Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten, Texte aus dem besetzen Palästina die in den deutschen Medien fehlen.

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Uri Avnery

Nach oben
Zum Tode von U. Avnery - Adam Keller
Zum Tode von Uri Avnery
Wer – zum Kuckuck – sind wir?
Adolf und Amin
Der Marsch der Toren
„Nicht genug!“
Eine sehr intelligente Person
Prinzen besuchen Israel
Zwei Seelen
Die Siamesischen Zwillinge
Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?
Stark wie der Tod
Glück eines Spielers
Tag der Schande
Wer ist wessen Vasall?
Diese Frau
Der wahre Sieger
Der große Tag
Blind in Gaza
Ein Lied wird geboren
Der Fake-Enemy
Weil da nichts ist...
Geh in Frieden!
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Wer – zum Kuckuck  bin ich?
Nicht Genug!
Das hüpfende Parlament
Möge dein Haus zerstört werden!
Bibis Sohn
Warum ich wütend bin.
Der Mann , der sprang
Schrei, geliebtes Land!
Die Kinder der Steine
Von Barak bis Trump
König und Kaiser
Eine Geschichte der Idiotie
Zwei Treffen
Wer fürchtet sich vor der iranischen Bombe?
Saure Gurken
Ein neuer Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

Ich werde Arafat vermissen
Interview des Haaretz-Journalisten Ari Shavit mit Uri Avnery, Haaretz,14.11.2004

 

Uri Avnery ist unerschütterlich in seinem Glauben, Yasser Arafat sei ein Gigant und ein Partner für Israel gewesen – seine einzige Gelegenheit, die Israel tatsächlich versäumt hat. Der zornige junge Mann in Jenin kümmert sich nicht um Abu Ala oder Abu Mazen. In Wirklichkeit haben Sharon und Bush das Feld Osama bin Laden überlassen.

 

Uri Avnery hat in seinen 81 Jahren eine ganze Menge erreicht. Er kämpfte in der vorstaatlichen Untergrundgruppe Lehi, dann im Unabhängigkeitskrieg mit „Samsons Füchsen; er schrieb die bedeutendsten Echtzeit-Bücher über den Krieg („Auf den Feldern der Philister“ und „Die andere Seite der Medaille“); er war der Herausgeber des Wochenmagazins, das das Gesicht des israelischen Journalismus  (Ha’olam Hazeh) veränderte; er baute die politische Bewegung auf, die die israelische Linke  gestaltete („Ha’olam – Koah Hadash“); er war einer der führenden Sprecher der arabisch-israelischen Kultur  Doch vor allem, vollbrachte Uri Avnery einen wichtigen politischen Akt: er brachte Yasser Arafat in unser Leben.

 

1974 war Avnery der erste Israeli, der Gespräche mit Arafats Vertretern begann. 1982 war er der erste Israeli, der Arafat traf und ihn interviewte. 1994 saß er an Arafats Seite, als der palästinensische Führer in den Gazastreifen zurückkehrte. Seit 30 Jahren ist Avnery der begeistertste Anhänger von Arafats politischer Option. Selbst wenn andere der Linken über den Vorsitzenden verzweifelt sind und ihn verlassen, fuhr Avnery fort in die Muqata zu pilgern, Arafats Hauptquartier in Ramallah . Selbst in den gewagtesten Zeiten fungierte er als Arafats menschliches Schutzschild und sein Anwalt. Loyal, hartnäckig,  sein Leben riskierend kämpfte der israelische Journalist die Schlacht des Führers der palästinensischen Nationalbewegung mit.

 

Avnery ist eine ausgesprochen nüchterne Person. Rational, kühl und präzise. Immer sorgfältig gekleidet, immer elegant, ( in seiner hebräischen Sprache)  immer noch den nachklingenden deutschen Akzent. Aber Dienstag nacht, als die palästinensische Führung zugab, dass der Rais ( Chef)  im Sterben lag , hat ihn das Drama von Arafats Tod doch plötzlich ergriffen. Im Wohnzimmer  seiner Tel Aviver Wohnung  schaute Avnery trauriger und verwundbarer aus  als je . Auf einmal schien es, dass wahrer menschlicher Kummer in seinen stahlblauen Augen hoch kam.

 

Ein großer Fehler

 Uri Avnery, als einer der Arafat nahe stand, glauben Sie nicht, dass es etwas Demütigendes gibt über die Art und Weise, wie der Tod über ihn kam?

 

A.: „Bedauerlicherweise hat Suha (Arafats Frau) nicht den Test der Geschichte bestanden. Sie war Arafats großer Fehler. Er heiratete sie in einem Moment der Schwäche, als er plötzlich nach  allem eine Familie wollte. Aber dieser Wunsch verging sehr schnell angesichts der Opposition, die sie nach der Hochzeit hervorrief. Die Leute konnten nicht verstehen, warum der Mann, der mit der Revolution verheiratet war, plötzlich heiraten wollte. Und nicht einmal eine muslimisch arabische Frau, sondern eine Christin, eine moderne Frau, eine Außenseiterin, eine Blondine. Ihm wurde bald klar, dass er sich von ihr distanzieren muss - und sie wurde bitter. Die Folge war das Ende, das wir gerade erlebt haben, das unpassend war und auch  mich zweifellos verletzte. Und zwar sehr. Arafat hat etwas anderes verdient. Aber in ein paar Wochen wird dies alles vergessen sein; was bleiben wird, ist ein Tod, der einen großen symbolischen Wert in sich trägt.

 

In einer endgültigen Analyse, die in die Geschichte der Palästinenser  eingehen wird, ist es, dass die Person, die sie fast 50 Jahre geführt hat, im Ausland gestorben ist. Wie die meisten Palästinenser. Und was wird in die palästinensischen und arabischen  Mythen eingehen? Dass der Führer der Befreiungsbewegung an der Schwelle der palästinensischen Unabhängigkeit gestorben ist, ohne sie noch zu erleben. Das wird symbolische Bedeutung haben, die  Jahr zu Jahr größer wird, wie die Gestalt Arafat selbst.“

 

Was meinen Sie damit? Wird Arafat nichts weniger als ein palästinensischer  Moses werden ?

 

„Da besteht eine große Ähnlichkeit zum Tode von Moses, der ein Volk aus der Sklaverei führte und auf seinem Marsch zur Freiheit 40 Jahre lang, fast genau wie Arafat, führte. Es gibt zudem eine Ähnlichkeit in der Tatsache, dass auch Arafat nur die Schwelle zum Verheißenen Land erreicht hat. Er sah es von ferne, konnte es aber nicht mehr betreten. Ich habe  in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht. Die Symbolik ist hier sehr groß. Genau deshalb wird der tote Arafat  eher noch stärker sein als der lebende.“

 

Glauben Sie wirklich, dass Arafat ein  großer historischer Führer war?

 

„ Ein sehr großer. Yasser Arafat wird als einer der größten Führer des 20. Jahrhunderts im Gedächtnis bleiben. Manchmal wird er mit Nelson Mandela verglichen. Aber Arafats Aufgabe war 1000 mal schwieriger als die von Mandela, der 28 Jahre im Gefängnis verbrachte und so völlig unbeeinträchtigt von externen und internen  Kämpfen und jeder Verbindung zum Terror blieb. Und am Ende übernahm er einen bestehenden Staat. An einem Tag war er der Führer einer Befreiungsbewegung – am nächsten Tag war er Präsident..

Im Gegensatz dazu, empfing Arafat ein weit zerstreutes Flüchtlingsvolk, dass unter arabischen Diktaturen lebte. Ein Volk, dessen Führung von Geheimdiensten von einem halben Dutzend Ländern verfolgt wurde, einschließlich Israel. Die Folge davon war, Arafat war gezwungen zu lügen, manchmal gegenüber diesen arabischen Führern, manchmal gegenüber einem anderen. Er musste seine Zuflucht zu Ambivalenz nehmen und musste manövrieren. Diese Fähigkeit ist vielleicht seine bedeutendste Eigenschaft.

 

Arafat hatte  einen Staat aus dem Nichts zu schaffen  einen Staat, in dem es keine Infrastruktur, keine Wirtschaft, keine Regierungsapparate gab. Außerdem musste er die Spannungen zwischen der alten Führungsschicht aus Tunis  und der jungen lokalen Führung überbrücken, auch zwischen Christen und Muslimen, zwischen Frauen und Männern und zwischen den Hamulas (Clans); zwischen Flüchtlingen  und den Bewohnern der (besetzten) Gebiete. Er musste das ganze Paket zusammenhalten – fast allein und unter unglaublichen Umständen. Und es gelang ihm. Es gelang ihm auch, nicht nachzugeben. Er stand fest gegen Clinton und (den früheren israelischen Ministerpräsidenten Ehud) Barak und kapitulierte nicht. Da gibt es also bei mir keinen Zweifel, dass er einer der größten Helden der arabischen Geschichte werden wird. Er wird ins Pantheon der  arabischen Helden aufgenommen werden, wie Kalif Omar und Salah a-Din.“

 

Denken Sie wirklich so – nachdem er nur der Führer einer sehr problematischen Nationalbewegung eines kleinen arabischen Volkes war?

 

„ Diese kleine Nation wurde zum Symbol für die ganze arabische Welt. Weil die arabische Welt heute in einem gedemütigten Zustand ist. Ihr ganzer Vorstoß richtet sich gegen die westliche Expansion. Wenn ein 18 Jähriger in Kairo, Riad oder Damaskus sich nach einem Vorbild umschaut, dann sieht er nur Arafat. Jeder Araber, der die Demütigung der arabischen Nation empfindet, identifiziert sich mit Arafat als einer Person, die nicht bezwungen wurde, als jemand mit Mut und  der  trotz aller Verleumdungen davon unberührt blieb. In diesem Sinne ist Arafat völlig anders als die anderen Führer in dieser Region . Er überragt die hässlichen und armseligen Bilder von Leuten wie Mubarak, Abdullah oder Assad. Tatsächlich gibt es nur noch eine Gestalt, die mit Arafat konkurriert: Osama Bin Laden. Und diese beiden vertreten die Gegensätze der arabischen Welt.

„Arafat war religiös, ja, aber seine Führung war säkular. Er vertrat eine im Wesentlichen säkulare nationale Bewegung. Er vertrat den arabischen Nationalismus in einer europäischen Form. Im Gegensatz dazu,  vertritt Bin Laden einen anti-nationalen, islamischen Fundamentalismus, der arabischen Nationalismus genau wie der Haredi (Ultra-Orthodoxen ) Judaismus  israelischen Nationalismus ablehnt. Deshalb machten sowohl Israel als auch die USA einen schrecklichen Fehler, indem sie sich nicht mit Arafat verbündeten. Weil in Zukunft alle arabischen Revolutionen einen fundamentalistischen Charakter haben werden. Arafat  wäre die letzte Chance für einen Sieg des arabischen Nationalismus nach westlichem Format gewesen. Er war die letzte Barriere gegenüber den extremen islamischen Mächten gewesen.“

 

Ich bin mir nicht sicher – ob ich das verstanden habe – können Sie dies noch genauer darlegen?

 

 „ Die größte Gefahr, der Israel gegenüber steht, ist die Gefahr durch Salah a-Din, durch einen Gegenkreuzzug, in dem die arabischen Welt sich unter dem islamischen Banner vereinigt. Das ist eine wahre existenzielle Gefahr für Israel. Arafat war das ganze Gegenteil davon, zum einen im kleinen palästinensischen Raum und als Symbol für die ganze arabische Welt. Der ägyptische Denker Mohammed Sid Ahmed sagte deshalb, wenn Arafat nicht existiert hätte, dann hätte Israel ihn erfinden müssen. Arafat war ein natürlicher Partner, um Israels Zukunft abzusichern.. Aber wir haben uns töricht benommen. Wir brachen ihn. Wir verstanden nicht, dass er ein wichtiges Element  im Wall gegen den Fundamentalismus war. Wir verstanden nicht, dass Arafat der einzige Gegenpol zu Bin Laden und seinen Gefolgsleuten und Nachfolgern war.“

 

Behaupten Sie also, dass die Anti-Arafat-Politik, die von Ministerpräsident Sharon und Präsident Bush praktiziert wurde, eine Katastrophe war?

 

„Sharon ist ein Ignorant und Bush auch. Das verbindet beide. Sie sind beide entsetzlich primitive Menschen, die nicht fähig sind,  weite historische Zusammenhänge zu begreifen. Die gemeinsame Bemühung beider, Arafat zu brechen, stellt eine historische Kurzsichtigkeit  unhistorisch denkender Leuten dar . Leute, die Geschichte nicht verstehen und die Geschichte nicht  leben. Beide haben tatsächlich das Feld Bin Laden überlassen.  Dadurch, dass Bush den Irak zerstört und beide gemeinsam Arafat gebrochen haben, führen  sie sowohl  Amerika als auch Israel in eine Katastrophe. Amerika kann damit fertig werden. Auch wenn die Folge eine weitere Zerstörung von hundert Türmen ist und die Umwandlung  der USA in eine faschistische Diktatur, Amerika wird sich  letzten Endes  erholen und geheilt werden. Für Israel ist es allerdings ein existentielles Problem. Indem wir Arafat ruiniert haben, machten wir einen historischen Fehler, den wir wahrscheinlich nicht mehr berichtigen können.“

 

Freundlich und warmherzig

 

Lassen wir das Urteil der Geschichte eine Weile beiseite. Sie trafen Arafat viele Male und verbrachten Hunderte von Stunden mit ihm. Was für eine Art Mensch ist er?

 

„Arafat ist immer eine Überraschung für den, der ihn zum ersten Mal begegnet . Wie so? Der Unterschied zwischen seinem TV-Image und der Wirklichkeit ist erstaunlich. Zunächst mal sein Bart . Im Fernsehen sieht er immer wie ein Zweitagebart aus. In Wirklichkeit ist er gefleckt, schwarz und weiß gesprenkelt. Dann die Augen. Im TV sehen sie ein bisschen verrückt, ein bisschen fanatisch aus. In Wirklichkeit  aber sind sie genau das Gegenteil: sehr freundlich, sogar feminin.

 

„Alles in allem ist Arafat eine sanfte Person. Seine Hände sind sanft, seine Körpersprache ist sanft. Er ist eine sehr warmherzige Person.  Voller Mitgefühl. Deswegen hat er eine unglaubliche Fähigkeit, persönlichen Kontakt zu knüpfen. Er ist direkt, unförmlich, emotional. Er ist kein Mensch von abstrakten Ideen, sondern von Gefühlen; nicht analytisch, sondern intuitiv. Viele seine Dialoge finden weniger mit Worten als mit Gesten statt. Er liebt Gesten.

„ Er hat ein phänomenales Gedächtnis und er hat unglaublich schnell aufgenommen. Er konnte eine Situation in einer Tausendstel Sekunde erfassen. Gleichzeitig war er sicher kein Intellektueller. Ich glaube nicht, dass er Bücher las. Ich denke, er hat überhaupt nicht gelesen. Er ist einer von den Führern, für die Zusammenfassungen vorbereitet wurden. Aber er neigte dazu, in  Details zu gehen. Und er hatte die Fähigkeit, kühne Entscheidungen in Lichtgeschwindigkeit zu machen. Wegen dieser beiden  Charakterzüge, war es für ihn schwierig, die Macht zu delegieren. Er war immer sehr zentralisiert. Er hielt die Karten sehr nah an seiner Brust. Wenn man ihn mit Abu Mazen und Abu Ala sitzen sah, erschienen diese im Vergleich zu ihm Er war es, der entschied. Er allein. Deshalb denke ich, dass er unersetzlich ist. Da gibt es niemanden in der palästinensischen Ära, der so wie er Entscheidungen treffen konnte.

 

„Er hatte auch Sinn für Humor. Er liebte Witze. Manchmal machte er Witze auf Kosten seiner Mitarbeiter. Aber er war nicht anspruchsvoll und nicht unnahbar. Er ließ die Leute ihn unterbrechen und korrigieren. Die von ihm geschaffene Atmosphäre war wie die eines chassidischen Führers in seinem Hof.

 

„Nach der letzten Analyse denke ich, ist sein hervorragender Zug seine totale Identifizierung mit seiner Rolle. Er selbst, Arafat , war der palästinensische Befreiungskrieg. Daher das Gefühl, dass er nicht ersetzt werden kann, dass nur er es tun konnte. Da gab es auch das Gefühl  persönlicher Voraussicht, als er  wie durch ein Wunder einen Flugzeugabsturz in der Libyschen Wüste überlebte. Wie Arik Sharon, war Arafat total davon überzeugt, er halte das Schicksal seines Volkes in der Hand. Doch während Sharon der Säkularste der Säkularen ist, hatte Arafat immer eine religiöse Dimension. In diesem Sinne war er  wahrlich ein gläubiger Muslim.“

 

Waren Sie beide aufrichtig befreundet?

 

„Da gab es ein vollkommenes gegenseitiges  Vertrauen. Ich will Ihnen ein Beispiel geben.

Als wir uns in Tunis trafen, bedeckte er seinen Kopf nicht. Ich habe ein Photo, auf dem er ohne Kopfbedeckung zu sehen ist und auf dem er mir eine Orange schält. Er tat dies sehr sorgfältig und war ganz darauf konzentriert. Aber ohne die Keffiyeh – er ähnelte sehr seinem Bruder. Arafat wusste, dass ich dies Photo nicht veröffentlichen werde. Er wusste , dass obwohl ich ein Journalist war,  nie etwas veröffentlichen würde, was nicht veröffentlicht werden soll.“

 

Historische Konzessionen

 

Ist Arafats Tod  ein natürlicher Tod gewesen oder ist Israel  daran beteiligt?

 

  „Verschwörungstheorien kommen in solchen Situationen immer auf. Ich habe keinen  verschwörerischen Geist. Zuweilen haben  Verschwörungstheorien aber recht.  Was ich als persönliches Zeugnis geben kann, ist , dass, als ich ihn vor gerade drei Wochen, bevor er krank wurde, sah,  er gesund war - gesünder als ich ihn je in der Vergangenheit gesehen habe.

 

„Eine Sache ist sicher: Israel ist verantwortlich dafür, dass er zwei und ein halbes Jahr in zwei bis drei Räumen ohne Luft und Licht verbringen musste. Selbst ein Strafgefangener, der zum Tode verurteilt ist,  das Recht  für einen  täglichen einstündigen Spaziergang im Gefängnishof hat. Arafat  dagegen verließ  die Muqata jahrelang nicht  Dafür ist Israel verantwortlich. Israel ist dafür verantwortlich, einem 75 Jährigen  lange Zeit den Spaziergang zu verbieten“.

 

Wollte Sharon ihn töten?

Zweifellos.“

 

Haben Sie einen Verdacht?

 

„Wenn jemand einen plötzlichen, unerklärlichen Kollaps unter diesen Umständen hat, hat man automatisch  einen Verdacht. Aber ich habe keinerlei Beweis. Ich kann Ihnen nur sagen, dass Arafat  davon überzeugt war, dass Sharon ihn töten wollte. Er sprach viel davon.“

 

Also hat schließlich General Sharon  General Arafat vernichtet.

 

„Nein, das denke ich nicht. Der tote Arafat wird den lebenden Sharon zerstören.“

 

Was verstehen Sie darunter?

 

„Zwei Dinge: Wenn Sharon zwanzig Jahre wieder mit seinen Vorfahren vereinigt sein wird, wird sich keiner mehr an ihn erinnern. Im Gegenteil – an Arafat wird  man sich noch nach weiteren hundert oder fünfhundert Jahren erinnern. Vielleicht auch nach 1000 Jahren. Jeder Araber erinnert sich an Salah a-Din auch noch 800 Jahre nach seinem Tod. Man wird sich auch an Arafat erinnern.

„ Aber da ist noch etwas anderes, Aktuelleres. Das von Arafat hinterlassene Erbe wird das palästinensische Volk daran hindern, vor Sharons Plan zu kapitulieren. Es geschieht  genau durch seinen Tod, dass Arafat die Grenzen der palästinensischen Konzessionen festlegt. Jetzt wird kein palästinensischer Führer es wagen, diese Grenze zu überschreiten. Der tote Arafat wird keine Konzessionen erlauben, die der lebende vielleicht gemacht haben  hätte.“

 

Hat Arafat wirklich Konzessionen gemacht? Hat er wirklich die Zweistaaten-Idee mit allen ihren Folgen verinnerlicht?

 

„Arafat machte zwei historische Konzessionen: er erkannte Israel an, und  er erkannte die Grüne Linie an. Indem er  dies tat, akzeptierte  er unsere Präsenz hier als legitim und gab 78 % des Territoriums, das vor 1948 Palästina umfasste, auf. Das sind  ungeheure Konzessionen. Jede weitere Konzession ist praktisch unmöglich. Trotzdem machte Arafat in Camp David drei weitere Konzessionen. Er war mit einem begrenzten Landaustausch einverstanden. Er war mit den neuen jüdischen Vororten in Ost-Jerusalem einverstanden und mit der israelischen Kontrolle über die Klagemauer. Aber diese Konzessionen wurden mündlich und nicht schriftlich gemacht, und darum werden es seine Nachfolger sehr schwer haben, sie zu erfüllen.“

 

In anderen Worten : wir gehen  zur Situation  bis zum letzten qm, bis zur Grünen Linie zurück?

 

„Ich denke so. So geschah es mit Sadat und auch mit Hafez Assad. Sehen Sie einen arabischen Führer, der in der Lage ist, etwas anzuerkennen, was Arafat nicht explizit anerkannt hat? Zweifellos wird jetzt ein Kompromiss über den Tempelberg nicht möglich sein.“

 

Wenn dem so ist, was können wir dann erwarten? Werden Abu Mazen und Abu Ala in der Lage sein, die Situation  zu stabilisieren? Werden sie in der Lage sein, irgend ein Abkommen mit Israel zu erreichen?

 

„Ich habe Abu Mazen seit 20 Jahren gekannt und Abu Ala seit 15. Sie sind beide gute Leute, ehrlich und anständig. Aber wenn man als junger Palästinenser aus Jenin , mit einer Waffe in der Hand, ihre Namen hört, wird er fragen: „Was sind das für Kerle? Die wollen mir sagen, was ich tun soll? Ihre Autorität wird also ziemlich schwach sein. Es ist möglich, dass sie zunächst Unterstützung erhalten, weil das palästinensische Volk keinen Bürgerkrieg wünscht. Das Trauma von 1930 ist noch tief in ihrem Gedächtnis. Aber diese Ruhe wird notwendigerweise vorübergehend sein. Sie wird in dem Augenblick  verschwinden, wenn die Führung  bestimmte Entscheidungen trifft. Das ist das wirkliche Problem von Abu Mazen und Abu Ala: sie werden keine Entscheidungen treffen können.

 

Die fundamentalistische Woge

 

Sie sagen also, dass Arafats Tod verantwortlich dafür ist, wenn sich die Tore zur Hölle öffnen?

 

„ Zwei oder drei gute Leute, die irgendwie sich an Händen halten und eine Menschenkette bilden, um diese Entwicklung zu verhindern, sind keine Lösung. Ich sehe zwei Lösungen voraus. Die eine, die mich sehr erschreckt, ist eine fundamentale Welle in der arabischen Welt, die über das palästinensische Volk  schwappt. Das ist eine sehr ernst zu nehmende Sache. Aber der Zeitplan für diese Entwicklung  liegt völlig in der Luft. Die Islamische Revolution kann auch erst in 20 Jahren ausbrechen – oder morgen früh. Sie mag in Saudi-Arabien oder Ägypten oder auch in Gaza und Ramallah ausbrechen. Das weiß keiner..

„Da gibt es aber  noch eine andere Möglichkeit,  unmittelbarer ist. Schon heute erzählt uns der Shin Beth (Sicherheitsdienst), dass es Hunderte von Palästinensern gibt, die bereit sind,  an jedem beliebigen Tag Selbstmordattentäter zu werden. Das war der Fall, solange Arafat noch  mit seinem zügelnden Einfluss hier war. Aber ohne Arafat wird es nicht fünf oder sechs militante Organisationen sondern 50 oder 60, oder gar 500 oder 600 geben. Und keiner wird mehr in der  Lage sein, sie zu kontrollieren. Da wird es keine  einschränkende Autorität geben, die sie am die Kandare nimmt. Eine chaotische Situation dieser Art wird zunächst für die Palästinenser  schrecklich sein. Aber es wird auch das Leben der Israelis zur Hölle machen.“

 

Ignorieren Sie völlig die Tatsache, dass dieser Mann ein Terrorist war?

 

„Ich war auch  ein Terrorist als ich 16 war .......“

 

(Aus dem Englischen Ellen Rohlfs)  Ende  des Interviews folgt! ER

 

 

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