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Aufrufe
Würde man mich nach meiner Meinung fragen, würde ich den
jüdischen Gemeinden in der Welt folgendes raten: Zerbricht
diesen Zauberkreis. Entwaffnet die Antisemiten. Befreit
euch von der automatischen Solidarität mit allem, was
unsere Regierungen tun. Lasst euer Gewissen reden. Kehrt
zurück zu den traditionellen jüdischen Werten von „Gerechtigkeit,
Gerechtigkeit sollst Du suchen“. Solidarisiert euch
mit dem anderen Israel, welches für solche Werte kämpft.
mehr Abraham Melzer
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Global Intifada
"Schwierige
Aufgabe
Den Mitschuldigen
ihre Mitschuld
predigen
so
daß sie überzeugt
sind
ist schwer
denn sie haben immer
die einleuchtendsten
Beweise
für ihre völlige
oder
(denn sie wollen
nicht selbstgerecht
sein)
so gut wie völlige
Unschuld
Sie kennen sich
weil sie in alles
genauestens
eingeweiht sind
auch viel besser aus
als zum Beispiel der
Fremde
der sich herausnimmt
zu ihnen
von Mitschuld zu
sprechen
Um wirklich
so überzeugend
wie sie
seine Unschuld
beweisen zu können
muß einer schon
mitschuldig sein"
Erich Fried
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Jede Kritik an Israel wegen Bruch des Völkerrechts
wird von der israelischen Politik selbst als Antisemitismus
definiert. Das ist Erpressung, um Kritiker mundtot zu
machen. Es ist eine Methode, um freie Hand zu haben,
weiterhin straffrei die Palästinenser zu unterdrücken.
Auch die sogenannten Antideutschen vertreten eine solche
Haltung. Das ist eine Strategie, die leider nicht unwirksam
ist. Doch die Kritik am Bruch des Völkerrechts ist nicht
nur eine solidarische Unterstützung für die Rechte der
Palästinenser und der israelischen Friedensbewegung,
sondern letztendlich auch eine Unterstützung für das
israelische Volk, friedlich und sicher leben zu können.
Felicia
Langer. |
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"......Auschwitz bleibt ein Wundmal in den Geschichtsbüchern. Wir können es
nicht ausradieren. Doch die passive Betrachtung der deutschen Vergangenheit
schafft außer Betroffenheit und Bedauern keine produktive Kraft, die Rücksicht
auf alte Verbrechen mit der Vorsicht für eine neue Zukunft verbindet, in der nie
mehr Menschen gequält, gefoltert und ermordet werden.
Daran mitzuarbeiten und die Stimme zu erheben für die, die schweigen und nicht
gehört werden, ist meine Form der Vergangenheitsbewältigung und mein kleiner
Beitrag zur Wiedergutmachung für das, was Deutsche den Juden angetan haben.
Deshalb verteidige ich Israel mit voller Überzeugung. Scharon bekämpfe ich nicht
mit allen Mitteln, aber mit ganzer Kraft."
Norbert Blüm |
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