hoffnungslosigkeit.

Herr Ajjour, Sie leiten die Einrichtungen der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer im Gazastreifen. Was sehen Sie beim Blick aus dem Fenster Ihres Büros in Rafah? Viel Trostloses: Kinder, die inmitten zerbombter Häuser spielen. Ihre Hosen sind zerschlissen, die Schuhe voller Löcher. Die Frauen versuchen, etwas Essbares aufzutreiben. Die Männer sitzen vor Ruinen, die mal ihr Zuhause waren, und haben nichts zu tun. Es gibt hier keine Jobs.

Es fehlt eigentlich an allem, um den Alltag halbwegs zu meistern. Strom zum Beispiel. Medikamente sind auch Mangelware. Von Lebensmitteln ganz zu schweigen. Für viele Familien geht es deshalb um ganz Existenzielles: Wie kommen wir an Trinkwasser? Was können wir heute kochen? Wo finden wir ein Dach über dem Kopf? Seit dem Ende des jüngsten Krieges gegen Israel hat sich für die Menschen nichts verbessert. Im Gegenteil. Die Leute sind enttäuscht und frustriert. Ihr Leben liegt wortwörtlich in Trümmern.

Woran fehlt es am meisten? Wir brauchen unbedingt und ganz dringend Material für den Wiederaufbau >>>

Today I saw a weeping Palestinian man holding a plastic bag of meat: it was his son - I suddenly found myself thinking that it could have been one of my kids in that bag, says Brian Eno, and that thought upset me more than anything has for a long time. >>>

Es wurde etwa spät mit der Werbung begonnen - deswegen, ausnahmsweise,
veröffentlichen wir den Veranstaltungshinweis.

"Leben unter der Blockade – Das Leiden der Frauen und Kinder Gazas"

Um explizit auf das Leiden der Frauen und Kinder im Gazastreifen aufmerksam zu machen, lädt Sie der Palästinensische Frauenverband in Deutschland e.V. zur Veranstaltung "Leben unter der Blockade – Das Leiden der Frauen und Kinder Gazas" ein.

Zum Vergrößern des Fleyers und um die Referenten kennenzulernen auf das Bild klicken

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, den 07.03.2015 um 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr - Im Tagunszentrum, Franz-Mehring-Platz 1 -10243 Berlin-Friedrichshain. >>>

Das Ende der Zweistaatenlösung und die Niederlage des Zionismus - Es gibt keine Alternative zur Teilung des Landes. - Yariv Oppenheimer - Seit dem Scheitern des amerikanischen Versuchs, die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zu erneuern, bekämpfen sich Israelis und Palästinenser auf der internationalen Bühne. Dabei geht es insbesondere um die Frage der Anerkennung eines palästinensischen Staates. Großbritannien, Schweden, Spanien und das Europäische Parlament haben sich bereits für eine Anerkennung Palästinas ausgesprochen – trotz diplomatischer Anstrengungen Israels, genau das zu verhindern.

Die israelische Regierung fordert von der Staatengemeinschaft, auf die Ergebnisse des Verhandlungsprozesses zu warten. Zunächst kann man kann die Ablehnung der israelischen Seite verstehen. Oftmals ist das fast schon ein Reflex. Doch in der Realität ist es gerade die israelische Ablehnung eines palästinensischen Staates, die im anti-israelischen Lager Verbündete finden könnte.

Das Vorgehen von Mahmoud Abbas bedroht in den Augen der israelischen Regierung den Staat Israel und seinen internationalen Status. Doch tatsächlich wäre die internationale Anerkennung eines palästinensischen Staates auf der Grundlage der Grenzen von 1967 auch die Anerkennung des Staates Israel. Laut der politischen Rechten in Israel würde das vielleicht den Verzicht auf die Heimatgebiete in Judäa und Samaria bedeuten. Doch was den Staat Israel insgesamt betrifft, wäre das eine klare Bekundung des Rechtes Israels, an der Seite eines palästinensischen Staates zu existieren.

Zweistaatenlösung als Anerkennung Israels
- Dieser Wille der Palästinenser ist faktisch das Einverständnis und die Anerkennung der Tatsache, dass der Zionismus kein vorübergehendes Phänomen ist und dass Israel eine Realität an der Seite des palästinensischen Staates sein wird. Nicht von ungefähr lehnen die Extremisten in der arabischen Welt Mahmoud Abbas und dessen Politik ab. In ihren Augen setzt er lediglich den Irrtum von Yasser Arafat fort, der die Oslo-Verträge unterzeichnet und damit den Staat Israel auf Kosten eines „Großpalästinas“ anerkannt hat. >>>

#########Nicht mein Judentum - Richard C. Schneider - Lassen Sie uns von der wahren Bedrohung Israels reden. Nein, das sind nicht die Hamas oder der Islamische Jihad, nicht die Hizbollah oder al-Qaida, ja nicht einmal ISIS ist die wahre Bedrohung Israels. Es ist die israelische Linke. Denn sie wird, sollte sie an die Macht kommen, all den Islamisten, die ich oben erwähnt habe, Tür und Tor öffnen, ihnen den Weg nach Jerusalem weisen. So zumindest behauptet dies ein Wahlspot des Likud. Und eine extremistische Siedlergruppe hat diesem Spot gleich noch eins draufgesetzt: in einem Zeichentrickfilm erfüllt ein geldgieriger Jude mit krummer Nase alle Wünsche der Europäer für bare Euros. Die Wünsche? Schlechte Schlagzeilen über Israel. Und er liefert sie. Am Schluss, wenn er nicht mehr gebraucht wird, hängt er sich auf. Und dann heisst es: Ihr glaubt, die Europäer hätten sich geändert, aber das stimmt nicht. Und für die Europäer seid ihr immer noch das, was ihr schon immer wart: miese Juden.

Lassen Sie uns nicht über die Geschmacklosigkeit dieser Wahlspots reden. Lassen Sie uns lieber darüber reden, was dahinter steht. Der Rechten in Israel ist es in den vergangenen Jahren zunehmend gelungen, die «Linke» (was auch immer man darunter wirklich verstehen mag) als «anti-zionistisch» zu diskreditieren. Ich bin für eine Zweistaatenlösung, dann bin ich ein Antizionist. Ich bin für zivile Hilfe für die Menschen in Gaza, dann bin ich ein Antizionist. >>>

Former IDF Chief of Staff: “Israel didn't launch an attack on Iran due to my oppostion” - Two weeks after Benny Gantz left his office, the former IDF Chief of Staff allowed himself to express his views over the Iranian matter; “I made it clear to Netanyahu that an attack on Iran is dangerous, I want to believe he had listen to me,” he said

On the same day the Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is flying to Washington in attempt to raise doubts over the Iranian Nuclear program among the U.S. Congressmen, Benny Gantz, who just left his office as IDF Chief of Staff expresses his approach towards the possibly of an Israeli attack on Iran.

In an exclusive interview with Uvda, Gantz hint he might have been the one behind Netanyahu’s decision to reconsider launching an air-assault on Iranian targets. >>>

»Wir kämpfen in Syrien, um unser Land zu verteidigen« - Über Israel, den Bürgerkrieg in Syrien und den Unterschied zwischen dschihadistischen Terrorgruppen und der libanesischen Hisbollah - Interview: Thomas Eipeldauer

Auf einer Trauerkundgebung für sechs bei einem israelischen Luftangriff getötete Hisbollah-Kämpfer(30.1.2015): Eine Anhängerin der Partei hebt ihre Hände mit der Aufschrift »Wir leisten gemeinsam Widerstand« - Interview mit Nawar Al-Sahili - Im Moment kämpft die Hisbollah an vielen Fronten. Im Irak, im syrischen Bürgerkrieg, gegen Israel. Welches sind die Prioritäten Ihrer Organisation in dieser Situation, und welche strategischen Ziele verfolgen Sie dabei?

Unsere oberste Priorität ist der Kampf gegen Israel. Die Widerstandsorganisation im Libanon, Hisbollah, wurde 1982 geschaffen, als Antwort auf die israelische Invasion. Und immer noch ist unser Ziel, Israel zu zwingen, unser Land zu verlassen. Es hält ja immer noch Teile besetzt, die Schebaa-Farmen zum Beispiel. Also ist unser prioritäres Ziel Israel. >>>

Betreff: Judentum, US-Studierende und ein Künstler für Palästina - Rolf Verleger -

1) der jüdische Israelkorrespondent der ARD, Richard Chaim Schneider, hat am Freitag  eine Glosse veröffentlicht, die meiner Meinung nach weite Verbreitung verdient.

2) Außerdem gibt es zu vermelden, dass die Forderung nach Kapitalabzug aus Firmen, die an der israelischen Besatzung des Westjordanlands und dem Unterdrückungssystem verdienen, in der US-amerikanischen Studentenschaft zum Allgemeingut geworden ist.

Bekanntlich verwalten die US-Universitäten relativ große Kapitalmengen, da sie sich durch Studiengebühren ihrer Studierenden finanzieren. Eine Studentenvertretung nach der anderen richtet nun - im Allgemeinen nach leidenschaftlichen und nachhaltigen Debatten unter den Studierenden - die Forderung an die Universitätsverwaltungen, diese Gelder nicht mehr zur Unterstützung der israelischen Besatzung einzusetzen.

Die Gesamtstudentenvertretung der zehn Universities of California (die nach eigenen Angaben Hunderttausende Studierende vertritt), im Februar 2015:
http://sjpwest.org/2015/02/09/onto-the-regents-in-historic-vote-uc-student-association-endorses-call-for-divestment-in-support-of-palestinian-rights/

Das wird langfristige Wirkungen in der US-amerikanischen intellektuellen Welt haben.

3) Und schließlich: Banksy (mir Kulturbanausen muss man erklären, dass dies einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart ist) hat ein kurzes Video über Gaza gemacht: http://banksy.co.uk/index5.asp - Der Freiheitszug für Palästina nimmt Fahrt auf!

Charlie und die Heuchler - Peter Vonnahme - 31.01.2015 - Doppelmoral ist der Nährboden des Terrorismus - Millionen behaupteten am 11. Januar 2015, dass sie Charlie sind ("Je suis Charlie"). Die meisten von ihnen hatten bis zur Nachricht über die Ermordung der zehn Journalisten keine Ahnung, dass es eine Satirezeitschrift namens Charlie Hebdo überhaupt gibt. Dessen ungeachtet nahmen sie über Nacht eine neue Identität an.

Der Charlie-Hype
- Heute ist Charlie Hebdo weltbekannt. Die Auflagenzahl verhundertfachte sich und die Exemplare reichten trotzdem nicht aus. Hinz und Kunz waren Präsident Hollandes Einladung zum Marche Républicaine gefolgt. Fast alle waren sie da, die man dort erwarten konnte: die EU-Repräsentanten Juncker, Schulz und Tusk, die Regierungschefs Cameron, Merkel, Renzi, Rajoy, aber auch handverlesene Lichtfiguren im Kampf für die Menschenrechte wie etwa Netanjahu, Poroschenko und Orban, selbstverständlich auch der Nato-Generalsekretär.

Sie haben - wohlabgeschirmt von der marschierenden Menschenmenge - medienwirksam für Presse- und Meinungsfreiheit posiert. Die Fake-Bilder haften im Gedächtnis, sie sind Ausdruck eines Medienschwindels und einer beklemmender Doppelmoral (vgl. Die Wahrheit ist nur eine Fußnote der Geschichte). Unausgesprochen war auch die Bedrohung durch islamistische Terroristen in den Köpfen der Trauermarschierer.

Zwei Große fehlten in Paris, Putin und Obama. Da der russische Präsident die Menschenrechte nicht zu seinem Markenzeichen erkoren hatte, konnte man sein Fehlen verschmerzen. Aber US-Präsident Barack Obama, Friedensnobelpreisträger und Guantanamo-Betreiber (Prantl: "Häuptling gespaltene Zunge"), ist er etwa nicht Charlie? Er, der ebenso hingebungsvoll wie erfolglos mit Drohnen, Kampfjets und CIA-Agenten für die "westlichen Werte" kämpft? Sein Fehlen war ein Fehler, hört man aus dem Weißen Haus.

Inzwischen ist der Entrüstungsorkan der ersten Tage abgeflaut. Fähnchen und Transparente mit der Aufschrift "Je suis Charlie" setzen in Kellerräumen Staub an. Das ruhige Nachdenken kann beginnen.

Angesichts der Tragik des Geschehens und der großen internationalen Solidarität drängt sich eine Frage auf:

Muss jeder rechtschaffene Mensch Charlie sein?
- Meine Antwort vorweg: nein! Doch vermutlich ist das eine Mindermeinung. Seit dem Anschlag hat die westliche Welt ihr Herz für Charlie Hebdo entdeckt. Das ist keineswegs selbstverständlich. Denn anstößige Bilder über Jesus und den Papst werden >>>


 

Offener Brief und Leserbrief zu SZ vom 27.02.15, Seite 3 zum Artikel von Karin Steinberger: - Wolfgang Behr
Die Lebensfrage. Wer hätte das für möglich gehalten, dass es hier wieder heisst.“Scheiss Juden!“ Über den alltäglichen Antisemitismus in Deutschland.

Der von Frau Karin Steinberger moderierte Artikel „Die Lebensfrage“ zeigt zweierlei: Erstens ihre unglaubliche Naivität und Ignoranz in Sachen Antisemitismus und Palästina/Israel. Darin ähnelt der Artikel den Kommentaren von Frau von Bullon und Herrn Drobinski in vergangenen SZ-Ausgaben. Als Moderatorin hätte sie die Pflicht, sich an der Realität zu orientieren und nicht die Antisemitismus-Hysterie zu schüren. Es gibt genug seriöse Literatur meist jüdischer Autoren sowie Berichte von UN-Organisationen und Amnesty International. Ich empfehle Frau Steinberger zur Lektüre auch die wissenschaftliche Konstanz-Jenaer Studie des Professors Wilhelm Kempf zu Antisemitismus und zu Einstellungen zum Nahostkonflikt.

Zweitens zeigt es wie stark der Einfluss der Israel-Lobby auf die Berichterstattung der SZ zum gleichen Thema bereits zugenommen hat.
Die SZ veröffentlichte erst kürzlich den Artikel eines amerikanischen Juden, der monatelang mit Kipa unangefochten durch München lief. Hat Frau Steinberger ihn übersehen?

Ich möchte mich nicht mit allen unsäglichen umfangreichen Auslassungen des Herrn Polak auseinandersetzten. Dazu möchte ich nur Chas Freemann, den ehemaligen US-Botschafter in Nahost zitieren: „Die Taktiken der Israel-Lobby stellen Höhepunkte der Schande und Unanständigkeit dar, sie schliessen Rufmord ebenso mit ein wie selektive falsche Zitate, vorsätzliche Verfälschung der Fakten, Fabrikationen von Unwahrheiten und vollkommene Missachtung der Wahrheit“.

Herrn Polak schreibt u.a., bezogen auf die Naziverbrechen: „Gilt es also mittlerweile schon als mutig zu sagen, dass es keinen Schlussstrich in der Geschichte gibt?“ Nun, in Israel dürfte das nicht nur mutig, sondern sogar gefährlich sein. Man kann nur hoffen, dass die seit Jahrzehnten bis heute fortdauernden Verbrechen gegen das palästinensische Volk gemäss Polaks Massstäben niemals einen Schlussstrich finden werden. In Israel hat man allerdings diesen Schlussstrich längst fixiert, wie etwa das Verbot des Gedenkens an die Nakhba, die verfälschte Darstellung seiner Geschichte und der Versuch, die berechtigte Klage Palästinas wegen der israelischen Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof zu sabotieren.

Herr Polak erwähnt mit keinem Wort den in Israel herrschenden vehementen Rassismus der jüdischen gegen die arabische Bevölkerung. Aufschriften oder Sprechchöre wie „Tod den Arabern“ und „Araber in die Gaskammern“, Brandanschläge auf Moscheen und Kirchen, verbunden mit üblen Schmierereien sind dort leider fast tägliche Praxis. Kann sich Frau Steinberger vorstellen, dass dies in Deutschland auch Auswirkungen hat auf die antijüdische Einstellung vieler Moslems bzw. arabischstämmiger Bürger? Wenn ein beträchtlicher Teil unserer jüdischen Mitbürger jederzeit die israelische Fahne schwenkt, zeigen sie doch, dass sie sich in erster Linie als Bürger Israels präsentieren, sich mit den Handlungen Israels identifizieren. Dadurch sollte es nachvollziehbar sein, dass sie mit der menschenverachtenden Politik Israels gleichgesetzt werden und eine Angriffsfläche bieten. Das hat nur wenig mit dem verurteilungswürdigen rassistischen oder religiös motivierten Antisemitismus zu tun. Übrigens wurden bei israelkritischen Demonstrationen nicht jüdische Fahnen (die gibt es gar nicht) sondern israelische Fahnen verbrannt.

Ich möchte mit einem Zitat der jüdisch-amerikanischen Philosophin Judith Butler schliessen: „Wenn wir aus Angst davor, als antisemitisch etikettiert zu werden, unsere Kritik begraben, überlassen wir denen die Macht, die den freien Ausdruck politischer Überzeugungen beschneiden wollen.“ Und das geht nicht. Man muss gegen beides vorgehen: gegen Antisemitismus und gegen falsche Unterstellungen.

Alsharq-Serie “Wahlen in Israel”: Wie berichtet die deutsche Presse? - Bodo Straub, Tobias PietschundChristoph Dinkelaker - Deutsche Medien konzentrieren sich bei ihrer Berichterstattung zu den israelischen Wahlen auf die Verschwendungsvorwürfe gegen Sara Netanjahu und die Wahlwerbespots der rechten Parteien. Doch es gibt Ausnahmen. Eine Presseschau mit der Süddeutschen Zeitung, Zeit Online, Bild.de, FAZ, Frankfurter Rundschau, der tageszeigung, tagesschau.de, heute.de, dem Spiegel und der Jüdischen Allgemeinen. >>>

Herzog must support the Joint List — and vice versa - Before the 1992 election, Rabin apologized for the discrimination against Palestinian citizens, thus paving the way for a ‘golden age’ in relations between the Arabs and the state. Twenty years later, the ‘Zionist Camp’ and the Joint List can stand to learn a thing or two.- By Ron Gerlitz and Nidal Othman (translated by Richard Flantz) -

The Labor Party’s recommendation to disqualify the candidacy of Haneen Zoabi MK was cynical and illegitimate from a democratic perspective, and awful from a political perspective. This move was joined by the militaristic video released by Labor last week. The last thing Herzog needed to do was to delegitimize possible political cooperation with the Joint List. But even after these poor decisions, such cooperation is not only necessary but also totally possible. Such things have already happened in Israel’s history. >>>

Gericht verurteilt Palästinenserführung - Ramallah will in Berufung gehen - Die Autonomiebehörde bestreitet die Mitverantwortung für mehrere vergangene Anschläge in Jerusalem. Ein US-Gericht hat sie zu Schadensersatz verurteilt. -  Wegen Unterstützung von Terroranschlägen in Israel hat ein US-Gericht die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die Palästinensische Autonomiebehörde zu einer Strafe in Millionenhöhe verurteilt. Beide Institutionen hätten zwischen 2002 und 2004 sechs Terroranschläge in Jerusalem unterstützt, bei denen US-Amerikaner ums Leben gekommen seien, urteilte das Gericht laut US-Medien am Montag (Ortszeit). Insgesamt seien bei den Anschlägen 33 Menschen getötet und mehr als 450 verletzt worden.

Bei den sechs Anschlägen handelte es sich unter anderem um Angriffe auf die Hebräische Universität von Jerusalem, auf Cafés, einen Bus sowie auf die jüdische Siedlung French Hill im israelisch besetzten Ostjerusalem. Sie wurden von Mitgliedern der radikalislamischen Hamas und den Fatah-nahen Al-Aksa-Märtyrerbrigaden ausgeführt, von denen einige auf der Gehaltsliste der Palästinenserbehörde beziehungsweise der PLO gestanden haben sollen. >>>

The settler organisations appropriating Palestinian land and property in East Jerusalem . - Jessica Purkiss - When Israeli settlers turned up at Rafat Sub Laban's family home last week it was not entirely unexpected. The settlers had arrived with a lawyer to demand the family vacate the property immediately. The Sub Labans have been embroiled in a legal battle to hold onto their house for decades. As Palestinian residents of East Jerusalem, their battle is by no means unique.

In the 1980s the family needed to hold some maintenance work but the Israeli custodian barred it, forcing them relocate to another house in Jerusalem. Soon after that, all the Sub Laban's Palestinian neighbours in the building were evicted and Israeli settlers replaced them- subsequently blocking the entrance of their house. In order to gain access, Rafat says: "My family started a legal battle that went on for over 20 years in Israeli courts." Their success in the courts in 2000 did not spell an end to the family's battle- the settlers that arrived on their doorstep have been attempting to evict the family from their home for the past 5 years. >>>

Did Israel Shoot Itself Out of Security Coordination? - Daoud Kuttab - When Israeli soldiers entered the Palestinian Dheisheh refugee camp within the Bethlehem district, they committed a violation of the Palestinian-Israeli agreements often referred to as the Oslo Accords.

The accords, which were scheduled to expire before the end of the 20th century, are still with us a decade and a half into the 21st. But the Israeli bullets that ripped the body of Jihad Al Jaafari on Tuesday might very well have killed not only the 19-year-old Palestinian but also the Palestinian security coordination with Israel.

The Oslo Accords divided the occupied territories (minus East Jerusalem, which Israel annexed) into three distinct areas. Israel has total security access to and control of Areas B and C. The difference is only that in Area B, Palestinians are allowed administrative control, i.e., to pick up garbage and so on. Area A, which was supposed to gradually grow to cover the entire occupied territories, is under both administrative and security control of the Palestinians. Israel is not allowed to enter Area A and anything or anyone they want from Area A they can only have by coordinating with the Palestinian security forces.The Dheisheh refugee camp is squarely within Area A, under total Palestinian security control. >>>

There are Lies, Damn Lies, and Ron Dermer - Richard Silverstein - Two incendiary Likudist media provocations today: the first is yet another in a series of Rabbi Shmuley Boteach’s New York Times ads touting Sheldon Adelson’s anti-Muslim agenda. Previous ads in the series have attacked Iran, Hamas and the UN with equal vitriol. I’ve written about a few of them before here. But today’s ad is truly extraordinary. It essentially accuses Susan Rice, U.S. ambassador to the UN, and by extension Barack Obama, of being willing collaborators in a future genocide against not just Israel, but the entire Jewish people.

As I’ve noted before in posts on these ads, the ad copy makes no pretence of truth or accuracy. It is shameless, hucksterism for Likudist values. In case anyone needs to read Boteach’s accusations against Rice in long-form, he’s elaborated on his diatribe here.

Note, in the ad the attempt at drawing a parallel between Rwandan and Jewish genocide. This is no accident: Paul Kagame is a “good friend” of both Israel’s and Shmuley’s. He’s appeared at pro-Israelfests along with Elie Wiesel and Adelson. Kagame’s Rwanda is a major customer of Israel’s military defense industry, buying millions in advanced weaponry. >>>

Amid political tensions, Israel reportedly lobbies US for military funds - Ynet--Israeli officials said lobbying congress for over $300m for missile defense programs, as Obama, Netanyahu tensions reach record high ahead of PM`s controversial visit, Jewish Democrats find themselves in political bind. >>>

Netanyahu’s address to Congress will be most important speech of his life - William Booth--On Tuesday morning, Netanyahu will confront an American president and insist that the future of the State of Israel, and the world, is imperiled by a pending “bad deal” with Iran on its nuclear program. Also hanging in the balance is Netanyahu’s own political future. Just two weeks after the speech, Netanyahu will either be reelected to a historic fourth term as prime minister or be out of a job. >>>

In the West Bank, the Kids Aren’t All Right - Beth Maschinot--But lawn-mowing is not an option in the West Bank, in part because the Palestinian Authority has nominal control over some areas, but also because the presence of more than 350,000 Israeli settlers rules out a full-scale military siege. Instead, the reigning strategy appears to be mass intimidation and collective punishment of the Palestinian population, most visibly when Israel can offer a rationale. For example, in June 2014, Israel announced the official goals of Operation Brother’s Keeper: To find three kidnapped teenage settlers and then root out the parties responsible. That month, Israeli forces launched a wide sweep of the West Bank, arresting 400 Palestinians and raiding more than 1,000 homes, according to a report from the British Foreign and Commonwealth. At least six Palestinians (including two children) were killed. >>>

1. 3. 2015

„Das ging zwar gegen Israel als Staat. Aber das war nur vorgeschoben, um den Antisemitismus zu kaschieren.“
(Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber  über die Demonstrationen im letzten Sommer gegen den Gaza-Krieg Israels.)

 
Collage zum vergrößern anklicken

Dauerbrenner Antisemitismus
Warum wird Israels Rolle bei der neuen Debatte völlig ausgeblendet?


Arn Strohmeyer

Der Zentralrat der Juden in Deutschland rät deutschen Juden davon ab, die Kippa zu tragen. Ist es schon wieder so weit? Ist die SA schon wieder unterwegs auf deutschen Straßen? Der Antisemitismus sei stark im Ansteigen, heißt es. Die Muslime sind für den Zentralrat der Stein des Anstoßes, von dieser Seite kommt angeblich die Bedrohung. Nun mag es dumme Anpöbeleien, stupide Schmähungen gegeben haben, von schweren Anschlägen ist in Deutschland bisher glücklicherweise nichts bekannt. Wirkliche Aggressionen solcher Art haben sich in den letzten Jahren eher auf Muslime verlagert, die eigentlich viel mehr Grund haben, sich in diesem Land bedroht zu fühlen – siehe PEGIDA und seinen Anhang. Islamophobie ist viel verbreiteter als Antisemitismus.

Wie ernst sind die Warnungen vor neuem Antisemitismus zu nehmen oder handelt es sich hier lediglich um eine propagandistische Panik-Kampagne? Vor einem Monat gab eine Bertelsmann-Studie über das Verhältnis der Deutschen zum Holocaust auch Aufschluss über das Verhältnis der Deutschen zu Juden bzw. zu Israel. Dass die Mehrheit der Deutschen einen Schlussstrich unter das Kapitel Nationalsozialismus und Holocaust ziehen will, ist seit langem bekannt, aber sehr bedauerlich, denn Schlussstriche sind meistens eine Weigerung, sich mit einer schlimmen Vergangenheit auseinanderzusetzen – und Verdrängung macht niemals frei. Interessant sind aber auch andere Zahlen: Die Sympathiewerte für Israel sinken in Deutschland dramatisch. Im Jahr 2014 hatten nur noch 36 Prozent der Deutschen eine positive Meinung von diesem Staat, 2007 waren es noch 57 Prozent. Das ist eine deutliche Aussage, und der Hintergrund ist klar: Der Nahost-Konflikt, also Israels unrechtmäßiges Vorgehen gegen die Palästinenser hat seine deutlichen Spuren hinterlassen.


Zwischen der ersten und der zweiten Befragung lagen zwei Gaza-Kriege (2008/09 und 2014), in denen eine wehrlose Bevölkerung einem furchtbaren Beschuss und Bombardement ausgesetzt war, wobei Tausende Palästinenser getötet wurden, bei kaum eigenen israelischen Verlusten. Und auch die Besatzungspolitik in der Westbank mit permanenten Landraub, Siedlungsbau, Unterdrückung der Menschen dort, der Zerstörung von Häusern, Brunnen, Feldern und Olivenhainen (Polizei und Armee schauen zu und greifen nicht ein) – wen kann ein solches Vorgehen gleichgültig lassen, wenn er sich sein Empfinden für Gerechtigkeit und Moral bewahrt hat?


Täglich überfallen jüdische Siedler Dörfer der Palästinenser, Brandanschläge auf Moscheen sind an der Tagesordnung, Sprechchöre und Graffitis wie „Tod den Arabern!“ oder „Araber in die Gaskammern!“ oder Schmähparolen an christlichen Kirchen gehören inzwischen zum Alltag. Moslems in Deutschland registrieren solche Vorgänge sehr genau, die moderne Medienwelt bringt diese Ereignisse bis ins Wohnzimmer. Und da Israel vorgibt, für alle Juden in der Welt zu sprechen und der Zentralrat rückhaltlos hinter Israel steht, darf man sich nicht wundern, dass der Hass bei Moslems und Bürgern aus arabischen Staaten größer wird und sich auch gegen Juden in Deutschland richtet. Ist das aber gleich Antisemitismus? Die sinkenden Sympathiewerte für Israel sind auch deshalb erstaunlich, weil die deutschen Medien – wohl aus Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf – nur sehr zurückhaltend oder gar nicht über Israels Vorgehen in den besetzten  >>>

Netanjahu missbraucht islamistische Angriffe auf europäische Juden für eigene Zwecke - Jean Shaoul  - Nachdem ein jüdischer Mann vor der Hauptsynagoge in Kopenhagen ermordet wurde, hat Premierminister Benjamin Netanjahu erneut an die europäischen Juden appelliert, Europa zu verlassen und nach Israel auszuwandern. Das Gleiche tat er bereits nach dem Angriff auf einen jüdischen Supermarkt in Paris, bei dem nach dem Überfall auf Charlie Hebdo vier Juden ermordet worden waren. Die vier Leichname waren nach Israel ausgeflogen und dort beerdigt worden.

Die Bemühungen der Likud-Partei Netanjahus und des zionistischen Establishments, mehr jüdische Emigranten aus Europa anzulocken, ist Teil einer umfassenderen Kampagne, mit der die Terrorangriffe in zwei europäischen Hauptstädten ausgenutzt werden.

Nach dem Angriff von Kopenhagen erklärte Netanjahu: „Israel ist eure Heimat. Wir bereiten uns auf eine Massenauswanderung aus Europa vor und rufen dazu auf.“ Und weiter: „Wieder wurden Juden auf europäischem Boden ermordet, nur weil sie Juden waren.“

Nach der Pariser Attacke verbreitete er letzten Monat einen ähnlichen Aufruf über Twitter: „An alle Juden in Frankreich, alle Juden in Europa, Israel ist nicht nur der Ort, in dessen Richtung ihr betet, der israelische Staat ist eure Heimat.“

Netanjahu sagte, seine Regierung habe ein 45-Millionen-Dollar-Projekt „zur Aufnahme von Auswanderern aus Frankreich, Belgien und der Ukraine“ gestartet. Israel biete jüdischen Einwanderern schon jetzt erhebliche Anreize, wie Fördermittel, Steuererleichterungen, Unterstützungsgelder und Kredite. Er fügte hinzu: „ An die Juden Europas und an die Juden in der ganzen Welt, ich sage euch, dass Israel euch mit offenen Armen erwartet.“ >>>

Ehemaliger Spionagechef kritisiert Netanyahu scharf in Bezug auf seinen Umgang mit dem Iran - Der ehemalige Mossadchef, Meir Dagan, sagt, der Premierminister verursache  aufgrund seiner Handhabung der iranischen Atombedrohung einen „strategischen Schaden“ . - 27 Feb 2015

Karikatur von Katie Miranda - zum vergrößern anklicken

Ein ehemaliger Chef von Israels Spionageagentur, Mossad, hat Premierminister Bejamin Netanyahus Handhabung der iranischen Atombedrohung kritisiert. Vor Netanyahus umstrittener Rede vor dem US-Kongress sagte Meir Dagan in Kommentaren, die Freitag veröffentlicht wurden: „Die Person, die Israel den größten strategischen Schaden in Bezug auf das iranische Problem zugefügt hat, ist der Premierminister.“

Dagan war ein scharfer Kritiker von Netanyahus Verhalten zum Iran. Er zeichnete sich als Hauptgegner eines potentiellen israelischen Militärangriffs gegen dessen Atomanlagen ab. Er sagte, Netanyahus Reise nach Washington entgegen den Einsprüchen des Weißen Hauses sei sinnlos und kontraproduktiv. Dagan leitete den Mossad von 2002 – 2010, zu einer Zeit, wo dieser laut Berichten verdeckte Anschläge auf iranische Atomwissenschaftler sowie Cyber-Angriffe ausgeführt hat, die Irans Fortschritt in Richtung Bombe verzögert haben.

Seine Kommentare kommen einige Tage, nachdem ein Leck in einem „Spy Cable“ aus 2012  ein Zerwürfnis zwischen Israels Spitzenpolitiker und der Geheimdienstagentur wegen des Irans aufgedeckt hat. In dem klassifizierten Dokument, einem Teil der „Spy Cables“, einem Zwischenspeicher mit hunderten Geheimdienstdokumenten, die zu der Untersuchungseinheit von Al Jazeera durchgesickert waren, widersprach der Mossad Netanyahus Warnung vor der UN-Generalversammlung, der Iran nähere sich der Fertigstellung einer Atombombe,

Zynische Aktion - Zuhause wird Netanyahu beschuldigt, zynisch die Rede in einen Wahlkampfbesuch vor den Wahlen am 17. März  umzufunktionieren, indem er darauf besteht, US Präsident Barack Obama die Stirn zu bieten, um von Skandalen und inneren Problemen abzulenken, die seiner Wiederwahl an den Fersen kleben. Dieser Aufruhr hat sogar die Debatte seines Hauptargumentes beiseite geschoben, so dass Irans Fähigkeiten, Atomwaffen herzustellen weitgehend nicht behelligt werden.

Die israelischen Medien und die politischen Gegner haben seine Entscheidung angegriffen, sich über das Weiße Haus hinwegzusetzen. Sogar einige Verbündete, die Netanyahus Aussage unterstützen, haben diesen Schritt kritisiert. Die US-Regierung verweigert ihm ein Treffen und scheint,, Wege zu suchen, um ihn zu unterbieten.

Das Weiße Haus hat bereits gesagt, es zöge die Geheimdienstspionage zurück, die es normalerweise mit Israel teilt. Einige Pro-Israel-Demokraten übergehen seine Rede und jüdische amerikanische Gruppen haben sich gegen seinen Besuch ausgesprochen. Aus dem Englischen übersetzt von Inga Gelsdorf

MELDUNGEN VERGANGENER Tage  FINDEN SIE  im  Archiv >>>

Weitere Texte >>>

Aktuelle  Nachrichten

Rasante Zunahme israelischer Neubauten in Cisjordanien

Israeli corporal Ari Ben Reuven says: “break every bone” of crying Palestinian boy seized on way to school

VIDEO  - Palestinian flash mob marks Israeli Apartheid Week in London

Permanent link to Netanyahu a danger to Israel, say 200 security veterans

Israel orders Palestinian family to evacuate Sheikh Jarrah house

PHOTOS- Activists re-establish Tel Aviv social protest tent

Mizrahi impressions from a conference on 'democracy'

Iran- Netanyahu will Atomeinigung vor US-Kongress sabotieren

West Bank- 3 Kidnapped, 2 Summoned for Interrogation

Report- PA Prison Authority Foresees Uprising in the Next Month

Navy Opens Fire on Gaza Fishermen

One Youth Killed, Another Wounded by Unexploded Ordnance in Gaza

28. 2. 2015

Synagoge nimmt Muslim in ihren Rat auf

PressTV-Palestinian killed in Gaza blast

The settler organisations appropriating Palestinian land and property in East Jerusalem

Fidel’s comments on Israel’s “macabre genocide” of the Palestinians should be heeded

PHOTOS: Israel cuts off Palestinian power twice in one week

Former Mossad head urges Israeli voters to oust Binyamin Netanyahu

Israeli Attorney-General to Decide on Criminal Probe of Netanyahu

"Jerusalem Gate" Destroyed for 10th Time

Israel und USA- Szenen einer Beziehungskrise

Zehn Jahre Proteste gegen israelische Sperranlage

27. 2. 2015

Campaign for Palestinian Recognition Launched in Ireland - International Middle East Media Center

Farmers continue to face hardship months after Gaza war

Arab League condemns Israel attacks on mosque, church

Israel issues demolition order for school near Hebron

Greek Orthodox Church decries attacks by Jewish settlers

Palestinian girl injured after being hit by settler vehicle in Silwan

"Jerusalem Gate" Destroyed for 10th Time

Israels Premier- Generalstaatsanwalt untersucht Vorwürfe gegen Netanyahu

Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird der Hilfsorganisation Oxfam zufolge bei einer Fortsetzung der israelischen Blockade mehr als 100 Jahre dauern. Schätzungsweise 800.000 Lastwagenladungen Baustoffe würden benötigt, um die Schäden des Kriegs zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas im vergangenen Jahr zu reparieren

Israeli Extremists Attack Palestinian Shop In Hebron

14-year-old Palestinian jailed for stone-throwing maintains innocence

UK doctors shocked by Israeli barbarism in Gaza that kills and dismembers children

Israel Turns off Power to Hundreds of Thousands of Palestinians in the Dead of Winter

Cultural boycott of Israel under fire

Israeli Forces Open Fire on Gaza Farmers

ISIL forces Iraq's Palestinians to flee again

Dispute breaks out over Palestinian-Israeli gas deal


Palestinians call on PA to cancel Israeli gas deal

The Gaza Test for World Justice

The 15 billion dollar deal that will make or break Israel’s regional hegemony

West Bank Palestinians reeling as Israel withholds tax payments

Danish Ambassador to Israel Exposes Middle East Double Standard
 

Independent Palestinian state stressed

Banksy’s Newest Work: A Tour Of The Gaza Strip
 

Banksy reveals new work in wry Gaza 'tourism' video

Israeli politician exposes scale of West Bank colonization

Mike Huckabee: There’s no such thing as the Palestinians

Caught in a wasteland: Gaza six months after the ceasefire

Saudis to Allow Israeli Jets Airspace for Strikes on Iran

Finding 1954 in 2014

Jesus son of a w***e': Jerusalem Greek Orthodox Church building torched and defaced

Israel Oil Drilling in Golan Heights Violates International Law: Experts
 

New Palestinian city has condos, a mall and a sports club — but no water

Amnesty wirft Staatengemeinschaft Versagen vor

Moschee bei Bethlehem bei mutmaßlichem Brandanschlag beschädigt

Erneut Brandanschlag auf Moschee in Westjordanland

Siedlungsbau in Palästinensergebieten ist im vergangenen Jahr um 40% gestiegen

Boykott israelischer Waren durch Palästinenser

Israel kritisiert steigende deutsche Exporte in den Iran

Ein Loch im U-Boot

USA und Israel in der Beziehungskrise

Netanyahu verteidigt Wahlkampfrede vor US-Kongress

Umfrage: Netanjahus Auswanderungsappell für Mehrheit unangemessen

Hebron - die Fieberkurve des Nahostkonfliktes

Immobilienbericht bringt Israels Premier unter Druck

Kunststiftung schickt junge Künstler nach Israel

„Charlie Hebdo“ in Israel als Wahlkampfgeschenk erlaubt

Israel: Protest gegen Massenentlassungen

Kritik von Friedensbewegung
Israel baut mehr Siedlungen in besetzten Gebieten

Gaza Fixer: A Chronicle of Survival

Bethlehem, Israeli extremists torch and profane mosque

West Bank settlers vote although outside of sovereign Israel

25. 2. 2015

Permanent link to Netanyahu goes nuclear… now wait for the fallout

Settlers Uproot 100 Olive Saplings in Hebron, Khirbet Gween Slated for Demolition

Arab League Calls for Protection of Palestinian People

Interview with Isaac Herzog- `Israelis Are Fed Up with Politics of Fear`

Herzog cancels AIPAC speech, takes aim at Netanyahu trip to US

Gallup poll: Democrats losing sympathy for Israel

Israeli Extremists Burn A Mosque In Bethlehem

ISM Report- “If you don’t open the door in 5 minutes, we will blow it up.”

Nine Kidnapped from West Bank, Shepherds Prevented from Grazing Livestock

Palestinian Girl Struck by Israeli Settler Vehicle in Silwan

VIDEO- Israeli Army Raids Aida Camp

Another Settler Hit and Run on Palestinian Youth

24. 2. 2015

Abbas: Dahlan Citizenship is ‘Serbia’s problem’

Babies die in Gaza due to the resource siege

Canada, Israel provide CAD 19.3 mln to develop fruit and vegetables in Ukraine

Israelische Armee tötet in Westjordanland 19-jährigen Palästinenser


Israeli troops shoot and kill Palestinian in West Bank clash

Mossad glaubte nicht an iranische Atombombe

Obama ist erbost: Warum Netanjahu plötzlich "persona non grata" ist

Israel intensiviert Siedlungsbau im Westjordanland


Bericht meldet starken Anstieg von Siedlungsbau im Westjordanland

Hamas: „Provokation Israels führt zum Schließen des Grenzübergangs Rafah“

Israel kappt zeitweilig Stromversorgung von Jenin und Nablus

Palästinensische Behörde wegen Beihilfe zu Terrorismus verurteilt


US jury orders PLO to pay $218 million

Israel denies causing Gaza floods by opening dams

Gaza farmers unable to export produce

23. 2. 2015

Avigdor Liberman fordert Hinrichtung von palästinensischen Häftlingen.

PLO und Palästinenserbehörde sollen für Anschläge zahlen

 Israel begins cutting off electricity to West Bank

Atomstreit: USA und Iran vor einer Einigung

Mossad contradicted Netanyahu on Iran nuclear programme

Rights group: Palestinian teen imprisoned by Israeli military court to deter student protest

Civil Administration dismantles, confiscates water pipes in Khirbet Yarza, Jordan Valley

Ruth Collian - die religiöse Rebellin wird in Israel 'Schlampe' genannt

ARCHIV >>>

Kontakt  |  Impressum  | Haftungsausschluss  |  Arendt Art  |  Nach oben  |   © 2014 Erhard Arendt  |  bei facebook | Das Palästina Portal gibt es seit dem 10.4.2002