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Vita:
1927 geb. in
Tübingen
Vater Romanist an der Uni in Tübingen und München,
2 polit .Prozesse 1943/44
Aus eigenem
Entschluss seit 1941 nicht mehr in Hitlerjugend!
Ab 1946 Mithilfe
beim Aufbau der Pfadfinderarbeit in München.
1947 Abitur, Studium der Naturwissenschaften und Pädagogik in M und
Neuendettelsau.
Lehrerin
an 2 christl. Internatsschulen.
1960 Heirat/
1990 gesch. -
2 eigene Kinder Kristin und Heiko (1961)
Ihre Tochter Kristin ( dipl.agr.) ist in JALALABAD/ Afghanistan wo sie als Entwicklungshelferin
(Aufforstung) arbeitet.
Ihr Sohn Heiko
Harms (eigentlich Informatiker) ist verheiratet und hat 3 Kinder
( 5,3 und 1,5Jahre), er arbeitet mit seiner Frau im zivilen Friedensdienst
in Skopje, um Mazedonier, Albaner und Sinti und Roma friedlich zu
einander zu bringen.
1991 Adoption
von Hashem (Palästinenser)
Der Adoptivsohn Hashem ist Mediziner er kommt aus der Nähe
Jenins, aus Arrabe und ist inzwischen Arzt und Dozent im DHZ
in Berlin.
Ehrenamtliche Tätigkeiten in ev-luth Gemeinden.
Deutschunterricht
an Ausländer vieler Nationen.
Seit 1963 1.
Kontakte mit der ev. Gemeinde in Bethlehem
Ehrenamtliche
Mitarbeit beim Jerusalemsverein (Patenschaftsarbeit- Vortragsarbeit
in Bremen und Ostfriesland
1967 das
1. Mal in Bethlehem (Damals noch Jordanien)
1968 das 1.
Mal in Israel und wieder in Bethlehem (isr. Besatzung).
Inzwischen ist sie 20 mal in Israel-Palästina gewesen.
1985 Mitbetreuung
der ehemalig. Leeraner Juden beim 1. Besuch in Leer.
Seit 1988 Kontakte
zu isr. Friedensgruppen PHR, Frauen in Schwarz, AIC.
Mit der Zeit immer mehr solche Kontakte, auch zu Felicia Langer (Übersetzung
ihres Buches: "Die Zeit der Steine" . Ihre 1. Übersetzung.)
1993 ihr 1.
eigenes Buch: "Sag, Mutter, wie sieht Frieden aus?
Nachdenkliches
und Frag-Würdiges zum Israel-Palästina-Konflikt" Dura-verlag,
13.9.93 Bundesverdienstkreuz
1992 eine
Ausstellungen von isr. und Pal- Künstlern nach Leer bzw Oldenburg
(1996) geholt.
Seit 1989
Mitarbeit bei der DPG, auch am Journal.
Nominatorin für 3 international.
Friedenspreise (1990,1997, 2001) für isr. Friedenskräfte
Renovierung
eines Kindergartens in Gaza (finanz. Mittel zus. gebettelt/ erspart
...)
Seit 1992 Zusammenarbeit
mit Uri und Rachel Avnery.
Mitglied von DPG und
Gush shalom
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Ellen Rohlfs und Uri Avnery
Foto:
Sylvia Samad-Tari. |
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Ora
et labora
Dies lernten wir einst im
Lateinunterricht:
Bete und arbeite!
Ein sinnvoller Rat.
Er prägte Jahrhunderte lang
Das Leben der Mönche.
Und es entstand eine blühende Kultur
Im europäischen Mittelalter.
Ob Buchkunst, Malerei, Musik
oder Baukunst
Bildung, Wissenschaft und Landwirtschaft.
Ora et labora gab dem Leben Sinn und Ziel
Und schuf bewundernswerte Werke.
In der jüdischen Gemeinschaft
des Stedls
Hatte das Gebet in der Synagoge
Auch einen hohen Stellenwert
hielt sie Jahrtausende am Leben
Und verband sie über Kontinente hinweg.
„Ora et labora!“ kam mir
spontan in den Sinn,
Als ich während des Libanonkrieges
Ein Foto von der Nordgrenze Israels sah:
Eine große Batterie schlanker Raketen –
Zuweilen beschriftet von jüdischen Kindern mit Grüßen
An die im Libanon - welch makabrer Scherz!
Ob Streubomben, konventionelle oder solche mit DU
Das war für mein unschuldiges Auge nicht zu erkennen.
Dahinter aber stand ein Soldat
mit Gebetsschal, Kipa und Gebetbuch
Um schnell vor dem Abfeuern noch sein Gebet zu verrichten.
Ob er dabei wohl auch an die Opfer –
die Opfer seiner nächsten Tat gedacht hat?
An die „am Felsen zerschmetterten Kinder“
Wie es im Psalm 137 heißt?
Waren es vielleicht gerade diese
Rachepsalmen
die ihn anfeuerten,
sein blutiges, zerstörerisches Tun fortzusetzen?
Nun heißt es nicht mehr „ora et labora“
sondern „orate, necate et disturbate!“
Betet, tötet und zerstört!
Welch pervertierter Fortschritt
vom einst
angeblich so finstern Mittelalter
Zur aufgeklärten, zivilisierten Neuzeit,
der Neuzeit mit Völker- und Menschenrechte.
Dachte ich.
Ellen
Rohlfs |
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Ihre Stimme:
Ellen Rohlfs und die Anti-Kriegs-Aktion
in Ostfriesland
Rede vom 15.02.2003 in Leer -
mp3
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Ellen Rohlfs mit dem israelischen Journalisten Shraga
Elam -
2002 in Köln |
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„Nie wieder!“
Ellen Rohlfs - nach
Erich Fried „ ein trockenes Gedicht“ 7.8.05
Deutsche
Kolonialoffiziere und –Soldaten
Begingen unter Führung von General von Throta
einen Völkermord an den Hereros in Südwestafrika
Das war 1905.
Die deutsche
Regierung
war vom deutschen Botschafter in Aleppo gut informiert
über den Völkermord
an den Armeniern in der Türkei -
Sie mischte sich nicht ein.
Das war 1915.
Die deutsche
Nazi-Regierung
Beging den Genozid am jüdischen Volk.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung,
wusste oder ahnte wenigstens darum und schaute weg.
Das war von 1933-1945.
Danach hieß es
entsetzt nicht nur von den Überlebenden der KZ:
„Nie wieder!“
Die deutsche
Regierung heute „unterhält enge Beziehungen
zu Israel“ und kennt die Ziele
der rechts-extremen, rassistischen Regierung:
Palästina und Ost-Jerusalem araberrein zu machen,
d.h. ethnische Säuberung
also Transfer, „Politizid“* oder sollte es schon
schleichender Völkermord sein?
Die Regierung schickt
dennoch U-Boote und Panzer-Ersatzteile
Und unterstützt so
eine brutale, unterdrückerische Besatzung,
auch den Bau der
Apartheidmauer .
Sie sieht nur die
Opfer der einen – und schweigt
Zu den Opfern der andern Seite.
Sie schweigt zu Kriegsverbrechen.
Das ist eindeutig Mittäterschaft.
Das geschieht heute – 2005.
Resumee:
Deutschland beteiligte sich in nur 100 Jahren
Aktiv und direkt, indirekt oder passiv
an vier Genozidien.
Ich bin fassungslos.
„J’accuse!“
Nie wieder ?
Nirgendwo?
*s. Baruch
Kimmerling : sein Buch „Politizid“ , 2003: „Der Politizid
ist in vollem Gange“ ( S.193) u.
Shulamit Aloni: „Wer sagt denn, dass ein Genozid immer nach dem gleichen
Muster abläuft?“ 8.3.03) |
Vierzig Jahre
Von Ellen Rohlfs
"Let my people go!"(1) bat Mose den Pharaoh -
natürlich in der damals in Ägypten üblichen Sprache.
Die zehn Plagen brachten den Pharaoh schließlich dazu,
Das Volk des Mose aus der Sklaverei zu entlassen.
Der Auszug war dramatisch:
Das Meer teilte sich und ließ die Israeliten
Fast trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen
das verfolgende Heer des Pharao aber
Ertrank mit Reiter, Ross und Wagen
In den zurückflutenden Wogen.
Vierzig Jahre wanderten die Israeliten
Durch die Wüste.
Sie waren durstig - kein Problem
Mose schlug mit dem Stab an die Felsen
Und das Wasser sprudelte.
Sie waren hungrig - kein Problem
Gott ließ Wachteln und Manna vom Himmel fallen.
Vierzig Jahre Wanderschaft - das Volk murrte.
Kein Wunder - es war eine harte Zeit.
Schließlich nach 40 Jahren - kam es im Gelobten Lande an -
"ein Land darin Milch und Honig fließt" (2)
Und in dem noch sieben andere Völker lebten.
Kein Problem. Sie wurden fast alle vernichtet.(3)
Die Nachfahren dieser Restvölker, die sich mischten
Mit Kanaanitern, Arabern, Philistern und Hebräern,
mit Kreuzfahrern, Mamelucken, Osmanen und Armeniern
- Juden, Christen und Muslime -
Und sich heute Palästinenser nennen
- also seit Tausenden von Jahren im Lande leben, (4)
hatten ihre eigene Multi-Kultur.
Und wenn sie hungrig waren? Mish muskule! (5)
Im Jordantal wuchs alles üppig.
Das Vieh hatte meistens saftige Weiden,
An Berghängen auf Terrassenfeldern wuchsen Olivenbäume
In der Ebene Getreide, Zuckerrohr und Riesenmelonen
Zitrusbäume und Dattelpalmen.
Waren sie durstig? Mish muskule!:
Der noch nicht abgeleitete Jordan, die gebohrten Brunnen,
Vom Winterregen gefüllte Zisternen - es war selten zu viel
Es reichte noch für Pilger aus aller Welt.
Dieses Volk wandert nun seit 40 Jahren
durch seine "Wüsten" in aller Welt, in Flüchtlingslagern,
im eigenen Land vor Grenzübergängen,
Terminals, Checkpoints und nun vor der Apartheid-Mauer
Es fragt, wie lange noch?
Sind 40, gar 60 Jahre nicht längst genug?
Von Tag zu Tag wird das Volk
um mehr Dunums (6) seines Landes beraubt
Fruchtbäume wurden zu zig Tausenden
Und über 500 Dörfer zerstört.
Das Wasser: ein immer größeres Problem -
Der größte Teil wird in israelische Städte und Siedlungen
geleitet,
So trocknen Quellen und Brunnen aus,
werden gar zerstört oder versiegelt -
Das Restwasser schwer kontaminiert oder gar vergiftet (7).
Das eigene Wasser muss teuer zurückgekauft werden.
. Egal wo und wie die Menschen leben
Ob in Höhlen, Zelten, Blechhütten oder Häusern -
Mehr als 18 000 wurden zerstört - es wird ethnisch gesäubert
Im Negev und in Galiläa, im Jordantal, in Rafah und Jerusalem …
Wenn sie Glück haben, dürfen sie Sklavenarbeit leisten
Wie einst die Hebräer in Ägypten.
Sonst werden sie schikaniert, gedemütigt,
Verhaftet, gefoltert, verletzt und getötet.
Warum? Aus Sicherheitsgründen.
Denn Sicherheit ist nur für das eine Volk.
Alles wird ihnen genommen
die Zeit, die Straßen und das Geld
die Kinder, die Freiheit, das Leben und was sonst dazu gehört.
Die Welt sieht zu - als sei's ne Komödie.
Es ist aber in realiter eine erschütternde Tragödie.
Die Menschen üben unglaubliche Geduld - SUMUD
Und manche murren nicht nur - wen wundert's?
- sie leisten auch Widerstand, zuweilen brutal - doch meist
gewaltfrei -
Und werden dafür zehn- oder gar hundertfach bestraft.
Die "ethnic cleanser"(8) denken und wünschen:
"Let this people go! Let this people starve! (9)
Wann verschwinden sie denn endlich von alleine?"
Wo bleibt der Mose oder Nelson Mandela,
der das geschundene Volk in die Freiheit führt?
Nach 40, ja, 60 Jahren Leid, Verzweiflung, Zorn
und Verbitterung
klingt es inzwischen von allen Enden der Erde:
"40 Jahre Besatzung, Unterdrückung und Vertreibung sind vollauf
genug!
Lasst endlich das Volk in seinem eigenen Lande leben!
Let this people stay! Let this people live!"
(10)
1) einem bekannten Spiritual
nachempfunden
2) 2.Mos.3,8
3.) Josua 12/ 5.Mos.7
4) Jericho war schon um 8000 v. Chr. eine Stadt
5) arab.: Kein Problem!
6) Dunum , arabisches Flächenmaß
7) von Siedlern südlich Hebron
8) diejenigen die die ethnische Säuberung und den Transfer
befürworten
9) Lasst dieses Volk gehen! Lasst es verhungern!
10) Lasst dieses Volk bleiben! Lasst dieses Volk leben! |
Sag
Mutter, wie sieht Frieden aus?
Nachdenkliches und Frag-Würdiges zum Israel-Palästina-Konflikt.
erschienen im Dura Verlag
Da der Verlag nicht mehr existiert, ist das Buch nur noch bei der
Autorin erhältlich.

"Was mir an diesem Buch
am meisten imponiert, ist, daß es für beide Seiten dieses tragischen
Konfliktes Verständnis hat. Es ist meine tiefste Überzeugung, daß
man nicht gegen Israel sein muß, wenn man mit den Palästinensern
sympathisiert ....."
(Uri Avnery im Vorwort) |
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..."Mann kann
und muß für Israel, für die Palästinenser, für die Menschlichkeit,
für den Frieden sein. Ellen Rohlfs ist es."
Uri Avnery im Vorwort zum ihrem Buch: Sag Mutter wie sieht der
Frieden aus? |
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Die Kinder von Bethlehem
Dokumentation:
Ellen Rohlfs u. Muna Hamzeh-Muhaisen,
Vorwort Dr.Mitri Raheb,
Verlag: Meinhardt Text u. Design,
65510 Idstein
..... auch vom Papstbesuch in der Geburtsstadt Jesu. Doch
was wissen wir von der Stadt Bethlehem? Nicht nur von ihrer über 3000
jährigen Geschichte, sondern vom Leben ihrer Menschen heute? Doch recht
wenig! Aus der Stadt Davids und Jesu, die jetzt eine muslemische Bevölkerungsmehrheit
hat, haben Ellen Rohlfs u.
Muna Hamzeh-Muhaisen Berichte gesammelt, die zu lesen sich
lohnt. Neben Zeitungsreportagen von Israelis und Palästinensern
kommen in dieser Sammlung vor allem Menschen selbst zu Wort, die in
der Stadt leben, ... Kinder und Erwachsene schildern ihr Schicksal
im Flüchtlingslager, in der Intifada; im Gefängnis usw..
Quelle.
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Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande - 1993
Wenn man
ursprünglich im englisch veröffentlichte Artikel aus Palästina oder
Israel liest, sieht man meistens unter dem Artikel einen Namen
stehen: (Aus dem Englischen übersetzt: Ellen Rohlfs).
Ellen Rohlfs ist
die
autorisierte Übersetzerin von Uri Avnery. Sie ist Autorin des
Buches: Die
Kinder von Bethlehem"
und:
Sag Mutter, wie sieht
Frieden aus? Ihre Übersetzungen gehen
sicher in die tausende.
Unter anderem ist sie die deutsche Vertreterin der israelischen Friedensgruppe
Gush Shalom; Gründungsmitglied
von
ICPPP
(Internationales Committee for Protection of Palestinian People,
Sektion Deutschland)
In einer E Mail schrieb sie, sie
finde auf den Seiten von "Dschenin" " eine Reihe ihrer Freunde
wieder.. Sicherlich sind es auch Freunde, deren Texte sie
übersetzt hat. Lange Zeiten des gemeinsamen friedlichen Kampfes für
Palästina und Israel verbinden sie.
Als Motivation
für diese Arbeit sieht sie: "den israelisch-palästinenschen Konflikt, die palästinensische
Tragödie als eine unglaublich traurige Fortsetzung unserer Geschichte.
"Europa, besonders Deutschland hat sich der "Judenfrage" auf dem Rücken des
palästinensischen Volkes entledigt."
Sie sagt: "Das
kann uns doch nicht unberührt lassen. Wir tragen hier eine große Verantwortung.
Was könnten wir Besseres tun, als die Kräfte in Israel stärken, die
sich wirklich um Frieden und Versöhnung einsetzen, für die Menschenrechte
und für mehr Menschlichkeit. Ich versuche mit meinen Übersetzungen kritischer
und verantwortungsbewusster Israelis auf die wirkliche Situation
in Israel und Palästina aufmerksam zu machen und kämpfe gleichzeitig
hier gegen jeden Rassismus und Antisemitismus."
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Eine Dokumentation
von
Ellen-Ruth Rohlfs
Was geschieht eigentlich hinter der Mauer
in Palästina.
"Nur"
Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?
Vorwort von Hajo Meyer:
"Diese unsere verantwortlichen Politiker hoffentlich aufrüttelnde
Dokumentation von Ellen Rohlfs ist allein mit der Absicht
schlimmeres zu verhindern und mit dem großen Wunsch geschrieben
worden, einen Weg zum Frieden zwischen beide Völkern zu finden"
Selbstverlag - Preis 10€ mit Versand
Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de |
„Fröhliche
Weihnacht – überall“ !
----Weihnachten 2010 ---
Ellen Rohlfs
26.12.2010 nach Vera Machts Bericht aus Gaza
„Fröhliche Weihnacht – überall!“
Heißt es in einem unserer Weihnachtslieder.
Können wir das denn noch singen?
Schreiendes Unrecht an jedem Tag
Sogar der Weihnachtstag
ein Tag des Terrors:
Fröhliche Weihnacht --- überall??
In Afghanistan? Irak, Pakistan und Palästina ??
Überall??
Im Gazastreifen wurde am Weihnachtstag
Der Schäfer Abu Hash inmitten seiner Herde erschossen-
Er weidete sie nahe am 500m Grenzstreifen
Im letzten Monat wurden allein 32 Menschen dort angeschossen
Auch Kinder und Jugendliche
mit Dum-dum-Geschossen – nach Genfer Konvention verboten
88 wurden seit März angeschossen – neun davon starben.
Ihr Verbrechen: Steine sammeln als Bausteinersatz.
Da 45 % Arbeitslosigkeit.
Fröhliche Weihnacht --- überall ??
Am Heiligabend Beerdigung von Abu Hash
Der seinen 2Tage alten Sohn nie gesehen hat.
Und schon wieder fliegen F-16-Bomber über Gaza
Und werfen Bomben, die das E-Werk treffen
Nun liegt Gaza im Dunklen.
Noch ein Tag des Terrors.
Die Menschen, ja Menschen !! sind so schon schwer traumatisiert.
Bomben in jeder Nacht.
Noch ein Krieg? Wir können’s nicht fassen.
Und die dies tun – die „moralischste Armee“ -
sind sie noch Menschen?
Kriegsverbrecher, Terroristen sind’s !
Wie lange noch??
Und die Absperrung Gazas nannte ich noch nicht
Es ist das größte Freiluftgefängnis der Welt ..
Gehört dies alles zur „Staatsraison“ unserer Regierung?
Mir bleiben nur noch Trauer, Verzweiflung
Hilf- und Machtlosigkeit.
Kann da einer noch singen:
Fröhliche Weihnacht ----- überall ????
Mir ist das Weihnachtslieder-Singen auf jeden Fall vergangen …. |
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Ein Kind
Ein
Kind
Ein jüdisches Kind
Wird geboren
- Nach biblischer Überlieferung -
Im Schutz
Einer Stallhöhle
Vor 2000 Jahren
In Bethlehem
- und lebt ....
Seitdem feiern wir Weihnachten.
Kinder
Jüdische Kinder
Wurden geboren
Vor 60 Jahren
In Auschwitz, Maydanek
Und ähnlichen Un-Orten
Lebten kurz und starben im Gas.
Wo ist Gott?
Fragt mancher seitdem.
Kinder
Israelische Kinder
Wurden geboren
Vor etwa 20 Jahren
Wohl behütet im Kreißsaal
Eines Krankenhauses in
Tel Aviv, Ariel oder Jerusalem
Und leben - um zu hassen
„Born to kill“ liest man *
auf
manchem Soldatenrücken
Du sollst nicht töten!
Heißt eins der Gebote ihres Gottes.
Kinder,
palästinensische Kinder
Werden geboren
In Pkws
Am Checkpoint
Nicht nur vor Bethlehem.
Im Jahre 2001 und zwei-
starben bei 43 Geburten 23 Kinder
und 19 ihrer Mütter mit ...
Fröhliche Weihnachten ! ?
Ellen
Rohlfs 20002
(* in Hebron; s. auch Artikel in Haaretz
(19.1.02) von Gideon Levy
„The war against the unborn“; Bericht
von Sean Hawkey 2.12.02, Bethlehem)
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Die Übersetzung
eines Gedichtes.
Mein Land
Ein Gedicht von Christine
Mein Land
Überwältigt vom Wehgeschrei!
Warum müssen deine unschuldigen Kinder
Für die Sünden der Erwachsenen zahlen?
Mein Land
Eingezäunt von Feuer
Umgürtet von Maschinenkugeln.
Mein Land,
wie hat man dich verunstaltet!
geliebtes Land, wann wird alles vorüber sein?
Mein Land,
Oase der Liebe und des gegenseitigen Verständnisses
Ich habe darum gebetet, dass die gerechte Sache triumphieren wird.
Mein Land
Ich habe darum gebetet,
dass die Kinder aufwachsen im Land in Freiheit und Frieden.
Wir
wollen in Frieden leben
Im Land von Freiheit und Frieden
Wir wollen, dass Friedenstauben
über unser zauberhaftes Land fliegen.
Christine Sa’adeh, 12 Jahre, Bethlehem
(Aus dem Engl.: E.Rohlfs)
Christine
wurde am Abend des 25. März 2003 in Bethlehem von einem Sonderkommando
der israelischen Armee im Auto ihrer Familie erschossen.
Quelle
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Alles gesagt ?
- nach
dem Gazakrieg 2008/2009
Ellen Rohlfs
An sich haben wir alles gesagt, bis uns die Worte
Zu Asche in
unserm Munde wurden*
Zu Asche, zu
Asche , zu Asche
Verbrannt -
verkohlt – verwest – verseucht -
Verfault –
verreckt – vertilgt – vermint -
verloren –
verflucht – verachtet – verbittert - verzweifelt …
wortlos –
mutlos – hoffnungslos – ratlos - lieblos und ohne Erbarmen …
ja, genau
deshalb schreie ich ….
Mein Schrei –
scheinbar lautlos - ist
wie der Schrei
in Edward Munchs berühmter Lithographie
ein Schrei,
der rund um die Erde hallt
ein Schrei,
der bis in die tiefste Hölle schallt
ein Schrei,
der bis in die Himmel aller Himmel steigt
ein Schrei,
der auch den sechs Millionen der Naziverbrechen gilt
und den im
Irak-, Afghanistan-, Libanon- und Gazakrieg
Getöteten,
Verbrannten, Verkohlten – Menschen, Frauen, Kinder !!.
Und den von
geächteten Waffen Verstümmelten und Zerfetzten – Menschen,
Kinder, Frauen
und den
Millionen Vertriebenen - Iraker, Afghanen, Palästinenser – es
sind Menschen!!!
Sie sind die
Opfer moderner „Kreuzzüge“ dümmlich frömmelnder
Supermacht-Präsidenten
und Opfer
des angeblichen „ Clash of Civilisations“ „ des Kampfes der
Kulturen“
zwischen den
arroganten sog. Zivilisierten und Kultivierten,
Vertreter
„westlicher Werte“ --- welche denn ??
und den
angeblich primitiven, mörderischen Einheimischen,
mit denen
angeblich nicht geredet werden kann –
mit denen man
aber gar nicht reden will !!!
„Krieg gegen
Terrorismus“ heißt es – doch
Wer sind die
wirklichen, grausam unmenschlichen Terroristen ??
Welches sind
die Schurkenstaaten ??
Es ist ein
Schrei, der unsere Regierung nicht nur aufschrecken
sondern
endlich, endlich, endlich !! aufwecken sollte ….
Merkt sie
noch immer nicht, dass man sie für dumm hält…
Und ihre
philosemitische Nachsicht heimlich belächelt ?
Dass darum
ungestraft weitergemacht wird mit ethnischer Säuberung in
Ost-Jerusalem und …
Es sind ja
keine Menschen … sondern „Krebsgeschwüre“ -
kommt uns dies
nicht irgendwie bekannt vor ? …
Es ist
Rassismus pur – sollte das hier noch keiner gemerkt haben ??
Ich schreie
„mit verzerrtem Gesicht und harter Stimme“ *
Was kann ich
sonst noch tun?
Außer den
Geist aufgeben --- und die Welt
mit ihren
heuchlerisch, verlogenen Politikern und Regenten
und den so
unschuldig tuenden, feig-frommen Kirchenobersten
- allesamt
gehirngewaschen -
Ihrem
Wahnsinn überlassen.
„Nach mir die
Sintflut“ sagte man früher, und heute : die nukleare
Selbstzerstörung.
Oder gibt’s
eine Alternative?
·
In Anlehnung an Berthold
Brecht
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Übersetzungen (eine sehr kleine Auswahl)
Sharons tödlicher Tango
-
von Lev Grinberg
Am Vorabend der Zerstörung -
von Avraham Burg
Eine gescheiterte israelische Gesellschaft stürzt
zusammen während ihre Führer schweigen
- Avraham Burg
Übersetzungen von Uri Avnery
Die albernste Schau in der Stadt
Die prächtigen 27
Was ist mit dem Generalstabschef, Moshe
los?
Barghoutis Schreckgespenst
Episode in Lissabon
Naboth hatte einen Weinberg
Alles wegen einer kleinen Olive
Die deutsche Seite von Uri Avnery |
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Von Mauern und Zäunen -
Ellen Rohlfs, Dezember 2003 -
Noch immer sehe ich die
graue, überdimensionale Mauer vor mir, als wir Ende Oktober km-lang
an ihr vorbeifuhren: eine Gefängnismauer? Nein, eine ganze Stadt - Kalkilia
- liegt dahinter -aber wir sahen nichts von ihr, absolut nichts. Seitdem
geht mir die Mauer nicht mehr aus dem Sinn.
Sie war für uns kein
Hindernis, wie gesagt, wir fuhren nur vorbei. Und die Bewohner der Stadt?
Gefängnisinsassen? –--Seitdem denke ich über Mauern nach und erinnere
mich an Mauern, über die ich gelesen und die ich selbst gesehen habe.
Die berühmt-berüchtigten
biblischen Mauern zu Jericho - angeblich über 3000 Jahre alt
- hat es nach Erkenntnis israelischer Archäologen (1) nie gegeben –
also haben weder die Priester mit Trompetenschall noch das Kriegsgeschrei
des israelitischen Volkes sie zu Fall bringen können. Ein Mythos also!
Die Chinesische
Mauer – das größte Bauwerk der Erde, das sogar vom Mond zu sehen
und in Teilen 2200 Jahre alt sein soll, wurde einmal zur Abwehr von
Nomadeneinfällen gebaut: fast 2500km lang – heute die Touristenattraktion
Chinas- jedem besuchenden, ausländischen Staatsmann wird sie mit Stolz
vorgeführt.
Die Klagemauer in Jerusalem,
Stützmauer des von Herodes erweiterten Tempelplatzes– ist heute
heiligste Stätte frommer Juden, da Erinnerung an den zerstörten Tempel.
Über ihr soll nach jüdischer Tradition Gottes Geist schweben. Diese
Mauer ist aber niemals Teil des Tempelgebäudes gewesen, wie zuweilen
behauptet wird. Dass sie zusammen mit dem Tempelberg ein Streitobjekt
bei allen sog. Friedensverhandlungen ist, ist verständlich. Nur ein
weiser, frommer, jüdischer Philosoph(2) hätte die Klagemauer um des
Friedens willen längst abgegeben, sie sei doch nur eine „fromme Disco“.
mehr >>>
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GEBT ihnen Geigen !
(Daniel Barenboim
gewidmet von Ellen Rohlfs)
Nehmt ihnen nicht weg das
Brot und das Wasser!
Das
Land, die Ölbäume, Straßen, Häuser, Schulen und Werkstätten!
Nehmt ihnen nicht weg die Würde, Freiheit, Hoffnung und den
Lebensmut,
Doch
nehmt weg die Checkpoints und Straßensperren
Den
scharfen Befehlston, die demütigende Bewegung,
die
Undercovereinheiten, die Kollaborateure
die
Gefängnislager mit ihren Folterern
die
Panzer, Scharfschützen, Hubschrauber, Bulldozer
das
Tränengas, den Lärm der Motoren,
das
Monstrum der Apartheidmauer.
Nehmt all dies weg! und
Lasst das Verhaften, Zerstören, Verletzen, das gezielte Töten!
Sie nehmen sonst nicht nur
Steine in die Hand, sondern Kalaschnikows,
Sie
schmuggeln Waffen und basteln Raketen,
verstecken Minen am Straßenrand -
Ja,
schnallen sich Sprengstoffgürtel um den Leib ....
-
Haben sie
denn noch was zu verlieren
- Außer
der Angst vor dem Tod ?
und
reißen so Unschuldige mit in den ihrigen.
Wer
sind sie? Terroristen, Freiheitskämpfer ?
Wer
Wind sät – wird Sturm ernten.
Wer
Gewalt sät, wird mit Terror konfrontiert.
Drum: Gebt ihnen Geigen,
Trompeten, Celli und Trommeln in die Hand –
Die
Würde und Achtung vor dem anderen,
steckt sie mit Begeisterung an,
schenkt ihnen Liebe, Verständnis
und
wahren Sinn fürs Leben in lohnender Zukunft.
So
wurde aus Ramzi, dem Steinewerfer – Ramzi, der Geiger.
Aus
Samir, dem Intifadajungen – Samir, der Architekt.
Aus
Majid, dem Frustrierten – Majid, der Arzt.
Aus
Nazmi, dem Geschlagenen – Nazmi, der Archäologe.
Aus
Mahmud, dem Beraubten – Mahmud, der Dichter.
Aus
Sliman, dem Gedemütigten – Sliman, der Maler.
Aus
Noah, dem Traumatisierten --- Noah, der Friedenskämpfer.
Aus
Ahmed, dem Gefolterten - wird dann hoffentlich ein ganz normaler
Familienvater.
Ja, gebt ihnen Geigen
in die Hand, den Pinsel, das Buch oder ein Werkzeug,
Gebt
zurück die menschliche Würde, Hoffnung und den Augen ein Ziel.
Und
natürlich das Brot und das Wasser,
Das
Haus, das Land mit seinen Früchten,
Gebt
zurück die Ehre dem einzelnen und den Familien,
Die
Freiheit und Sicherheit im eigenen Land!
Gebt ihnen Geigen in die
Hand! – dann werden sie beweisen,
ihre
Gene* sind nicht anders als die ganz normaler Menschen.
Sie
werden leben in Frieden mit sich und ihren jüdischen Nachbarn.
Nach
Martin Buber , Yeshayahu Leibowitz und Yehudi Menuhin
Wär’
es nie anders gewesen.
Doch
nun muss der Geist des Versöhnens und Verzeihens wachsen.
Drum, gebt ihnen Geigen in die Hand und Hoffnung ins Herz!
* Ein israelischer
General behauptete 2003, die Palästinenser hätten Gene der Gewalt
und seien deshalb Terroristen. |
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Schandmauer
-
Jörg Bremer muß ich ein Kompliment machen, für
den
Artikel "Bauer Fajek gibt auf" (F.A.Z. vom 9.
Dezember), in dem er Tacheles
redet über die Schand- oder Apartheidmauer in Palästina. Ich habe schon
lange auf solch einen Artikel gewartet. Da ich kürzlich diese Mauer,
diesen Gefängniszaun für ein ganzes Volk selbst an mehreren Stellen
gesehen habe und entsetzt war, kann man diesen Zaun, diese Mauer nicht
deutlich genug schildern in ihren unmenschlichen Folgen. Er ist ganz
klar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit: 2,5 Millionen Menschen
wird das Leben unerträglich gemacht. Sie sollen eben verschwinden. "Freiwilliger
Transfer" wird dies dann genannt. Die UN und die EU müßten laut protestieren
- und wer ein Veto dagegen einlegt, macht sich mit schuldig an einem
"Politizid", wie Baruch Kimmerling dies in Bezug auf das palästinensische
Volk fast noch euphemisch bezeichnet. Danke Jörg Bremer, diesmal stimme
ich mit Ihnen überein.
Ellen Rohlfs, Leer |
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Offener Brief an Außenminister
Josef
Fischer
- Ellen Rohlfs 29.
Oktober -
Sehr geehrter Herr Außenminister!
Sie kommen gerade von einer
Reise aus Nahost zurück, wo Sie noch einmal Ihre Solidarität gegenüber
dem Staat Israel in einer schweren Zeit kund taten. Sie waren, wie üblich,
auch in der Gedenkstätte Yad Vashem – das erwartet man von Ihnen. Und
ich finde das ganz in Ordnung.
Ich hoffe, Sie haben bei
Ihrem Abstecher nach Palästina – um der Symmetrie willen - auch die
Nakbeh-Gedenkstätte auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem besucht – ach, Verzeihung,
die gibt es ja erst virtuell. Stattdessen haben Sie sicher einen großen
Scheck dagelassen, damit nach 55 Jahren mit dem Bau dieser Gedenkstätte
endlich begonnen werden kann, so dass deutsche Staatsgäste des nun hoffentlich
- mit der neuen „Roadmap“ - bald entstehenden Staates Palästinas auch
dorthin geführt werden können – die Nakbeh hat nämlich viel mit der
deutschen Geschichte zu tun. Das sollte einem – sollte man es vorher
noch nicht gewusst haben - nach einem Besuch dann dort deutlich geworden
sein. Es könnten dort dann Kränze für die Opfer der Massaker von Deir
Yassin ( genau heute vor 55 Jahren! ), Tantura , Ramle, Jaffa, Kafr
Kassem, Khan Yunis, Kibiya, Sabra und Shatila, Kana , Jenin, die 3500
Opfer beider Intifadas ...hingelegt werden. Auch diese Opfer dürfen
nicht vergessen werden.
Ich möchte mich bei Ihnen
im Namen meiner palästinensischen Freunde bedanken, denn sicher haben
Sie in Ihrer Funktion als Außenminister auch über verschiedene Arten
von Terrorismusbekämpfung gesprochen und haben dabei gewiss auch die
Menschenrechte angesprochen. Sie haben dabei sicher um die Freilassung
der palästinensischen Parlamentarier Marwan Barghouti und Husam Khader
gebeten, sich auch um die Freilassung von 3-500 Kindern und Jugendlichen
(13 -17 Jahre) bemüht, die in israelischen Gefangenenlagern in unwürdiger
Weise und ohne Gerichtsverhandlung – festgehalten werden, nur weil sie
Palästinenser sind. Diese Gefängnisse werden so zu Brutstätten des Terror.
In Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten wären die Jugendlichen
ganz gewiß vernünftiger und hoffentlich sicherer aufgehoben. Die Brutstätte
des Terrors würde austrocknen.
Und sicher haben Sie auch
um die Freilassung der kranken Gefangenen unter den mehr als12 000 Administrativhäftlingen
gebeten. Unter ihnen ist eine schwer krebskranke Mutter mehrerer Kinder
und der querschnittsgelähmte, schwerkranke Anan Nabih Labadeh (30),
dem man in der Ramleher Gefängniszelle auch noch den Rollstuhl weggenommen
hat, der keinerlei medizinische Versorgung erhält, dem keinerlei Hygiene
möglich ist, der also schlimmer als ein Tier gehalten wird. Ich hoffe,
Sie haben diesen in großer Not befindlichen Menschen helfen können.
Ob Sie gehört haben, dass es allein im März mehr als 100 tote und 700
verletzte Palästinenser gegeben hat und eine junge Frau aus USA der
ISM Gruppe wurde absichtlich von einem isr. Bulldozer 2mal überfahren
und starb, ein junger Mann aus USA (ISM) ist in Jenin ins Gesicht geschossen
worden. Diese jungen Leute üben in unglaublich mutiger, stellvertretender,
verantwortlicher Weise Solidarität mit dem unsagbar gepeinigten, in
lebensgefährlich engem Würgegriff befindlichen palästinensischen Volk
und -- sind unerwünschte Zeugen des Staatsterrors bzw. Genozids – da
die Staatengemeinschaft, die EU und die UNO versagen. Wöchentlich erhalte
ich erschreckende Berichte von ISM über isr. Gewalt.
Vielleicht haben Sie
gehört, dass kürzlich wieder Wohnhäuser ( 16) am Rande Jerusalems
zerstört wurden und in diesen Tagen weitere vier – haben Sie diese
nun obdachlosen Menschen besucht und ihnen Hilfe zugesagt,
vielleicht dass sie als Asylanten in Deutschland aufgenommen werden?
.....
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