Israel und die
besetzten Gebiete
Unter den Trümmern: Häuserzerstörungen
und Zerstörung von Land und Eigentum.
Autorisierte Zusammenfassung des Berichts
von Amnesty International -
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Die Familien von Jayyous,
einem Dorf nordöstlich von Kalkilia, haben an die
internationale Gemeinschaft einen Appell erlassen, man möge
ihnen in der besonderen Not, in der sie sich befinden,
beistehen.
Der Appell ist
überschrieben: „Jayyous erstickt“ :
„Die Bewohner von Jayyous
appellieren hiermit an die Welt und bitten dringend alle
freien und aufrichtigen Menschen, einzuschreiten und zu
vermitteln, dass Israel die gewalttätigen und üblen Praktika
gegen unsere Bürger aufgibt. Wir leiden Tag und Nacht. Sie
fallen jeden Tag ins Dorf ein und lassen giftige Gasbomben
explodieren. Nicht einmal unsere Tiere sind vor diesem
tödlichen Gas sicher. Nur zur Erinnerung: Jayyous hat 90%
seines Landes als Folge des Apartheidmauerbaus verloren.
Bitte, tun Sie etwas, um diese Tragödie aufzuhalten.“
Die israelischen Behörden
haben den Bau der Trennungsmauer in diesem Gebiet beendet und
einen großen Teil von Jayyous’ Land enteignet, besonders das
landwirtschaftlich genützte und die Wasserreserven. Die
Bewohner dieses Dorfes und der umliegenden Dörfer haben
zusammen mit Internationalen Kräften, die extra kamen, um das
Dorf zu unterstützen, gegen den Bau der Mauer Widerstand
geleistet. Trotzdem hörte die Baufirma nicht auf, die
Olivenbäume abzusägen und die Felder mit Bulldozern zu
zerstören. Die Dörfer im Nordwesten der Westbank stehen wegen
der Mauer vor großen Problemen. Die Mauer trennt die Dörfer
von den größeren Orten und so auch von der Haupteinnahmequelle
der Leute.
Außerdem beklagen sich die
Familien über die Demütigung, der sie durch israelische
Soldaten an den Toren ausgesetzt sind. Ein Bewohner von
Jayyous sagte zu IMEMC, dass die Armee drei Öffnungszeiten am
Tag für je 15 Minuten festgesetzt hat. Die Familien stehen am
Tor, doch die Armee lässt sie länger als eine Stunde warten,
bis sie schließlich öffnen. Das selbe geschieht auf dem
Rückweg vom Feld ins Dorf.
Die Bewohner beklagen sich
auch über ein Gas, das die Armee ständig gegen die Bewohner
benützt. Sie behaupten, dass zwei schwangere Frauen
Fehlgeburten und eine dritte nun an Asthma leidet, weil sie es
eingeatmet hat.
Aber nicht nur die Menschen
sind vom Gas betroffen, sondern auch die Tiere. Von Mohammad
Al-Beiks Tieren hatten 30 eine Fehlgeburt, weil in den Stall
eine Gasgranate geworfen wurde. Das Internationale Rote Kreuz
ist dabei, dem Problem in Jayyous nachzugehen und das Gas zu
untersuchen, ob es Tränengas ist oder etwas anderes. Die
Bewohner von Jayyous behaupten, dass es nicht das normale
Tränengas ist, das während der 1. Intifada 1987 benützt wurde.
Sie können einen Unterschied feststellen.
Es scheint, als hätten die
Tore noch einen anderen Sinn. Es ist für die Armee so
einfacher, die Leute im Dorf festzuhalten, um dieses möglichst
bequem überfallen zu können. dt. Ellen Rohlfs
Gush Shalom setzte mit der Forderung einer sofortigen
Untersuchung seine offensive Kritik an der
israelischen Kriegführung fort. Der zentrale
Vorwurf der Menschenrechtsorganisation lautet:
Die israelischen Streitkräfte begehen im
Krieg gegen die Intifada Kriegsverbrechen.
Und Gush Shalom ging weiter: Der Friedensblock
stellte die Fähigkeit des Staates in Frage,
aus eigener Kraft dafür zu sorgen, dass
die Streitkräfte in ihrem Krieg gegen die
Palästinenser die Normen des Kriegsvölkerrechts
einhalten. Nachdem eine zu Beginn des Jahres
von Gush Shalom organisierte Konferenz in
Tel Aviv über Kriegsverbrechen von den Massenmedien
mehr oder weniger totgeschwiegen worden
war, wandten sich die Menschenrechtsaktivisten
direkt an die Soldaten und Offiziere. Sie
verteilten an die Soldaten Materialien über
die Verbotstatbestände gemäß den Genfer
Konventionen ? Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren,
Erschießung unbewaffneter Zivilisten, Folter,
Verweigerung medizinischer Behandlung, Töten
Verwundeter, Aushungern, Deportationen –
und riefen die Soldaten dazu auf, die Ausführung
offenkundig widerrechtlicher Befehle zu
verweigern sowie Kriegsverbrechen, deren
Zeuge sie wurden, anzuzeigen, um sich davor
zu schützen, im Ausland bzw. vor einem internationalen
Gericht wegen Kriegsverbrechen angeklagt
zu werden.
Gottesdienst im Olivenhain Israelische Rabbiner beschützen
palästinensische Bauern vor den Übergriffen jüdischer Siedler - indem
sie ihnen demonstrativ bei der Ernte helfen
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Nahost-Konflikt gefährdet Wirtschaftsbasis in
Palästinensergebieten
Genf (epd). Seit Beginn der zweiten Intifada ist durch den
Nahost-Konflikt nach UN-Angaben rund ein Fünftel der wirtschaftlichen
Basis in den von Israel besetzten Gebieten zerstört worden. Der Schaden
an Fabriken, Infrastruktur, Häusern und Landwirtschaft seit Herbst 2000
belaufe sich nach vorsichtigen Schätzungen auf rund 2,2 Milliarden
US-Dollar, teilte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD)
am Mittwoch in Genf mit.
Das Pro-Kopf-Einkommen der
Palästinenser sei infolge des Konflikts stark gefallen, von 1.750
US-Dollar 1999 auf 1.040 Dollar 2003. Erste Schätzungen des
Wirtschaftswachstums gingen von einer leichten Verbesserung gegenüber
dem Zeitraum 2000/2002 aus. Von einer durchgreifenden Erholung könne
aber keine Rede sein, so UNCTAD. (10507/29.9.2004)
Quelle
Zahl der monatlich getöteten
Palästinenser und Israelis seit Beginn der Intifada am 28. September
2000.
...Die
Lebenssituation der Palästinenser hat sich seit meinem letzten Besuch im
Dezember 2003 dramatisch verschlechtert.
Kinder sind mangel/oder
unterernährt, viele Erwachsene hungern. Die Mauer umschließt immer
weitere Gebiete, Dörfer und Städte - wie z.B. Qalqilia, eine Stadt mit
43.000 Einwohnern. Diese Stadt ist rundherum mit der 8 Meter hohen Mauer
umgeben, also total eingemauert und mit Wachtürmen und Kameras versehen,
die Tore elektrisch gesichert. Das ist ein Ghetto. Richtung Osten gibt
es einen Zugang der von israelischen Soldaten bewacht und am Abend
geschlossen wird. Im Norden und Süden der Stadt gibt es jeweils ein Tor,
diese sind für die Bauern vorgesehen damit sie zu ihren Feldern können.
Diese beiden Tore werden für 50 Minuten pro Tag geöffnet und zwar von
07:40-08:00 Uhr, mittags von 12.00-12:15 und abends von 18:45-19:00 Uhr.
Somit werden die Bauern gehindert ihre Felder zu bestellen. Die Israelis
haben ein altes osmanisches Gesetz ausgegraben das besagt, wenn Bauern
ihre Felder drei Jahre nicht bearbeiten fällt es an den Grundherrn
zurück, das sind gegenwärtig die israelischen Besatzer.den
mit Israel und einem normalen Leben. Sie sind erschöpft, müde,
ausgelaugt.
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Liebe Freunde in der Ferne
Drei Jahre , 1095 blutige
Tage oder werde ich den Frieden erleben? Wenn ich einen Rückblick auf
diese schrecklichen drei Jahre machen wollte, ich würde kaum einen Tag
finden, der nicht bestimmt ist von Gewalt. Mehr wie eineinhalb Jahre
war mein Heimatort unter Bombardierung und Beschuss
Jede Nacht, stundenlang, ohne Keller und ohne Bunker. Angst und
Todesangst habe ich kennen gelernt. Ich habe tote Menschen gesehen.
Zerfetzte , erschossene, zerrissene und verbrannte.Und Beerdigungen,
unzählige an der Zahl. Tausende von Häusern , die in Schutt und Asche
liegen. Menschen, Obdachlos, nicht wissend wohin Zehntausenende
ausgerissene Olivenbäume, ihre Wurzeln klagend in den Himmel
streckend.
Straßensperren wo Demütigung und Entwürdigungen zu Hause sind. Dann
bleibt mir noch das Gefühl, dass wir bald hinter einer Mauer
verschwinden werden....mehr
>> Salam
Faten Mukarker
Militärintervention in Rafah:
Zerstörung ohne Begründung? jW sprach
mit Darwish Abu Sharkh, Leiter des "Zentrums für Behinderte Kinder" in
Rafah und Mitglied des lokalen Dachverbandes "Rat der
regierungsunabhängigen Organisationen"mehr
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In der linken israelischen
Zeitschrift Challenge (No. 81 / September-Oktober
2003) war zu lesen: "Ein Faktor, der den Verlauf der Mauer
bestimmt, ist Israels Durst nach palästinensischem Wasser.
Die nordwestliche Westbank sitzt über dem westlichen Grundwasserspeicher,
der die größte Quelle von Wasser westlich des Jordanflusses
ist. Deshalb verbot Israel am zweiten Tag der Okkupation
von 1967 den Palästinensern weiterhin ohne Erlaubnis Brunnen
zu bohren (und es wurde niemals eine erteilt mit einer einzigen
Ausnahmen nach Oslo). Israel selbst bohrt tiefere Brunnen
auf seiner Seite der Grenze, 'flußabwärts' und in den Siedlungen.
Jetzt fängt es mittels der Mauer den langersehnten Grundwasserspeicher
ein, schneidet - bislang - fünfzig Brunnen von dem Land
ab, das sie bewässern und/oder von den Leuten die sie nutzen.
'Wenn man auf Bauflucht/Verlauf der Mauer schaut,' schreibt
der Hydrologe Abdel Rahman Al Tamimi, so folgt sie genau
der Grundwassergrenze. 'Schließlich wird die Mauer den oberen
Teil des Grundwasserbeckens für die Palästinenser unzugänglich
machen und sichern, daß Israel sowohl die Menge wie die
Qualität des Wassers kontrollieren wird.' Wenn sie das meiste
Wasser verloren haben, werden die eingeschlossenen Palästinenser
aufhören müssen, ihr Land zu bewirtschaften; viele werden
abwandern. Die brachliegenden leeren Ländereien werden dann
Kandidaten für eine Annexion im Rahmen künftiger Friedensgesprächen
sein."
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Hebron: Die dortigen Bewohner durften im Großteil der Zeit seit
Beginn der Intifada vor drei Jahren ihre Häuser nicht verlassen.
Wegen ständiger Übergriffe extremistischer jüdischer Siedler sind
nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation
Betselembereits 43% der Einwohner der historischen Altstadt seit September
2000 aus ihren Wohnungen geflüchtet. 2.000 Geschäfte mussten schließen,
drei Schulen wurden von der Armee besetzt.
Quelle
Bis heute wird die Nakba vom israelischen
Staat geleugnet,... ist nicht etwa von
"Vertreibung", sondern von "Flucht der Araber" nach 1948
die Rede, und die Geschichte des Volkes Zion wird der
heranwachsenden Generation nach wie vor in religiöser
Überhöhung und orthodoxer Mythisierung dargeboten -
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