o
oo

 


Start Palästina Portal
Stimmen für Palästina

Deutschsprachige Stimmen
 

Nach oben
Abrams-Hourani -  Finkelstein an Wieder Uni
Abrams-Hourani P. Rede 10.Mai 2009
Rede von Paula Abrams-Hourani - 30.12.2008
Annamalt - Hügel der Schande
Annamalt - Unmögliches Familienfest
Arbeiterfotografie - Ahmadineschad falsch zitiert.
Asfour R. Leserbrief - Brumlik >> Vonnahme
ARENDT ERHARD - Das Palästina Portal
Barakat - Um Hoffnung kämpfen -  Langer
Blüm Norbert - Texte
Bernstein R. - Außer Spesen nichts gewesen
Bernstein - Reiner & Judith Die Zeit drängt
Breidert - Studienreise - Westjordanland
Banzer - Zeit des Schweigens ist vorbei
Bremer Jörg - Mein Jerusalem
Brecher - Daniel Cil
Brecher Zil - Fremd in Zion
Deeg Sophia - Texte
DAG - Mitgliederrundbrief August 2007
Dar Al Jahub
DINO - Friedenspreis-Träger Mitri Raheb
Dierkes Hermann - Reaktionen
Dörfel-Kelletat - Wer wegsieht ist schuldig
Einsteins: Opponent von Israel
Edlinger F. - Texte
Fiand Amin >> Zentralrat der Juden
Franz H. - Artillerie-Einsatz IDF in Gaza
Freunde Palästinas - 4. Jahretag Mauer
Fröhlich G. - Monat nach Benedikt
Früh T. -  Gaza: Gezielte Eskalation?
Erdenberger M. - Kein Friede?
Forum Ziviler Friedensdienst
Flüchtlingskinder Libanon
Freunde Palästinas
RAINTER FIELENBACH
Friedrich Andreas  - Wahlsieg der Hamas!
Gehrke - Fragestunde Bundestag
Gehrke - Grusswort 8. Palästinenserkongress
Gehrke -  Parlamentarierschutzprogramm
Groth A. - Grusswort 8. Palästinenserkongress
Hartung D. - Felicia Langer - Eine Hommage
Hefets Iris - Vortrag Bad Boll
Helbig D. - „Aber der Holocaust!“
HAMADEH ANISamadeh Anis - Texte
Hoffmann Arne -  Buch: Antisemitismus
Heyer - Richter - Soda Club + Siedlungen
Arne Hoffmann
Hoffmann Arne  - zu "Tanz den Hitler"
Hitzer Friedrich - Global Leader Statement
Reisebericht aus Palästina
Jauch Robert - Alle Jahre wieder 08
Jürgen Jung - Kritik  „Antisemitismus heute"
Krumme - Apartheid im Heiligen Land
Khosrozadeh_Selbstmordattentäterin
Kraus Wolfgang - Ein hohes Lied
Kunz A. F. - Israels Mauer tabu
KHALLOUK MOHAMMED
Khurdok Renate - an Andreas Schockenhoff
LANGER FELICIA
LEJENUENE MARTIN
Leukefeld K. - Kritik an  Israel  Antisemitismus?
LEWAN KENNETH
Köhler . - Freitagnachmittag in Bil’in
Karas C.  - Brief an Lahnstein
LUTZ EDITH
MACHT VERA
Mathes - Avraham Stern
MEERPHOL GERD
Mellenthin Knut - PR-Show Siedlungspolitik
MUSA Dr. IZZEDDIN
MASSARRAT MOHSSEN
Matthes Sabine
MELZER ABRAHAM
MERKELBACH HELGA
MEYER HAJO
NEUDECK RUPERT
Neuhaus Dieter
Nieufhof Adri - Heidelberger Zement
Ortmann Ch. - Was für ein Staat?
PAECH NORMAN
PAX CHRISTI ÖSTERREICH - Pilgerfahrt 08
PWWSD - Unterstützung  Gaza
Rohlfs Ellen - Die Übersetzerin
RONNEFELD CLEMENS
Rösch-Metzler W. - Krieg in Gaza und wir
Rose Jürgen -  Goliath im Gewand des David
Rossbach  Elsa - Globaler Marsch
Rumpf Ingrid - Nakba
Waltraud Schauer
Waltraud Schauer - Schiff nach Gaza
Schneider - Einreiseverbot für Niebel
Spiess Manfred - Erklärung an Medien
STROHMEYER ARN
Sampat Nutan - Brief an Stephan Kramer
Schneider T. Kriegsverbrechen in Gaza
Schneider T. - Desinformanten der Zionisten
Thomsen Ester - Brief an Merkel
Thomsen E. - R. Asfour - Brief TAZ
Tugendhat - Rede  Nakba-Ausstellung
Tschorn S. - Vortrag  Dr. Ludwig Watzal
Schittich Ingrid - Nie wieder?
SCHIFFER SABINE
ULLMANN SIEGFRIED
Vesting Ulrike -  Traum vom Meer
Vonnahme Peter - Offener Brief
VERLEGER ROLF
WALZ VIKTORIA
WATZAL DR. LUDWIG
Weber G. Briefe aus Gaza
Wöckel E. - Versprechen der Europäer
ZANG JOHANNES
Aufruf  - 60 Jahre UNO - Teilungsplan
Industriepark  Beit Fujar
Widerstands gegen Mauer
Fadi Madi zurück in Deutschland!
Dar El-Hanouns Kampf
Reisebericht aus Bethlehem
Fahrt nach Hebron - Franz Theinel
Ausnahmezustand in Hebron
Brief Universität Leipzige StudentInnenRat
Bethlehem vor Weihnachten
Palästinensische Gemeinde Berlin e.V
Wer will den atomaren Holocaust?
Kaufhof verkauft Siedlungsprodukte?
Hinter Mauern wächst Gewalt
Weinachtsaktion - Bonner Friedensbündniss
Muss man den Holocaust beweisen?
Michael-Sattler-Friedenspreis 2007
Die Gospelsterne in Bethlehem
Die Gospelsterne in Bethlehem - 2
Gleicher als andere
Brandanschlag Kirche Tulkarem
Brief  Baden-Württembergischer Landtag
Erzbischof Elias Chacour -  Biographie
Aktivist in Hebron festgenommen
Pax Europa - Tag offene Moschee
Der Papst nach Beirut
„Wir wollen nicht mehr schweigen“
Deutschsprachige Zeugen
PALÄSTINA TAGE MÜNCHEN 2009
Appell an die deutsche Regierung
Aachener Friedenspreis 2011 für Bilin
Widerstand gegen Mauer
40 Jahre Entrechtung Landraub
40 Jahre Besatzung
Positionspapier Israel/Palästina
Zerstörungsbefehl für Moschee
Pilgerfahrt nach Auschwitz - Iris Hefets
Sammlung Weltladen Emden
Apell an den Parteivorstand der LINKEN

 


Ellen Rohlfs
 

Texte von Ellen Rohlfs auf diesen Seiten

Porträt
Vita

Ellen Rohlfs
Über Menschenrechte
Brief an Gitta Connemann
Felicia Langer  Laudatio
„Er führet mich zum frischen Wasser…“
„Staatsraison“ --- was ist das eigentlich ?
Kabinettsitzung am 30.1. in Berlin
Offener Brief - Felicia Langer
Leserbrief an die OZ, Leer
Ehrenmitglied Erich-Maria Remarque Gesellschaft
Wer sät Hass?
Wahrheit?“   Halbwahrheiten?
Verbrechen gegen Menschlichkeit
Frieden oder ein neues  Feindbild
Sturm auf die Festung Europa
Ex Oriente Lux
Wenn es umgekehrt wäre ...
Von Mauern und Zäunen
Ellen Rohlfs - Brief an Otto Schilly
Rede Gush Shalom in Köln
Ursache und „Wirkungen“

GEBT ihnen Geigen ! - Daniel Barenboim gewidmet

 Ihr Gedicht "Ein Kind"

Ihre Stimme: Rede vom 15.02.2003 in Leer

Ihr Buch "Die Kinder von Bethlehem"

Gedichtübersetzung: "Mein Land"

Von Mauern und Zäunen

 Brief an Außenm. Fischer

Leserbriefe: Schandmauer

Die Übersetzungen für Uri Avnery

Vita:

1927 geb. in Tübingen

Vater Romanist an der Uni in Tübingen  und München, 2 polit .Prozesse 1943/44

Aus eigenem Entschluss seit 1941 nicht mehr in Hitlerjugend!

Ab 1946 Mithilfe beim Aufbau der Pfadfinderarbeit in München.

1947 Abitur, Studium der Naturwissenschaften und Pädagogik in M und Neuendettelsau.

Lehrerin an 2 christl. Internatsschulen.

1960 Heirat/ 1990 gesch. -  2 eigene Kinder Kristin und Heiko (1961)

Ihre Tochter Kristin ( dipl.agr.) ist in JALALABAD/ Afghanistan wo sie als Entwicklungshelferin (Aufforstung) arbeitet.

Ihr Sohn Heiko Harms (eigentlich Informatiker) ist verheiratet  und hat 3 Kinder ( 5,3 und 1,5Jahre), er arbeitet mit seiner Frau im zivilen Friedensdienst in Skopje, um Mazedonier, Albaner und Sinti und Roma friedlich zu einander zu bringen.

1991 Adoption von Hashem (Palästinenser) Der Adoptivsohn Hashem ist Mediziner er  kommt aus der Nähe Jenins, aus Arrabe  und ist inzwischen Arzt und Dozent im DHZ in Berlin.

Ehrenamtliche Tätigkeiten in  ev-luth Gemeinden.
Deutschunterricht an Ausländer vieler Nationen.
Seit 1963 1. Kontakte mit der ev. Gemeinde in Bethlehem

Ehrenamtliche Mitarbeit beim Jerusalemsverein (Patenschaftsarbeit- Vortragsarbeit in Bremen und Ostfriesland  

1967 das 1. Mal in Bethlehem (Damals noch Jordanien)

1968 das 1. Mal in Israel und wieder in Bethlehem (isr. Besatzung).
Inzwischen ist sie 20 mal in Israel-Palästina gewesen.

1985 Mitbetreuung der ehemalig. Leeraner Juden beim 1. Besuch in Leer.
Seit 1988 Kontakte zu isr. Friedensgruppen PHR, Frauen in Schwarz, AIC.
Mit der Zeit immer mehr solche Kontakte, auch zu Felicia Langer (Übersetzung ihres Buches: "Die Zeit der Steine" . Ihre 1. Übersetzung.)

1993 ihr 1. eigenes Buch: "Sag, Mutter, wie sieht Frieden aus?
 Nachdenkliches und Frag-Würdiges zum Israel-Palästina-Konflikt" Dura-verlag,

13.9.93 Bundesverdienstkreuz

1992 eine  Ausstellungen von isr. und Pal- Künstlern nach Leer  bzw Oldenburg (1996) geholt.

Seit 1989 Mitarbeit bei der DPG, auch am Journal.

Nominatorin für 3 international. Friedenspreise (1990,1997, 2001) für isr. Friedenskräfte

Renovierung eines Kindergartens in Gaza (finanz. Mittel zus. gebettelt/ erspart ...)

Seit 1992 Zusammenarbeit mit Uri und Rachel Avnery.

Mitglied von DPG und Gush shalom

2000 erschien ihr zweites. Buch: Die Kinder von Bethlehem (2000)....

Übersetzungen der Artikel im Buch von " Uri Avnery
Ein Leben für den Frieden »



Ellen Rohlfs und Uri Avnery
 Foto:
Sylvia Samad-Tari.

Ora et labora

 Dies lernten wir einst im Lateinunterricht:
Bete und arbeite!
Ein sinnvoller Rat.
Er prägte Jahrhunderte lang
Das Leben der Mönche.
Und es entstand eine blühende Kultur
Im europäischen Mittelalter.

 Ob Buchkunst, Malerei, Musik oder Baukunst
Bildung, Wissenschaft und Landwirtschaft.
Ora et labora gab dem Leben Sinn und Ziel
Und schuf bewundernswerte Werke.

 In der jüdischen Gemeinschaft des Stedls
Hatte das Gebet in der Synagoge
Auch einen hohen Stellenwert
hielt sie Jahrtausende am Leben
Und verband sie über Kontinente hinweg.

 „Ora et labora!“ kam mir spontan in den Sinn,
Als ich während des Libanonkrieges
Ein Foto von der Nordgrenze Israels sah:
Eine große Batterie schlanker Raketen –
Zuweilen beschriftet von jüdischen Kindern mit Grüßen
An die im Libanon - welch makabrer Scherz!
Ob Streubomben, konventionelle oder solche mit DU
Das war für mein unschuldiges Auge nicht zu erkennen.

Dahinter aber stand ein Soldat
 mit Gebetsschal, Kipa und Gebetbuch
Um schnell vor dem Abfeuern noch sein Gebet zu verrichten.
Ob er dabei wohl auch an die Opfer –
die Opfer seiner nächsten Tat gedacht hat?
An die „am Felsen zerschmetterten Kinder“
Wie es im Psalm 137 heißt?

Waren es vielleicht gerade diese Rachepsalmen
die ihn anfeuerten,
sein blutiges, zerstörerisches Tun fortzusetzen?
Nun heißt es nicht mehr „ora et labora“
sondern „orate, necate et disturbate!“
 Betet, tötet und zerstört!

 

Welch pervertierter Fortschritt vom einst
angeblich so finstern Mittelalter
Zur aufgeklärten, zivilisierten Neuzeit,
der Neuzeit mit Völker- und Menschenrechte.
Dachte ich.

 Ellen Rohlfs

Ihre Stimme:
Ellen Rohlfs und die  Anti-Kriegs-Aktion in Ostfriesland
Rede vom 15.02.2003 in Leer -  mp3



Ellen Rohlfs mit dem israelischen Journalisten Shraga Elam  - 2002 in Köln

Nie wieder!“

Ellen Rohlfs - nach Erich Fried   „ ein trockenes Gedicht“  7.8.05

 Deutsche Kolonialoffiziere und –Soldaten
Begingen unter Führung von General von Throta
einen Völkermord an den Hereros in Südwestafrika
Das war 1905.

 Die deutsche Regierung
war vom deutschen Botschafter in Aleppo gut informiert
über den Völkermord
an den Armeniern in der Türkei -
Sie mischte sich nicht ein.
Das war 1915.

 Die deutsche Nazi-Regierung
Beging den Genozid am jüdischen Volk.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung,
wusste oder ahnte wenigstens darum und schaute weg.
Das war von 1933-1945.

Danach hieß es entsetzt nicht nur von den Überlebenden der KZ:

„Nie wieder!“

 Die deutsche Regierung heute „unterhält enge Beziehungen
zu Israel“ und kennt die Ziele
der rechts-extremen, rassistischen Regierung:
Palästina und Ost-Jerusalem araberrein zu machen,
d.h. ethnische Säuberung
also Transfer, „Politizid“* oder sollte es schon schleichender Völkermord sein?

Die Regierung schickt dennoch U-Boote und Panzer-Ersatzteile

Und unterstützt so eine brutale, unterdrückerische Besatzung,

auch den Bau der Apartheidmauer .

Sie sieht nur die Opfer der einen – und schweigt
Zu den Opfern der andern Seite.
Sie schweigt zu Kriegsverbrechen.
Das ist eindeutig Mittäterschaft.
Das geschieht heute – 2005.

 Resumee:
Deutschland beteiligte sich in nur 100 Jahren
Aktiv und direkt, indirekt oder passiv
an vier Genozidien.
Ich bin fassungslos.

„J’accuse!“

 Nie wieder ? Nirgendwo?

 

*s.  Baruch Kimmerling : sein Buch „Politizid“ , 2003: „Der Politizid ist in vollem Gange“ ( S.193) u.

Shulamit Aloni: „Wer sagt denn, dass ein Genozid immer nach dem gleichen Muster abläuft?“ 8.3.03)

Vierzig Jahre
Von Ellen Rohlfs

"Let my people go!"(1) bat Mose den Pharaoh -
natürlich in der damals in Ägypten üblichen Sprache.
Die zehn Plagen brachten den Pharaoh schließlich dazu,
Das Volk des Mose aus der Sklaverei zu entlassen.
Der Auszug war dramatisch:

Das Meer teilte sich und ließ die Israeliten
Fast trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen
das verfolgende Heer des Pharao aber
Ertrank mit Reiter, Ross und Wagen
In den zurückflutenden Wogen.

Vierzig Jahre wanderten die Israeliten
Durch die Wüste.
Sie waren durstig - kein Problem
Mose schlug mit dem Stab an die Felsen
Und das Wasser sprudelte.
Sie waren hungrig - kein Problem
Gott ließ Wachteln und Manna vom Himmel fallen.

Vierzig Jahre Wanderschaft - das Volk murrte.
Kein Wunder - es war eine harte Zeit.
Schließlich nach 40 Jahren - kam es im Gelobten Lande an -
"ein Land darin Milch und Honig fließt" (2)
Und in dem noch sieben andere Völker lebten.
Kein Problem. Sie wurden fast alle vernichtet.(3)
Die Nachfahren dieser Restvölker, die sich mischten
Mit Kanaanitern, Arabern, Philistern und Hebräern,
mit Kreuzfahrern, Mamelucken, Osmanen und Armeniern
- Juden, Christen und Muslime -
Und sich heute Palästinenser nennen
- also seit Tausenden von Jahren im Lande leben, (4)
hatten ihre eigene Multi-Kultur.

Und wenn sie hungrig waren? Mish muskule! (5)
Im Jordantal wuchs alles üppig.
Das Vieh hatte meistens saftige Weiden,
An Berghängen auf Terrassenfeldern wuchsen Olivenbäume
In der Ebene Getreide, Zuckerrohr und Riesenmelonen
Zitrusbäume und Dattelpalmen.
Waren sie durstig? Mish muskule!:
Der noch nicht abgeleitete Jordan, die gebohrten Brunnen,
Vom Winterregen gefüllte Zisternen - es war selten zu viel
Es reichte noch für Pilger aus aller Welt.
Dieses Volk wandert nun seit 40 Jahren
durch seine "Wüsten" in aller Welt, in Flüchtlingslagern,
im eigenen Land vor Grenzübergängen,
Terminals, Checkpoints und nun vor der Apartheid-Mauer
Es fragt, wie lange noch?
Sind 40, gar 60 Jahre nicht längst genug?

Von Tag zu Tag wird das Volk
um mehr Dunums (6) seines Landes beraubt
Fruchtbäume wurden zu zig Tausenden
Und über 500 Dörfer zerstört.

Das Wasser: ein immer größeres Problem -
Der größte Teil wird in israelische Städte und Siedlungen geleitet,
So trocknen Quellen und Brunnen aus,
werden gar zerstört oder versiegelt -
Das Restwasser schwer kontaminiert oder gar vergiftet (7).
Das eigene Wasser muss teuer zurückgekauft werden.

. Egal wo und wie die Menschen leben
Ob in Höhlen, Zelten, Blechhütten oder Häusern -
Mehr als 18 000 wurden zerstört - es wird ethnisch gesäubert
Im Negev und in Galiläa, im Jordantal, in Rafah und Jerusalem …

Wenn sie Glück haben, dürfen sie Sklavenarbeit leisten
Wie einst die Hebräer in Ägypten.
Sonst werden sie schikaniert, gedemütigt,
Verhaftet, gefoltert, verletzt und getötet.
Warum? Aus Sicherheitsgründen.
Denn Sicherheit ist nur für das eine Volk.
Alles wird ihnen genommen
die Zeit, die Straßen und das Geld
die Kinder, die Freiheit, das Leben und was sonst dazu gehört.
Die Welt sieht zu - als sei's ne Komödie.
Es ist aber in realiter eine erschütternde Tragödie.

Die Menschen üben unglaubliche Geduld - SUMUD
Und manche murren nicht nur - wen wundert's?
- sie leisten auch Widerstand, zuweilen brutal - doch meist gewaltfrei -
Und werden dafür zehn- oder gar hundertfach bestraft.
Die "ethnic cleanser"(8) denken und wünschen:
"Let this people go! Let this people starve! (9)
Wann verschwinden sie denn endlich von alleine?"

Wo bleibt der Mose oder Nelson Mandela,
der das geschundene Volk in die Freiheit führt?

Nach 40, ja, 60 Jahren Leid, Verzweiflung, Zorn und Verbitterung
klingt es inzwischen von allen Enden der Erde:
"40 Jahre Besatzung, Unterdrückung und Vertreibung sind vollauf genug!
Lasst endlich das Volk in seinem eigenen Lande leben!

Let this people stay! Let this people live!" (10)

1) einem bekannten Spiritual nachempfunden
2) 2.Mos.3,8
3.) Josua 12/ 5.Mos.7
4) Jericho war schon um 8000 v. Chr. eine Stadt
5) arab.: Kein Problem!
6) Dunum , arabisches Flächenmaß
7) von Siedlern südlich Hebron
8) diejenigen die die ethnische Säuberung und den Transfer befürworten
9) Lasst dieses Volk gehen! Lasst es verhungern!
10) Lasst dieses Volk bleiben! Lasst dieses Volk leben!

Sag Mutter, wie sieht Frieden aus?
Nachdenkliches und Frag-Würdiges zum Israel-Palästina-Konflikt.

erschienen im Dura Verlag
Da der Verlag nicht mehr existiert, ist das Buch nur noch bei der Autorin erhältlich.

"Was mir an diesem Buch am meisten imponiert, ist, daß es für beide Seiten dieses tragischen Konfliktes Verständnis hat. Es ist meine tiefste Überzeugung, daß man nicht gegen Israel sein muß, wenn man mit den Palästinensern sympathisiert ....." (Uri Avnery im Vorwort)

..."Mann kann und muß für Israel, für die Palästinenser, für die Menschlichkeit, für den Frieden sein. Ellen Rohlfs ist es."
Uri Avnery im Vorwort zum ihrem Buch: Sag Mutter wie sieht der Frieden aus?


 

Die Kinder von Bethlehem
Dokumentation:
Ellen Rohlfs u. Muna Hamzeh-Muhaisen,     
Vorwort Dr.Mitri Raheb
,         
Verlag: Meinhardt Text u. Design,
65510 Idstein



..... auch vom Papstbesuch in der Geburtsstadt Jesu. Doch was wissen wir von der Stadt Bethlehem? Nicht nur von ihrer über 3000 jährigen Geschichte, sondern vom Leben ihrer Menschen heute? Doch recht wenig! Aus der Stadt Davids und Jesu, die jetzt eine muslemische Bevölkerungsmehrheit hat, haben Ellen Rohlfs u. Muna Hamzeh-Muhaisen Berichte gesammelt, die zu lesen sich lohnt. Neben Zeitungsreportagen von Israelis und Palästinensern kommen in dieser Sammlung vor allem Menschen selbst zu Wort, die in der Stadt leben, ... Kinder und Erwachsene schildern ihr Schicksal im Flüchtlingslager, in der Intifada; im Gefängnis usw..
Quelle.

 

Dankesrede von Ellen Rohlfs, anlässlich der Aufnahme  als Ehrenmitglied in die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft  am 30. Oktober 2008  in Osnabrück im Friedenssaal - (...) Auch wenn Uri Avnery  durch Prof. westphal schon vieles zu mir/ über mich gesagt hat – wofür ich ihm von Herzen danke – erlauben Sie mir noch etwas zu ergänzen und zu betonen :Was war mir bei meinem Engagement für Frieden besonders wichtig: wenn ich jahrzehntelang in VHS und kirchl. Gemeinden Diavorträge hielt, wenn ich  kritische  informative Artikel aus der isr. und internat. Presse übersetzte, wenn ich   eine  eigene Photoausstellung „Palästina in Vergangenheit und Gegenwart“   in sieben Städten  zeigen , wenn ich Kunstausstellungen israel. und pal.  Künstler,   nach Leer und Oldenburg holen  durfte, wenn  ich einige Jahre  mit der Sanierung eines Kindergartens im Gazastreifen beschäftigt war –  mir war  vor allem wichtig, deutlich zu machen, dass es sich hier um eine  u n fassbare Tragödie zweier Völker handelt, die eng mit der  monströsen deutschen u n d  europ. Geschichte verknüpft ist und  dass wir  deshalb also beiden Völkern  unendlich viel schuldig sind – es ist zu einfach, nur von Opfern und Tätern, den damaligen und den heutigen zu reden. Die heutigen Opfer – das pal. Volk -  hatte nie etwas mit den Tätern  und deren Taten von damals gemein. Für mich sind auf beiden Seiten ebenbürtige, gleichwertige Menschen, Menschen, denen selbstverständlich die gleichen Rechte, die Menschenrechte zugestanden werden müssen >>>
 

 


Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande - 1993

Wenn man ursprünglich im englisch veröffentlichte Artikel aus Palästina oder Israel liest, sieht man  meistens unter dem Artikel einen Namen stehen: (Aus dem Englischen übersetzt: Ellen Rohlfs).

Ellen Rohlfs ist die autorisierte Übersetzerin von Uri Avnery. Sie ist Autorin des Buches: Die Kinder von Bethlehem" und: Sag Mutter, wie sieht Frieden aus? Ihre Übersetzungen gehen sicher in die tausende.
Unter anderem ist sie die deutsche Vertreterin der israelischen Friedensgruppe
Gush Shalom; Gründungsmitglied von ICPPP (Internationales Committee for Protection of Palestinian People, Sektion Deutschland)

In einer E Mail schrieb sie, sie finde auf den Seiten von "Dschenin" " eine Reihe ihrer Freunde wieder.. Sicherlich sind es auch Freunde, deren Texte sie  übersetzt hat. Lange Zeiten des gemeinsamen friedlichen Kampfes für Palästina und Israel verbinden sie.

Als Motivation für diese Arbeit sieht sie: "den israelisch-palästinenschen  Konflikt, die palästinensische Tragödie als eine unglaublich traurige Fortsetzung unserer Geschichte. "Europa, besonders Deutschland hat sich der "Judenfrage" auf dem Rücken des palästinensischen Volkes entledigt."

Sie sagt: "Das kann uns doch nicht unberührt lassen. Wir tragen hier eine große Verantwortung. Was könnten wir Besseres tun, als die Kräfte in Israel stärken, die sich wirklich um Frieden und Versöhnung einsetzen, für die Menschenrechte und für mehr Menschlichkeit. Ich versuche mit meinen Übersetzungen kritischer und verantwortungsbewusster Israelis auf die  wirkliche Situation in Israel und Palästina aufmerksam zu machen und kämpfe gleichzeitig hier  gegen jeden Rassismus und Antisemitismus."

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?

Vorwort von Hajo Meyer: "Diese unsere verantwortlichen Politiker hoffentlich aufrüttelnde Dokumentation von Ellen Rohlfs ist allein mit der Absicht schlimmeres zu verhindern und mit dem großen Wunsch geschrieben worden, einen Weg zum Frieden zwischen beide Völkern zu finden"

Selbstverlag - Preis 10€ mit Versand
Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de

„Fröhliche Weihnacht – überall“ !
----Weihnachten 2010 ---

Ellen Rohlfs 26.12.2010 nach Vera Machts Bericht aus Gaza

„Fröhliche Weihnacht – überall!“
Heißt es in einem unserer Weihnachtslieder.
Können wir das denn noch singen?
Schreiendes Unrecht an jedem Tag
Sogar der Weihnachtstag
ein Tag des Terrors:

Fröhliche Weihnacht --- überall??
In Afghanistan? Irak, Pakistan und Palästina ??
Überall??
Im Gazastreifen wurde am Weihnachtstag
Der Schäfer Abu Hash inmitten seiner Herde erschossen-
Er weidete sie nahe am 500m Grenzstreifen
Im letzten Monat wurden allein 32 Menschen dort angeschossen
Auch Kinder und Jugendliche
mit Dum-dum-Geschossen – nach Genfer Konvention verboten
88 wurden seit März angeschossen – neun davon starben.
Ihr Verbrechen: Steine sammeln als Bausteinersatz.
Da 45 % Arbeitslosigkeit.

Fröhliche Weihnacht --- überall ??
Am Heiligabend Beerdigung von Abu Hash
Der seinen 2Tage alten Sohn nie gesehen hat.
Und schon wieder fliegen F-16-Bomber über Gaza
Und werfen Bomben, die das E-Werk treffen
Nun liegt Gaza im Dunklen.
Noch ein Tag des Terrors.
Die Menschen, ja Menschen !! sind so schon schwer traumatisiert.
Bomben in jeder Nacht.
Noch ein Krieg? Wir können’s nicht fassen.

Und die dies tun – die „moralischste Armee“ -
sind sie noch Menschen?
Kriegsverbrecher, Terroristen sind’s !
Wie lange noch??
Und die Absperrung Gazas nannte ich noch nicht
Es ist das größte Freiluftgefängnis der Welt ..
Gehört dies alles zur „Staatsraison“ unserer Regierung?

Mir bleiben nur noch Trauer, Verzweiflung
Hilf- und Machtlosigkeit.
Kann da einer noch singen:
Fröhliche Weihnacht ----- überall ????
Mir ist das Weihnachtslieder-Singen auf jeden Fall vergangen ….

Ein Kind

 Ein Kind
Ein jüdisches Kind
Wird geboren
- Nach biblischer Überlieferung -
Im Schutz
Einer Stallhöhle
Vor 2000 Jahren
In Bethlehem
- und lebt ....

Seitdem feiern wir Weihnachten.

 Kinder
Jüdische Kinder
Wurden geboren
Vor 60 Jahren
In Auschwitz, Maydanek
Und ähnlichen Un-Orten
Lebten kurz und starben im Gas.
Wo ist Gott?
Fragt mancher seitdem.

 Kinder
Israelische Kinder
Wurden geboren
Vor etwa 20 Jahren
Wohl behütet im Kreißsaal
Eines Krankenhauses in
Tel Aviv, Ariel oder Jerusalem
Und leben - um zu hassen
 „Born to kill“ liest man *
 
auf manchem Soldatenrücken
Du sollst nicht töten!
Heißt eins der Gebote ihres Gottes.
 

 Kinder,
palästinensische Kinder
Werden geboren
In Pkws
Am Checkpoint
Nicht nur vor Bethlehem.
Im Jahre 2001 und zwei-
starben bei 43 Geburten 23 Kinder
   und 19 ihrer Mütter mit ...

 Fröhliche Weihnachten ! ?

 Ellen Rohlfs 20002

(* in Hebron; s. auch Artikel in Haaretz (19.1.02) von Gideon Levy

„The war against the unborn“; Bericht von Sean Hawkey 2.12.02, Bethlehem)

Die Übersetzung eines Gedichtes.

Mein Land
Ein Gedicht von Christine

Mein Land
Überwältigt vom Wehgeschrei!
Warum müssen deine unschuldigen Kinder
Für die Sünden der Erwachsenen zahlen?

Mein Land
Eingezäunt von Feuer
Umgürtet von Maschinenkugeln.

Mein Land,
wie hat man dich verunstaltet!
geliebtes Land, wann wird alles vorüber sein?

Mein Land,
Oase der Liebe und des gegenseitigen Verständnisses
Ich habe darum gebetet, dass die gerechte Sache triumphieren wird.

Mein Land
Ich habe darum gebetet,
dass die Kinder aufwachsen im Land in Freiheit und Frieden.

Wir wollen in Frieden leben
Im Land von Freiheit und Frieden
Wir wollen, dass Friedenstauben
über unser zauberhaftes Land fliegen.

Christine Sa’adeh, 12 Jahre, Bethlehem
(Aus dem Engl.: E.Rohlfs)

Christine wurde am Abend des 25. März 2003 in Bethlehem von einem Sonderkommando der israelischen Armee im Auto ihrer Familie erschossen.

Quelle

Alles gesagt ?   - nach dem Gazakrieg 2008/2009
     Ellen Rohlfs

 
An sich haben wir alles gesagt, bis uns die Worte

Zu Asche in unserm Munde wurden*

Zu Asche, zu Asche , zu Asche

Verbrannt - verkohlt – verwest – verseucht -

Verfault – verreckt – vertilgt – vermint -

verloren – verflucht – verachtet – verbittert - verzweifelt …

wortlos – mutlos – hoffnungslos – ratlos - lieblos und ohne Erbarmen …

ja, genau deshalb schreie  ich ….

 

Mein Schrei – scheinbar lautlos - ist

wie der Schrei in Edward Munchs  berühmter Lithographie

ein Schrei, der  rund  um die Erde hallt

ein Schrei, der bis in die  tiefste  Hölle schallt

ein Schrei, der bis in die Himmel aller Himmel steigt

ein Schrei, der auch den sechs Millionen der Naziverbrechen gilt

und den im Irak-, Afghanistan-, Libanon- und Gazakrieg

Getöteten, Verbrannten, Verkohlten – Menschen, Frauen, Kinder !!.

Und  den von geächteten Waffen  Verstümmelten und Zerfetzten – Menschen, Kinder, Frauen

und den Millionen Vertriebenen - Iraker, Afghanen, Palästinenser – es sind Menschen!!!

 

Sie sind  die Opfer  moderner „Kreuzzüge“ dümmlich frömmelnder Supermacht-Präsidenten

und  Opfer  des angeblichen „ Clash of Civilisations“  „ des Kampfes der Kulturen“

zwischen den  arroganten sog. Zivilisierten und Kultivierten,

Vertreter „westlicher Werte“ --- welche denn ??

und den angeblich primitiven, mörderischen Einheimischen,

mit denen angeblich  nicht geredet werden kann –

mit denen  man aber  gar nicht reden will !!!

 „Krieg gegen Terrorismus“  heißt es – doch

Wer sind die wirklichen, grausam unmenschlichen Terroristen ??

Welches sind die Schurkenstaaten ??

 

Es ist ein Schrei, der unsere Regierung  nicht nur aufschrecken

sondern  endlich, endlich, endlich !!  aufwecken sollte ….

Merkt sie  noch immer nicht, dass man sie für dumm hält…

Und  ihre philosemitische Nachsicht  heimlich belächelt ?

 

Dass darum ungestraft weitergemacht wird  mit ethnischer Säuberung  in Ost-Jerusalem und …

Es sind ja keine Menschen … sondern „Krebsgeschwüre“ -

kommt uns dies nicht irgendwie bekannt vor ? …

Es ist Rassismus pur – sollte das hier  noch keiner gemerkt haben ??

 

Ich schreie „mit verzerrtem Gesicht und harter Stimme“ *

Was kann ich sonst noch tun?

Außer den Geist aufgeben --- und die Welt

mit ihren heuchlerisch, verlogenen Politikern und Regenten

und den so unschuldig tuenden, feig-frommen  Kirchenobersten

 - allesamt gehirngewaschen -

Ihrem Wahnsinn überlassen.

„Nach mir die Sintflut“ sagte man früher,  und heute : die nukleare Selbstzerstörung.

 

Oder gibt’s eine Alternative?

 

·         In Anlehnung  an Berthold Brecht


Übersetzungen (eine sehr kleine Auswahl)

 

Sharons tödlicher Tango - von Lev Grinberg

Am Vorabend der Zerstörung - von Avraham Burg

Eine gescheiterte israelische Gesellschaft stürzt zusammen während ihre Führer schweigen - Avraham Burg

Übersetzungen von Uri Avnery

Die albernste Schau in der Stadt
Die prächtigen 27
Was ist mit dem Generalstabschef, Moshe los?
Barghoutis Schreckgespenst
Episode in Lissabon
Naboth hatte einen Weinberg
Alles wegen einer kleinen Olive

Die deutsche Seite von Uri Avnery

Von Mauern und Zäunen - Ellen Rohlfs, Dezember 2003 - Noch immer sehe ich die graue, überdimensionale Mauer vor mir, als wir Ende Oktober km-lang an ihr vorbeifuhren: eine Gefängnismauer? Nein, eine ganze Stadt - Kalkilia - liegt dahinter -aber wir sahen nichts von ihr, absolut nichts. Seitdem geht mir die Mauer nicht mehr aus dem Sinn.

 Sie war für uns kein Hindernis, wie gesagt, wir fuhren nur vorbei. Und die Bewohner der Stadt? Gefängnisinsassen? –--Seitdem denke ich über Mauern nach und erinnere mich an Mauern, über die ich gelesen und die ich selbst gesehen habe.

 Die berühmt-berüchtigten biblischen Mauern zu Jericho - angeblich über 3000 Jahre alt - hat es nach Erkenntnis israelischer Archäologen (1) nie gegeben – also haben weder die Priester mit Trompetenschall noch das Kriegsgeschrei des israelitischen Volkes sie zu Fall bringen können. Ein Mythos also!

 Die Chinesische Mauer – das größte Bauwerk der Erde, das sogar vom Mond zu sehen und in Teilen 2200 Jahre alt sein soll, wurde einmal zur Abwehr von Nomadeneinfällen gebaut: fast 2500km lang – heute die Touristenattraktion Chinas- jedem besuchenden, ausländischen Staatsmann wird sie mit Stolz vorgeführt.

Die Klagemauer in Jerusalem, Stützmauer des von Herodes erweiterten Tempelplatzes–  ist heute heiligste Stätte frommer Juden, da Erinnerung an den zerstörten Tempel. Über ihr soll nach jüdischer Tradition Gottes Geist schweben. Diese Mauer ist aber niemals Teil des Tempelgebäudes gewesen, wie zuweilen behauptet wird. Dass sie zusammen mit dem Tempelberg ein Streitobjekt bei allen sog. Friedensverhandlungen ist, ist verständlich. Nur ein weiser, frommer, jüdischer Philosoph(2) hätte die Klagemauer um des Friedens willen längst abgegeben, sie sei doch nur eine „fromme Disco“.  mehr >>>

 

GEBT ihnen Geigen !

 (Daniel Barenboim gewidmet von Ellen Rohlfs)

 Nehmt ihnen nicht weg das Brot und das Wasser!
Das Land, die Ölbäume, Straßen, Häuser, Schulen und Werkstätten!

Nehmt ihnen nicht weg die Würde, Freiheit, Hoffnung und  den Lebensmut,
Doch nehmt weg die Checkpoints und Straßensperren
Den scharfen Befehlston, die demütigende Bewegung,
die Undercovereinheiten, die Kollaborateure
die Gefängnislager mit ihren Folterern
die Panzer, Scharfschützen, Hubschrauber, Bulldozer
das Tränengas, den Lärm der Motoren,
das Monstrum der Apartheidmauer.
Nehmt all dies weg! und

Lasst das Verhaften, Zerstören, Verletzen, das gezielte Töten!

 Sie nehmen sonst  nicht nur Steine in die Hand, sondern Kalaschnikows,
Sie schmuggeln Waffen und basteln Raketen,
verstecken Minen am Straßenrand -
Ja, schnallen sich Sprengstoffgürtel um den Leib ....

-    Haben sie denn noch  was zu verlieren

-  Außer der Angst vor dem Tod ?
und  reißen so  Unschuldige mit in den ihrigen.
Wer sind sie? Terroristen, Freiheitskämpfer ?

Wer Wind sät – wird Sturm ernten.
Wer Gewalt sät, wird mit Terror konfrontiert.

 Drum: Gebt ihnen Geigen, Trompeten, Celli und Trommeln in die Hand –
Die Würde und Achtung vor dem anderen,
steckt sie mit Begeisterung an,
schenkt ihnen Liebe, Verständnis
und wahren Sinn fürs Leben in lohnender  Zukunft.

 So wurde aus Ramzi, dem Steinewerfer – Ramzi, der Geiger.
Aus Samir, dem Intifadajungen – Samir, der Architekt.
Aus Majid, dem Frustrierten – Majid, der Arzt.
Aus Nazmi, dem Geschlagenen – Nazmi, der Archäologe.
Aus Mahmud, dem Beraubten – Mahmud, der Dichter.
Aus Sliman, dem Gedemütigten – Sliman, der Maler.
Aus Noah, dem Traumatisierten --- Noah, der Friedenskämpfer.
Aus Ahmed, dem Gefolterten    - wird dann hoffentlich ein ganz normaler Familienvater.

 Ja, gebt ihnen Geigen in die Hand, den Pinsel, das Buch oder ein Werkzeug,
Gebt zurück die menschliche Würde, Hoffnung  und den Augen ein Ziel.
Und natürlich das Brot und das Wasser,
Das Haus, das Land mit seinen Früchten,
Gebt zurück die Ehre dem einzelnen und den Familien,
Die Freiheit und Sicherheit im eigenen Land!

 Gebt ihnen Geigen in die Hand! – dann werden sie beweisen,
ihre Gene* sind nicht anders als die  ganz normaler Menschen.
Sie werden leben in Frieden mit sich und ihren jüdischen Nachbarn.
Nach Martin Buber , Yeshayahu Leibowitz und Yehudi Menuhin
Wär’ es nie anders gewesen.

Doch nun muss der Geist des Versöhnens und Verzeihens  wachsen.

Drum, gebt ihnen Geigen in die Hand und Hoffnung ins Herz!

 * Ein israelischer General behauptete 2003, die Palästinenser hätten Gene der Gewalt  und seien deshalb Terroristen.

Schandmauer - Jörg Bremer muß ich ein Kompliment machen, für den Artikel "Bauer Fajek gibt auf" (F.A.Z. vom 9. Dezember), in dem er Tacheles redet über die Schand- oder Apartheidmauer in Palästina. Ich habe schon lange auf solch einen Artikel gewartet. Da ich kürzlich diese Mauer, diesen Gefängniszaun für ein ganzes Volk selbst an mehreren Stellen gesehen habe und entsetzt war, kann man diesen Zaun, diese Mauer nicht deutlich genug schildern in ihren unmenschlichen Folgen. Er ist ganz klar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit: 2,5 Millionen Menschen wird das Leben unerträglich gemacht. Sie sollen eben verschwinden. "Freiwilliger Transfer" wird dies dann genannt. Die UN und die EU müßten laut protestieren - und wer ein Veto dagegen einlegt, macht sich mit schuldig an einem "Politizid", wie Baruch Kimmerling dies in Bezug auf das palästinensische Volk fast noch euphemisch bezeichnet. Danke Jörg Bremer, diesmal stimme ich mit Ihnen überein.

Ellen Rohlfs, Leer


Offener Brief an Außenminister Josef Fischer - Ellen Rohlfs 29. Oktober  - Sehr geehrter Herr Außenminister!
Sie kommen gerade von einer Reise aus Nahost zurück, wo Sie noch einmal Ihre Solidarität gegenüber dem Staat Israel in einer schweren Zeit kund taten. Sie waren, wie üblich, auch in der Gedenkstätte Yad Vashem – das erwartet man von Ihnen. Und ich finde das ganz in Ordnung.
Ich hoffe, Sie haben bei Ihrem Abstecher nach Palästina – um der Symmetrie willen - auch die Nakbeh-Gedenkstätte auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem besucht – ach, Verzeihung, die gibt es ja erst virtuell. Stattdessen haben Sie sicher einen großen Scheck dagelassen, damit nach 55 Jahren mit dem Bau dieser Gedenkstätte endlich begonnen werden kann, so dass deutsche Staatsgäste des nun hoffentlich - mit der neuen „Roadmap“ - bald entstehenden Staates Palästinas auch dorthin geführt werden können – die Nakbeh hat nämlich viel mit der deutschen Geschichte zu tun. Das sollte einem – sollte man es vorher noch nicht gewusst haben - nach einem Besuch dann dort deutlich geworden sein. Es könnten dort dann Kränze für die Opfer der Massaker von Deir Yassin ( genau heute vor 55 Jahren! ), Tantura , Ramle, Jaffa, Kafr Kassem, Khan Yunis, Kibiya, Sabra und Shatila, Kana , Jenin, die 3500 Opfer beider Intifadas ...hingelegt werden. Auch diese Opfer dürfen nicht vergessen werden.

Ich möchte mich bei Ihnen im Namen meiner palästinensischen Freunde bedanken, denn sicher haben Sie in Ihrer Funktion als Außenminister auch über verschiedene Arten von Terrorismusbekämpfung gesprochen und haben dabei gewiss auch die Menschenrechte angesprochen. Sie haben dabei sicher um die Freilassung der palästinensischen Parlamentarier Marwan Barghouti und Husam Khader gebeten, sich auch um die Freilassung von 3-500 Kindern und Jugendlichen (13 -17 Jahre) bemüht, die in israelischen Gefangenenlagern in unwürdiger Weise und ohne Gerichtsverhandlung – festgehalten werden, nur weil sie Palästinenser sind. Diese Gefängnisse werden so zu Brutstätten des Terror. In Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten wären die Jugendlichen ganz gewiß vernünftiger und hoffentlich sicherer aufgehoben. Die Brutstätte des Terrors würde austrocknen.

Und sicher haben Sie auch um die Freilassung der kranken Gefangenen unter den mehr als12 000 Administrativhäftlingen gebeten. Unter ihnen ist eine schwer krebskranke Mutter mehrerer Kinder und der querschnittsgelähmte, schwerkranke Anan Nabih Labadeh (30), dem man in der Ramleher Gefängniszelle auch noch den Rollstuhl weggenommen hat, der keinerlei medizinische Versorgung erhält, dem keinerlei Hygiene möglich ist, der also schlimmer als ein Tier gehalten wird. Ich hoffe, Sie haben diesen in großer Not befindlichen Menschen helfen können. Ob Sie gehört haben, dass es allein im März mehr als 100 tote und 700 verletzte Palästinenser gegeben hat und eine junge Frau aus USA der ISM Gruppe wurde absichtlich von einem isr. Bulldozer 2mal überfahren und starb, ein junger Mann aus USA (ISM) ist in Jenin ins Gesicht geschossen worden. Diese jungen Leute üben in unglaublich mutiger, stellvertretender, verantwortlicher Weise Solidarität mit dem unsagbar gepeinigten, in lebensgefährlich engem Würgegriff befindlichen palästinensischen Volk und -- sind unerwünschte Zeugen des Staatsterrors bzw. Genozids – da die Staatengemeinschaft, die EU und die UNO versagen. Wöchentlich erhalte ich erschreckende Berichte von ISM über isr. Gewalt.

Vielleicht haben Sie gehört, dass kürzlich wieder Wohnhäuser ( 16) am Rande Jerusalems zerstört wurden und in diesen Tagen weitere vier – haben Sie diese nun obdachlosen Menschen besucht und ihnen Hilfe zugesagt, vielleicht dass sie als Asylanten in Deutschland aufgenommen werden? .....  mehr >>>

 

Sponsern Sie 
„Das Palästina Portal“ >>>


Kaufen und Helfen
Angebote

#########

Abdallah Frangi
Der Gesandte
Mein Leben für Palästina.
Hinter den Kulissen der Nahost-Politik.

Restbestände werden gegen einen Solidaritätsbeitrag für "Das Palästina" Portal versandt. >>>

Mehr zum Buch >>>
 


Mit dem Kauf de Button (44 mm) sponsern Sie auch
 "Das Palästina Portal" >>>



 


Kenneth M. Lewan
Ist Israel Südafrika?

Restbestände werden gegen einen Solidaritätsbeitrag für "Das Palästina" Portal versandt. >>>


 

 

Bücher von Aktivisten


Wer rettet Israel?
Ein Staat am Scheideweg
Arn Strohmeyer

Mehr zum Buch >>>

 




FELICIA LANGER
MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen

Mehr >>>

 



Ellen-Ruth Rohlfs

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.

Mehr über das Buch >>>
 



Die Geschichte Palästinas in Bilder - (PowerPoint) >>>

Die CD ist einschließlich der Portokosten gratis. Teamwork der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Gruppe Tessin. >>
 


Bücher zum Nahostkonflikt
 

Start | oben

Mail           Impressum           Haftungsausschluss           Translate          Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder            Erhard  arendt art