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29.10.1956 - Das Massaker von Kafr Qassem - Das Massaker von Kafr Qasim geschah am 29. Oktober 1956, als israelische Grenzsoldaten 48 palästinensische Dorfbewohner (darunter 23 Kinder und Jugendliche) ermordeten. Dabei starben 49 Menschen, 48 wurden ermordet, eine Person starb an einem durch das Massaker ausgelösten Herzinfarkt. Acht der Täter wurden angeblich im Oktober 1958 zu bis zu 17 Jahren Haft verurteilt, doch bereits im folgenden Jahr wieder freigelassen.
Das für sie errichtete Denkmal, erinnert auch an den alten Mann, der einen Schlaganfall bekam, als er davon informiert worden war, dass sein Sohn unter den Getöteten war, auch an das Ungeborene, dass im Leib einer der ermordeten Frauen war. Es waren auch Leute verwundet worden. Das Morden hatte mit einem Plan zu tun, die Bewohner des Dorfes nach Jordanien zu vertreiben.
Zunächst versuchten die Behörden, diese Nachrichten durch den Militärzensor zu verschweigen. Shimon Peres, der ehemalige Ministerpräsident Israels war damals der Chef des Verteidigungsministeriums. Nur etwa ein halbes Dutzend überlebende des Massakers leben heute noch.
Das Kafr Qassem-Massaker schockierte das ganze Land und ließ eine öffentliche Debatte über grundsätzliche Fragen der Moral und Demokratie entstehen. Die Mörder wurden vor einem öffentlichen Gericht gestellt. Der Gerichtsprozess führte dahin, dass es die Verpflichtung eines jeden IDF-Soldaten werden sollte, einem "offensichtlich illegalen" Befehl den Gehorsam zu verweigern wie z.B. Zivilisten zu morden.
Die Mörder wurden jedoch nicht lange, nachdem sie für schuldig erklärt und zu Gefängnisstrafe verurteilt worden waren, wieder entlassen und ein paar Jahre später wurde die militärische Maßnahme widerrufen. Die IDF tun nicht genug, ihre Soldaten dazu zu verpflichten, "offensichtlich illegalen" Befehlen den Gehorsam zu verweigern. Sie handeln absichtlich gegen gewissenhafte Einwände.
In den Jahrzehnten seit dem Massaker in Kafr Qassem haben IDF -Soldaten Tausende von unschuldigen Palästinensern getötet, den größten Teil im Gazastreifen und in der Westbank. Von Zeit zu Zeit wurden auch arabische Demonstranten, Bürger Israels, getötet. Bis zum heutigen Tag sind die Araber Israels keine Bürger mit den gleichen Rechten. Israel besteht darauf, dass es kein Staat aller seiner Bürger sein will, sondern eher ein "jüdischer und demokratischer" Staat.
Für die meisten Israelis ist es schwierig, ihre historische Verantwortung für die Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems zu übernehmen. Die zionistische Vision gründet sich u.a. auf der Voraussetzung, dass ihre Erfüllung niemandem Ungerechtigkeit antun muss: wenn die Araber nur ihre nationalistischen Wünsche aufgeben und unserm Traum zustimmen würden, dann würde dies für jeden gut sein, auch für sie. Verband der palästinensischen Gemeinden Deutschland |